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Veröffentlicht am 11.01.2022

(Historischer) Krimi im Hamburger Hafen

Die Hafenärztin. Ein Leben für die Freiheit der Frauen (Hafenärztin 1)
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Das Buchcover passt zum Inhalt des Buches. Auf den ersten Blick sieht es wunderschön aus, wie der flüssige Schreibstil der Autorin Henrike Engel. Auf den zweiten Blick erkennt man jedoch, dass das Bild ...

Das Buchcover passt zum Inhalt des Buches. Auf den ersten Blick sieht es wunderschön aus, wie der flüssige Schreibstil der Autorin Henrike Engel. Auf den zweiten Blick erkennt man jedoch, dass das Bild der jungen Dame nicht stimmig ist (siehe linker Arm), wie so einige teilweise gravierende Personenverwechslungen. Dies hat mich doch etwas enttäuscht.
Ich finde das Thema der Frauenbewegung in den Anfängen sehr interessant und hätte mir, da ich gerne historische Romane lese, mehr Tiefgang erhofft, zumal im Untertitel „Ein Leben für die Freiheit der Frauen“ lautet. Interessant fand ich Informationen über die Anfänge des Fußballclubs St. Pauli. Für einen historischen Roman ist es mir etwas zu oberflächlich. So ist es eher als Kriminalroman anzusehen, der einen gut unterhält. Nebenbei erfährt man, wie die Polizeiarbeit im Kaiserreich war.
Die handelnden Personen sind authentisch, Die studierte Anne aus reichem Haus, weiß was sie will und versucht es auch durchzusetzen. Die streng erzogene Pastorentochter Helene hat gerade ihre Schule beendet und weiß, dass sie nicht in die Fußstapfen ihrer Eltern treten will. Sie ist noch sehr kindlich, rebelliert einfach nur gegen ihre Eltern und idealisiert die Frauenbewegung.
Der verwitweter Kommissar Berthold ist ein Arbeitstier, der in der Freizeit Fußball spielt.
Fazit:
Dieses Buch kann ich Leser empfehlen, die gerne Krimis lesen und sich für Hamburg interessieren.

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Veröffentlicht am 19.10.2021

Außergewöhnlicher historischer Roman

Wo das Licht herkommt
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Bereits am außergewöhlichen Buchcover und am Buchtitel erkennt man, dass dieser Roman ganz außergewöhnlich ist. Der Klappentext klärt den Leser auf, dass die Hauptdarstellerin Philippine ins Reich der ...

Bereits am außergewöhlichen Buchcover und am Buchtitel erkennt man, dass dieser Roman ganz außergewöhnlich ist. Der Klappentext klärt den Leser auf, dass die Hauptdarstellerin Philippine ins Reich der Mitte will. Dies ging nur als Mann verkleidet und sie nennt sich daher Philipp. Die Leseprobe ist (noch) flüssig und leicht zu lesen. Auch der Schreibstil ist abwechslungsreich. Immer wieder werden Szenen mit einer einfachen Sprache und Dialekt beschrieben, wenn es um die Kindheit von Philippe geht. Im ersten Teil sind die einzelnen Kapitel mit einem Spruch (Weisheiten) von Fei Lipu versehen, der einem zum Nachdenken anregt,. Im zweiten (deutlich kürzeren) Teil sind die Kapitel mit chinesischen Nummerierungen versehen und die Weisheiten fehlen. Nette Geschichte, die sich lohnt zu lesen, auch wenn nicht ganz so einfach zu lesen ist. Ich hatte beim Lesen auf jeden Fall einige unterhaltsame Stunden.

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Veröffentlicht am 31.12.2023

Gut bis sehr guter Krimi

Die Rosenkranzmorde
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Das Buchcover mit der Bibel und dem kunstvollen Rosenkranz gefällt mir sehr gut und hat mich auf diesen Krimi neugierig gemacht.
Die Rechtsmedizinerin Mara zieht nach einem schweren Schicksalschlag in ...

Das Buchcover mit der Bibel und dem kunstvollen Rosenkranz gefällt mir sehr gut und hat mich auf diesen Krimi neugierig gemacht.
Die Rechtsmedizinerin Mara zieht nach einem schweren Schicksalschlag in ihre Heimat zurück und unterstützt die Hauptkommissare Alex und Chris bei der Suche nach dem Mörder an einen Mönchen, der in der Vergangenheit nicht immer sehr christlich gehandelt hat. An dieser Stelle kommt der Rosenkranz ins Spiel, der beim Aufklären des Falles von Bedeutung ist. Es geschehen noch weitere Morde und ein Zusammenhang ist nicht sofort ersichtlich. Die Geschichte ist packend geschrieben und die Auflösung war teilweise überraschend, aber nachvollziehbar.
Das Buch ist sehr gut strukturiert. Die Kapitellänge ist auch angenehm kurz. Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen.
Alle Protagonisten wirken authentisch und ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Die Hauptprotagonisten Mara, Alex und Chris waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Ich freue mich über die Fortsetzung dieser Krimi-Reihe.
Aufgrund der vielen Schreibfehler (ich habe die 1. Auflage gelesen) habe ich einen Stern abgezogen. Der weitere halbe Sternenabzug erfolgte, da einige Stellen meinen Lesefluss gehemmt haben. Insgesamt komme ich somit auf 3,5 Sterne also zwischen „gut“ und „sehr gut“.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Das achte Weltwunder mit kleinen Schwächen

Die Brücke von London
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Das kunstvoll gezeichnete Buchcover zeigt die beiden Hauptprotagonisten, den Straßenjungen Alder und die verwitwete Tuchhändlerin Juliana, die 1749 auf der London Bridge ihren Laden hat. Nachdem Juliana ...

Das kunstvoll gezeichnete Buchcover zeigt die beiden Hauptprotagonisten, den Straßenjungen Alder und die verwitwete Tuchhändlerin Juliana, die 1749 auf der London Bridge ihren Laden hat. Nachdem Juliana Alder das Leben rettet und sie sich gegenseitig sympathisch finden, will Alder ihr helfen, aus ihren Geldsorgen herauszukommen und gleichzeitig ein neues Zuhause finden. Doch Juliana muss schnell feststellen, dass sie den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben hat. In der zweiten Zeitebene geht es um den Brückenbau der London Bridge im Jahr 1202.
Der Klappentext und der geheimnisvolle Prolog weckten auch gleich mein Interesse. Ich hatte aber danach bis zum Ende von Kapitel Sieben mehr oder weniger Probleme überhaupt in diese Geschichte zu kommen. Dies lag nicht nur daran, dass ein Personenverzeichnis gefehlt hat. Mich hat auch gestört, dass ein Nachwort fehlt, indem beschrieben wird, ob die im Roman erwähnten historischen Informationen real oder fiktiv sind. Das fand ich schade, weil mich die Informationen über dieses achte Weltwunder, das mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt war, an sich sehr interessiert hat. Obwohl das Buch sehr gut strukturiert ist, ich also genau wusste, in welcher der beiden Zeitebenen die Handlung gerade spielt, hatte ich gerade beim Wechsel von einer Zeitebene in die vorherige, Schwierigkeiten, wieder zurück zukommen. Dies hemmte dann auch meinen Lesefluss, da anfänglich Personen erwähnt werden, wie zum Beispiel Brona, die zuerst einmal gesichtslos blieben und ein direkter Zusammenhang zur Geschichte nicht (sofort) erkennbar war. So erfährt der Leser erst auf Seite 375, in welchem Verhältnis Brona zu Estrid stand.
Ab Kapitel Acht (Seite 84) war ich dann endlich in der Geschichte drin und mein Lesespaß hat sich dann entsprechend erhöht. Gestört hat mich trotzdem auch danach, dass ich die Laufwege von Alder aufgrund des fehlenden historischen Stadtplan von London nicht nachvollziehen konnte.
Fazit:
In diesem Buch gibt es wenige Überraschungen und die Handlung war meistens vorhersehbar. Da die Umsetzung des interessanten Themas einige kleinen Schwächen hatte, vergebe ich noch drei von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 20.07.2024

Unterhaltsame Romanbiographie über Agatha Christie

Agatha Christie
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Da ich in der Vergangenheit bereits eine Romanbiographie über Agatha Christie gelesen habe, hat mich besonders interessiert, welche neuen Informationen mir diese Romanbiographie liefern wird. Vor allem ...

Da ich in der Vergangenheit bereits eine Romanbiographie über Agatha Christie gelesen habe, hat mich besonders interessiert, welche neuen Informationen mir diese Romanbiographie liefern wird. Vor allem der Klappentext „Der Detektiv Hercule Poirot ist fortan ihr ständiger Begleiter, auch die scharfsinnige Miss Marple gesellt sich zu ihr....“ suggerierte mir, dass ich einige Hintergrundinformationen über die Entstehung der Kriminalromane erhalten werde. Diese Informationen war mir persönlich jedoch zu wenig. Ich hätte gerne mehr davon gelesen. Ich finde es auch nicht so gut, wenn der Klappentext bereits das meiste vom Buchinhalt bekannt gibt. Teilweise hätte ich auch mehr Tiefgang gewünscht. Ich konnte mit dem ersten Teil des Untertitels „in der Liebe sucht sie nach Hoffnung...“ leider überhaupt nichts anfangen. Ich habe mich immer wieder gefragt nach welcher Hoffnung Agatha Christie suchte. Eine Antwort habe ich im Buch leider nicht gefunden. Positiv fand ich die Erläuterungen der Autorin im Nachwort.
Fazit:
Es ist eine unterhaltsamer, leicht zu lesende Romanbiographie über das Leben der Kriminalautorin Agatha Christie zwischen den Jahren 1908 bis 1928.

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