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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2025

Nette Sommerlektüre

This could be love
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This Could Be Love entführt die Leser:innen in ein traumhaftes Setting auf Hawaii – und das mit einer Detailverliebtheit, die begeistert. Die Beschreibungen der Insel sind realitätsnah, die Orte wirken ...

This Could Be Love entführt die Leser:innen in ein traumhaftes Setting auf Hawaii – und das mit einer Detailverliebtheit, die begeistert. Die Beschreibungen der Insel sind realitätsnah, die Orte wirken lebendig und lassen einen beinahe das Meeresrauschen hören. Lilly Lucas schafft es, Hawaii nicht nur als Kulisse, sondern als aktiven Teil der Geschichte zu erzählen.
Auch das Charakter-Building überzeugt: Die Figuren wirken authentisch, ihre Emotionen sind greifbar und ihre Entwicklungen glaubwürdig.
Leider bleibt die Handlung insgesamt etwas hinter den Erwartungen zurück. Sie wirkt stellenweise dünn und vorhersehbar, das Ende kommt zu abrupt und lässt echte Spannung vermissen. Man hätte sich an manchen Stellen mehr Tiefe oder Überraschungsmomente gewünscht.
Dennoch ist This Could Be Love eine schöne, leichte Lektüre für Zwischendurch – perfekt für Fans von Sommerromanzen mit starkem Setting, auch wenn inhaltlich noch etwas Luft nach oben bleibt.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Schwächster Teil der Reihe

Crushing Colors
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Crushing Colors ist der Abschluss der Fletcher-University-Reihe, konnte mich im Vergleich zu den Vorgängern aber leider nicht ganz überzeugen. Zum ersten Mal wird die Geschichte ausschließlich aus der ...

Crushing Colors ist der Abschluss der Fletcher-University-Reihe, konnte mich im Vergleich zu den Vorgängern aber leider nicht ganz überzeugen. Zum ersten Mal wird die Geschichte ausschließlich aus der Perspektive der weiblichen Protagonistin erzählt – eine interessante Entscheidung, die allerdings auch dafür sorgt, dass manche Charakterdynamiken und emotionale Tiefe auf der Strecke bleiben.

Die Handlung wirkt über weite Strecken langwierig und vorhersehbar, mit wenig überraschenden Momenten oder echter Spannung. Gerade als Finale der Reihe fehlt es dem Buch an Tiefe und Substanz – es fühlt sich fast so an, als hätte man einfach noch eine Geschichte “gebraucht”, um die Reihe abzuschließen. Das Ende ist sehr plakativ und leider nicht der runde, emotionale Abschluss, den sich viele Leser*innen wohl gewünscht hätten.

Dennoch punktet das Buch mit liebenswerten Charakteren und einem gewohnt flüssigen Schreibstil. Für Fans der Reihe ist Crushing Colors ein nettes Wiedersehen – für mich persönlich aber der schwächste Band der ansonsten starken Reihe.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Maues Finale

Pretty Shameless - Gefährlicher als Liebe
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Pretty Shameless liefert ein solides Finale für die Reihe, kann aber leider nicht ganz mit den Vorgängern mithalten. Besonders das übertriebene Drama und die Vielzahl teils unrealistischer Wendungen nehmen ...

Pretty Shameless liefert ein solides Finale für die Reihe, kann aber leider nicht ganz mit den Vorgängern mithalten. Besonders das übertriebene Drama und die Vielzahl teils unrealistischer Wendungen nehmen der Geschichte etwas von ihrer Glaubwürdigkeit. Oft zieht sich der Plot in langatmigen Szenen, nur um dann wieder in rasant aufeinanderfolgende Twists zu kippen – das wirkt stellenweise etwas unausgeglichen.

Dennoch punktet das Buch mit gewohnt tollen, vielschichtigen Charakteren, die auch in diesem Band überzeugen und den Leser bei der Stange halten. Das Ende bietet einen netten, runden Abschluss für die Reihe und macht Fans der Vorgänger sicher glücklich, auch wenn es insgesamt nicht ganz den gewohnten Zauber erreicht. Ein okayes Finale, das seine Stärken vor allem in den Figuren hat, aber dramaturgisch etwas weniger überzeugend daherkommt.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Wichtige Themen

Urlaub vom Patriarchat
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Urlaub vom Patriarchat von Frederike Oertel ist ein Buch, das mutig und engagiert zentrale gesellschaftliche Fragen wie Feminismus, Genderrollen, Akzeptanz und alternative Gesellschaftsformen – insbesondere ...

Urlaub vom Patriarchat von Frederike Oertel ist ein Buch, das mutig und engagiert zentrale gesellschaftliche Fragen wie Feminismus, Genderrollen, Akzeptanz und alternative Gesellschaftsformen – insbesondere das Matriarchat – behandelt. Die Autorin öffnet wichtige Denkräume und fordert dazu auf, bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen. Ihre Beobachtungen sind klug, relevant und regen zum Nachdenken an.

Allerdings verliert sich das Buch stellenweise in einer Fülle an geschichtlichen Hintergründen, theoretischen Verweisen und Literaturzitaten. Diese Unterbrechungen bremsen den Lesefluss erheblich und lassen den roten Faden der Erzählung mitunter verschwimmen.

Dabei wären die persönlichen Reiseerfahrungen, die Oertel schildert – Begegnungen mit Menschen, kulturelle Eindrücke und alternative Lebensweisen – ein echtes Highlight. Leider treten diese faszinierenden Einblicke oft hinter Studien und theoretischen Überlegungen zurück. Gerade diese Erfahrungen hätten dem Buch mehr Leichtigkeit, Nähe und Authentizität verliehen.

Ein wichtiges Buch mit großer thematischer Relevanz – aber stilistisch hätte ich mir mehr erzählerische Balance gewünscht.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Hoffnung, Trauer, Ängste

Swift River
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Swift River von Essie Chambers erzählt die bewegende Geschichte der jungen Diamond, die als einziges schwarzes Mädchen in einer weißen Kleinstadt mit Rassismus, Identitätsfragen und familiären Herausforderungen ...

Swift River von Essie Chambers erzählt die bewegende Geschichte der jungen Diamond, die als einziges schwarzes Mädchen in einer weißen Kleinstadt mit Rassismus, Identitätsfragen und familiären Herausforderungen zu kämpfen hat. Das wunderschöne Cover mit dem Fluss spiegelt die ruhige, beinahe sanft plätschernde Erzählweise wider, die dennoch ernste Themen wie Ausgrenzung, familiäre Unsicherheit und Essstörungen aufgreift. Besonders gelungen ist der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie die Beziehung zu Tante Lena, durch die Diamond ihrem Vater näherkommt.
Trotz der berührenden Thematik wirkt Diamond stellenweise passiv, ihr ständiges Selbstmitleid erschwert den Zugang zur Figur. Auch ihre Freundin bleibt wenig sympathisch. Insgesamt eine emotional vielschichtige Geschichte, die unter die Haut geht, aber nicht durchgängig mitreißen kann.

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