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The Wind Weaver (The Wind Weaver 1)Dieses Buch konnte mich leider in keiner Hinsicht überzeugen. Ich habe es bei 80 % abgebrochen, da weder eine erkennbare Handlung vorhanden war, noch die Charakterentwicklung oder der Weltenbau überzeugen ...
Dieses Buch konnte mich leider in keiner Hinsicht überzeugen. Ich habe es bei 80 % abgebrochen, da weder eine erkennbare Handlung vorhanden war, noch die Charakterentwicklung oder der Weltenbau überzeugen konnten.
Die Geschichte wirkt strukturlos. Statt einer klaren Handlung oder Entwicklung erhält man vor allem lange Dialoge und Erklärungen, die sich inhaltlich oft wiederholen, ohne dass es zu einem spürbaren Fortschritt kommt. Spannung baut sich kaum auf, wodurch es zunehmend mühsam wurde.
Die Protagonistin bleibt über weite Strecken blass und agiert meist unüberlegt. Trotz ihrer angeblich bedeutenden Rolle handelt sie unreflektiert und wirkt oftmals naiv. Problematisch war für mich zudem die Darstellung weiblicher Charakteren im Allgemeinen. Bis weit in das Buch hinein kommt lediglich eine Frau vor – erst später wird eine weitere eingeführt, deren Rolle sofort in eine klischeehafte Gegenspielerin gedrängt wird. Ein respektvoller, positiver Umgang zwischen weiblichen Charakteren findet nicht statt, was besonders in einem modernen Romantasy-Werk enttäuschend ist.
Der romantische Handlungsstrang konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptcharakteren wirkt unausgewogen und teilweise toxisch. Die Beziehung ist geprägt von Kontrolle, Misstrauen und unausgesprochener Manipulation, was wenig Raum für echte emotionale Tiefe lässt.
Auch der Magieaspekt blieb ungenutzt. Die Protagonistin verfügt zwar über besondere Kräfte, zeigt aber kein echtes Interesse daran, diese zu verstehen oder zu entwickeln. Stattdessen wird dieser Aspekt der Geschichte wiederholt verdrängt, wodurch Potenzial verschenkt wird.
Sprachlich ist der Stil zwar bemüht, eine besondere Atmosphäre zu erzeugen, jedoch passt der gewählte Ausdruck oft nicht zur Handlung oder den Figuren. Viele Beschreibungen wirken gestelzt oder unpassend eingesetzt, was zusätzlich den Lesefluss hemmt.
Die verwendeten Tropes – unter anderem geheime Kräfte, dunkler Krieger, Enemies-to-Lovers-Dynamik und ein angedeutetes Liebesdreieck – bleiben oberflächlich. Bekanntes wird wiederholt, ohne eigene Akzente zu setzen oder die Handlung mit Tiefe zu füllen. In Verbindung mit auffälligen Parallelen zu bekannten Reihen entsteht der Eindruck, dass hier mehr auf Wiedererkennbarkeit als auf Originalität gesetzt wurde.
Insgesamt konnte mich weder die Handlung noch die Charakterzeichnung oder die Beziehungskonstellationen überzeugen. Ich vergebe 1 bzw. 0 ⭐.
Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!