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Veröffentlicht am 19.05.2025

Ein Geschenk für junge Herzen – ehrlich, modern, katholisch

Mein Lebensentwurf
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Ich hatte die Ankündigung dieses Buches gelesen: "Mein Lebensentwurf" - ein modernes Glaubensbuch für junge Menschen. Sofort neugierig. Also habe ich es als Geschenk für mein 17-jähriges Patenkind bestellt. ...

Ich hatte die Ankündigung dieses Buches gelesen: "Mein Lebensentwurf" - ein modernes Glaubensbuch für junge Menschen. Sofort neugierig. Also habe ich es als Geschenk für mein 17-jähriges Patenkind bestellt. Bei Amazon war es ganz neu und zunächst nicht verfügbar, ich musste fast zwei Wochen warten. Jetzt ist es endlich da – und ich bin wirklich positiv überrascht.
Schon der erste Eindruck: Modernes Design, das Buch ist hochwertig verarbeitet, liegt angenehm in der Hand, der Umschlag mit 3-D-Gestaltung wirkt modern und ansprechend.
Aber der Inhalt hat mich wirklich begeistert und das sage ich nicht leichtfertig. Das Buch ist ganz anders, als ich erwartet hatte. Es ist kein klassisches Lesebuch, sondern ein Buch zum Nachdenken, Reflektieren und Mitmachen. Zwei Drittel jeder Seite bestehen aus kreativen und gut durchdachten Aufgaben. Anders als in manch anderen Jugendbüchern, in denen Fragen oft etwas beliebig oder diffus wirken, merkt man hier: Die Autorinnen und Autoren haben sich etwas dabei gedacht. Und obwohl ich längst erwachsen bin, hatte ich sofort Lust, mich selbst mit den Fragen zu beschäftigen.
Im unteren Bereich fast jeder Seite steht ein Kasten mit einer Frage von Jugendlichen und einer verständlichen Antwort darauf. Und diese Antworten kommen nicht von irgendwem, sondern von Bischöfen, Kardinälen und Persönlichkeiten aus der ganzen Welt. Insgesamt 33 Beiträge aus der Weltkirche: das ist wirklich vielfältig katholisch im besten Sinne des Wortes. So viel Weltkirche habe ich noch in keinem Jugendbuch gesehen!
Was mir besonders wichtig ist: Das Buch ist nicht ideologisch. Hier versucht niemand, jemanden kirchenpolitisch zu beeinflussen oder in eine bestimmte Richtung zu drängen. Es geht einfach und ehrlich um die Fragen des Glaubens und des Lebens.
Ein weiterer Pluspunkt findet man auf der Innenseite des Buches - ein QR-Code, der zu einer speziellen Internetseite mit Zusatzmaterial führt. Das ist eine moderne und sinnvolle Ergänzung.
Zum Preis: Für 12 Euro bekommt man ein vollfarbiges, durchdachtes und hochwertig gestaltetes Buch – das ist fast geschenkt. Man wundert sich, dass es überhaupt noch so gute Bücher zu so fairem Preis gibt!
Ich war auf der Suche nach einem guten Geschenk für mein Patenkind und ich glaube, ich habe das richtige gefunden. Das ist das Geschenk in dem ich als Pate etwas für den Glaubens meines Patenkindes tun kann. Vielleicht schaffen wir es sogar, über einige der Fragen gemeinsam nachzudenken. Ich schenke meinem Patenkind gerne gute Geschenke, aber diesmal habe ich das Gefühl, wirklich etwas weiterzugeben, das zum Glauben führen kann.
Ich möchte keine zu hohen Erwartungen wecken – aber für mich ist dieses Buch tatsächlich ein kleiner Durchbruch in der kirchlichen Jugendliteratur. Modern, tiefgründig, ehrlich. Dafür ein großes Kompliment an alle, die daran mitgewirkt haben!

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Geholfen den Glauben neu zu entdecken.

YOUCAT
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Der YOUCAT ist wie ein Frage-und-Antwort-Spiel aufgebaut. Zu jeder Frage gibt es eine kurze, einfache Antwort. Am Rand stehen Zitate aus der Bibel, von Heiligen oder vom Papst. Es gibt auch viele Bilder ...

Der YOUCAT ist wie ein Frage-und-Antwort-Spiel aufgebaut. Zu jeder Frage gibt es eine kurze, einfache Antwort. Am Rand stehen Zitate aus der Bibel, von Heiligen oder vom Papst. Es gibt auch viele Bilder und kleine Erklärkästen, die das Lesen leichter machen.
Das Buch hat mir geholfen, viele dieser Fragen besser zu verstehen. Die Antworten sind klar und verständlich geschrieben. Es geht nicht nur um Regeln oder alte Texte, sondern um das Leben, wie es heute ist. Ich habe gemerkt: Der Glaube kann wirklich helfen, tiefer zu leben.
Die kurzen Zitate haben mich eher abgelehnt. Die Bilder machen das Buch lebendig. Manche Antworten haben meine Sichtweise verändert – ich habe angefangen, anders über Kirche, Gebet und Gottes Liebe zu denken.
Durch den YOUCAT ist meine Beziehung zur katholischen Kirche stärker geworden. Ich bin dankbar für dieses Buch – es hat mir geholfen, meinen Glauben neu zu entdecken.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Spirituell, und überraschend aktuell.

Das Göttliche Gesicht
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Als geschichtlich und religiös interessierter Leser hat mich dieses Buch gut angesprochen. Paul Badde nimmt uns mit auf eine spannende Spurensuche: ins abgelegene italienische Manoppello, zu einem geheimnisvollen ...

Als geschichtlich und religiös interessierter Leser hat mich dieses Buch gut angesprochen. Paul Badde nimmt uns mit auf eine spannende Spurensuche: ins abgelegene italienische Manoppello, zu einem geheimnisvollen Tuch, das ein Gesicht zeigt – nicht gemalt, nicht genäht… Es ist ein Wunder, ein Geheimnis bleibt. Ist es das wahre Antlitz Christi?
Ich habe Paul Badde einmal persönlich getroffen. Er erzählt nicht einfach nur von einem Kultgegenstand. Er verknüpft kunsthistorische, theologische und geschichtliche Überlegungen mit einer fast detektivischen Neugier. Besonders gelungen ist, wie er dabei große Themen angeht: die Frage nach der Identität Jesu, nach dem Auferstehungsleib, nach den Ursprüngen der Kirche und der Echtheit der Zeugnisse, die uns aus der Frühzeit des Christentums überliefert sind.
Was mir auch gefiel, ist der persönliche Stil: Man spürt Badde die Leidenschaft für die Wahrheitssuche ab – ohne je ins Schwärmerische abzudriften. Zugleich ist das Buch auch eine Art Pilgerreise, eine Einladung, sich dem Mysterium Christi mit offenem Herzen und forschendem Geist zu nähern. Meine Empfehlung also!

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Veröffentlicht am 01.12.2020

Am anderen Ende der Ostblockallee (Wie ich zum Mann wurde)

Wie ich zum Mann wurde
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Zu meinen Lieblingsbüchern gehört der DDR-Roman von Thomas Brussig. Ich kann nicht davon genug haben, solche Alltagsgeschichten aus dem Ostblock zu lesen. Es ist für mich faszinierend wie Menschen in einer ...

Zu meinen Lieblingsbüchern gehört der DDR-Roman von Thomas Brussig. Ich kann nicht davon genug haben, solche Alltagsgeschichten aus dem Ostblock zu lesen. Es ist für mich faszinierend wie Menschen in einer Diktatur lebten und dabei das Menschliche beibehalten haben. Nun habe ich das Buch gefunden, das meiner Neugier und meinen literarischen Ansprüchen entspricht, auch, wenn das Buch von Alexander N. Krylov schon ganz anders ist.
„Wie ich zum Mann wurde: Ein Leben mit Kommunisten, Atheisten und anderen netten Menschen“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten aus späterer Sowjetzeit. Der Autor schreibt im Vorwort, dass dieses Buch keine Autobiografie ist. Er entschied sich, viele persönliche und intime Momente seines Erwachsenwerdens preiszugeben, um das Leben in einem autoritären System authentisch darzustellen. Und das ist ihm sehr gelungen.
Wir lernen hier verschiedene Personen kennen, die uns helfen, uns das Leben dort bildlich vorzustellen. Das Ungewöhnliche und das Gewöhnliche stehen hier ganz dicht beieinander.
Überrascht ist nicht nur das Buch, sondern auch der Autor. Als Sohn einer deutschen Mutter und eines russischen Vaters kommt er 2000 nach Deutschland und arbeitet als Hochschullehrer in verschiedenen Institutionen. Dann ändert er radikal sein Leben und wird katholischer Priester. Wenn alle Priester so lebendig, humorvoll und lebensnah mit Menschen sprechen würden, werden die Kirchen bestimmt wieder voll.
Genre – Belletristik, Kurzerzählungen, Thema: Gesellschaft
Den Umschlag finde ich sehr passend. Eine Reihe von Handlungspersonen, die man auch im Buch finden kann, geht hintereinander her, ohne nach Links oder Rechts zu schauen, ohne zu denken und zu reflektieren. Das Buch ist für diesen kleinen Preis sehr gut und aufwendig gestaltet und liegt in gebundener Form im festen Einband vor. Das kleine 200-Seiten Buch ist in seinem geschriebenen humorvollen und liebevollen Ton äußerst lesenswert.

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Veröffentlicht am 24.11.2020

Macht neugirig

Am kürzeren Ende der Sonnenallee
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Am kürzeren Ende der Sonnenallee von Thomas Brussig gehört zu meinen liebsten Büchern. Es hat in mir eine Neugier erweckt immer mehr über das Leben im Ostblock nachzulesen und nachzudenken. ich werde ...

Am kürzeren Ende der Sonnenallee von Thomas Brussig gehört zu meinen liebsten Büchern. Es hat in mir eine Neugier erweckt immer mehr über das Leben im Ostblock nachzulesen und nachzudenken. ich werde ja keine große Rezension schreiben, da es schon viele über dieses Buch gesagt und gescheibten ist. Die Geschichte hat mich oft zum Lachen gebracht, auch wenn es hier eigentlich über eine sehr ernste Zeit erzählt wird. Das Buch gibt einem das Gefühl man hätte gerne zusammen mit dem Hauptcharakter dort gelebt. Der Roman ist sehr gutgeschrieben und lässt sich an einem Tag durchlesen.

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