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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2025

Teilweise leicht, teilweise sehr schwer zu lesen

Der Sommer ohne Männer
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Mia hat nach einem Nervenzusammenbruch, nachdem ihr Mann Boris eine "Pause" vom Eheleben braucht, wieder zu sich gefunden und verbringt den Sommer in der Stadt ihrer Kindheit, in der Nähe ihrer Mutter. ...

Mia hat nach einem Nervenzusammenbruch, nachdem ihr Mann Boris eine "Pause" vom Eheleben braucht, wieder zu sich gefunden und verbringt den Sommer in der Stadt ihrer Kindheit, in der Nähe ihrer Mutter. Sie gibt Mädchen Lyrikunterricht und verbringt einen Sommer ohne Männer, obwohl Männer sie in ihren Gedanken und Reflexionen permanent begleiten.

Das Cover des kleinen Bandes zeigt einen blauen Himmel mit weißen Wattewölkchen, wie gemalt. In der Mitte in einem weißen Kreis der Titel "Der Sommer ohne Männer". Das ist eher nichtssagend und könnte für jedes beliebige Buch stehen, das im Sommer spielt.

Siri Hustvedt kann schreiben, aber auch verwirren. Teilweise war ich sehr tief in der Geschichte und den Protagonistinnen drin, teilweise dachte ich nur: Was will sie mir sagen?! Es sind viele kluge Beobachtungen und Feststellungen darin und als Literaturstudentin musste ich u.a. darüber schmunzeln, dass Mia während ihres Studiums "den Tod des Autors erleben" musste, denn das muss in diesem Fach jeder. Aber für alle, die nicht vom Fach sind oder auf dem Weg dazu, dürfte dieses Buch einige Fragezeichen hinterlassen. Insgesamt sind mir einige Gedankengänge und -sprünge verborgen geblieben und ich denke, so wird es einigen Lesern ergehen. Deshalb hege ich diesem Buch gegenüber eher ambivalente Gefühle und bin mir nicht sicher, was ich insgesamt von ihm halten soll. Vielleicht muss ich den Inhalt sacken lassen und in ein paar Jahren nochmal lesen?!

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Zurück ins Jahr 1957

Die Tote trug Diamanten
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Im 4. Band der Queen-Ermittlungs-Reihe geht es um die Anfangsjahre der Queen, es spielt im Jahr 1957. In der Nähe des Buckingham Palace, in den "Mews", wurden zwei Tote gefunden, eine davon als Prinzessin ...

Im 4. Band der Queen-Ermittlungs-Reihe geht es um die Anfangsjahre der Queen, es spielt im Jahr 1957. In der Nähe des Buckingham Palace, in den "Mews", wurden zwei Tote gefunden, eine davon als Prinzessin mit Tiara gekleidet. Als die Queen merkt, dass auch Prinz Philip in der Nähe des Tatorts war, wird es sehr persönlich und sie schaltet sich in die Ermittlungen ein.

Dieses Cover ist in gelb gehalten und zeigt ein junge Queen in einem gelben Kleid mit weißen Accessoires und einem der geliebten Corgis mit schräg gelegtem Kopf. Das passt sehr gut zum Buch und gefällt mir.

Dieses Buch unterscheidet sich nicht nur darin, dass die Queen jung ist und mit einigen politischen als auch privaten Problemen zu kämpfen hat, mir kommt es vor, als ob es eine andere Autorin geschrieben hätte... Der Schreibstil in den vorigen Büchern der Queen-Reihe von SJ Bennett hat mir gut gefallen, aber in diesem Roman kam ich nicht so gut in die Geschichte hinein. Die Ermittlungen seitens der Polizei sind zäh und unproduktiv und eher langweilig geschrieben. Nur wenn es direkt um die Queen und Joan geht, wird es besser. Vielleicht ist das Thema auserzählt, aber meiner Meinung kommt dieses Buch nicht an die anderen Bände heran.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Sollten "okaye Tage" ausreichend sein?

Okaye Tage
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Sam aus Stockholm macht ein Praktikum in London und trifft bereits zum 2. Mal auf Luc. Es passt auf Anhieb zwischen ihnen und sie beginnen eine Beziehung mit der Deadline von Sams Rückkehr nach Schweden ...

Sam aus Stockholm macht ein Praktikum in London und trifft bereits zum 2. Mal auf Luc. Es passt auf Anhieb zwischen ihnen und sie beginnen eine Beziehung mit der Deadline von Sams Rückkehr nach Schweden im Nacken. Aber kann das gutgehen?

Auf dem Cover sieht man eine blonde junge Frau mit Sonnenbrille und rotem Shirt, die nicht in die Kamera blickt, die Schultern hochgezogen, eher abwehrende Haltung. Das steht vermutlich sinnbildlich für die Generation dieser Zeit, denn es kann nicht Sam mit ihren schwarzen Haaren sein.... Ein eher nichtssagendes und trotzdem plakatives Cover.

Vom Schreibstil her und der Idee, abwechselnd zwischen Lucs und Sams Sichtweise zu pendeln, finde ich das Schreiben von Jenny Mustard gelungen. Der Roman wurde so hoch gelobt, dass ich neugierig wurde. Leider wurde ich enttäuscht und kann diesen Hype nicht nachvollziehen. Wenn das eine Abbildung der heutigen Generation der Twentysomethings sein soll, tun sie mir sehr leid. Ist diese Unentschlossenheit und die Betäubung durch Alkohol und andere Drogen tatsächlich so verbreitet? Warum kann man sich der Realität nicht stellen und daran arbeiten? Diese Zerissenheit ist im Roman tatsächlich sehr gut dargestellt, schafft es jedoch nicht, mich zu berühren. Deshalb kann ich diesen Roman leider nicht empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.09.2024

Segen oder Fluch?

Alle Farben meines Lebens
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Alice sieht als Kind plötzlich die Farben der Menschen, ihre Auren. Das macht ihr Angst und sie versucht, sich davor zu schützen. Deshalb halten sie alle für seltsam, ihre Mutter gibt sie in ein Internat. ...

Alice sieht als Kind plötzlich die Farben der Menschen, ihre Auren. Das macht ihr Angst und sie versucht, sich davor zu schützen. Deshalb halten sie alle für seltsam, ihre Mutter gibt sie in ein Internat. Alice` Leben wendet sich erst zum Guten, als sie als Erwachsene einen Mann "ohne Farben" trifft, auf den sie sich einlassen kann.

"Alle Farben meines Lebens" hat ein buntes Cover, auf dem viele verschiedene Farbtöne zu sehen sind, passend zum Titel und zum Buchinhalt.

Die Grundidee klang für mich so vielversprechend und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Leider wurde ich enttäuscht, die Figuren hatten für mich nicht genügend Tiefgang, blieben nur an der Oberfläche, ich kam nicht an sie ran. Viele Farben, nichts dahinter. Da ich bereits ein paar Mal von Cecilia Aherns Büchern enttäuscht wurde, muss ich mir wohl eingestehen, dass mir ihr Schreibstil nicht liegt, ich nicht richtig in ihre Geschichten hineinfinde. Sehr schade, denn die Buchidee hatte in meinen Augen ein großes Potential.

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Veröffentlicht am 22.08.2024

Es ist anders, als es scheint...

Die Nanny
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Jo hat scheinbar alles, sie liebt ihre Nanny, bis diese eines Morgens verschwunden ist. Seitdem ist ihr Leben nicht mehr wie vorher. Als Erwachsene muss Jo mit ihrer Tochter an den Ort ihrer Kindheit zurück ...

Jo hat scheinbar alles, sie liebt ihre Nanny, bis diese eines Morgens verschwunden ist. Seitdem ist ihr Leben nicht mehr wie vorher. Als Erwachsene muss Jo mit ihrer Tochter an den Ort ihrer Kindheit zurück und plötzlich steht ihre vermisste Nanny wieder vor der Tür! Ein weiterer Grund für Jo und ihre Mutter, sich zu streiten. Und auch Jos Tochter mag die Nanny nicht. Wem kann man glauben?

"Die Nanny" zeigt auf dem Cover ein herrschaftliches Anwesen und im Vordergrund den Blick unter Wasser. Alles in düsteren Farben gehalten und somit sehr stimmig und passend zum Buchinhalt.

Gilly Macmillan hat einen flüssigen Schreibstil, ihre Beschreibungen sind gut nachvollziehbar. Aber dem auf der Rückseite aufgedruckten Versprechen "Die Nanny" wird Sie um Ihren Schlaf bringen! muss ich widersprechen, so spannend war es dann doch nicht. Die Grundidee für das Buch ist gut, aber mir fehlt die echte Spannung und das Gefühl, unbedingt wissen zu müssen, wie es weitergeht, was ein richtig gutes Buch ausmacht. Es war relativ schnell klar, wo die Reise hingeht, was bei einem Krimi eher unglücklich ist. Von daher war es ein nettes Buch für zwischendurch, aber kein Pageturner, den man gelesen haben muss und den man weiterempfehlen sollte.

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