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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2025

Verzweifelte Suche nach der Wahrheit

The Mother – Sie hat den Mord nicht begangen. Doch wie soll sie es beweisen?
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Der Klappentext hat mich mit der Thematik, zu unrecht verurteilt zu sein, direkt angesprochen.
Der Schreibstil von T. M. Logan war für mich wie gewohnt sehr flüssig, und dafür war ich hier auch sehr dankbar, ...

Der Klappentext hat mich mit der Thematik, zu unrecht verurteilt zu sein, direkt angesprochen.
Der Schreibstil von T. M. Logan war für mich wie gewohnt sehr flüssig, und dafür war ich hier auch sehr dankbar, denn das Buch hat 512 Seiten und für mich leider auch einige Längen.

Aber noch mal zum Anfang: wir begleiten Heather, wie sie aus dem Gefängnis entlassen wird und zeitnah beginnt sie mit ihren Nachforschungen und versucht herauszufinden, was damals wirklich passiert ist. Die Frustration, für ein Verbrechen eine Strafe abzusitzen, das sie nicht begangen hat, wurde sehr gut rübergebracht. Auch die Verzweiflung darüber, dass ihr niemand glaubte, fand ich nachvollziehbar.

Immer wieder gab es Kapitel aus der Vergangenheit, diese mochte ich sehr und sie haben das Ganze rund gemacht und sorgten für ein besseres Verstehen der Situation.

Heather wolte die Wahrheit herausfinden, und mir ging es beim Lesen nicht anders. Ihre diesbezüglichen Bemühungen und die Menschen, die sie dabei unterstützt haben, fand ich spannend und die Charaktere mochte ich ebenfalls. Allerdings dauerten diese „Ermittlungen“ mir irgendwann zu lange und sorgten unter anderem für die eben erwähnten Längen im Buch. Einige Szenen empfand ich als unrealistisch und Heathers plötzliche kriminelle Ader erschien mir leider echt unglaubwürdig.

Das Ende gefiel mir hingegen sehr gut: ich habe es nicht voraussehen können und der Showdown war gut gemacht. Ich fand es gelungen, wie sich alle losen Fäden zu einem Ganzen entwickelten. Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten, und ich kann es jedem empfehlen, der unblutige Thriller mag und auch mal über etwas längere „Ermittlungen“ hinwegsehen kann.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Unterhaltsames Ermittlungsduo!

Marchfield Square
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Das Buch ist optisch ein absoluter Hingucker und auch die Thematik hat mich sofort angesprochen. Für mich ist es aber gar nicht so einfach, dieses Buch zu bewerten, da ich sonst sehr selten Kriminalromane ...

Das Buch ist optisch ein absoluter Hingucker und auch die Thematik hat mich sofort angesprochen. Für mich ist es aber gar nicht so einfach, dieses Buch zu bewerten, da ich sonst sehr selten Kriminalromane lese. Dieses hier ist unter „cozy crime“ eingeordnet und das merkt man auch. Die Charaktere wirkten allesamt interessant, wobei es mir vor allem anfangs viel zu viele Charaktere waren. Das hätte das Buch meiner Meinung nach eigentlich nicht benötigt und es hat den Einstieg erschwert, und manche Charaktere tauchten später kaum noch auf.

Die Charaktere, auf die sich das Buch konzentriert, fand ich wiederum gut gemacht. Gerade Audrey und Lewis habe ich sehr früh ins Herz geschlossen. Relativ früh beginnen die Putzfrau Audrey (hier Putzfrau genannt, weil sie im Buch durchgängig so bezeichnet wird) und der Schriftsteller Lewis mit den „Ermittlungen“. Beide sind hierzu natürlich nicht ausgebildet und geraten so einige Male deswegen mit der Polizei aneinander.

Was die Ermittlungen angeht gab es meiner Meinung nach einige Längen. Es wurden immer wieder Theorien aufgestellt, es gab immer wieder andere Verdächtige und das sind eigentlich alles positive Dinge, mir war es aber stellenweise zu viel. Das Buch hat mich bis auf die Längen ganz gut unterhalten und ich wollte unbedingt wissen, wer denn nun für den Mord verantwortlich war.

Die Auflösung war ganz gut gemacht, hat mich aber nicht komplett umgeworfen. Und dieser letzte Satz passt eigentlich ganz gut zum restlichen Buch. Ich mochte es, es war gut gemacht, aber für mich hat es mit einigen Schwächen nicht zum Highlight gereicht.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Viele Fährten, gutes Finale!

Tochterliebe
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Die Idee des Buches fand ich direkt interessant: die Thematik, das jemand verschwindet, und die Zurückgebliebenen “ermitteln”, finde ich in Thrillern meist sehr spannend. Wir lernen Katrina und auch ihre ...

Die Idee des Buches fand ich direkt interessant: die Thematik, das jemand verschwindet, und die Zurückgebliebenen “ermitteln”, finde ich in Thrillern meist sehr spannend. Wir lernen Katrina und auch ihre Tochter Cleo kennen, und die Geschichte wechselt immer wieder zwischen ihren beiden Perspektiven. Dadurch wirkten beide Charaktere sehr greifbar und authentisch, das fand ich sehr gut und passend umgesetzt. Dafür verbleiben manche anderen wichtigen Charaktere (z. B. Ehemann und Vater Aiden) etwas blasser.

Zwischendurch gibt es auch Zeitungsverläufe, Gespräche mit Therapeuten und Ähnliches, das fand ich sehr einfallsreich. Es sorgte für Abwechslung und machte Spaß zu lesen. Was mich allerdings etwas gestört hat, war, das es zu viele Handlungsstränge gab. Dies sollte bestimmt dazu dienen, zu verwirren und mehrere Möglichkeiten für das Verschwinden von Kat aufzuzeigen, andererseits sorgte es so auch für einige Längen.

Es gab einige Personen, denen ich nicht so recht getraut habe und letztendlich waren sie auch involviert, das “wie” habe ich aber so nicht vorhersehen können und es gab einige gut gemachte Plottwists. Das Ende hat mir sehr gut gefallen und dort kamen viele lose Enden zusammen und alles wurde schlüssig aufgeklärt. Das Ende hätte für mich nur etwas länger sein dürfen. Besonders die Dynamik zwischen Kat und Tochter Cleo fand ich sehr authentisch, ebenso die Charakterentwicklung sehr nachvollziehbar und plausibel. Insgesamt hat mir das Buch also sehr gut gefallen und ich kann es weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Spannung mit exotischem Setting!

The Island - Auf der Flucht
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Ich habe in letzter Zeit so einige Destination Thriller gelesen – und was soll ich sagen? Ich lieb’s einfach! Das Cover empfand ich mal als willkommene Abwechslung. Der Schreibstil hat mir richtig gut ...

Ich habe in letzter Zeit so einige Destination Thriller gelesen – und was soll ich sagen? Ich lieb’s einfach! Das Cover empfand ich mal als willkommene Abwechslung. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen und das Setting war anschaulich beschrieben, ohne dass es mir zu viel wurde.

Lolas Ankunft auf der Insel „Keeper Island“ war direkt interessant, auch weil man als Leser*in nicht wusste, was genau in Hongkong passiert ist und wie Lolas Zukunft jetzt aussehen wird. Ich fand es auch super, dass Lola neu auf der Insel war – so konnten wir die Hotelangestellten und -gäste gemeinsam mit ihr kennenlernen.

Nach dem Leichenfund wurde es dann schnell spannender. Lola startete mit dem Vorhaben, herauszufinden, was genau passiert war und wer wie für den Sterbefall verantwortlich ist. Das gestaltete sich etwas schwierig, da sie keinem der anderen Charaktere wirklich vertraut hat. Das mag ich besonders: wenn man an allem und jedem zweifeln kann! Aber genau das hat es auch ein bisschen schwer gemacht, zu den Figuren eine tiefere Verbindung aufzubauen.

Während Lolas „Ermittlungen“ gab es auch ein paar Längen – stellenweise hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte nicht so richtig vorankommt. Dank des guten Schreibstils fand ich es hier aber nicht so schlimm. Das Ende hingegen fand ich wieder richtig stark: wendungsreich, spannend, und ich mochte auch die Auflösung sehr. Ein kleiner Kritikpunkt wäre, dass das Ende nicht ganz realistisch war, aber gestört hat mich das in dem Fall nicht wirklich.

Trotz kleinerer Schwächen habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Perfekter Lesestoff für alle, die Spannung in exotischem Setting lieben!

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Sehr gelungen!

Don't Let Her Stay
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Das Cover hat mich auf Anhieb gecatcht. Der Schreibstil war sehr einfach und darum sehr angenehm zu lesen. Die Hauptprotagonistin Joanne mochte ich von Anfang an gerne und ich konnte ihr Handeln größtenteils ...

Das Cover hat mich auf Anhieb gecatcht. Der Schreibstil war sehr einfach und darum sehr angenehm zu lesen. Die Hauptprotagonistin Joanne mochte ich von Anfang an gerne und ich konnte ihr Handeln größtenteils nachvollziehen. Richard wiederum hat mich immer wieder zur Weißglut getrieben und seine Tochter Chloe fand ich völlig unsympathisch und verzogen, ihr Handeln häufig überhaupt nicht entschuldbar. Es gab Momente, da hätte ich Richard am Liebsten geschüttelt, da ich sein Verhalten absolut nicht nachvollziehen konnte. Aber auch Joanne zeigte meiner Meinung nach in vielen Dingen zu viel Verständnis, schließlich war Chloe kein Kind mehr. Stellenweise hatte man das Gefühl, dass die Geschichte nicht so vorankam.

Spannend fand ich es trotzdem und ich wollte immer wissen, was denn nun als Nächstes kam.
Das Ende wiederum fand ich sehr gelungen und es hat für mich einige vorherige Schwächen wieder wettgemacht. Mit diesem Ende hatte ich absolut nicht gerechnet und auch der Plottwist war sehr gelungen. Dadurch wurde auch alles rund.

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