Verzweifelte Suche nach der Wahrheit
The Mother – Sie hat den Mord nicht begangen. Doch wie soll sie es beweisen?Der Klappentext hat mich mit der Thematik, zu unrecht verurteilt zu sein, direkt angesprochen.
Der Schreibstil von T. M. Logan war für mich wie gewohnt sehr flüssig, und dafür war ich hier auch sehr dankbar, ...
Der Klappentext hat mich mit der Thematik, zu unrecht verurteilt zu sein, direkt angesprochen.
Der Schreibstil von T. M. Logan war für mich wie gewohnt sehr flüssig, und dafür war ich hier auch sehr dankbar, denn das Buch hat 512 Seiten und für mich leider auch einige Längen.
Aber noch mal zum Anfang: wir begleiten Heather, wie sie aus dem Gefängnis entlassen wird und zeitnah beginnt sie mit ihren Nachforschungen und versucht herauszufinden, was damals wirklich passiert ist. Die Frustration, für ein Verbrechen eine Strafe abzusitzen, das sie nicht begangen hat, wurde sehr gut rübergebracht. Auch die Verzweiflung darüber, dass ihr niemand glaubte, fand ich nachvollziehbar.
Immer wieder gab es Kapitel aus der Vergangenheit, diese mochte ich sehr und sie haben das Ganze rund gemacht und sorgten für ein besseres Verstehen der Situation.
Heather wolte die Wahrheit herausfinden, und mir ging es beim Lesen nicht anders. Ihre diesbezüglichen Bemühungen und die Menschen, die sie dabei unterstützt haben, fand ich spannend und die Charaktere mochte ich ebenfalls. Allerdings dauerten diese „Ermittlungen“ mir irgendwann zu lange und sorgten unter anderem für die eben erwähnten Längen im Buch. Einige Szenen empfand ich als unrealistisch und Heathers plötzliche kriminelle Ader erschien mir leider echt unglaubwürdig.
Das Ende gefiel mir hingegen sehr gut: ich habe es nicht voraussehen können und der Showdown war gut gemacht. Ich fand es gelungen, wie sich alle losen Fäden zu einem Ganzen entwickelten. Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten, und ich kann es jedem empfehlen, der unblutige Thriller mag und auch mal über etwas längere „Ermittlungen“ hinwegsehen kann.