Cover-Bild Unheimliche Gesellschaft
Band der Reihe "Thomas-Mann-Romane"
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Droemer eBook
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 02.05.2025
  • ISBN: 9783426560228
Tilo Eckardt

Unheimliche Gesellschaft

Die Affäre Thomas Mann | Ein spannender historischer Kriminalroman im Thomas Mann Jubiläumsjahr!
Eine Stadt voller Flüchtlinge und Spitzel. Wer ist Freund, wer ist Feind? Mann & Müller auf der Spur eines Schattenmannes
Im historischen Kriminalroman um das ungewöhnlichste Ermittlerteam ever heften sich der Schriftsteller Thomas Mann und sein junger litauischer Übersetzer, genannt Müller, an die Fersen eines mysteriösen und gefährlichen Mannes.
Der ebenso elegante wie raffinierte Roman über Freundschaft und die Kraft der Literatur lässt die Grenzen zwischen historischer Wirklichkeit und dichterischer Fiktion gekonnt verschwimmen.
Oktober 1933. Thomas Mann sucht mit seiner Familie Zuflucht in Zürich, weil er in seiner Heimat Repressalien oder gar eine Verhaftung fürchten muss. Doch auch in der Schweiz ist die Lage alles andere als sicher. Der Dichter wird von Ängsten geplagt, die sich noch steigern, als die forsche Autofahrerin Katia Mann vor ihrem Haus in Küsnacht einen Mann anfährt, der anschließend spurlos verschwindet. Dem eilig herbeigerufenen Getreuen Žydrūnas Miuleris alias Müller gelingt es nicht, die Identität des Unfallbeteiligten festzustellen. Dieser scheint auf rätselhafte Weise sein Äußeres zu verändern und den Spieß umzudrehen: Mit einem Mal fühlen sich Mann & Müller beschattet.
Als Gerüchte laut werden, dass die Gestapo nicht davor zurückschreckt, Regimegegner bis in die neutrale Schweiz zu verfolgen, überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst versucht jemand Ludwik, Müllers vierbeinigen Gefährten, zu ermorden, dann entgeht er selbst nur knapp einem Anschlag. Doch war er das eigentliche Ziel? In einer Stadt voller Spitzel sind Mann & Müller auf Katia Manns zweifelhafte Fahrkünste und die Pünktlichkeit der Schweizer Bahn angewiesen, um einen Fall zu lösen, der – wie ihnen klar wird – einst im fernen Nida seinen Anfang nahm.
Ein spannendes und höchst unterhaltsames literarisches Denkmal für den großen Thomas Mann.
Tilo Eckardts historischer Krimi »Unheimliche Gesellschaft« lässt uns einen der größten deutschen Schriftsteller in neuem Licht entdecken. Der 2. Fall für Mann & Müller beruht auf wahren Begebenheiten um einen deutschen Spion in Litauen. 
Das erste Mal gemeinsame Sache machten der Dichter und sein Übersetzer in »Gefährliche Betrachtungen«.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.05.2025

Mann & Müller ermitteln

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Oktober 1933: Der letzte Sommer in Nida ist für die Manns vorbei und die Dunkelheit in Deutschland nimmt immer mehr zu. Familie Mann sucht Zuflucht in Zürich. Aber auch in der Schweiz ist nicht alles gut, ...

Oktober 1933: Der letzte Sommer in Nida ist für die Manns vorbei und die Dunkelheit in Deutschland nimmt immer mehr zu. Familie Mann sucht Zuflucht in Zürich. Aber auch in der Schweiz ist nicht alles gut, als Katia Mann vor ihrem Haus in Küsnacht einen Mann anfährt der dann noch spurlos verschwindet ruft Thomas Mann eilig seinen von ihm so genannten Müller zu Hilfe um alles aufzuklären. Dabei wissen sie noch gar nicht in was für ein Wespennest sie da gerade gestochen haben.

Ich muss gestehen, dass ich den ersten Teil von Mann & Müller nicht gelesen habe mich aber der Klappentext richtig neugierig zurückgelassen hat.
Mir war klar, es ist alles oder doch vieles fiktiv aber wie es passend zu der damaligen Zeit erzählt wurde hat mir gut gefallen.
Der Einstieg ins Buch ist mir nicht ganz leicht gefallen und es hat auch seine Zeit gedauert bis ich richtig in der Geschichte drin war.
Gut gefallen hat mir wie die Handlung von Müller erzählt wurde und es doch nicht zu einseitig war da die anderen Figuren in Gesprächen zu Wort kamen und es so eine stimmige runde Geschichte wurde.
Da es mir leicht gefallen ist dem Handlungsverlauf zu folgen und auch wie die Entscheidungen getroffen wurden war für mich immer nachvollziehbar.
Auch der Spannungsbogen war bis zum Schluss gespannt, es ist auch einiges passiert mit dem ich nicht gerechnet hätte.
Etwas Probleme hatte ich manchmal mir alle Handlungsorte anhand der Beschreibungen vorzustellen was aber einfach an meiner Fantasie lag.
Für mich waren alle Figuren des Romans sehr anschaulich beschrieben und so konnte ich mir diese auch sehr gut während des Lesens vorstellen.
Ludvig hat mir wirklich gut gefallen und hat alles auch aufgelockert.
Da meine Konzentration gerade nicht die Beste ist habe ich etwas länger für den Krimi gebraucht als normal. Die Lesezeit war aber trotzdem sehr unterhaltsam und ich vergebe sehr gerne alle fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Mann,Müller und Ludwik

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Es geht spannend weiter bei Thomas Mann und seinem Übersetzer Žydrūnas Miuleris, genannt Müller. Thomas Mann verbindet sich mittlerweile im Exil in der Schweiz, von hier aus ruft er Müller zur Hilfe. ...

Es geht spannend weiter bei Thomas Mann und seinem Übersetzer Žydrūnas Miuleris, genannt Müller. Thomas Mann verbindet sich mittlerweile im Exil in der Schweiz, von hier aus ruft er Müller zur Hilfe. Seine Frau Katia, bekannt für ihren rasanten Fahrstil, hat einen Mann angefahren und jetzt steht eine Bestrafung im Raum. Doch als Müller in der Schweiz ankommt, stellt sich schnell heraus, daß der Mann direkt nach dem Unfall verschwunden ist. Mann und Müller beginnen diesen mysteriöser Mann zu suchen...

Wie schon im ersten Teil um das ungewöhnliche Ermittlerduo ist es Tilo Echardt wieder gelungen die fiktive Person Müller mit der realen Familie Mann zusammenzuführen und so einen spannenden historischen Krimi zu schreiben. Die Dialoge zwischen Mann und Müller sind wieder einmal großartig und zeigen den großen Dichter ganz privat. Star des Romans ist aber meiner Ansicht nach jemand ganz anderes. Nämlich Ludwik, der Hund von Müller. Ganz klar die beste Spürnase. Auch die drei Töchter einer Schweizer Bauernfamilie sind mir sehr im Gedächtnis geblieben. Obwohl nur drei kleine Nebenfiguren, lockern sie die Geschichte auf.

Zur fiktiven Geschichte wird auch die politische Situation der Zeit beschrieben. Der Nationalsozialismus der die Manns und viele Andere ins Exil Zwang.
Ein großartiger Roman, mit einem großartigem Ermittlerduo.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Mann & Müller haben mich überzeugt

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1933: Thomas Mann bittet seinen litauischen Übersetzer Žydrūnas Miuleris, den er Müller nennt, zu ihm in die Schweiz zu kommen, da er seine Hilfe benötige. Müller macht sich mit seinem Hund Ludwik auf ...

1933: Thomas Mann bittet seinen litauischen Übersetzer Žydrūnas Miuleris, den er Müller nennt, zu ihm in die Schweiz zu kommen, da er seine Hilfe benötige. Müller macht sich mit seinem Hund Ludwik auf die langwierige Reise, nur um am Ziel feststellen zu müssen, dass es offenbar nur darum geht, dass Katia Mann, die für ihre eigenwillige Fahrweise berüchtigt ist, einen Litauer angefahren hat. Letztlich soll das doch nicht alles gewesen sein, und Müller erlebt zusammen mit Mann und Ludwik ein gefährliches Abenteuer.

Vor dem Lesen war mir nicht bewusst, dass es sich hier bereits um einen zweiten Band handelt. Das war aber nicht weiter schlimm, denn man kann ihn gut ohne Vorkenntnisse lesen, es gibt aber einige Verweise auf den vorherigen Band, die mich neugierig gemacht haben.

Thomas Mann ist nicht nur der Autor von „Buddenbrooks“, seit über 50 Jahren ein Lieblingsroman von mir, sondern hatte dieses Jahr, also 2025, seinen 150. Geburtstag. Ein guter Zeitpunkt also, Werke von ihm und über ihn zu lesen.

Ich brauchte ein bisschen, um in den Roman zu kommen, doch dann hat er mich schnell gepackt, auch wegen seines Humors, der recht dezent gesetzt ist, aber dennoch nicht zu kurz kommt. Der Autor lässt Müller selbst in Ich-Form erzählen, und zwar aus einer späteren Zeit, was man in einer kleinen Rahmenhandlung erfährt. Müller war mir schnell sympathisch, so dass ich gut mit ihm mitfühlen konnte.

Thomas Mann spielt nicht die Hauptrolle, die hat Müller, aber er spielt eine deutliche Rolle, denn die beiden sind zwar nicht Sherlock & Watson, aber Mann & Müller, ebenfalls ein Ermittlerteam, das offenbar schon im ersten Band tätig war, wenn auch die meiste Arbeit Müller überlassen wird. Auch andere Mitglieder der Familie Mann haben Auftritte oder werden zumindest erwähnt. Und auch sonst trifft man die eine oder andere historische Persönlichkeit, aber auch fiktive Personen, insgesamt sind die Charaktere gut gelungen.

Der Roman ist kein typischer Kriminalroman, für mich stehen im Vordergrund die Personen und der historische Hintergrund. Der Fall entwickelt sich unerwartet, sowohl für die Protagonisten als auch für die Lesenden, und wird nicht nur immer gefährlicher für Mann & Müller, sondern auch immer spannender, auch wenn Müller immer einmal wieder vorgreift, im Sinne von „wenn ich da schon gewusst hätte ...“. Am Ende ist der Fall gut gelöst und Müller kann zurück in die Heimat und, zusammen mit den Leser:innen auf das nächste Zusammentreffen mit Thomas Mann hoffen.

Im ausführlichen Nachwort erfährt man etwas über Fiktion und Fakten, wobei es von letzteren doch einige gibt, ich empfehle, es nicht zu überblättern. Auch das Quellenverzeichnis und die Literaturhinweise zeigen, wie gut der Autor recherchiert hat.

Der Roman hat mich gut unterhalten, das liegt an seinen Charakteren, aber auch an seinem Humor. Ich hoffe, Mann & Müller ermitteln noch öfter. Ich vergebe 4,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.

Veröffentlicht am 09.05.2025

Mann & Müllers zweiter Streich

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1933. Nach monatelanger Funkstille erhält der litauische Übersetzer Žydrūnas Miuleris, den der Dichter Thomas Mann beharrlich „Müller“ nennt, einen Hilferuf aus der Schweiz. Der Nobelpreisträger fühlt ...

1933. Nach monatelanger Funkstille erhält der litauische Übersetzer Žydrūnas Miuleris, den der Dichter Thomas Mann beharrlich „Müller“ nennt, einen Hilferuf aus der Schweiz. Der Nobelpreisträger fühlt sich in seinem Exil bedroht und bittet seinen „Watson“ vergangener Tage um Unterstützung. Trotz sehr begrenzter Mittel eilt Žydrūnas mit seinem Hund Ludwik nach Zürich. Dort angekommen, erzürnt ihn der banale Grund für Manns Sorgen: Die Folgen der rücksichtslosen Fahrweise seiner Frau Katia. Doch kaum beginnt Müller nach Frau Manns vermeintlichem Unfallopfer zu suchen, überstürzen sich die Ereignisse. Mit zwei Mordanschlägen auf seinen Hund Ludwik beginnt eine Serie bedrohlicher Ereignisse. Der Dichter und Hundefreund prophezeit: „Wer bereit ist, Hunde zu töten, würde wohl auch vor Menschen nicht haltmachen.“

„Unheimliche Gesellschaft“ ist nach „Gefährliche Betrachtungen“ der zweite Fall des Emittlerduos Žydrūnas Miuleris und Thomas Mann vom Deutsch-Schweizer Autor Tilo Eckardt. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden. Das Einhalten der Reihenfolge erhöht aber den Lesegenuss.

Drei Jahre nach den verhängnisvollen Geschehnissen an der Kurischen Nehrung und ein Jahr nachdem Frau Bryls Villa Bernstein abgebrannt ist, befindet sich Thomas Mann, in dem von ihm prophezeiten und gefürchteten Exil. Die Gerüchte, dass die Gestapo Regimekritiker aus dem neutralen Ausland heim ins Reich entführen lässt, beunruhigen ihn sehr. Seine Frau sorgt sich um ihre Kinder, die ein geeignetes Druckmittel abgeben würden.

Thomas Manns Furcht vor Entführung ins Deutsche Reich war nicht unbegründet. Nur zwei Jahre später, am Abend des 9. März 1935, wird, mit Berthold Jacob einer der bekanntesten deutschen Journalisten und Pazifisten der Weimarer Republik, in Basel betäubt und über die Deutsch-Schweizer Grenze nach Berlin entführt.

Tilo Eckardt schreibt lebendig und bildhaft. Er passt seine Sprache dem Stil der 1930er Jahren an, was gut funktioniert. Auch das gemächliche Erzähltempo wirkt stimmig, könnte gelegentlich aber etwas flotter sein. Mühelos gelingt es dem Autor, die angespannte Atmosphäre im Mitteleuropa jener Zeit heraufzubeschwören. Wie im ersten Fall stehen der Dichter und sein litauischer Übersetzer im Mittelpunkt der Geschichte. Žydrūnas wirkt reifer, er agiert nicht mehr so unbesonnen wie vor drei Jahren. Inzwischen ist er mit Dalia verlobt und scheint seinen Platz im Leben gefunden zu haben. Thomas Mann wirkt angeschlagen, weil er seine geliebte Heimat zurücklassen musste, als die Demokratie dort endete. Es fällt ihm schwer, sich im Exil zurechtzufinden. Eine Schlüsselrolle kommt in diesem Fall Müllers Hund Ludwik, dem riesigen kaukasischen Owtscharka zu. In den Nebenrollen überzeugen vor allem die Eidgenossen. Meine Favoriten sind Grittli, Dorli und Trudi sowie der aufrechte Lokomotivführer.

Die Ereignisse aus der Rückschau des 101-jährigen Miuleris erzählen zu lassen, erweist sich erneut als kluger Schachzug. Längst ist Müllers fast kritiklose Verehrung Thomas Manns einer realistischeren, oft augenzwinkernden Sympathie gewichen. Mit Humor berichtet er für seinen Urenkel vom damaligen Geschehen, ohne den düsteren Hintergrund zu verschweigen. Der aufkommende Nationalsozialismus und seine weitreichenden Folgen schaffen eine angespannte Atmosphäre und erzielen auch in der Schweiz Wirkung.

Erneut vermischt Tilo Eckardt gekonnt Fakten und Fiktion Wir treffen Zeitgenossen des Dichters wie den Journalisten Konrad Heiden oder das Verlegerpaar Emmie und Emil Oprecht, das seinen Europa-Verlag gründete, um Exilautoren, eine Plattform zu bieten. Wir begleiten Mann & Müller in die „Pfeffermühle“ um ein Kabarettprogramm von Erika Mann mit Therese Giehse zu genießen. Gerade vor dieser Szene erleben wir mit, wie auch in der Schweiz ein selbst ernannter Gauführer versucht, die politischen Verhältnisse zugunsten von Sympathisanten des NS-Regimes zu beeinflussen
.
Am Ende des Buches klärt Tilo Eckardt, was bei diesem historischen Kriminalfall auf Fakten beruht und was Fiktion ist.

Auch Manns & Müllers zweiter Fall hat mich gut unterhalten. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung an Fans von historischen Kriminalromanen und/oder Thomas Mann.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Frau Thomas Mann macht Ärger

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Nach „Gefährliche Betrachtungen“ hat Tilo Eckardt nun einen Folgeband seines Thomas-Mann-Krimis geschrieben. Der Ich-Erzähler Žydrūnas Miuleris alias Müller soll dem berühmten Autor aus der Patsche helfen, ...

Nach „Gefährliche Betrachtungen“ hat Tilo Eckardt nun einen Folgeband seines Thomas-Mann-Krimis geschrieben. Der Ich-Erzähler Žydrūnas Miuleris alias Müller soll dem berühmten Autor aus der Patsche helfen, seine Ehefrau Katia wurde in einen läppischen Verkehrsunfall verwickelt und soll vor Gericht. Das erfährt Müller aber erst, als er den langen Weg von Nidden an der Ostsee bis ins Schweizer Idyll Küssnacht vollbracht hat, das mittlerweile Thomas Manns Exilwohnort geworden ist.
Eine „Bleibe“, wie er betont, kein Zuhause, man schreibt das Jahr 1933. Nach der Machtübernahme Hitlers in Deutschland konnte Mann mit seiner Frau von einer Vortragsreise nicht mehr nach München zurückkehren, nun versucht er eher schlecht als recht mit den Exilgegebenheiten klarzukommen. Die rasante Fahrweise seiner Ehefrau, noch dazu ohne Führerschein bedroht nun aber das Bleiben. Und Mann fiel nichts Besseres ein, als Müller um sein Kommen und um Hilfe zu bitten. Dieser nimmt den Hund seiner abgebrannten Wirtin Bryl mit und begibt sich in ein weiteres Abenteuer.
Tilo Eckardt beschreibt ausführlich die umständlichen Versuche, das Rätsel des Unfalls und des dabei Verletzten zu entschlüsseln, ganz im Stile Thomas Manns.
Der unterdessen uralte Žydrūnas Miuleris alias Müller erzählt die ganze Geschichte seinem Enkel, der ihn bisweilen mit Zwischenfragen nervt. Ganz zum Ende wird er durch einen Traum an Erika Manns Auftritt mit der Pfeffermühle erinnert, die das Bedrohliche der deutschen Heimat, die für sie und ihre Familie Feindesland geworden war, besingt:
»Bei mir daheim im Lügenland
Darf keiner mehr die Wahrheit reden,
Ein buntes Netz von Lügenfäden
Hält unser großes Reich umspannt.«
Wie Müller Frau Katia Mann aus der Affäre zieht und was er dabei herausfindet, werde ich hier nicht spoilern.

Fazit: Eher ein fiktionaler historischer Roman im Stile Thomas Manns, als ein spannender Krimi, aber wieder unterhaltsam.

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