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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2025

Ein kreatives Mitmachbuch voller Musik, Technik und Fantasie.

Bakabu - Abenteuer in MINTmausen
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Bakabu und seine Freunde erleben ein spannendes Abenteuer voller Musik, Technik und Experimente – eine tolle Kombination, die Kindern spielerisch Wissen vermittelt. Gemeinsam mit der Erfinderin Minty Maus ...

Bakabu und seine Freunde erleben ein spannendes Abenteuer voller Musik, Technik und Experimente – eine tolle Kombination, die Kindern spielerisch Wissen vermittelt. Gemeinsam mit der Erfinderin Minty Maus begeben sich Bakabu, die quirlige Knallfröschin Mimi Lou und die schüchterne Tontaube Charlie Gru auf die Suche nach einem Musikinstrument, das man ohne Berührung spielen kann. Dabei lösen sie Rätsel, lernen Neues und entdecken Erfindungen – begleitet von 10 unterhaltsamen Experimenten, zu denen es per QR-Code auch passende Videos und Lieder gibt.

Die Geschichte ist farbenfroh illustriert, fantasievoll erzählt und bietet jede Menge Mitmach-Momente – ein echtes Highlight für kleine Technik-Entdeckerinnen ab 5 Jahren. Die Experimente sind leicht verständlich erklärt und mit haushaltsüblichen Materialien gut umzusetzen – hier stimmt das Konzept!

Ein kleiner Wermutstropfen: Beim Vorlesen empfand ich manche Kapitelübergänge als etwas abrupt. Zudem erfordern die besonderen Sprachstile von Mimi Lou (die „qu“ statt „k“ sagt) und Charlie Gru (der stottert und Wörter verdreht) anfangs etwas Eingewöhnung. Für Kinder ist das sicherlich amüsant – als Vorlesende
r muss man sich allerdings etwas konzentrieren, um flüssig durch die Geschichte zu kommen.

Trotzdem: Ein gelungenes, kreatives Buch, das Spaß macht, Wissen vermittelt und zum gemeinsamen Entdecken einlädt. Solide 4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Charmanter Reisebegleiter mit bekannten Tipps

Reisefieber
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"Reisefieber" ist ein unterhaltsames und optisch sehr ansprechendes Buch, das Lust aufs Reisen macht. Julia Finkernagels lockerer Stil sorgt dafür, dass man sich schnell zurechtfindet – ideal als Lektüre ...

"Reisefieber" ist ein unterhaltsames und optisch sehr ansprechendes Buch, das Lust aufs Reisen macht. Julia Finkernagels lockerer Stil sorgt dafür, dass man sich schnell zurechtfindet – ideal als Lektüre für zwischendurch. Die Bilder zwischendrin sind wirklich toll gewählt und geben dem Buch einen persönlichen, lebendigen Touch.

Als Vielreisende war mir ein Großteil der Tipps allerdings schon bekannt, was mir das Gefühl gab, nicht wirklich viel Neues mitzunehmen. Für Reiseanfänger oder Gelegenheitsreisende sind die Hinweise aber sicher sehr hilfreich. Etwas gestört hat mich, dass immer wieder andere Bücher der Autorin angesprochen wurden – das hätte ich persönlich lieber gesammelt am Ende gesehen, statt im Fließtext.

Alles in allem ein solides, inspirierendes Buch mit schönen Ideen und einer sympathischen Autorin – ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Eine faszinierende Reise nach Nepal

Kumari
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„Kumari“ von Philip Krömer ist ein sprachgewaltiger Roman, der auf eindrückliche Weise Mythos und historische Realität miteinander verwebt. Erzählt wird die Geschichte eines Mädchens, das als Kindgöttin ...

„Kumari“ von Philip Krömer ist ein sprachgewaltiger Roman, der auf eindrückliche Weise Mythos und historische Realität miteinander verwebt. Erzählt wird die Geschichte eines Mädchens, das als Kindgöttin isoliert in einem Tempel lebt, während sich außerhalb seiner Mauern politische Unruhen und Umbrüche anbahnen.

Besonders beeindruckend fand ich, wie authentisch die Atmosphäre Nepals eingefangen wird: Die kulturellen Traditionen, die religiösen Bräuche und die Spannungen zwischen Altem und Neuem sind kraftvoll und bildhaft beschrieben. Die Perspektive der Kumari eröffnet einen faszinierenden, zugleich aber auch bedrückenden Blick auf eine Welt, die von Ritualen, Erwartungen und politischem Umbruch geprägt ist.

Stellenweise fiel es mir schwer, alles sofort zu verstehen, da ich mich zuvor noch nie intensiver mit Nepal beschäftigt hatte. Doch gerade diese Fremdheit machte das Buch für mich auch besonders spannend – es bot mir Einblicke in eine völlig neue, unbekannte Welt, die mich nachhaltig beeindruckt hat.

Der Schreibstil ist fordernd, manchmal fast poetisch, und verlangt Aufmerksamkeit und Offenheit. Die Erzählweise ist dabei nicht immer leicht zugänglich, aber genau diese Komplexität macht den Roman besonders und hebt ihn von leichterer Lektüre ab.

Einziger Kritikpunkt: Die emotionale Distanz zu den Figuren erschwert stellenweise das Mitfühlen. Doch vielleicht passt gerade diese Distanz zur Erzählung selbst – denn auch die Kumari ist in ihrer Welt gefangen, abgeschnitten von echten Beziehungen.

Fazit: „Kumari“ ist kein einfaches Buch, sondern eines, das nachwirkt. Wer bereit ist, sich auf eine dichte, eindrucksvolle Erzählung einzulassen und in die fremde Welt Nepals einzutauchen, wird mit einem intensiven, lohnenden Leseerlebnis belohnt.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Ein packender Schulthriller voller Geheimnisse und Spannung

Was hast du nur getan?
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Schon der erste Satz von "Was hast du nur getan?" zieht einen direkt in die Geschichte: Arthur Otto Falkenberg liegt tot auf dem Schulhof. Während die Polizei von einem Selbstmord ausgeht, kommen Cassidy ...

Schon der erste Satz von "Was hast du nur getan?" zieht einen direkt in die Geschichte: Arthur Otto Falkenberg liegt tot auf dem Schulhof. Während die Polizei von einem Selbstmord ausgeht, kommen Cassidy und ihre Clique einem Netz aus Lügen, Verrat und düsteren Geheimnissen auf die Spur. Dabei geraten sie selbst ins Visier der Ermittler – denn eine von ihnen hatte eine besondere Verbindung zum Opfer.

Die Handlung entwickelt sich spannend, mit vielen unerwarteten Wendungen und einer düsteren Atmosphäre. Besonders gut gelungen ist die Struktur des Buches: Die Aufteilung in Tage und Zeitabschnitte sorgt für ein hohes Erzähltempo und gibt dem Thriller eine besondere Dynamik. Man fiebert mit Cassidy mit, während sie versucht, die Wahrheit herauszufinden – und sich dabei immer tiefer in die Geschehnisse verstrickt.

Cassidy ist eine interessante Hauptfigur, die sich nicht immer an Regeln hält und oft impulsiv handelt. Das macht sie authentisch und nahbar, auch wenn sie nicht unbedingt die klassische Heldin ist. Ihre Clique ist facettenreich dargestellt, und die zwischenmenschlichen Dynamiken sind realistisch und spannend zu verfolgen. Besonders gelungen sind die Einblicke in die Schattenseiten des Schullebens – Mobbing, Gruppenzwang und Geheimnisse spielen eine große Rolle.

Allerdings gibt es auch ein paar kleine Schwächen: Einige Themen werden nur oberflächlich behandelt, und in der Mitte gibt es Passagen, die sich etwas ziehen. Trotzdem bleibt die Geschichte bis zum Ende fesselnd, und die Auflösung überrascht.

Fazit:
Ein spannender Jugendthriller mit komplexen Figuren und einer fesselnden Handlung. Wer gerne miträtselt und düstere Schulgeschichten mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Kleine Längen in der Mitte nehmen etwas das Tempo raus, aber insgesamt ein absolut lesenswertes Buch. 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Die Last der Vergangenheit: Eine Reise durch drei Generationen

Vor hundert Sommern
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Katharina Fuchs‘ Roman „Vor hundert Sommern“ führt uns in die 1920er Jahre, als Clara, die in Berlin lebt, auf den Revolutionär Aleksei trifft und durch geheime Treffen mit ihm unbewusst die politische ...

Katharina Fuchs‘ Roman „Vor hundert Sommern“ führt uns in die 1920er Jahre, als Clara, die in Berlin lebt, auf den Revolutionär Aleksei trifft und durch geheime Treffen mit ihm unbewusst die politische und familiäre Sicherheit gefährdet. Während sie sich in einer politisch aufgeladenen Zeit bewegt, ahnt sie nicht, dass ihre Entscheidungen ihre Nachfahren über Jahrzehnte hinweg prägen werden.

Der Roman wechselt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart und erzählt die Geschichte von Lena, die zusammen mit ihrer Mutter Anja die Wohnung der Großmutter ausräumt. Dabei stößt sie auf das Erbe von Clara, über deren Leben viele Geheimnisse und ungelöste Fragen bestehen. Die Geschichte geht weit über das persönliche Schicksal von Clara hinaus und beleuchtet das Erbe von Scham und Schuld, das über Generationen hinweg weitergegeben wird.

Meine Meinung:
Die Struktur des Buches, die zwischen zwei Zeitebenen hin- und herspringt, fand ich grundsätzlich gut gelungen. Besonders die Darstellung von Clara, die sich in einer schwierigen politischen Zeit behaupten muss, hat mich berührt. Ihre Charakterentwicklung und die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert wird, sind authentisch und tiefgründig.

Allerdings gab es auch kleine Unstimmigkeiten, die mich aus der Geschichte gerissen haben. Besonders störte mich die Erwähnung von Veganern, die Honig konsumieren, und die Verwechslung politischer Parteien, was mich etwas verwirrte und einen Stern in meiner Bewertung kostete.

Ein weiterer Punkt, der mir nicht immer gefiel, war die Dichte an Themen in der Gegenwart, die manchmal zu viele aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen streift, ohne diese tiefer zu beleuchten. Themen wie Antisemitismus, der Konflikt im Gazastreifen und auch Fragen zur Nachhaltigkeit und Care-Arbeit wurden zwar angeschnitten, jedoch oft nur oberflächlich behandelt.

Trotz dieser kleinen Schwächen hat mich der Roman emotional gepackt, und ich fand es besonders spannend, wie die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft wurden. Lena, die sich mit ihrer Familiengeschichte auseinandersetzt, wächst an ihren Erfahrungen und Entscheidungen, was das Buch für mich zu einem kraftvollen und nachdenklich stimmenden Werk gemacht hat.

Fazit:
„Vor hundert Sommern“ ist ein gut geschriebenes, einfühlsames Buch, das die Geschichte einer Frau und ihrer Familie erzählt und dabei große gesellschaftliche Themen wie Schuld, Scham und politische Verantwortung aufgreift. Die Struktur ist durchdacht, aber an einigen Stellen etwas überladen. Trotz dieser Kritikpunkte ist es ein empfehlenswerter Roman, der sowohl unterhält als auch zum Nachdenken anregt. 4 von 5 Sternen.

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