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JohannaMaus

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

Zwischen Dünen, Hundeglück und Herzklopfen – ein Sommerroman zum Verlieben

Pfotenglück und Sommerwellen
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Mit Pfotenglück und Sommerwellen entführt Petra Schier erneut nach Lichterhaven und schenkt uns eine sommerlich-leichte Geschichte mit viel Herz. Die erfolgreiche Influencerin Isalie wird beauftragt, einen ...

Mit Pfotenglück und Sommerwellen entführt Petra Schier erneut nach Lichterhaven und schenkt uns eine sommerlich-leichte Geschichte mit viel Herz. Die erfolgreiche Influencerin Isalie wird beauftragt, einen Hof an der Nordsee zu retten – ein Auftrag, der ihr Leben verändert. Zwischen Landluft, Küstenwind und dem mürrischen, aber attraktiven Max entdeckt sie nicht nur beruflich neue Seiten an sich. Auch Neufundländer Samson spielt eine rührende Rolle – seine Perspektive bringt Wärme und Humor in die Geschichte.

Die Charaktere sind lebendig, besonders Isalie, die trotz Großstadtvergangenheit viel Mut zeigt, sich aufs Landleben einzulassen. Max und seine Kinder wachsen einem schnell ans Herz – ihre Sorgen werden authentisch und einfühlsam dargestellt.

Was mir besonders gefallen hat: Die Mischung aus Romantik, Familiengeschichte und Tierschutz, ohne ins Kitschige abzurutschen. Ein paar Wendungen hätte ich mir etwas überraschender gewünscht, aber das trübt den Gesamteindruck kaum.

Ein wunderbarer Roman für alle, die das Meer lieben, Hunde ins Herz schließen und sich nach einer warmherzigen Geschichte mit kleinen Turbulenzen sehnen. Perfekt für Sommertage – oder wenn man sich nach ihnen sehnt.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Zwischen Obstgarten, Seeromantik und Gefühlschaos – ein sommerleichter Wohlfühlroman

Marmeladensommer
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Mit „Marmeladensommer“ lädt Persephone Haasis ihre Leser:innen an den idyllischen Bodensee ein – und zwar in eine Geschichte voller Emotionen, Natur, Sommerstimmung und familiärer Suche.

Protagonistin ...

Mit „Marmeladensommer“ lädt Persephone Haasis ihre Leser:innen an den idyllischen Bodensee ein – und zwar in eine Geschichte voller Emotionen, Natur, Sommerstimmung und familiärer Suche.

Protagonistin Emmi reist mit nichts weiter als einem alten Foto in der Tasche in den Süden Deutschlands, um endlich ihren leiblichen Vater zu finden. Ihre Reise führt sie in eine charmante Pension, wo sie auf Oliver trifft, der zunächst wenig begeistert ist von der Fremden. Doch bald entwickelt sich eine Verbindung – nicht nur zu ihm, sondern auch zu einem Stück Vergangenheit. Als Emmi ihren Vater schließlich findet, entdeckt sie nicht nur seine Liebe zum Obsthof, sondern auch ihre eigene Leidenschaft für das Marmeladekochen.

Zwischen süßen Fruchtgläsern, familiären Konflikten und einem aufziehenden Liebesdreieck entsteht eine herzerwärmende Geschichte, die nicht kitschig wirkt, sondern angenehm geerdet bleibt. Besonders gefallen haben mir die liebevoll beschriebenen Schauplätze rund um den Bodensee – ich hatte das Gefühl, selbst zwischen Apfelbäumen und Pension am Wasser zu stehen.

Der Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch und voller kleiner Details, die das Lesen angenehm machen. Emmi ist eine authentische, warmherzige Figur, mit der man sich sofort verbunden fühlt. Auch die anderen Charaktere sind vielschichtig und lebendig beschrieben – mit kleinen Ecken und Kanten, die sie glaubwürdig machen.

Ein echtes Highlight sind die Marmeladenrezepte, die nicht nur Appetit machen, sondern das Buch auf charmante Weise abrunden.

Fazit: Ein rundum gelungener Sommerroman, der Herz, Humor und Heimatgefühl miteinander verbindet – perfekt für Fans von gefühlvollen Geschichten mit leichtem Tiefgang.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Wenn Hunde Leben retten – und Menschen sich selbst

Hope
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Das Buch hat mich tief berührt. Die Lebensgeschichte von Niall Harbison ist geprägt von Extremen: Aufstieg, Absturz, Sucht - und schließlich die radikale Wende in einem kleinen Paradies namens Ko Samui. ...

Das Buch hat mich tief berührt. Die Lebensgeschichte von Niall Harbison ist geprägt von Extremen: Aufstieg, Absturz, Sucht - und schließlich die radikale Wende in einem kleinen Paradies namens Ko Samui. Was ihn rettet, sind nicht Therapien oder Medikamente, sondern Straßenhunde. Zerbrechliche, verletzte, oft vergessene Tiere, die ihm mit bedingungsloser Liebe begegnen - und ihm so Stück für Stück helfen, wieder zu sich selbst zu finden.

Was dieses Buch so besonders macht, ist die Kombination aus schonungsloser Offenheit und tiefer Empathie. Harbison nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er über seine Abgründe spricht. Gleichzeitig schreibt er mit so viel Wärme über jedes einzelne Tier, dass man beim Lesen eine echte Verbindung aufbaut - zu McMuffin, Hope oder Britney. Manche Momente haben mich zum Schmunzeln gebracht, andere zum Schlucken.

Seine Mission, 10.000 Hunden im Monat zu helfen, scheint zunächst übermenschlich. Doch mit jedem Kapitel spürt man, dass hier jemand wirklich etwas bewegen will - und es auch tut. Wer Tiere liebt, wird dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen. Und wer selbst mit Krisen zu kämpfen hat, findet vielleicht ein kleines Stück Hoffnung zwischen den Zeilen.

Ein ehrliches, mutiges Buch über zweite Chancen, tierische Freundschaft und den Sinn des Lebens. Unbedingt lesenswert - nicht nur für Hundefreunde.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Klimawandel - verpackt in eine spannende, kindgerechte Geschichte.

Der Igel, der das Wetter malte - The Hedgehog, Who Painted the Weather
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Der Igel, der das Wetter malte – The Hedgehog, Who Painted the Weather ist ein bezauberndes zweisprachiges Bilderbuch von Ingo Blum mit liebevollen Illustrationen von Olha Taran. Es verbindet auf märchenhafte ...

Der Igel, der das Wetter malte – The Hedgehog, Who Painted the Weather ist ein bezauberndes zweisprachiges Bilderbuch von Ingo Blum mit liebevollen Illustrationen von Olha Taran. Es verbindet auf märchenhafte Weise Kreativität, Freundschaft und einen sensiblen Blick auf den Klimawandel – verpackt in einer kindgerechten, spannenden Geschichte.

Im Mittelpunkt steht der kleine Igel Tom, der mit seiner Malerei zunächst nur sein Zuhause verschönern will. Doch seine Bilder haben eine magische Wirkung: Sie beeinflussen plötzlich das Wetter. Was zunächst faszinierend wirkt, bringt bald große Herausforderungen mit sich – ein Feuer, ein verschwundenes Bild, rätselhafte Veränderungen im Wald. Gemeinsam mit seinen Freunden Rudolf, dem cleveren Eichhörnchen, und Michael, der neugierigen Meise, begibt sich Tom auf eine Entdeckungsreise, um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen.

Besonders gefallen hat mir die Zweisprachigkeit: Jede Zeile ist sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch abgedruckt – ideal für erste Sprachkontakte, bilinguale Familien oder auch den Fremdsprachenerwerb in Kitas oder Grundschulen. Der Text ist einfach gehalten und gut verständlich, sodass auch schon jüngere Kinder ab etwa 3 Jahren Freude daran haben.

Die Illustrationen sind liebevoll und farbenfroh, aber nicht überladen. Kinder entdecken immer wieder neue Details – das lädt zum mehrfachen Durchblättern ein. Auch das thematische Zusammenspiel von Fantasie und Umweltschutz ist sehr gelungen: Die Botschaft, dass wir sorgsam mit der Natur umgehen sollten, wird auf spielerische und sanfte Weise vermittelt.

Ein zusätzliches Highlight ist der zum Buch passende Song sowie die Audioversion der Geschichte – beide als Download verfügbar. Das macht das Buch zu einem rundum gelungenen Erlebnis für gemeinsame Familienlesezeit.

Fazit:
Ein wunderschön illustriertes, klug erzähltes Bilderbuch, das nicht nur die Fantasie anregt, sondern auch zum Nachdenken über unsere Umwelt anregt – und das alles in zwei Sprachen. Absolut empfehlenswert für Familien, die gerne gemeinsam lesen, lernen und träumen. 🌈📚🌿

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Ein persönlicher Fall in idyllischer Kulisse

Der Schädel von Sant'Abbondio
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Mit „Der Schädel von Sant'Abbondio“ legt Mascha Vassena den vierten Band um Moira Rusconi vor - und der hat es in sich. Schon die Ausgangssituation hat mich sofort gepackt: Bei der Weinlese im idyllischen ...

Mit „Der Schädel von Sant'Abbondio“ legt Mascha Vassena den vierten Band um Moira Rusconi vor - und der hat es in sich. Schon die Ausgangssituation hat mich sofort gepackt: Bei der Weinlese im idyllischen Montagnola wird unterhalb der Kirche ein menschlicher Schädel gefunden - und plötzlich wird aus dem Erntedankfest eine Reise in die Schatten der Vergangenheit. Dass der Fall so persönlich wird, hat mich emotional besonders berührt: Der Tote war ein Jugendfreund von Moiras Vater Ambrogio - und der gerät schnell unter Verdacht.

Die Autorin versteht es hervorragend, die wunderschöne Tessiner Landschaft mit einem mysteriösen Kriminalfall zu verweben. Ich hatte die Gassen, die Weinberge und die Atmosphäre förmlich vor Augen - das Lokalkolorit ist wieder einmal wunderbar eingefangen. Gleichzeitig ist die Geschichte voller Spannung, Wendungen und emotionaler Tiefe. Die Handlung springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, das Puzzle setzt sich Stück für Stück zusammen. Und doch wusste ich bis zum Schluss nicht, wer wirklich hinter allem steckt.

Auch Moiras Privatleben spielt wieder eine große Rolle - genau das gefällt mir an der Serie so gut. Die Kombination aus ruhigem, fast gemütlichem Erzählstil und spannungsgeladenen Ermittlungen macht diesen Cosy Crime so besonders. Für mich war es wie ein Wiedersehen mit alten Freunden, ohne dass man die Vorgängerbände gelesen haben muss.

Ein Krimi ohne Blutvergießen, aber mit viel Gefühl, Atmosphäre und einer spannenden Suche nach der Wahrheit. Absolute Leseempfehlung - nicht nur für Tessin-Fans!

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