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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2026

märchenhafter Thriller

Böser, böser Wolf
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Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Die erhabene rote Schrift, die Rosenranken und der Mantel von Rotkäpchen sind wirklich gelungen und geben dem Cover einen eindrucksvollen Anblick. Und ein böser Wolf ...

Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Die erhabene rote Schrift, die Rosenranken und der Mantel von Rotkäpchen sind wirklich gelungen und geben dem Cover einen eindrucksvollen Anblick. Und ein böser Wolf wird uns ja im Text auch immer begleiten. Ich war überrascht über die Geschichte. Es ist eine interessante Handlung, wobei "märchenhaft" es wirklich trifft. Die Wendungen, die die Geschichte zum Ende hin nimmt, waren nicht vorhersehbar. Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet, aber es ist eben märchenhaft und da ist alles möglich. Die Protagonisten sind sehr interessant und vielschichtig. Man muss zwischendurch gut achtgeben, dass man den Faden behält. Es ist alles eben ganz anders als man denkt. Aber die Spannung begleitet uns vom Anfang bis zum Ende. Die Handlungen sind sehr detailreich beschrieben und man kann sich alles gut vorstellen. Die Geschichte ist abwechslungsreich und vielschichtig. Allerdings kommt einem erstmal alles sehr real und authentisch vor, doch dann wird man mit seltsamen Aspekten konfrontiert. Und schon muss man seine Vorstellungen wieder ändern. Mir ist die Protagonistin Lyla sehr sympathisch und ich leide mit ihr, als ihre so einige Dinge klarwerden. Die ganzen Hinweise auf Märchen finde ich sehr gut und die Umsetzung durch die entführte Schriftstellerin Katie fand ich schon außergewöhnlich. Es ist wirklich ein etwas anderer Thriller, der aber fesselt und den Leser mitfiebern lässt.
Ich hatte jedenfalls märchenhafte Lesestunden und kann das Buch mit einem guten Gefühl weiterempfehlen. Es ist eben mal was ganz anderes.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

eine interessante neue Krimiserie

Mord im Wattenmeer
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Ich bin ja ein Serienfan und freue mich, mit diesem ersten Band um die Reinigungskraft Femke Janssen mit ihrem Hang zu privaten Ermittlungen eine interessante Küstenkrimiserie für mich entdeckt zu haben. ...

Ich bin ja ein Serienfan und freue mich, mit diesem ersten Band um die Reinigungskraft Femke Janssen mit ihrem Hang zu privaten Ermittlungen eine interessante Küstenkrimiserie für mich entdeckt zu haben. Es geht um Femke Janssen, die leider die Prüfung zur Polizistin nicht bestanden hat und so ein Studium angefangen hat und sich durch Putzarbeit nebenher noch Geld dazuverdient. Und als Reinigungskraft in diversen Ferienwohnungen kommt sie mit den unterschiedlichsten Leuten und Orten in Kontakt. Und hier findet sie leider eine Leiche, dabei wollte sie die Wohnung nur putzen. Sie darf natürlich nicht ermitteln, aber sie ja "fast" Polizistin geworden ist und sie von Natur aus "wissbegierig" ist, lässt sie es sich nicht nehmen, eigene Ermittlungen anzustellen. Und das geht auch gut mit kleinen Informationstauschgeschäften mit ihrem Ex-Freund Lasse, der ja hier Polizist ist. Und sie stellt sich dabei sehr gut an und bekommt manchmal mehr heraus, als die Polizei. Was ihren Ex-Freund nicht gerade glücklich macht. Es ist in Beziehungen und gar Ex-Beziehungen nicht immer einfach und das können wir an diesem ehemaligen Paar gut erleben. Die Protagonisten waren mir eigentlich sehr sympathisch. Femke ist erfrischend und manchmal etwas zu forsch in ihrer Vorgehensweise und das kann sicher auch mal gefährlich werden. Lasse, der Exfreund, kann davon ein Lied singen. Er ist auch ganz gut bei der Arbeit, aber leider wird er etwas durch seinen ziemlich lustlosten Chef Fiete ausgebremst. Aber so Typen wie Fiete gibt es ja leider überall. Zu den interessanten und abwechslungsreichen Personen in diesem spannenden Küstenkrimi kommt natürlich immer noch die wunderschöne Küstenlandschaft mit seinen Stränden und Ortschaften als Highlight hinzu. Dangast ist mir gut bekannt, da ich schon öfter selber auf dem Campingplatz mit unserem Womo gestanden habe. Daher kenne ich die Örtlichkeiten und kann mir alles gut vorstellen. Aber auch wer noch nie dort war, kann sich alles anhand der detailreichen und authentischen Beschreibungen vorstellen. Man sieht sich regelrecht mit einem Getränk an der Strandbar sitzen oder sich ein Fischbrötchen am Verkaufstand holen. Die Spannung kommt dann natürlich auch durch den interessanten Fall. Denn es werden hier Verbindungen ans Tageslicht kommen, die man so nicht erwartet hat. Und manche Leute entpuppen sich als ziemlich skrupellos. Mir hat es jedenfalls großen Spaß gemacht, Femke bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Die private Seiten der Protagonisten kommen ebenso gut zum Tragen wie die kriminellen Tätigkeiten bzw. die Arbeit der Ermittler. Es vermischt sich und man bekommt so ein gutes Bild der Personen.

Es ist ein abwechslungsreicher Küstenkrimi, der, durch die vielen unterschiedlichen und authentischen Personen, den interessanten Fall und natürlich die schöne Gegend, sicher für jeden Krimifan ein Muss ist. Mir hat er jedenfalls sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall um die Reinigungskraft Femke und ihre Freunde.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Einfach kann jeder....

Die Meranerin
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Auch dieser vierte Band um die Ermittler aus Meran hat mir wieder gut gefallen. Es ist durch die detailreiche Beschreibung der Umgebung erstmal wie ein kleiner Urlaub. Aber dann wird es ja spannender und ...

Auch dieser vierte Band um die Ermittler aus Meran hat mir wieder gut gefallen. Es ist durch die detailreiche Beschreibung der Umgebung erstmal wie ein kleiner Urlaub. Aber dann wird es ja spannender und durch diesen interessanten und kniffligen Fall wird es zu einem abwechslungsreichen Krimi und es ist nichts mehr mit entspanntem Urlaub. Es ist echt komplizierter als es auf den ersten Blick aussieht, aber es gibt ja Lukas Farner und sein kompetentes Team. Es sind sehr unterschiedliche Typen, aber jeder bringt sich mit seinem Können ein und sie ergänzen sich gut. Sie sind ein eingespieltes Team und können sich aufeinander verlassen. Mir sind sie sehr sympathisch und auch die Informationen zu ihren Privatleben gehören eben dazu. Dann gibt es noch sozusagen die "gegnerische" Mannschaft um Giovanni Terranostra. Giovanni und Lukas kennen sich schon ewig und sind sich auch leider schon immer nicht sympathisch gewesen. Aber sie haben sich arrangiert und ihre gegenseitigen Hänseleien sind mitunter sehr unterhaltsam. Den Fall und das ganze Drumherum fand ich wieder sehr fesselnd und manchmal habe ich mich auf eine falsche Fährte leiten lassen. Aber ich war mit dem Ende sehr zufrieden und freue mich auch auf den nächsten Fall. Der Text an sich lässt sich gut und locker lesen. Kleine "Sprachschwierigkeiten" kann man zum Glück im Anhang nachschlagen, denn manches hätte ich sonst nicht unbedingt verstanden. Aber es lockert den Text gut auf und bringt einem die Gegend mit seinen Geflogenheiten und Traditionen näher. Es war wieder ein schöner Ausflug nach Meran und auch die Personen kann man immer gut im Personenregister nachschlagen.

Ich lese diese Serie sehr gerne und kann sie mit einem guten Gewissen weiterempfehlen. Man kann diesen Band auch einzeln lesen, aber ich empfehle die Reihenfolge einzuhalten. Denn die persönlichen Lebenswege der Protagonisten sind auch sehr interessant und man verfolgt ihre Entwicklung gerne.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

viele Wege führen zum Glück

Unter den Sternen von Paris
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Wir lernen die sehr ehrgeizige Fernsehjournalistin Sophia kennen. Sie ist eine nicht ganz einfache Frau und auch ich habe einige Zeit gebraucht, um mit ihr warm zu werden. Aber wie es so oft im Leben ist, ...

Wir lernen die sehr ehrgeizige Fernsehjournalistin Sophia kennen. Sie ist eine nicht ganz einfache Frau und auch ich habe einige Zeit gebraucht, um mit ihr warm zu werden. Aber wie es so oft im Leben ist, kein Weg ist gradlinig und führt direkt zum Glück oder zur Zufriedenheit. Und Zufriedenheit fühlt Sophia im Moment so garnicht. Es läuft alles nicht so wie geplant und sie erlebt dann doch ziemliche Höhen und Tiefen. Aber sie lernt nicht nur neue Menschen und Orte kennen, sondern sie lernt dann doch auch viel über sich selber. Mir hat die Geschichte im Endeffekt gut gefallen. Sie ist nicht gradlinig und unbedingt vorhersehbar, sondern wie im wahren Leben, gibt es Entwicklungen, die man nicht vorhersehen kann. Mir haben diese unterschiedlichen Charaktere in der Geschichte sehr gut gefallen. Jede Person ist wirklich sehr authentisch dargestellt und hat so ihre eigenen Probleme und Charaktereigenschaften. Manchmal habe ich mich echt gewundert, wie diese unterschiedlichen Persönlichkeiten so gut im Endeffekt zueinander passen. Besonders Louis hat mir gut gefallen. Er war ja auch das Bindeglied zur verstorbenen Großmutter von Sophia. Und auch wenn man lange auf die Wahrheit warten musste, war es doch sehr interessant. Sophia und die anderen Protagonisten haben alle so ihre Probleme und jeder hat so seine eigene, nicht unbedingt einfache Geschichte. Aber dieses Bistro bringt sie zusammen und das gefällt mir gut. Ich konnte mir den Ort sehr gut vorstellen und finde es immer interessant, wenn man den detailreichen Schilderungen folgen konnte und dadurch ein gutes Bild vor Augen hatte. Es war diesmal nicht das Paris der Touristen mit den üblichen Sehenswürdigkeiten, sondern man tauchte in das Leben der einfachen Leute ein. Und dann ist auch Paris nicht nur eine Stadt der Schönheit, sondern der Alltag ist hier genauso Zuhause. Und das mag ich auch so an der Geschichte - die Alltagsgeschichten der unterschiedlichen Personen. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht ihrem Lebensweg zu folgen und auch diese Seite von Paris zu erleben.

Der Text an sich lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Man ist immer tief im Geschehen drin und auch wenn man die Personen nicht unbedingt immer sympathisch findet, so sind sie alle interessant und abwechslungsreich. Und ich bin eigentlich neugierig, wie sich alles noch weiter entwickelt, denn zum Schluß gab es noch eine große Überraschung.

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Veröffentlicht am 24.04.2025

abenteuerliche Zugreise

Bummelzug nach Istanbul
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Die Idee mit Interrail zu verreisen hat mich sofort fasziniert und in meine Jugend zurückversetzt. Denn in dieser Zeit haben einige meiner Freunde solch eine Reise auch nach Istanbul gemacht. Daher war ...

Die Idee mit Interrail zu verreisen hat mich sofort fasziniert und in meine Jugend zurückversetzt. Denn in dieser Zeit haben einige meiner Freunde solch eine Reise auch nach Istanbul gemacht. Daher war ich sehr neugierig auf die Erlebnisse von Tom und Danny. Das Buch hat mich auch nicht enttäuscht. Alleine wie die beiden Herren auf die Idee gekommen sind, diese spontage Zugreise zu unternehmen, fand ich klasse. Einfach mal darüber gesprochen und schon umgesetzt. Die Art, wie der Autor auch alles wiedergibt, hat mir gut gefallen. Er schreibt einfach so, wie es war - ungeschminkt und frei raus. Seine Gedankengänge wurden uns dabei ja auch offenbart und das macht es zwischendurch ja auch sehr amüsant. Man wird wirklich durch die detailreiche und authentische Wiedergabe der Geschehnisse, der Begegnungen und der Dialoge (samt Gedankengängen von Tom) voll in diese Reise integriert. Das vor jedem Kapitel die Reiseroute bildlich dargestellt wird (samt Fortbewegungsmittel) ist sehr praktisch und man kann sich die Tour noch besser vorstellen. Überrascht hat mich echt, in welchen Ländern es wirklich mit dem Zug und den entsprechenden Informationen dazu geklappt hat und wo nicht. Da hätte ich sogar manchmal etwas anderes erwartet - man sieht: Vorurteile werden nicht bestätigt. Die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen ist spannend und auch wie die Übernachtungsorte so unterwegs sind. Man lernt einiges über die Länder kennen, wobei es sich natürlich nur um kleine Gebiete handelt, die hier erkundet wurden. Und ich fand es sehr erfrischend, dass die beiden Reisenden wirklich nur nach ihren spontanen Launen die Ort besichtigt haben. Keinen Stress - diese Zugfahrt entschleunigt wirklich - sogar beim Lesen. Es hat echt Spaß gemacht den Berichten zu folgen und so einen Teil Europas zu erleben. Und irgendwie hat man auch mal Lust auf eine besondere Zugfahrt bekommen. Und man hat festgestellt, dass die beiden Männer doch sehr spontan handeln und das auch müssen, denn es tauchten ja auch einige Schwierigkeiten auf und Planänderungen waren da echt notwendig.

Mir hat jedenfalls diese lebendige Schildung der Tour gut gefallen und ich möchte das Buch jedem reiselustigen Zugfan empfehlen.

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