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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

Abbruch bei 50 % und Rezi bis dorthin

Das Reich der Vampire
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Jay Kristoff hat bereits mit Nevernight bewiesen, dass er in der Lage ist Fantasy in ein spannendes und auch sehr blutiges Geschenk zu verpacken und dies dann als Beststeller zu verkaufen.

Leider muss ...

Jay Kristoff hat bereits mit Nevernight bewiesen, dass er in der Lage ist Fantasy in ein spannendes und auch sehr blutiges Geschenk zu verpacken und dies dann als Beststeller zu verkaufen.

Leider muss ich gegen den allgemeinen Hype sagen, dass mir das Buch überhaupt nicht gefallen hat und ich mich sehr stark durchquälen musste.

Gabriel de León und seine Lebensgeschichte, welche wir von ihm erfahren ist interessant geschrieben. Als Sohn einer Frau und eines Vampires, besitzt er eine Stärke und Fähigkeiten welche ihn perfekt für die Ausbildung beim Orden der Silberwächter zu machen. Doch auch wenn er auf der einen Seite unter seinesgleichen ist, so ist er besonders.

Und besonders ist auch der Start im Buch, denn wir erfahren das er ein Gefangener der Eisblüter ist. Die ältesten und stärksten Vampire welche es gibt und dass er, Gabriel, der letzte Überlebende der Silberwächter ist. Ein Umstand welchen man im Buch schnell vergisst, da es immer mehr Kämpfer und Personen gibt, welche mit dem Orden zusammenarbeiten. Gefeiert, eine Berühmtheit und nun ein Gefangener, der seine Geschichte erzählen soll.

Aber wie kam es, dass ein kleiner Junge der seine Schwester an den Vampiren verlor, selbst dieses Blut in sich trägt, seinen eigenen Orden ins Verderben brachte? Dies erfährt der Leser sehr langsam, in den Rückblenden die man erfährt.

Positiv war für mich der Humor im Buch. Ich mag es schwarz und dreckig. Aber das Gegenteil, der Fäkalton welcher ständig herrschte, der musste nicht sein.

Zudem die Welt groß ist, man viele Erklärungen erhält und die Charaktere alles andere als flach waren. Leider gab es in der E-Book Ausgabe keine farbigen Bilder, welche mein Reader hätte zeigen können. So waren diese aber schon schön im Detail anzusehen.

Leider gibt es für mich aber so einiges, was für mich absolut nicht stimmig war. Der erste Punkt ist die extreme Länge der Geschichte, welche mit über 1000 Seiten einfach nur überzogen war. Wiederholungen, Flüche, Beleidigungen, es bleibt nichts aus um das Buch mit mehr als gebrauchten Seiten zu befüllen.

Zudem dies dazu führte, dass die Geschichte wahnsinnig anstrengend und ermüdend zu lesen war. Dialoge wurden mit > < geführt, so dass mir manches mal die Übersicht fehlte, wer überhaupt sprach. Es gab an dieser Stelle zu wenig Emotionen, sondern es wirkte wie ein Regietext ohne Anweisungen. Ich habe daher ab einem gewissen Punkt für mich das Hörbuch hinzuziehen müssen. Dies ist toll vertont aber mit 33h viel zu lang gewesen.

Ich bin aber dennoch bereit das Buch noch mit drei Sternen zu bewerten, weil es nicht schlecht in sich ist, es braucht nur eine radikale Abspeckung. Aber für jeden, der sich nicht scheut einen King des Fantasy zu lesen, der ist hier richtig.

Aber ich breche es nun bei 50% ab, denn es ist für mich einfach nur anstrengend und mit viel Überzeugungskraft zu lesen und auch zu hören und das macht mir keinen Spaß. .

Veröffentlicht am 13.11.2020

Gute Idee bei einer zu schwachen Umsetzung

Das Joshua-Profil
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Die Bücher von Fitzek kommen dem eines Überraschungsei gleich. Selten hat man das gute drin, zu oft leider nur mittelmäßige oder gar schlechte Bücher. Mit Blutschule und Noah war es eher sehr schlecht, ...

Die Bücher von Fitzek kommen dem eines Überraschungsei gleich. Selten hat man das gute drin, zu oft leider nur mittelmäßige oder gar schlechte Bücher. Mit Blutschule und Noah war es eher sehr schlecht, mit dem Joshua-Profil befinden wir uns noch im Mittelbereich, aber weit weg von den erfolgreichen Anfängen des Autors.

Die Grundthematik welcher der Autor sich überlegt hat ist nicht schlecht und sein Nachwort erklärt auch die Idee dahinter. Um nicht zu spoilern gehe ich jedoch nur auf das ein, was das Buch selbst zum Anfang in verrät.

Es handelt sich im Buch um Max Rhode, der Schriftsteller der „Die Blutschule“ (aus der Feder von Fitzek) geschrieben hat. Es gibt Bezüge von der Geschichte der Blutschule, zu denen der Charaktere in diesem Buch. Gelsen haben muss man das Buch nicht, es erklärt so gesehen nur, warum die beiden im Erwachsenenalter da sind wo sie sind (Max und sein Bruder Cosmo).

Max ist ein ruhiger Typ, erscheint freundlich und man würde ihm so nichts Schlechtes anrechnen.

Max hat eine Pflegetochter und versucht nur das Beste für sie zu tun, da er als Erwachsener weiß wie schlimm die Welt da draußen sein kann. Gerade seine Recherchen als Autor bringen ihm Themen näher als so manch anderen.

So ist es ein Schock für ihn, als eines Tages ihn als zukünftigen bzw. aktiven Kinderschänder tot sehen will. Er kann das nicht nachvollziehen, denn er liebt seine Pflegetochter und hat niemals etwas mit Kindern gehabt oder sogar den Gedanken daran gehabt. Aber eine Organisation namens „Joshua-Profil“ hat sich zur Aufgabe gemacht, dies zu verhindern. So hat ihr Computer berechnet das Max in Zukunft ein solches Verbrechen begehen wird. Aber wieso er? Mas kann dem kaum folgen und versteht die Welt nicht mehr.

Mehr kann ich an dieser Stelle nicht schreiben, es würde zu viel verraten.

Die Grundidee dahinter ist wie gesagt gut, aber das Programm zeigt innerhalb der Geschichte wie Fehlerhaft diese ist und wie sehr es Menschen Schaden kann anstatt diese zu schützen.

So gut die Geschichte sein könnte, leider hat Fitzek dem Ganzen die Spannung genommen und es zu passiv wirken lassen.

Veröffentlicht am 08.11.2020

Gute Idee mit schwacher Umsetzung

Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit
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Als ich die Möglichkeit erhalten habe "Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit" durch eine Leserunde bzw. Rezensionsexemplar lesen zu können, war ich total begeistert. Die Autorin gehört für ...

Als ich die Möglichkeit erhalten habe "Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit" durch eine Leserunde bzw. Rezensionsexemplar lesen zu können, war ich total begeistert. Die Autorin gehört für mich zu einer Besten im Bereich Jugendfantasy und junge Liebe.

Aber leider musste ich feststellen, dass ich dem Hype dieses Buches nicht nachkommen werde.

Wir werden am Anfang des Buches direkt mit der Situation konfrontiert, dass Ember sich um ihre 5-Jährige Schwester Olivia kümmern muss und um ihre geistig abwesende Mutter. Denn zwei Jahre zuvor gab es einen schweren Autounfall wo ihr Vater verstorben ist. Die Mutter ist seitdem nicht mehr in der Lage sich um ihre Kinder zu kümmern und man lebt von dem was die Versicherung hinterlassen hat.

Doch neben dem Verlust des Vaters, gibt es weitere Hürden welche die Familie überwinden muss. Ember ist ebenfalls bei dem Unfall verstorben. Nur ihrer kleinen Schwester hat sie es zu verdanken, dass sie noch lebt. Zeuge davon sind die vielen Narben an ihren Armen. Nur das eine dreijährige natürlich keine Erste-Hilfe kann. Nein Olivia hat eine Gabe. Sie kann tote Menschen und Tiere wiederbeleben. Diese leben danach weiter wie zuvor, ohne Einschränkungen. Außer Ember, bei ihr ist es anders.

Sie darf nichts Lebendiges berühren, sei es Pflanze, Tier oder Mensch. Denn es stirbt durch die kleinste Berührung mit ihrer Haut. So hat sie in den letzten zwei Jahren ein sehr einsames Leben zu führen und muss dabei ihre Familie pflegen und organisieren. Viel für eine 17-Jährige.

So kommt es zu einem unschönen Zwischenfall welcher verehrenden Folgen haben könnte, würde dies nicht unter den Teppich gekehrt werden.

So ist sie geschockt als sie am Ende des nächsten Schultages erfährt das Olivia entführt wurde, aber es ist nur die halbe Wahrheit. Denn nun soll die kleine Familie in einem anderen Staat unter der Obhut vom Oberbürgermeister Cromwell und den seine Adoptivkinder leben. Alle haben dabei eins gemeinsam, sie besitzen Gaben die sie lernen müssen zu kontrollieren. Zu ihrer Sicherheit und für andere.

Doch Ember ist alles andere als begeistert und traut weder den Kids noch Cromwell. Den ihre tödliche Gabe ist bereits bekannt und mit dieser eckt sie ziemlich an. Sie will am liebsten Olivia nehmen und weggehen. Aber wohin?

Alles in allem hat diese Geschichte Potential. Aber in der Umsetzung ist leider davon nichts passiert.

Ember ist als Person flach und uninteressant. Ihre Gabe ist beeindruckend wie auch beängstigend. Sie hat sich abgekapselt von ihren Freunden und hat eine riesige Verantwortung zu tragen. Zu viel für das junge Mädchen. Aber sie schafftes. Wo sie dann zwei Jahre lang ihre Gabe unter Kontrolle hatte, ändert sich dies mit dem erscheinen auf dem Anwesen von Cromwell. Wie ein Tier welches in die Ecke gedrängt wird, verhält sie sich natürlich und wird sofort als böse und ungehalten angesehen. Leider kommt sie im Buch nicht aus dieser Rolle raus und benimmt sich daher passiv und untergeordnet. Hin und wieder aber auch wie die üblichen patzigen Mädchen in den Büchern, die genauso alt sind.

Hayden ist der männliche Gegenpart, der als „Sohn“ von Cromwell zum Cast gehört. Er „kennt“ sie schon recht lange und will ihr mit der Gabe helfen. Ob diese Absicht gut oder böse ist, verrate ich hier nicht. Aber er ist genauso langweilig und oberflächlich gehalten wie Ember.

Darüber hinaus haben wir mehrere Jugendliche die zur neuen Familie gehören, wie Nebenfiguren die alle genauso blass sind wie der Hauptcast.

Die Autorin spielt mit dem Klischee des Gut und Böse und lässt den Leser rätseln wer welche Rolle vertritt. Leider ist bereits eine davon sehr schnell ersichtlich und ist daher keine große Überraschung für das Ende des Buches.

Stark war für mich daher der Einstieg und dann ging es in ein tiefes Tal, das Ende hat es nochmal rausgerissen. Leider war für mich das Buch aber eine reine Abarbeitung von Klischees, schwachen Charakteren und einer Geschichte die das Volumen fehlt und wie ein halbleerer Luftballon über dem Boden schwebt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2020

Freundschaften und Spannung sehen anders aus

Little Secrets - Lügen unter Freunden
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Sechs Charaktere, zwei Jungs und vier Mädchen, ziehen alle für mündig erklärt (kein Vormund mehr, wie Eltern brauchen aber noch nicht volljährig sind) ziehen in einen Traum von Strandhaus. Zwei Charaktere ...

Sechs Charaktere, zwei Jungs und vier Mädchen, ziehen alle für mündig erklärt (kein Vormund mehr, wie Eltern brauchen aber noch nicht volljährig sind) ziehen in einen Traum von Strandhaus. Zwei Charaktere sind Stiefschwestern: Candace und Grace. Hier treffen zwei sehr unterschiedliche Mädchen aufeinander und die Geschichte wie die Eltern zueinander stehen empfand ich sehr unverständlich erklärt.

In der Schule holen sie noch Lucy, eine introvertierte, aber eine sehr gute Gitarrenspielerin ins Haus. Diese zieht die jüngste im Haus Maya, mexikanischer Abstammung hinzu.

Dann sind da noch der verwöhnte Paulo hinzu, welcher den homosexuellen John-Michael hinzuzieht. Als einziger von allen ohne noch lebende Eltern.

Alle haben ihre Sorgen und kleinen Geheimnisse, auf welche ich nicht zu sehr eingehen will, da es sonst zu sehr spoilern würde. JM und Lucy verstehen sich super und freunden sich im Buch an. Als einzige geben sie wirklich ein freundschaftliches Duo ab. Maya ist die abwesendste von allen und Paulo ist zu sehr damit beschäftigt Lucy hinterher zu laufen.

Keine der Charaktere entwickelt eine wirkliche Tiefe im Buch, so das man auch zu niemanden wirklich eine Bindung aufbauen kann. Alle sind mega oberflächlich geblieben, auch die Geheimnisse sind teilweise sehr verwirrend und helfen nicht zu verstehen wie wer tickt.

Eins der ersten Bücher wo mir wirklich schwer fällt, eine Rezension zu schreiben, da zu viel zu viel verrät, aber zu wenig zu wenig aussagt. Leider trifft wenig das ganze Buch über. Wenig Spannung, wenig Leben, wenig Hoffnung auf Besserung. Ich habe mich persönlich gegen das Lesen des zweiten Teils ausgesprochen, welches ich sogar schon hier stehen hatte. Schade drum

Veröffentlicht am 24.10.2020

Sektenmord oder doch Serienmörder?

Der Schmerzsammler
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Dieser Krimi hat sich zur Aufgabe gemacht, den Leser mal so richtig an der Nase rumzuführen. Das Buch wird in den meisten Abschnitten von der Profilerin und Sektenexpertin des LKA Düsseldorf, Fran Miller ...

Dieser Krimi hat sich zur Aufgabe gemacht, den Leser mal so richtig an der Nase rumzuführen. Das Buch wird in den meisten Abschnitten von der Profilerin und Sektenexpertin des LKA Düsseldorf, Fran Miller erzählt. Diese ist eine taffe Polizistin, welche im Leben schon so einige Hürden nehmen musste. Wir erfahren von ihrem sehr schlechten Verhältnis zu ihrem Vater und das angeknackste Verhältnis zu Schwester und Mutter. Hier ist die taffe Polizistin sehr kleinlaut, was mir persönlich gar nicht zugesagt hat. Auf der Arbeit ist sie die Expertin und erfreut sich, wenn mal Arbeit reinkommt, die ihr Wissen verlangt. Wobei sie natürlich Mitleid mit den Opfern empfindet. Als man erfährt das es mehrere Messen mit Blut auf dem Friedhof gab, wendet man sich an sie. Die Ermittlungen gelangen richtig in Fahrt, als dann die ersten toten und gefolterten Opfer erscheinen.

Wir lesen aus der Sicht von Lars Rüttgen, dass dieser der Anführer einer Sekte ist und einen weiteren Jungen und zwei Mädels ihm unterworfen sind. Hühner werden geköpft, Blut getrunken und unter Drogen vergewaltigt er eines der Mädchen, damit sie Lucifer austrägt. Er fliegt von der Schule und wird auf Grund der Drohung gegen eine Lehrerin für die Polizei präsent. Aber ist er in der Lage Menschen zu töten und deren Rücken zu markieren?

Aber da ist noch die dritte Person, welche uns unbekannt bleibt, die erzählt was ihr gefällt. Und das ist Fran.

Der Krimi lässt bis zum Ende die Frage offen, wer nun wen getötet hat und ob es alles aufgrund von religiösen Fanatismus passiert ist.

Die Geschichte hat leider ihre Längen und ich fand, es fehlte auch der Biss in der ganzen Zeit. Fran Miller als Charakter war ok, aber nicht herausragend. Besonders nicht, wenn man sich als erwachsene Frau von seinen Vater schikanieren lässt.

Das Ende war dann noch sehr übertrieben und mir tut sie leid, denn da hat man schon übertrieben.

Alles in allem kein Krimi der sich wirklich zu lesen gelohnt hätte.