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Veröffentlicht am 06.05.2025

Ein Prinz, ein Kuss, ein Angebot. Und ein Spiel, bei dem sie alles zu verlieren droht.

Palace of Monaco 1. Broken Royals
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Inhalt:
Billie, eine junge Medizinstudentin, lebt in Monaco und kämpft mit mehreren Jobs darum, ihre demenzkranke Mutter und ihre kleine Schwester zu versorgen. Der Alltag ist hart, Freizeit ein Fremdwort. ...

Inhalt:
Billie, eine junge Medizinstudentin, lebt in Monaco und kämpft mit mehreren Jobs darum, ihre demenzkranke Mutter und ihre kleine Schwester zu versorgen. Der Alltag ist hart, Freizeit ein Fremdwort. Als sie bei einem Cateringjob aus Versehen von einem Fremden geküsst wird, ahnt sie nicht, dass sich ihr Leben grundlegend ändern wird – denn der Kuss stammt vom Prinzen von Monaco. Die royale Familie hat genug von den Eskapaden des jungen Thronfolgers und bietet Billie einen Deal an: Sie soll sich öffentlich als seine Freundin ausgeben, um sein angekratztes Image zu retten. Zwischen Lügen, Glanz, echten Gefühlen und einer großen Summe Geld steht plötzlich nicht nur ihre Zukunft, sondern auch ihr Herz auf dem Spiel.

Meinung:
Selten hat mich eine New Adult-Romance so schnell abgeholt wie „Broken Royals“ – nicht nur wegen der spannenden Idee, sondern vor allem wegen der vielschichtigen Figuren. Was zunächst wie eine klassische Sommerromanze erscheint, entpuppt sich schnell als einfühlsame, charakterstarke Geschichte über Verantwortung, Identität und unerwartete Gefühle. Was mir besonders gefallen hat, war der starke Kontrast zwischen der Welt, aus der Billie stammt, und dem glänzenden Leben des monegassischen Hofes. Billie ist keine typische Prinzessinnenfigur – sie ist belastet, überfordert, abgekämpft und trotzdem mutig, loyal und klug. Genau das macht sie so unglaublich sympathisch. Ich habe sie direkt ins Herz geschlossen. Ihre Verantwortung für die Familie, ihr eiserner Wille, etwas aus ihrem Leben zu machen, und gleichzeitig ihre Verletzlichkeit haben mich oft sehr berührt. Charles dagegen ist zu Beginn eher der klassische Bad Boy – zynisch, rebellisch, emotional blockiert. Doch Louisa Hawser gelingt es großartig, unter der glitzernden Oberfläche seine Unsicherheiten und den inneren Druck spürbar zu machen. Die Tatsache, dass er gegen eine Rolle ankämpft, die er nie übernehmen wollte, verleiht ihm eine unerwartete Tiefe. Besonders mochte ich die Szenen, in denen er seine Leidenschaft fürs Kochen zeigt – sie sind so wohltuend menschlich und geben ihm etwas Eigenes jenseits seiner royalen Identität. Die Dynamik zwischen Billie und Charles ist das Herzstück des Romans – ihre Wortgefechte, die langsame Annäherung, die echten Konflikte, die sie miteinander austragen. Es ist ein echtes Slow Burn, und genau das macht ihre Entwicklung als Paar glaubwürdig. Der Fake-Dating-Trope funktioniert hier hervorragend, weil er nicht übertrieben oder kitschig wirkt, sondern als Katalysator für echte Charakterentwicklung dient. Auch die Nebenfiguren bringen Tiefe in die Geschichte, ohne vom Zentrum abzulenken. Stilistisch überzeugt die Autorin mit einem sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil. Die Perspektivwechsel zwischen Billie und Charles sind nahtlos und lassen einen tief in beide Figuren eintauchen. Was ich ebenfalls sehr schätze: Die ernsten Themen – wie Alzheimer, familiäre Verantwortung, psychische Belastung – werden nicht nur angerissen, sondern sensibel und respektvoll eingebunden. Das Buch lebt nicht nur von Glamour und romantischem Knistern, sondern auch von stillen, nachdenklichen Momenten, die lange nachwirken. Wenn ich etwas anmerken müsste, dann wäre es die eine spicy Szene, die für mich persönlich nicht unbedingt notwendig gewesen wäre – aber das ist Geschmackssache und hat den Gesamteindruck nicht geschmälert.

Fazit:
Mit „Broken Royals“ ist Louisa Hawser ein hinreißender Auftakt zur „Palace of Monaco“-Reihe gelungen. Die Geschichte von Billie und Charles bietet nicht nur eine prickelnde Romance mit royalen Vibes, sondern auch echte Tiefe, Emotion und glaubhafte Charakterentwicklung. Wer Fake Dating, luxuriöse Settings und gleichzeitig ernste Themen liebt, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Die emotionale Balance zwischen Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit hat mich wirklich begeistert, weshalb ich liebend gerne sehr gute 4,5 von 5 Sternchen vergebe.

Veröffentlicht am 06.05.2025

Sie hat der Liebe abgeschworen, doch erbringt ihr Herz zum Schmelzen.

The Fake Out
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Inhalt:
Hazel arbeitet als Physiotherapeutin bei der Eishockeymannschaft Vancouver Storm – ein Job, den sie liebt. Doch als plötzlich ihr Ex ins Team aufgenommen wird, wird ihr Alltag zum emotionalen Minenfeld. ...

Inhalt:
Hazel arbeitet als Physiotherapeutin bei der Eishockeymannschaft Vancouver Storm – ein Job, den sie liebt. Doch als plötzlich ihr Ex ins Team aufgenommen wird, wird ihr Alltag zum emotionalen Minenfeld. Um sich gegen alte Wunden zu wappnen und Connor zugleich eins auszuwischen, beginnt sie ein Fake-Dating mit Rory – Connors größtem Rivalen und Starspieler des Teams. Was als Ablenkungsmanöver beginnt, wird schnell zu etwas Ernstem, das Hazel und Rory beide überrascht und herausfordert – nicht nur emotional, sondern auch mit Blick auf alte Ängste, neue Nähe und die Frage, was eigentlich echte Liebe ausmacht.

Meinung:
Dieses Buch hat mich genau dort abgeholt, wo ich bei einer guten Romance landen möchte: mit Herzklopfen, einem leisen Lächeln beim Lesen und einem wohlig warmen Gefühl, wenn sich zwei Figuren glaubhaft ineinander verlieben. Dieser Roman lebt vom Zusammenspiel seiner beiden Hauptfiguren – Hazel und Rory – und davon, wie vielschichtig und greifbar Stephanie Archer sie gestaltet hat. Hazel mochte ich auf Anhieb. Sie ist selbstbewusst, aber nicht unfehlbar, tough, aber nicht unnahbar. Besonders ihre Unsicherheiten im Umgang mit ihrer Mutter und ihr Wunsch, endlich für sich selbst einzustehen, haben sie für mich sehr menschlich gemacht. Dass sie im Laufe der Geschichte nicht nur lernt, wieder zu vertrauen, sondern auch, sich selbst mehr zu lieben, war einer der stärksten Erzählstränge. Rory ist – trotz aller Klischees, die der Eishockeystar mit sich bringen könnte – alles andere als oberflächlich. Er ist geduldig, charmant und genau der Richtige, um Hazel zu zeigen, dass Zuneigung auch auf leisen Sohlen daherkommen kann. Besonders mochte ich, wie offen und ehrlich die beiden miteinander umgehen. Ihre Dialoge sind nicht nur witzig und neckisch, sondern oft auch überraschend tiefgründig. Der Schreibstil ist angenehm leicht, aber mit genau dem richtigen Maß an Emotionalität. Die Autorin weiß, wann sie Tempo rausnehmen und wann sie aufs Gaspedal drücken muss. Die prickelnden Szenen sind definitiv präsent – manchmal fast ein wenig zu sehr im Vordergrund –, aber sie wirken nie fehl am Platz oder überzogen. Stattdessen tragen sie zur Entwicklung der Beziehung bei und unterstreichen die starke Anziehung zwischen den beiden. Kleine Anspielungen auf den ersten Band und Cameos bereits bekannter Figuren machen Lust auf mehr aus dem Vancouver-Storm-Universum.

Fazit:
„The Fake Out“ von Stephanie Archer ist eine mitreißende, charmante Sports-Romance, die weit mehr bietet als heiße Szenen und Fake-Dating-Drama. Hazel und Rory sind ein Paar zum Mitfiebern, das zwischen Herzklopfen, Wunden der Vergangenheit und echtem Vertrauen eine glaubhafte, berührende Liebesgeschichte durchlebt. Eine klare Empfehlung für Fans von gefühlvoller, moderner Romance. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 06.05.2025

Alte Bücher, neue Anfänge

Lighthouse Bookshop
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Inhalt:
In einem abgelegenen Dorf im schottischen Hochland steht ein ungewöhnlicher Leuchtturm – weit entfernt vom Meer, dafür mit einer kleinen, liebevoll geführten Buchhandlung im Inneren. Hier lebt ...

Inhalt:
In einem abgelegenen Dorf im schottischen Hochland steht ein ungewöhnlicher Leuchtturm – weit entfernt vom Meer, dafür mit einer kleinen, liebevoll geführten Buchhandlung im Inneren. Hier lebt Rachel, die vor fünf Jahren auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit einen Neuanfang wagte. Ihr Alltag ist geprägt von Büchern, Tee, schrulligen Stammgästen – und der tiefen Verbundenheit zu dieser besonderen Gemeinschaft. Als der ehemalige Kriegsreporter Toby und die jugendliche Ausreißerin Gilly unerwartet in ihrem Leben auftauchen, beginnt sich vieles zu verändern. Alte Geheimnisse, neue Freundschaften und die Frage, was Familie eigentlich bedeutet, rücken in den Mittelpunkt, während der drohende Verlust des Leuchtturms alles ins Wanken bringt.

Meinung:
Dieses Buch war für mich eine kleine literarische Auszeit – warm, atmosphärisch und überraschend vielschichtig. Was wie ein klassischer Wohlfühlroman beginnt, entfaltet nach und nach eine Tiefe, mit der ich so nicht gerechnet hatte. Besonders beeindruckt hat mich, wie Sharon Gosling ihre Figuren zeichnet: Sie sind keine glattgebügelten Idealbilder, sondern tragen Narben – innere wie äußere – und genau das macht sie so greifbar. Rachel habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ihre Zurückhaltung, ihre Unsicherheit, aber auch ihre stille Stärke wirken absolut authentisch. Sie ist keine Heldin im klassischen Sinne, sondern eine Frau, die nach Jahren endlich irgendwo Wurzeln schlagen will – und dabei ständig mit der Angst lebt, dass alles wieder zerbrechen könnte. Gilly hingegen ist das komplette Gegenteil: laut, schroff, misstrauisch – und gleichzeitig zerbrechlich und auf der Suche nach einem Platz, an dem sie einfach nur sein darf. Zwischen den Zeilen merkt man, wie viel Herzblut in ihrer Geschichte steckt, und ihre Entwicklung war für mich einer der berührendsten Teile des Buches. Auch Toby, der durch den Krieg gezeichnete Journalist, bringt eine stille Tragik mit, die nicht pathetisch, sondern realistisch wirkt. Die Dynamik zwischen ihm und Rachel entwickelt sich langsam und glaubwürdig – keine aufgesetzte Romanze, sondern etwas Zartes, das sich vorsichtig entfaltet. Was mich besonders begeistert hat, ist das Setting. Ein Leuchtturm mitten im Landesinneren – schon das ist ein literarischer Kniff, der sofort neugierig macht. Und der Ort selbst – Newton Dunbar – wirkt so lebendig beschrieben, dass man beim Lesen förmlich den Geruch von alten Büchern, den Geschmack von Shortbread und das Rattern des Regens gegen die dicken Mauern spüren kann. Die Nebenfiguren – ob Edie, die eigenwillige Künstlerin, oder Ezra, der grummelige Ex-Bohrinselarbeiter – sind herrlich schrullig und gleichzeitig tiefgründig. Ihre Streitgespräche sorgen für Humor, ohne ins Alberne abzurutschen. Und auch wenn manche Figuren recht deutlich in „gut“ und „böse“ unterteilt sind (vor allem die Immobilieninvestorin Dora), hat mich das hier nicht gestört. Es passt zur fast märchenhaften Atmosphäre des Romans. Natürlich trägt die Geschichte auch einige Wohlfühlzutaten, die sehr bewusst eingesetzt werden: Gemeinschaft, Vertrauen, zweite Chancen. Aber statt kitschig zu wirken, fühlt sich alles stimmig an – manchmal vielleicht ein Hauch zu rosarot, aber genau das braucht es eben manchmal.

Fazit:
Mit „Lighthouse Bookshop” ist Sharon Gosling ein herzerwärmender, leiser und zugleich bewegender Roman gelungen, der durch seine einzigartigen Figuren, sein besonderes Setting und das feine Gespür für Zwischentöne überzeugt. Wer Geschichten über Neuanfänge, Gemeinschaft und das Heilen alter Wunden liebt, wird sich in Newton Dunbar sofort zuhause fühlen. Ein echtes Wohlfühlbuch mit Seele. Von mir gibt es sehr gute 4,5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 06.05.2025

Alte Bücher, neue Anfänge

Lighthouse Bookshop
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Inhalt:
In einem abgelegenen Dorf im schottischen Hochland steht ein ungewöhnlicher Leuchtturm – weit entfernt vom Meer, dafür mit einer kleinen, liebevoll geführten Buchhandlung im Inneren. Hier lebt ...

Inhalt:
In einem abgelegenen Dorf im schottischen Hochland steht ein ungewöhnlicher Leuchtturm – weit entfernt vom Meer, dafür mit einer kleinen, liebevoll geführten Buchhandlung im Inneren. Hier lebt Rachel, die vor fünf Jahren auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit einen Neuanfang wagte. Ihr Alltag ist geprägt von Büchern, Tee, schrulligen Stammgästen – und der tiefen Verbundenheit zu dieser besonderen Gemeinschaft. Als der ehemalige Kriegsreporter Toby und die jugendliche Ausreißerin Gilly unerwartet in ihrem Leben auftauchen, beginnt sich vieles zu verändern. Alte Geheimnisse, neue Freundschaften und die Frage, was Familie eigentlich bedeutet, rücken in den Mittelpunkt, während der drohende Verlust des Leuchtturms alles ins Wanken bringt.

Meinung:
Dieses Buch war für mich eine kleine literarische Auszeit – warm, atmosphärisch und überraschend vielschichtig. Was wie ein klassischer Wohlfühlroman beginnt, entfaltet nach und nach eine Tiefe, mit der ich so nicht gerechnet hatte. Besonders beeindruckt hat mich, wie Sharon Gosling ihre Figuren zeichnet: Sie sind keine glattgebügelten Idealbilder, sondern tragen Narben – innere wie äußere – und genau das macht sie so greifbar. Rachel habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ihre Zurückhaltung, ihre Unsicherheit, aber auch ihre stille Stärke wirken absolut authentisch. Sie ist keine Heldin im klassischen Sinne, sondern eine Frau, die nach Jahren endlich irgendwo Wurzeln schlagen will – und dabei ständig mit der Angst lebt, dass alles wieder zerbrechen könnte. Gilly hingegen ist das komplette Gegenteil: laut, schroff, misstrauisch – und gleichzeitig zerbrechlich und auf der Suche nach einem Platz, an dem sie einfach nur sein darf. Zwischen den Zeilen merkt man, wie viel Herzblut in ihrer Geschichte steckt, und ihre Entwicklung war für mich einer der berührendsten Teile des Buches. Auch Toby, der durch den Krieg gezeichnete Journalist, bringt eine stille Tragik mit, die nicht pathetisch, sondern realistisch wirkt. Die Dynamik zwischen ihm und Rachel entwickelt sich langsam und glaubwürdig – keine aufgesetzte Romanze, sondern etwas Zartes, das sich vorsichtig entfaltet. Was mich besonders begeistert hat, ist das Setting. Ein Leuchtturm mitten im Landesinneren – schon das ist ein literarischer Kniff, der sofort neugierig macht. Und der Ort selbst – Newton Dunbar – wirkt so lebendig beschrieben, dass man beim Lesen förmlich den Geruch von alten Büchern, den Geschmack von Shortbread und das Rattern des Regens gegen die dicken Mauern spüren kann. Die Nebenfiguren – ob Edie, die eigenwillige Künstlerin, oder Ezra, der grummelige Ex-Bohrinselarbeiter – sind herrlich schrullig und gleichzeitig tiefgründig. Ihre Streitgespräche sorgen für Humor, ohne ins Alberne abzurutschen. Und auch wenn manche Figuren recht deutlich in „gut“ und „böse“ unterteilt sind (vor allem die Immobilieninvestorin Dora), hat mich das hier nicht gestört. Es passt zur fast märchenhaften Atmosphäre des Romans. Natürlich trägt die Geschichte auch einige Wohlfühlzutaten, die sehr bewusst eingesetzt werden: Gemeinschaft, Vertrauen, zweite Chancen. Aber statt kitschig zu wirken, fühlt sich alles stimmig an – manchmal vielleicht ein Hauch zu rosarot, aber genau das braucht es eben manchmal.

Fazit:
Mit „Lighthouse Bookshop” ist Sharon Gosling ein herzerwärmender, leiser und zugleich bewegender Roman gelungen, der durch seine einzigartigen Figuren, sein besonderes Setting und das feine Gespür für Zwischentöne überzeugt. Wer Geschichten über Neuanfänge, Gemeinschaft und das Heilen alter Wunden liebt, wird sich in Newton Dunbar sofort zuhause fühlen. Ein echtes Wohlfühlbuch mit Seele. Von mir gibt es sehr gute 4,5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 07.05.2025

Ein intensives, bewegendes und zutiefst authentisches Buch

Aufstiegskampf
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Inhalt:
In „Aufstiegskampf“ erzählt Lena Cassel ihre ganz persönliche Geschichte – ehrlich, mutig und mitreißend. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen entdeckt sie früh ihre Liebe zum Fußball – ein ...

Inhalt:
In „Aufstiegskampf“ erzählt Lena Cassel ihre ganz persönliche Geschichte – ehrlich, mutig und mitreißend. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen entdeckt sie früh ihre Liebe zum Fußball – ein Ort, an dem sie sich stark fühlt und der ihr Halt gibt. Als queere Frau in einer männerdominierten Sportwelt kämpft sie sich mit Beharrlichkeit, Talent und klarer Haltung in den Journalismus vor. Ihr Weg führt sie von der vermeintlichen Reservebank in der Archiv-Redaktion bis vor die Kameras großer Sportsendungen. Offen spricht sie über Herausforderungen, Ausgrenzung und Selbstzweifel – aber auch über erste Liebe, Verlust und das Gefühl, sich immer wieder behaupten zu müssen. Lena Cassels Geschichte ist dabei nicht nur ihr ganz persönlicher Aufstiegskampf, sondern auch ein Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen – und eine Hommage an den Fußball als Kraftquelle, Heimat und Bühne der Vielfalt.

Meinung:
Dieses Buch hat mich nicht nur berührt – es hat mich in vielen Momenten richtig gepackt. Als jemand, die selbst mit dem Ball groß geworden ist und davon träumt, irgendwann in der Fußballberichterstattung zu arbeiten, war dieses Buch für mich weit mehr als eine Biografie: Es war ein Spiegel, ein Mutmacher, ein Weckruf. Lena Cassel schreibt mit einer Klarheit und Offenheit, die mich oft schlucken ließ. Ihre Geschichte ist keine Heldenreise im klassischen Sinn, sondern ein ehrlicher, verletzlicher und gleichzeitig kämpferischer Bericht einer Frau, die sich weder in die zweite Reihe drängen noch die eigene Stimme leiser stellen lässt. Die Anekdoten aus ihrer Kindheit – etwa die Nächte allein mit ihrer Schwester, während die Mutter arbeitete – geben ihrem Weg eine emotionale Tiefe, die weit über sportliche Erfolge hinausgeht. Besonders eindrücklich fand ich ihre Beschreibung der eigenen Queerness und der ersten Liebe – das war so mutig und so wichtig. Und ja: Ich habe mich in vielen Momenten wiedererkannt. In dem Gefühl, als Mädchen im Fußball unterschätzt zu werden. In der Sehnsucht, ernst genommen zu werden, nicht als „zu laut“ oder „zu viel“ abgestempelt zu werden, sondern einfach man selbst sein zu dürfen. Lena zeigt mit jeder Seite: Authentizität ist keine Schwäche, sondern Stärke. Dass sie heute eine prominente Stimme im Sportjournalismus ist, fühlt sich beim Lesen nicht wie ein Zufall, sondern wie ein hart erkämpfter Sieg an – und genau darin liegt die Inspiration. Ihre Geschichte ist ein Beweis dafür, dass Herkunft, Gender oder sexuelle Orientierung keine Hindernisse sein dürfen, sondern Vielfalt eine Bereicherung ist. Und dass man sich Gehör verschaffen kann – mit Haltung, Herz und Entschlossenheit.

Fazit:
„Aufstiegskampf: Vom Seitenrand in die Primetime“ von Lena Cassel ist ein intensives, bewegendes und zutiefst authentisches Buch. Es erzählt nicht nur vom persönlichen Werdegang einer Sportjournalistin, sondern vom Kampf um Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung – im Fußball und darüber hinaus. Für junge Frauen wie mich, die selbst eine Zukunft in der Fußballberichterstattung anstreben, ist Lena Cassel eine echte Inspiration. Dieses Buch berührt, bestärkt und motiviert – und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.