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Veröffentlicht am 06.05.2025

Eine gelungene Fortsetzung

Diviners – Die dunklen Schatten der Träume
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Inhalt:
Im Jahr 1927 hat die junge Evie O’Neill, die durch ihre besondere Gabe, Geheimnisse von Gegenständen zu entlocken, berühmt geworden ist, eine eigene Radioshow und genießt die Aufmerksamkeit als ...

Inhalt:
Im Jahr 1927 hat die junge Evie O’Neill, die durch ihre besondere Gabe, Geheimnisse von Gegenständen zu entlocken, berühmt geworden ist, eine eigene Radioshow und genießt die Aufmerksamkeit als America’s Sweetheart. Doch während sie das Rampenlicht und ihre neugewonnene Berühmtheit auskostet, geht in New York ein geheimnisvolles Unheil um. Eine rätselhafte Schlafkrankheit befällt immer mehr Menschen, und niemand kann die Ursache finden. Die einzige Hoffnung ruht auf den „Diviners“, einer Gruppe mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Um die Krankheit zu stoppen, müssen sie in die Träume der Menschen eindringen, doch was sie dort entdecken, ist weit grausiger als erwartet.

Meinung:
Die Geschichte rund um Evie O’Neill und ihre Freunde geht in diesem Band deutlich tiefer. Anfangs war ich etwas unsicher, weil der Einstieg nicht so rasant war, wie ich es mir erhofft hatte. Doch sobald ich mich wieder in die Welt der Diviners hineingefunden hatte, wurde ich von der Atmosphäre und den Entwicklungen regelrecht gefesselt. Evie selbst bleibt eine komplexe, nicht immer sympathische Protagonistin. Ihre Unreife und der Egoismus, den sie im Umgang mit ihren Freunden an den Tag legt, sorgen für interessante, aber auch zermürbende Momente. Trotz ihres Ruhms und Erfolgs scheint sie zunehmend isoliert zu werden, was die Geschichte emotional intensiviert. Die mysteriöse Schlafkrankheit ist ein faszinierendes und gruseliges Element, das sich durch die ganze Geschichte zieht und zu einer wahrhaft düsteren und spannungsgeladenen Atmosphäre beiträgt. Die Idee, dass die Diviners in die Träume der Betroffenen eindringen müssen, öffnet Türen zu traumhaften und zugleich alptraumhaften Welten, in denen die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwimmen. Das bringt eine ganz neue Dimension in die Erzählung und macht die Reise für mich als Leserin noch packender. Was mir besonders gefallen hat, ist die weiterentwickelte Charakterzeichnung. Figuren wie Theta und Henry, die im ersten Band eher Randfiguren waren, treten nun stärker in den Vordergrund. Ihre Geschichten sind bewegend und bringen eine tiefere, oft traurige Note in die Erzählung. Auch die Beziehung zwischen den Charakteren wird zunehmend komplizierter und zeigt, wie viel der Ruhm von Evie und die Geheimnisse der anderen zu zerreißen drohen. Die Mischung aus historischer Genauigkeit, übernatürlichen Elementen und tiefgründigen, oft auch dunklen Themen macht das Buch zu einer Lesereise, die mehr zu bieten hat als nur die eigentliche Krimihandlung. Natürlich ist es nicht immer einfach, die verschiedenen Erzählstränge und Charaktere zu verfolgen, aber der Schreibstil von Libba Bray – langsam, atmosphärisch und von einer fast filmischen Qualität – lässt einen dennoch nie den Faden verlieren.

Fazit:
„Die dunklen Schatten der Träume“ ist eine gelungene Fortsetzung der „Diviners“-Reihe, die mit einer spannenden, geheimnisvollen Handlung und einer tiefergehenden Charakterentwicklung überzeugt. Die Atmosphäre der 1920er Jahre wird meisterhaft eingefangen, und die übernatürlichen Elemente fügen sich nahtlos in die düstere Geschichte ein. Zwar gibt es an einigen Stellen längere Passagen, in denen die Handlung etwas stockt, doch der packende Verlauf und die emotionalen Momente machen das wieder wett. Eine klare Empfehlung für alle, die historische Fantasie mit düsteren Geheimnissen und komplexen Charakteren mögen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 06.05.2025

Sie will niemanden lieben. Nicht einmal Titus. Vor allem nicht Titus.

Your Eyes on Me – Based on Alexa's True Story
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Inhalt:
Alea liebt ihren Plus-Size-Körper und lebt dies auf ihrem Body-Positivity-Account aus, wo sie durch ihre Follower gestärkt wird, sich mit ihrer schwierigen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Doch ...

Inhalt:
Alea liebt ihren Plus-Size-Körper und lebt dies auf ihrem Body-Positivity-Account aus, wo sie durch ihre Follower gestärkt wird, sich mit ihrer schwierigen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Doch der Frieden, den sie im virtuellen Raum gefunden hat, wird immer wieder durch die Realität erschüttert. Besonders, als der Fitness-Influencer Titus in ihre WG zieht. Er ist das komplette Gegenteil von ihr – optimiert seinen Körper und lebt in der Welt der perfekten Fitness-Posts. Zunächst begegnet Alea ihm mit Skepsis und Abwehr, doch nach und nach kommen die beiden sich näher. Inmitten von Spannungen und Missverständnissen entwickeln sich Gefühle, und beide müssen lernen, mit ihren eigenen Unsicherheiten umzugehen.

Meinung:
Die Geschichte um Alea und Titus hat mich emotional bewegt. Die Themen rund um Body Positivity und Selbstakzeptanz sind so wichtig und werden hier auf eine sehr authentische und aufrichtige Weise behandelt. Alea ist eine starke Protagonistin, die sich nicht nur mit ihrem Körper, sondern auch mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt, und ihre Reise zur Selbstakzeptanz ist inspirierend. Titus, der auf den ersten Blick so gar nicht zu ihr zu passen scheint, hat ebenfalls eine vielschichtige Geschichte, die sich im Laufe des Buches wunderbar entfaltet. Besonders gefallen haben mir die liebevoll gestalteten Nebencharaktere und die WG, die wie eine Ersatzfamilie für Alea fungiert. Ihre Unterstützung und der Zusammenhalt waren ein schönes Fundament in der Geschichte. Die Lovestory zwischen Alea und Titus ist zart, aber spürbar, und es war aufregend zu verfolgen, wie sich zwischen den beiden langsam eine tiefere Verbindung aufbaut. Die Mischung aus Spannung, Gefühl und einer positiven Botschaft hat das Buch für mich sehr bereichernd gemacht.

Fazit:
„Your eyes on me“ von Leonie Lastella ist eine berührende Geschichte über Selbstakzeptanz und Body Positivity. Alea und Titus sind vielschichtige Charaktere, deren Entwicklung gut nachvollziehbar ist. Obwohl die Lovestory etwas mehr Tiefe hätte vertragen können, überzeugt das Buch durch starke Nebencharaktere und eine wertvolle Botschaft. Insgesamt ein emotionales Leseerlebnis, das ich mit 4 von 5 Sternchen bewerte.

Veröffentlicht am 06.05.2025

Ein glanzvoller Winter in Athen und großes Herzklopfen…

Winterzauber in Athen
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Inhalt:
Jen will ihren Freund David zu Weihnachten überraschen und fliegt spontan nach Athen. Doch als sie dort ankommt, muss sie feststellen, dass er sie belogen hat. Am Boden zerstört und enttäuscht ...

Inhalt:
Jen will ihren Freund David zu Weihnachten überraschen und fliegt spontan nach Athen. Doch als sie dort ankommt, muss sie feststellen, dass er sie belogen hat. Am Boden zerstört und enttäuscht von der Situation, kann sie keinen Flug zurück nach London finden. Sie trifft auf den charismatischen Astro, der in einer kleinen Bar arbeitet und sich bereit erklärt, sie durch die festlich geschmückte Stadt zu führen. Während Jen sich langsam von ihrem Herzschmerz erholt, wächst zwischen ihr und Astro eine zarte Verbindung, die ihre Ansichten über Weihnachten und das Leben grundlegend verändert.

Meinung:
Die Geschichte hat mich auf eine besondere Reise mitgenommen, die mich erst skeptisch, dann zunehmend verzaubert hat. Anfangs war ich unsicher, ob Athen der richtige Ort für eine weihnachtliche Erzählung sein kann, doch die Autorin hat es geschafft, die griechische Hauptstadt in ein wahrhaft festliches Licht zu tauchen. Besonders die bildhaften Beschreibungen der Stadt, die im Glanz von Lichtern erstrahlt und in der winterliche Stimmung einzieht, haben mich überzeugt. Jen ist eine Figur, mit der ich mich gut identifizieren konnte, vor allem aufgrund ihrer Leidenschaft für Weihnachten und ihrer Arbeit. Doch was mir besonders gefallen hat, war ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte. Sie wächst an den Herausforderungen, die sie mit David und in ihrer eigenen Beziehung hat. Auch Astro, der Weihnachtsmuffel mit einer traurigen Geschichte, ist ein Charakter, der mir ans Herz gewachsen ist. Besonders der Humor, den die Autorin in die Dialoge einfließen lässt, sorgt für den nötigen Ausgleich zu den ernsteren Momenten. Die Dynamik zwischen Jen und Astro ist authentisch, und ihre langsame Annäherung hat mich sehr berührt. Trotz kleiner Vorhersehbarkeiten konnte mich die Geschichte an vielen Stellen überraschen und mitreißen.

Fazit:
„Winterzauber in Athen“ von Mandy Baggot ist eine herzliche und unterhaltsame Weihnachtsgeschichte, die mit einer ungewöhnlichen Kulisse und charmanten Charakteren überzeugt. Die Entwicklung der Hauptfiguren und die winterliche Atmosphäre machen das Buch zu einer perfekten Lektüre für die festliche Zeit. Obwohl die Handlung an manchen Stellen vorhersehbar war, hat die Geschichte insgesamt eine wohltuende Wärme vermittelt. Eine klare Empfehlung für Fans von romantischen Wohlfühlromanen. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 06.05.2025

Eein äußerst empfehlenswerter Ratgeber

Alles, was du übers Freunde finden wissen musst
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Inhalt:
In diesem Buch geht es um das Thema Freundschaft und wie man sie erfolgreich aufbaut, insbesondere in einer Zeit, in der immer mehr Menschen mit Einsamkeit und dem Mangel an tiefgründigen Beziehungen ...

Inhalt:
In diesem Buch geht es um das Thema Freundschaft und wie man sie erfolgreich aufbaut, insbesondere in einer Zeit, in der immer mehr Menschen mit Einsamkeit und dem Mangel an tiefgründigen Beziehungen kämpfen. Felix Wunnike, Wirtschaftspsychologe, beleuchtet wissenschaftlich fundierte Aspekte der sozialen Interaktion und kombiniert diese mit praktischen Tipps. Er geht auf verschiedene Themen wie Körpersprache, Selbstbewusstsein, Kommunikation und den gezielten Einsatz von sozialen Medien ein. Ziel des Buches ist es, den Lesenden zu helfen, authentische und langfristige Freundschaften zu schließen und bestehende Bekanntschaften zu vertiefen – sowohl offline als auch online.

Meinung:
Dieses Buch ist ein absolut wertvoller Ratgeber, der nicht nur für junge Erwachsene, sondern für alle, die ihre sozialen Fähigkeiten verbessern möchten, geeignet ist. Besonders gefallen hat mir die Mischung aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen, leicht umsetzbaren Tipps. Felix Wunnike schafft es, das Thema Freundschaft aus einer psychologischen Perspektive zu beleuchten und trotzdem sehr nahbar und verständlich zu bleiben. Die Actionsteps, die nach jedem Kapitel zu finden sind, motivieren einen, aktiv zu werden und die Theorie in die Praxis umzusetzen. Was ich besonders geschätzt habe, ist, dass der Autor viele persönliche Anekdoten und eigene Erfahrungen einfließen lässt. Das macht das Buch authentisch und zeigt, dass er das Thema selbst durchlebt hat. Seine Offenheit, auch über die eigenen Zweifel und Herausforderungen zu sprechen, macht ihn sehr sympathisch. Besonders spannend fand ich das Kapitel über die Nutzung von sozialen Medien, um echte Freundschaften zu knüpfen. In einer digitalen Welt, in der echte zwischenmenschliche Verbindungen oft auf der Strecke bleiben, ist dieser Ansatz besonders wichtig. Einzig ein kleiner Kritikpunkt ist, dass der Fokus teilweise stärker auf Netzwerken und beruflichen Aspekten von Freundschaften liegt. In manchen Abschnitten habe ich mir mehr vertiefte Gedanken über das Thema „Echte Freundschaften“ gewünscht, die über den beruflichen Nutzen hinausgehen. Dennoch bleibt das Buch insgesamt ein sehr hilfreicher und aufschlussreicher Leitfaden für alle, die ihre sozialen Beziehungen auf die nächste Stufe heben möchten.

Fazit:
„Alles, was du übers Freunde finden wissen musst“ von Felix Wunnike ist ein äußerst empfehlenswerter Ratgeber, der auf praxisnahe Weise dabei hilft, Freundschaften aufzubauen und zu pflegen. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus fundiertem Wissen und persönlichem Input des Autors. Obwohl der Fokus manchmal etwas auf Netzwerken und beruflichen Beziehungen liegt, bleibt das Buch eine wertvolle Lektüre für alle, die sich in einer zunehmend digitalen und einsamen Welt nach echten Verbindungen sehnen. Eine klare Empfehlung mit 4 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 06.05.2025

Ein packendes Jugendbuch

Hass+Liebe
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Inhalt:
Lara ist 15 Jahre alt und auf der Suche nach Orientierung in einem verwirrenden Umfeld. Als der neue Mitschüler Finn in ihre Klasse kommt, verliebt sie sich in ihn und glaubt, in seiner Liebe die ...

Inhalt:
Lara ist 15 Jahre alt und auf der Suche nach Orientierung in einem verwirrenden Umfeld. Als der neue Mitschüler Finn in ihre Klasse kommt, verliebt sie sich in ihn und glaubt, in seiner Liebe die Antworten auf ihre Fragen gefunden zu haben. Doch bald merkt sie, dass Finns Weltanschauung von Vorurteilen und Rassismus geprägt ist, was sie zunächst nicht wahrhaben will. Mit der Zeit erkennt Lara die gefährliche Entwicklung und steht vor der schwierigen Frage, ob sie die drohende Katastrophe noch aufhalten kann, bevor es zu spät ist.

Meinung:
Bücher aus der „Plus-Reihe“ des BVK Buch Verlag Kempen punkten mit starken Themen und spannenden Inhalten. Kurze Sätze und ein einfacher Schreibstil erleichtern Jugendlichen ab 14 Jahren das Lesen. „Hass+Liebe“ zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie verletzlich junge Menschen in ihrer Suche nach Identität und Zugehörigkeit sein können. Besonders beeindruckt hat mich, wie Lara sich für Finn öffnet und ihm vertraut, ohne die tiefgehenden Auswirkungen seiner Überzeugungen zu hinterfragen – eine typische, aber auch sehr nachvollziehbare Reaktion in diesem Alter. Der Autor schafft es, Laras inneren Konflikt zwischen der Liebe zu Finn und ihrem eigenen moralischen Kompass realistisch darzustellen. Ihre Entwicklung von der Verliebtheit hin zu einem klareren Blick auf die problematischen Aspekte in Finns Weltanschauung zeigt, wie wichtig es ist, für sich selbst einzutreten und sich nicht von äußeren Einflüssen zu sehr blenden zu lassen. Marcel Rau hat eine interessante Balance zwischen persönlicher und gesellschaftlicher Perspektive gefunden, was das Buch nicht nur zu einer emotionalen, sondern auch zu einer lehrreichen Lektüre macht. Allerdings ist der Erzählstil ein wenig sperrig, und ich hätte mir an einigen Stellen eine etwas feinere Ausarbeitung der Charaktere gewünscht. Besonders bei Finn hätte ich mir mehr Hintergrund und Tiefe gewünscht, um seine Überzeugungen und den Weg, wie er Lara beeinflusst, besser nachzuvollziehen. Trotz dieser kleinen Schwächen gibt das Buch wertvolle Impulse und regt zu wichtigen Diskussionen an, besonders in Bezug auf Rassismus, Vorurteile und die Bedeutung von Liebe in einer zunehmend polarisierten Welt.

Fazit:
„Hass+Liebe“ von Marcel Rau ist ein packendes Jugendbuch, das die Themen Liebe, Identität und gesellschaftliche Herausforderungen aufgreift. Besonders gelungen ist die Darstellung von Laras innerem Konflikt und ihrer Entwicklung in einer zunehmend komplexen Welt. Auch wenn der Schreibstil manchmal etwas hölzern wirkt, ist das Buch insgesamt eine bereichernde Lektüre, die zu wichtigen Gesprächen anregt. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen.