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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2025

Ein spannender und warmherziger Reihenauftakt

Princess Mysteries – Krone, Küsse und andere Katastrophen
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Inhalt:
Liara besucht ein traditionsreiches Internat in den schottischen Highlands – ein Ort, den sie bisher mit schönen Erinnerungen verbindet. Doch seit ihre beste Freundin ins Ausland gegangen ist, ...

Inhalt:
Liara besucht ein traditionsreiches Internat in den schottischen Highlands – ein Ort, den sie bisher mit schönen Erinnerungen verbindet. Doch seit ihre beste Freundin ins Ausland gegangen ist, fühlt sie sich dort fremd und allein. Als dann auch noch die neue Mitbewohnerin Viola einzieht, ist das Chaos perfekt: Viola ist hochnäsig, herrisch und scheint sich für etwas Besseres zu halten. Aber hinter der Fassade verbirgt sich mehr. Liara entdeckt, dass Viola tatsächlich eine echte Prinzessin ist – auf der Flucht vor einem alten Fluch, der bald auch Liaras Leben auf den Kopf stellt. Zwischen Geheimnissen, einer aufkeimenden Freundschaft und ersten Gefühlen für ihren Schwarm Tom muss Liara lernen, dass manche Dinge nicht immer das sind, was sie scheinen.

Meinung:
Das Buch hat mich sofort durch seine Mischung aus Internatsleben, royalen Geheimnissen und leiser Magie angesprochen. Der Einstieg gelingt locker, ohne viel Vorgeplänkel, und der Schreibstil ist flüssig, klar und altersgerecht – aber auch für ältere Lesende durchaus charmant. Die Geschichte wird komplett aus Liaras Sicht erzählt, was ihre Gefühle und Gedanken sehr greifbar macht. Ihre Unsicherheit, ihr Wunsch nach Zugehörigkeit und die ersten zarten Anflüge von Verliebtheit werden authentisch und mit viel Feingefühl beschrieben. Viola ist anfangs schwer zu ertragen – ihre arrogante Art wirkt überzogen, fast komisch. Aber gerade das macht ihren Wandel im Laufe der Geschichte glaubwürdig. Je mehr man über sie erfährt, desto mehr versteht man ihr Verhalten. Die wachsende Freundschaft zwischen den beiden Mädchen ist für mich das emotionale Herz des Buches. Es geht nicht nur darum, zusammen ein Rätsel zu lösen, sondern auch darum, sich gegenseitig zu sehen und zu akzeptieren. Der Fluch bringt Spannung und ein wenig Mystery, ohne dass das Buch zu düster wird. Es bleibt stets leichtfüßig und unterhaltsam – manchmal fast zu sehr. Einige Konflikte werden schnell gelöst oder eher oberflächlich behandelt. Besonders gegen Ende hätte ich mir mehr Tiefe und Überraschung gewünscht. Trotzdem: Die Geschichte macht Spaß, hat Witz, Herz und ein wunderbar atmosphärisches Setting. Kelpie Castle ist lebendig beschrieben und erinnert ein wenig an klassische Internatsgeschichten, aber mit einem modernen, magischen Twist.

Fazit:
„Princess Mysteries: Krone, Küsse und andere Katastrophen“ von Marliese Arold ist ein spannender und warmherziger Reihenauftakt, der Freundschaft, erste Liebe und ein kleines bisschen Magie zu einer unterhaltsamen Geschichte verbindet. Die Figuren sind lebendig und entwickeln sich auf glaubhafte Weise weiter, auch wenn nicht alle Handlungsstränge voll ausgereizt werden. Trotzdem: Das Buch macht neugierig auf mehr, besonders auf das, was Viola und Liara im nächsten Band noch erwartet. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternchen und freue mich auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 07.05.2025

Sie will ein ganz normales Leben führen. Er will in die Elite Oslos aufsteigen.

Golden Heritage (Crumbling Hearts, Band 2)
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Inhalt:
Ellinor Skogen ist die Erbin des renommierten Osloer Keksunternehmens KOSGEN, doch sie hat sich immer hinter einer falschen Identität versteckt, um ein normales Leben zu führen. Bei ihrem Einstieg ...

Inhalt:
Ellinor Skogen ist die Erbin des renommierten Osloer Keksunternehmens KOSGEN, doch sie hat sich immer hinter einer falschen Identität versteckt, um ein normales Leben zu führen. Bei ihrem Einstieg in die Firma, nach Jahren der Abgeschiedenheit und des Versteckens, trifft sie unerwartet auf ihren ehemaligen besten Freund Lucas. Dieser hatte sich damals von ihr abgewendet, als er ihre wahre Herkunft herausfand. Nun schlägt er ihr einen Deal vor: Er hilft ihr, in der Unternehmenswelt Selbstbewusstsein zu entwickeln, wenn sie ihm im Gegenzug Zugang zur High Society Oslos verschafft. Doch die Spannung zwischen den beiden ist unübersehbar und weckt alte Gefühle, die sie nicht so einfach ignorieren können.

Meinung:
„Golden Heritage“ ist für mich eine herrlich unterhaltsame und emotional geladene Geschichte. Besonders die Charaktere, Ellinor und Lucas, haben mich sofort für sich gewonnen. Ellinor ist ein Charakter, den man nur mögen kann – sie ist schüchtern, zurückhaltend, aber gleichzeitig voller Herz und so authentisch, dass ich mit ihr mitfühlen konnte. Ihre Entwicklung, wie sie sich Schritt für Schritt selbstbewusster und stärker durch die Herausforderungen kämpft, war ein echtes Highlight für mich. Ich habe ihre Reise zur Selbstfindung sehr geschätzt und fand es spannend, sie dabei zu begleiten. Lucas war anfangs eher der unnahbare Typ, der seine Emotionen hinter einer harten Fassade verbarg. Doch mit der Zeit zeigte sich auch bei ihm eine weiche Seite, die die Chemie zwischen den beiden noch intensiver machte. Die Liebesgeschichte zwischen Ellinor und Lucas war unglaublich intensiv. Die Funken flogen zwischen den beiden, und ich konnte ihre Spannungen und Gefühle richtig spüren. Was ich besonders mochte, war die Tatsache, dass sich ihre Beziehung langsam und organisch entwickelte. Es war nicht sofort alles perfekt, sondern sie mussten erst ihre Vergangenheit und ihre eigenen Unsicherheiten überwinden, bevor sie wirklich zueinander fanden. Für mich war das ein wesentlicher Bestandteil des Buches, der die Geschichte so authentisch machte. Das Setting in Oslo und das exklusive Umfeld der High Society waren gut gewählt, um die Dramatik und den Glanz zu unterstreichen. Ich konnte mich wunderbar in die Atmosphäre hineinversetzen und genoss die aufregenden Momente bei Gala-Events und in der Welt der Reichen und Schönen. Die Nebenfiguren haben der Geschichte zusätzliche Tiefe verliehen, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, dass diese Beziehungen noch weiter ausgebaut worden wären.

Fazit:
„Golden Heritage“ von Carolin Wahl ist eine spannende und emotionale Geschichte über Selbstfindung, Liebe und Vertrauen. Die Entwicklung der beiden Hauptcharaktere, Ellinor und Lucas, hat mich besonders berührt. Die Geschichte ist wunderbar erzählt, der Schreibstil ist angenehm und flüssig, und die Liebesgeschichte ist intensiv und glaubwürdig. Zwar gab es kleinere Schwächen, etwa bei der Ausarbeitung der Nebenfiguren und einem offenen Ende, aber insgesamt hat das Buch mein Herz erobert. Ich gebe diesem zweiten Band der „Crumbling Hearts“-Reihe 4 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 07.05.2025

Er will seinem Erbe entfliehen. Sie will ihres finden.

Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)
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Inhalt:
Aleksander Skogen lebt in einer Welt des Luxus und der Öffentlichkeit – mit Pferderennen in Ascot, einem Studium in Cambridge und Formel 1 in Monaco. Doch nach einem Skandal muss er untertauchen, ...

Inhalt:
Aleksander Skogen lebt in einer Welt des Luxus und der Öffentlichkeit – mit Pferderennen in Ascot, einem Studium in Cambridge und Formel 1 in Monaco. Doch nach einem Skandal muss er untertauchen, um dem Medienrummel zu entkommen. So wird er auf eine Trekkingtour in die Wildnis Norwegens geschickt – geführt von Norah Svendsen. Norah lebt ganz anders: Sie führt mit ihren Großeltern ein kleines Wanderunternehmen und ist in ihrer eigenen Welt verwurzelt. Die beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen aufeinander und sind gezwungen, sich miteinander auseinanderzusetzen. Während der Tour entwickeln sich tiefe Gefühle zwischen ihnen, doch Norah ist skeptisch, da Aleksander bald wieder in sein Leben als Erbe der Kosgen-Keksdynastie zurückkehren wird.

Meinung:
„Skogen Dynasty“ ist eine Geschichte, die mich in vielerlei Hinsicht berührt hat. Besonders die langsame und authentische Entwicklung der Beziehung zwischen Norah und Aleksander hat mich gefesselt. Die Charaktere sind tiefgründig und menschlich – Aleksander, der hinter der Fassade des verwöhnten Erben einen verletzlichen jungen Mann verbirgt, und Norah, die sich nach dem Verlust ihrer Eltern und der Verantwortung für das Unternehmen ihrer Großeltern kämpferisch zeigt, aber gleichzeitig von Selbstzweifeln geplagt wird. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Art und Weise, wie die Autorin die verschiedenen Welten, in denen die beiden leben, miteinander verbindet: die Idylle der norwegischen Wildnis und der Luxus der High Society. Der Slow-Burn-Aspekt der Geschichte passt perfekt zu den beiden Protagonisten. Es war kein schneller Sturz in die Liebe, sondern eine Entwicklung, die mit Rückschlägen, Missverständnissen und persönlichen Auseinandersetzungen einherging – was die Geschichte so realistisch und emotional gemacht hat. Besonders die Wechselwirkung der beiden Charaktere, ihre Gespräche und die tiefere Auseinandersetzung mit ihren eigenen Ängsten und Hoffnungen, fand ich sehr ansprechend. Die Landschaftsbeschreibungen Norwegens haben mich ebenfalls sehr angesprochen und eine wunderbare Atmosphäre geschaffen. Allerdings gab es Momente, in denen mich Norahs Verhalten etwas frustriert hat. Ihre wiederholte Zurückhaltung, sich den eigenen Gefühlen zu stellen, wirkte an einigen Stellen etwas zu langwierig. Doch gerade dieser Konflikt, den sie mit sich selbst ausfechtet, trägt zur Charakterentwicklung bei und zeigt ihre innere Zerrissenheit. Es war auch schön zu sehen, wie sich Aleksander von einem scheinbar arroganten „reichen Jungen“ zu einem Menschen entwickelt, der Verantwortung übernimmt und für seine Gefühle kämpft.

Fazit:
„Skogen Dynasty“ von Carolin Wahl ist ein starker Auftakt der „Crumbling Hearts“-Reihe, der mich mit einer authentischen Slow-Burn-Romance, emotionalen Höhen und Tiefen sowie einer faszinierenden Kulisse in Norwegen überzeugt hat. Die Charaktere sind sympathisch und vielschichtig, auch wenn Norah mich zum Ende hin etwas enttäuscht hat. Der Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch, die Liebesgeschichte entwickelt sich realistisch und einfühlsam. Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen der Reihe und die Geschichten der anderen Charaktere. Insgesamt gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 06.05.2025

Sie ist die Einizige, die er will. Und die Einzige, die er nicht haben kann.

The Striker
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Inhalt:
Asher Donovan, gefeierter Fußballstar und Liebling der Premier League, sieht sich mit einer Krise konfrontiert: Sein Ruf leidet durch Skandale, und sein neues Team verliert die Meisterschaft wegen ...

Inhalt:
Asher Donovan, gefeierter Fußballstar und Liebling der Premier League, sieht sich mit einer Krise konfrontiert: Sein Ruf leidet durch Skandale, und sein neues Team verliert die Meisterschaft wegen eines Streits zwischen ihm und seinem Rivalen Vincent DuBois. Die beiden werden zu einem gemeinsamen Sommertraining verdonnert – ausgerechnet unter der Leitung von Scarlett DuBois, Vincents Schwester und einer faszinierenden Frau, die Asher zuvor in einer Bar getroffen hat. Zwischen Trainingseinheiten, Geheimnissen und der wachsenden Anziehung zwischen Asher und Scarlett stehen jedoch nicht nur familiäre Bande, sondern auch die Presse im Weg.

Meinung:
Diese Sports Romance hat mich auf mehreren Ebenen positiv überrascht, auch wenn es nicht ganz meinen Erwartungen entsprach. Ana Huang versteht es hervorragend, ihren Figuren Leben einzuhauchen. Asher Donovan ist mehr als nur der typische heiße Sportler, denn er hat Ecken und Kanten, die ihn interessant machen. Seine verletzliche Seite, die unter der Fassade des unantastbaren Fußballstars verborgen liegt, verleiht ihm Tiefe. Scarlett ist eine Protagonistin, die Stärke und Verletzlichkeit gleichermaßen verkörpert. Ihre Schlagfertigkeit und ihre Unabhängigkeit machen sie sympathisch, während ihre körperlichen und emotionalen Wunden sie sehr menschlich wirken lassen. Die Chemie zwischen den beiden ist unbestreitbar. Von den ersten Begegnungen in der Bar bis zu den intensiven Momenten während des Trainings konnte ich die wachsende Anziehung und die Spannung zwischen ihnen deutlich spüren. Ana Huang beschreibt diese Dynamik mit einer solchen Intensität, dass es schwerfällt, das Buch aus der Hand zu legen. Besonders gefallen hat mir, wie die Beziehung nicht nur auf körperlicher Anziehung basiert, sondern auch auf einer emotionalen Verbindung, die durch gemeinsame Erlebnisse und gegenseitiges Verständnis entsteht. Trotzdem hatte ich auch ein paar Schwierigkeiten mit dem Buch. Als großer Fan von Sports Romance hatte ich erwartet, dass der Fußball stärker in die Handlung eingebunden wird. Zwar wird Asher als weltbekannter Spieler beschrieben, und sein Konflikt mit Vincent bringt ein wenig von der Dynamik des Sports ein, doch darüber hinaus fehlt die Präsenz von Spielen, Trainingseinheiten oder allgemein der Sportwelt. Es fühlte sich fast so an, als wäre das Fußballthema eher ein Hintergrundelement, um die Liebesgeschichte zu rahmen, statt ein integraler Bestandteil der Handlung zu sein. Das war enttäuschend, vor allem weil das Genre „Sports Romance“ genau dies impliziert. Ein weiterer Aspekt, der mich etwas gestört hat, waren die vielen erotischen Szenen. Zwar waren diese gut geschrieben und fügten sich nahtlos in die Geschichte ein, doch sie nahmen so viel Raum ein, dass andere Aspekte der Handlung – wie die Entwicklung der Nebenfiguren oder die Konflikte rund um Scarletts Vergangenheit – in den Hintergrund rückten. Weniger Szenen dieser Art hätten die Geschichte meiner Meinung nach stärker gemacht, weil so mehr Platz für emotionale Tiefe und die sportliche Komponente geblieben wäre. Trotz dieser Kritikpunkte habe ich das Buch genossen. Der Schreibstil von Ana Huang ist leicht und fesselnd, sodass die über 600 Seiten schnell verflogen sind. Auch die Nebenfiguren wie Vincent oder Carina und Brooklyn wurden gut genug charakterisiert, um die Geschichte zu bereichern, ohne die Hauptfiguren zu überstrahlen. Besonders neugierig bin ich auf Vincents Geschichte im zweiten Teil der Reihe, da er als Nebenfigur viel Potenzial zeigt. Insgesamt ist „The Striker“ ein Buch, das seine Stärken vor allem in der intensiven Liebesgeschichte und den gelungenen Charakteren hat. Für Lesende, die sich von einer prickelnden Romanze begeistern lassen können, ist es absolut empfehlenswert. Wer allerdings auf eine starke Integration des Sportthemas hofft, könnte wie ich ein wenig enttäuscht werden.

Fazit:
„The Striker“ von Ana Huang überzeugt mit einer fesselnden Liebesgeschichte, charmanten Charakteren und einem lockeren Schreibstil. Für mich als Fan von Sports Romance war jedoch der fehlende Fokus auf den Sport eine Schwäche, die das Lesevergnügen etwas geschmälert hat. Wer erotische Romane mit intensiven Beziehungen und dynamischen Figuren mag, wird hier gut unterhalten. Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 06.05.2025

Sie ist die Einizige, die er will. Und die Einzige, die er nicht haben kann.

The Striker
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Inhalt:
Asher Donovan, gefeierter Fußballstar und Liebling der Premier League, sieht sich mit einer Krise konfrontiert: Sein Ruf leidet durch Skandale, und sein neues Team verliert die Meisterschaft wegen ...

Inhalt:
Asher Donovan, gefeierter Fußballstar und Liebling der Premier League, sieht sich mit einer Krise konfrontiert: Sein Ruf leidet durch Skandale, und sein neues Team verliert die Meisterschaft wegen eines Streits zwischen ihm und seinem Rivalen Vincent DuBois. Die beiden werden zu einem gemeinsamen Sommertraining verdonnert – ausgerechnet unter der Leitung von Scarlett DuBois, Vincents Schwester und einer faszinierenden Frau, die Asher zuvor in einer Bar getroffen hat. Zwischen Trainingseinheiten, Geheimnissen und der wachsenden Anziehung zwischen Asher und Scarlett stehen jedoch nicht nur familiäre Bande, sondern auch die Presse im Weg.

Meinung:
Diese Sports Romance hat mich auf mehreren Ebenen positiv überrascht, auch wenn es nicht ganz meinen Erwartungen entsprach. Ana Huang versteht es hervorragend, ihren Figuren Leben einzuhauchen. Asher Donovan ist mehr als nur der typische heiße Sportler, denn er hat Ecken und Kanten, die ihn interessant machen. Seine verletzliche Seite, die unter der Fassade des unantastbaren Fußballstars verborgen liegt, verleiht ihm Tiefe. Scarlett ist eine Protagonistin, die Stärke und Verletzlichkeit gleichermaßen verkörpert. Ihre Schlagfertigkeit und ihre Unabhängigkeit machen sie sympathisch, während ihre körperlichen und emotionalen Wunden sie sehr menschlich wirken lassen. Die Chemie zwischen den beiden ist unbestreitbar. Von den ersten Begegnungen in der Bar bis zu den intensiven Momenten während des Trainings konnte ich die wachsende Anziehung und die Spannung zwischen ihnen deutlich spüren. Ana Huang beschreibt diese Dynamik mit einer solchen Intensität, dass es schwerfällt, das Buch aus der Hand zu legen. Besonders gefallen hat mir, wie die Beziehung nicht nur auf körperlicher Anziehung basiert, sondern auch auf einer emotionalen Verbindung, die durch gemeinsame Erlebnisse und gegenseitiges Verständnis entsteht. Trotzdem hatte ich auch ein paar Schwierigkeiten mit dem Buch. Als großer Fan von Sports Romance hatte ich erwartet, dass der Fußball stärker in die Handlung eingebunden wird. Zwar wird Asher als weltbekannter Spieler beschrieben, und sein Konflikt mit Vincent bringt ein wenig von der Dynamik des Sports ein, doch darüber hinaus fehlt die Präsenz von Spielen, Trainingseinheiten oder allgemein der Sportwelt. Es fühlte sich fast so an, als wäre das Fußballthema eher ein Hintergrundelement, um die Liebesgeschichte zu rahmen, statt ein integraler Bestandteil der Handlung zu sein. Das war enttäuschend, vor allem weil das Genre „Sports Romance“ genau dies impliziert. Ein weiterer Aspekt, der mich etwas gestört hat, waren die vielen erotischen Szenen. Zwar waren diese gut geschrieben und fügten sich nahtlos in die Geschichte ein, doch sie nahmen so viel Raum ein, dass andere Aspekte der Handlung – wie die Entwicklung der Nebenfiguren oder die Konflikte rund um Scarletts Vergangenheit – in den Hintergrund rückten. Weniger Szenen dieser Art hätten die Geschichte meiner Meinung nach stärker gemacht, weil so mehr Platz für emotionale Tiefe und die sportliche Komponente geblieben wäre. Trotz dieser Kritikpunkte habe ich das Buch genossen. Der Schreibstil von Ana Huang ist leicht und fesselnd, sodass die über 600 Seiten schnell verflogen sind. Auch die Nebenfiguren wie Vincent oder Carina und Brooklyn wurden gut genug charakterisiert, um die Geschichte zu bereichern, ohne die Hauptfiguren zu überstrahlen. Besonders neugierig bin ich auf Vincents Geschichte im zweiten Teil der Reihe, da er als Nebenfigur viel Potenzial zeigt. Insgesamt ist „The Striker“ ein Buch, das seine Stärken vor allem in der intensiven Liebesgeschichte und den gelungenen Charakteren hat. Für Lesende, die sich von einer prickelnden Romanze begeistern lassen können, ist es absolut empfehlenswert. Wer allerdings auf eine starke Integration des Sportthemas hofft, könnte wie ich ein wenig enttäuscht werden.

Fazit:
„The Striker“ von Ana Huang überzeugt mit einer fesselnden Liebesgeschichte, charmanten Charakteren und einem lockeren Schreibstil. Für mich als Fan von Sports Romance war jedoch der fehlende Fokus auf den Sport eine Schwäche, die das Lesevergnügen etwas geschmälert hat. Wer erotische Romane mit intensiven Beziehungen und dynamischen Figuren mag, wird hier gut unterhalten. Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Sternchen.