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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2025

Konnte mich leider nicht völlig überzeugen

Gestern waren wir unendlich
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Ich finde es ziemlich schwer, für dieses Buch eine Bewertung zu schreiben und ich denke auch, dass es sehr unterschiedlich wahrgenommen wird. Es war nicht das, was ich erwartet hatte. Vielleicht ist das ...

Ich finde es ziemlich schwer, für dieses Buch eine Bewertung zu schreiben und ich denke auch, dass es sehr unterschiedlich wahrgenommen wird. Es war nicht das, was ich erwartet hatte. Vielleicht ist das mit ein Grund, warum ich leider nicht völlig begeistert war. Der Autor hat hier ein sehr schwieriges Thema gewählt, was aus dem Klappentext so einfach nicht hervorgeht.

Den Schreibstil fand ich insgesamt sehr schön. Auch die die wechselnden Perspektiven fand ich an sich eine gute Idee. Man hat immer ein Kapitel aus der Sicht von Louis, der den gleichen Tag wieder und wieder erleben muss. Anschließend folgt ein Kapitel aus der Sicht von Henry, in dem ihre Beziehung vom ersten Kennenlernen bis zum Tag des Unfalls geschildert wird.

Leider wird man durch diesen Wechsel und vor allem die Zeitsprünge aber immer wieder etwas aus dem Lesefluss gerissen. Mir zumindest ging es so. Und für meinen Geschmack waren es durch die Zeitschleife dann auch einfach zu viele Wiederholungen. Ich verstehe natürlich, was der Autor damit erreichen wollte und für viele Leser mag es auch gut funktionieren. Mich hat es leider ziemlich gestört und ich fand es auch etwas langweilig, muss ich gestehen.

Was die Auflösung angeht fand ich einen Teil davon sehr vorhersehbar, während mich ein anderer Teil total überrascht hat. Das Ende ist traurig und hoffnungsvoll zugleich.

Ich kann leider "nur" 3 Sterne vergeben, denke aber, dass manch andere Leser von dem Buch sicher begeistert sein werden.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

großartige Idee, in der Umsetzung leider nicht immer stimmig

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
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Die als Buchladen getarnte Organisation Libronautic ermöglicht Kunden mit dem entsprechenden Kleingeld das, was sich sicher jeder Buchfan insgeheim wünscht: Eine Reise in das Lieblingsbuch. Mit Hilfe ihrer ...

Die als Buchladen getarnte Organisation Libronautic ermöglicht Kunden mit dem entsprechenden Kleingeld das, was sich sicher jeder Buchfan insgeheim wünscht: Eine Reise in das Lieblingsbuch. Mit Hilfe ihrer besonderen Stimme können die Libronauten zahlende Kunden direkt in die Geschichte bringen. Doch hier ist längst nicht alles wie es scheint...

Ich fand die Idee hinter diesem Buch einfach großartig und auch der Einstieg hat mir total gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen und ich fand es total spannend, dass der Autor für die Buchreisen auch ein paar weniger bekannte Werke, wie z.B. Polidoris Vampyr, gewählt hat.

Die Story hat mich sehr überrascht, weicht sie doch schnell von dem ab, was mich der Klappentext hat vermuten lassen. Diese Abweichung fand ich jedoch wirklich gut und gerade in der ersten Hälfte hat mir das Buch auch wirklich gut gefallen. Ich mochte das Setting, die Überraschungen, das Miträtseln, wer denn nun die Guten und wer die Bösen sind. Die Geschichte hält immer wieder Wendungen bereit, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte und die mich meine Überlegungen wieder haben verwerfen lassen.

Leider lässt das Buch jedoch im zweiten Abschnitt immer mehr nach. Protagonist Adam wird zunehmend unsympathischer und insgesamt konnte ich die Handlungen der Charaktere immer weniger nachvollziehen. Manche von ihnen machen plötzlich eine 180 Grad Wende durch und das ohne ersichtlichen Grund. Auch hatte ich immer wieder das Gefühl, dass sich der Autor selbst widerspricht. Die Regeln, die am Anfang für das Buchreisen aufgestellt wurden, scheinen plötzlich doch nicht mehr zu gelten und man weiß als Leser gar nicht wirklich, woran man ist. Das Tempo zieht ebenfalls stark an und die Ereignisse überschlagen sich. Fast so, als hätte der Autor noch möglichst viel reinpacken wollen. Das Ganze wirkt auf mich etwas gehetzt.

Die Entwicklung der Charaktere konnte ich leider oft nicht nachvollziehen. Gerade Adam scheint gar keine wirkliche Entwicklung durchzumachen und die Nebencharaktere bleiben eher blass und wenig greifbar. Am liebsten mochte ich den frechen Kobold Luthin. Er ist wirklich ein großartiger Charakter, der die Geschichte durch seine Sprüche immer wieder auflockert und für Lacher sorgt.

Das Ende lässt vieles offen und wirft eigentlich mehr Fragen auf, als es beantwortet. Auch wenn es kein besonders fieser Cliffhanger ist, bleibt man als Leser doch sehr in der Schwebe. Das soll natürlich die Neugier auf Band 2 schüren, hat mich aber eher genervt.

Alles in allem ist "Die Buchreisenden" ein nettes Fantasybuch, das aber hinter meinen Erwartungen zurückblieb.

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Veröffentlicht am 24.04.2025

spannende Charaktere, aber vom Schreibstil nicht so meins

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas Mühe hatte, mit dem Buch warm zu werden. Zwar fand ich das Setting absolut großartig, aber der Schreibstil ist nicht ganz so mein Fall.

Der Autor schreibt leider ...

Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas Mühe hatte, mit dem Buch warm zu werden. Zwar fand ich das Setting absolut großartig, aber der Schreibstil ist nicht ganz so mein Fall.

Der Autor schreibt leider sehr ausschweifend und manchmal auch langatmig. Ich habe z.B. nicht verstanden, warum er jedes Mal ganz genau schildern musste, was die Ermittler anhaben. Ja, das soll die Unterschiede der beiden verdeutlichen. Schon klar. Aber nach den ersten paar Tagen hat man es als Leser dann auch begriffen und es nervt nur noch.

Für mich sind diese beiden so grundverschiedenen Charaktere auch das interessanteste an dem ganzen Buch. Wobei ich gestehen muss, dass ich den ungehobelten Ryan deutlich sympathischer fand als den sehr steifen Ray. Aber das ist sicher Geschmackssache. Wirklich unterhaltsam fand ich das Zusammenspiel der beiden. Wie sie sich anfangs noch gegenseitig in den Wahnsinn treiben und dann doch mehr oder weniger zusammenraufen, um den Fall nicht zu gefährden.

Auf den Täter wäre ich nie im Leben gekommen und so hundertprozentig gefallen hat mir die Auflösung am Ende auch nicht. Auch den Sohn von Ryan fand ich nicht glaubhaft. Kann sich ein gut zweijähriger wirklich schon so eloquent ausdrücken? Ich denke eher nicht.

Trotz einiger Schwächen ist es ein solider Krimi, aber kein Highlight. Zumindest aus meiner Sicht.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

nett, aber nicht wirklich herausragend

Friday I’m in Love
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Ich liebe Bücher mit queeren Protagonisten, also war diese Geschichte genau mein Fall. Zumindest in der Theorie. In der Praxis sah es dann leider etwas anders aus. Ich fand das Buch ganz süß und nett geschrieben, ...

Ich liebe Bücher mit queeren Protagonisten, also war diese Geschichte genau mein Fall. Zumindest in der Theorie. In der Praxis sah es dann leider etwas anders aus. Ich fand das Buch ganz süß und nett geschrieben, aber wirklich vom Hocker gerissen hat es mich nicht.

Das liegt vermutlich hauptsächlich an Protagonistin Mahalia, mit der ich einfach nicht wirklich warm werden konnte. Ja, das arme Mädchen hat es schwer und tut einem natürlich schon irgendwie leid. Aber ich fand die Art, wie sie mit allem umgeht, einfach nicht gut. Sie kommt wie eine verzogene Göre rüber, die nur an sich selbst denkt. Alles, was ihr wichtig ist, ist ihre Party. Auf mich wirkt sie einfach nicht sympathisch genug. Auch das ganze Liebes-Wirrwarr mit Siobhan fand ich eher nervig als unterhaltsam.

Für mich hat sich das Buch stellenweise ganz schön gezogen und ich konnte Mahalias Gedanken und Handeln oft nicht wirklich nachvollziehen. Das Ende war ganz schön und hat mich ein bisschen mit dem Buch versöhnt. Aber alles in allem hatte ich mehr erwartet.

Veröffentlicht am 22.02.2025

unterhaltsam und ziemlich schräg

Tür zu, es zieht! 1 Hausenheim Hood News und Kinderlalaland
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Ich kannte die Band "Deine Freunde" bisher nicht, aber das hat beim Lesen nicht gestört. Der Schreibstil ist sehr locker und witzig und die Charaktere gut ausgearbeitet. Es wird auch gar nicht langweilig, ...

Ich kannte die Band "Deine Freunde" bisher nicht, aber das hat beim Lesen nicht gestört. Der Schreibstil ist sehr locker und witzig und die Charaktere gut ausgearbeitet. Es wird auch gar nicht langweilig, weil ständig irgendwas verrücktes passiert.

Mir persönlich hat der Genremix hier nicht so gut gefallen. Man hat zum einen Romy und ihre Familie, mit den (mehr oder weniger) normalen Alltagssorgen und auf der anderen Seite die drei Jungs aus der Band, die versehentlich eine magische Tür öffnen und in einer Parallelwelt fantastische Abenteuer erleben. Ich hätte es schöner gefunden, wenn man sich auf eines davon konzentriert hätte. Aber das ist eben Geschmackssache.

Das Buch besticht durch viel schrägen Wortwitz, den Kinder vielleicht nicht immer sofort verstehen. Mein Patenkind hat hier doch die eine oder andere Erklärung gebraucht und fand die Witze dann meistens trotzdem doof. Auch ist alles ziemlich übertrieben dargestellt.

Trotzdem ist es ein unterhaltsames Buch. Vermutlich vor allem für Fans der Band.