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Veröffentlicht am 08.05.2025

ADHS in Buchform erklärt

Dein ADHS-Wohlfühl-Guide
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Lustigerweise hab ich das Buch bekommen als ich gerade dabei war meine ADHS Diagnose anzugehen und inzwischen habe ich auch eine offizielle Diagnose und muss nicht mehr grübeln, ob ich ins Spektrum gehöre ...

Lustigerweise hab ich das Buch bekommen als ich gerade dabei war meine ADHS Diagnose anzugehen und inzwischen habe ich auch eine offizielle Diagnose und muss nicht mehr grübeln, ob ich ins Spektrum gehöre oder eher ein Imposter bin. Fühlt sich echt ganz gut an. Die Ungewissheit ist da manchmal ganz schön ätzend, selbst wenn man sich sehr sicher ist.

Natürlich allem vorweg: So ein Buch ersetzt nicht eine professionelle Diagnose! Nur, weil sich jemand nicht gut konzentrieren kann oder sehr hibbelig ist und Dinge verlegt, heißt nicht automatisch, dass er ADHS hat.
Dementsprechend ist so ein Buch immer ein wenig mit a grain of salt zu genießen.

Das Buch ist sehr durchstrukturiert, zu allererst werden einem die Grundlagen, also was ADHS an sich ist und auch wie schwer es ist eine Diagnose zu bekommen. Weil ja ich habe auch JAHRE gewartet bis sich endlich mal ein Diagnostikplatz gefunden hat, weswegen man sich erstmal selbst ein Bild machen muss, ob das auf einen zutreffen kann und wenn ja, wie man solange klarkommt bis man professionelle Hilfe bekommen kann.

Ich habe mich bei vielen Themen in dem Buch wiedergefunden, sei es Reizempfindlichkeit (sei es hier Geräusche oder die schnelle Flut an zu vielen Informationen, die Überforderung auslösen kann), als auch „Brainfog“ und Hyperfokus. Auch das Paralysiert sein, weil man überfordert ist, weil die Gedanken ein Chaos sind, weil man sich wirklich auf NICHTS konzentrieren kann und sich dauernd nur fragt, WARUM.

Dieser Guide ist aber auch großteils dafür da, um mit den Folgen von ADHS umzugehen, allerdings sind manche Tipps auch sehr generalisiert wie Musikhören, körperliche Aktivität, gesund Essen... so ziemlich das, was man auch mit Depressionen etc viel zu hören bekommt und ich schätze das ist auch etwas was jeder schonmal ausprobiert hat, weswegen ich von solchen Tipps eher weniger Fan bin. Aber hier muss ich dem Buch auch zu Gute führen, dass es auch tiefer auf solche Themen eingeht und selbst Themen wie Pausen machen ausführlich beschreibt, da man das eben auch falsch machen kann. Habe mich beim Doomscrolling auch sehr outgecalled gefühlt, da ich das zu gern mal mache und dann wirklich Stunden versinke und entspannend ist das wirklich so gar nicht. Fand cool, dass es hier auch eine Sektion dazu gab.

Was natürlich wichtig ist und das Buch ebenfalls Fokus drauf legt: Struktur und Routine, etwas das super schwer ist einfach so zu entwickeln, gerade, wenn man mit dme Kopf immer überall gleichzeitig ist, aber für mich selbst habe ich auch gemerkt, dass sobald ich ein wenig Struktur habe es ein bisschen besser geht (aber dann kommt manchmal der Kollaps, wenn irgendwas die Routine stört...)

Eine Sache, die mir so richtig bekannt vorkommt und die mich gewundert hat, dass die hier auch thematisiert wurde: Sobald man einen Termin am Tag hat, kann man absolut nichts anderes machen, weil man zu unruhig ist und darauf wartet dass der andere Termin ja ansteht und das klingt so komisch das zu schreiben, aber man kann echt NICHTS anderes an dem Tag machen, das Gehirn sowie Körper lässt das einfach nicht zu. Erst, wenn der Termin um ist, sieht man wieder klarer.

Ich mag, dass das Buch und die Segmente in verschiedene Farben aufgeteilt ist, das wirkt direkt viel fröhlicher und ich blätter automatisch gerne durch, weil mich interessiert wofür die vielen Farben stehen. Ist ne clevere Art so ein Buch aufzuteilen und macht's für mich interessanter.

Dr. Laura Vogel hat hier einen soliden Guide geschaffen, der einen ein wenig durch die Symptome leitet und hilft zu verstehen wo die Probleme liegen können, kann mich nicht beklagen. Klar trifft nicht alles auf einen zu und mit manchen Tipps kann ich persönlich nichts anfangen, aber das ist eben bei jedem sehr unterschiedlich.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Tauche in die Welten der Bücher ein

Liga Lexis – Nachtschwarze Worte
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Bei Liga Lexis wusste ich zu Beginn gar nicht mit was für Erwartungen ich hier herangehen soll. Irgendwie hab ich was in Richtung Tintenherz erwartet und ich glaube das war auch gar nicht so verkehrt. ...

Bei Liga Lexis wusste ich zu Beginn gar nicht mit was für Erwartungen ich hier herangehen soll. Irgendwie hab ich was in Richtung Tintenherz erwartet und ich glaube das war auch gar nicht so verkehrt.

Es geht um Annie, die mit 16 herausbekommt, dass sie eine Migra ist, halb Mensch, halb Buchfigur und ab dem Zeitpunkt an eine spezielle Akademie muss, damit sie nicht stirbt und mit ihren Fähigkeiten umgehen lernt.

In Bookford Manor lernt sie nicht nur Freunde kennen, auch kann sie in Bücher reisen! Das habe ich so geliebt! Was eine faszinierende Mechanik, ich finde, das wurde auch super umgesetzt und ich musste oft schmunzeln, wenn sie in bekannte Bücher gereist sind und man dann plötzlich ein paar sehr bekannte Figuren wiedergesehen hat.

Ich liebe Akademiestorys immer so so sehr, vor allem das bonding zwischen Freunden, ist so schön und Annie hat hier wundervolle Freunde gefunden,deren Banter mein Highlight war und ich glaube das war auch das, was mich neben dem Bücheraspekt sehr an das Buch gefesselt hat. Für mich kann die Story noch so gut sein, wenn Charaktere keine guten Bonding Momente haben, VOR ALLEM freundschaftlich, ist's meistens nichts für mich. Gib mir all das Zwischenmenschliche. Habe auch lieber eine gute Freundschaft, als eine nicht gut ausgearbeitete Romance.

Apropos Romance. Die war wirklich sehr Teenager und leider mochte ich den Love Interest so gar nicht, irgendwie hat mir da der Charakter gefehlt, aber ich sehe drüber hinweg, da Annie sehr tolle Beziehungen zu anderen Charakteren hatte und mir das eh wichtiger war.

Die Story war auch durchweg spannend und man wollte definitiv erfahren was genau da jetzt vorgefallen ist, leider kann man in Rezensionen da nie soviel sagen, aber auf jeden Fall gab es viel Action, viel Blut und auch gerade der Anfang war auch right in the feels.

Alles in allem hatte ich wahnsinnig Spaß mit dem Buch und bin sehr bereit für das nächste. Muss aber leider einen Stern abziehen, weil ich finde nach dem ganzen JKR Diskurs und was diese Frau vor allem trans Personen angetan hat, sollte HP nicht mehr Bühne gegeben werden.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Eine Sicht auf Autismus

Strong Female Character
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Von Strong Female Character habe ich schon durch meinen Partner gehört und ich war direkt interessiert.
Autismus gerade bei Erwachsenen (genau wie ADHS) ist so ein wichtiges Thema und es ist erschreckend ...

Von Strong Female Character habe ich schon durch meinen Partner gehört und ich war direkt interessiert.
Autismus gerade bei Erwachsenen (genau wie ADHS) ist so ein wichtiges Thema und es ist erschreckend immer wieder zu sehen was für einen langen Werdegang soviele Leute haben bis sie diagnostiziert werden (ich fühle das leider sehr) und Fern Brady hat da auch sehr lange mit sich gehadert. Irgendwie wusste sie es, aber irgendwie wollte sie es auch nicht richtig wahrhaben.

Und ich verstehe die Angst nicht 'anders' sein zu wollen, sondern eher dazuzugehören zu wollen, aber im Endeffekt hat man auf sowas in den seltensten Fällen kompletten Einfluss drauf und gerade bei Autismus kommt eben auch viel dazu, dass man eben nicht versteht, wenn Leute nicht ehrlich und direkt sind.

Dass Fern aus der Comedy-Branche kommt, merkt man sehr schnell. Zugegebenerweise fand ich manche Dinge ein wenig zu überspitzt und schwierig zu lesen, also eher schwierig von der Art und Weise wie es geschrieben ist. Das kann aber auch einfach auf die deutsche Übersetzung zurück zu führen zu sein. Oder eben darauf, dass sie eben aus der trockenen Comedybranche kommt.

Auch finde ich werden in dem Buch sehr stark die Unterschiede deutlich wie unterschiedlich sich Autismus bei Menschen ausprägt, ich habe Freunde und Bekannte, da hat sich das komplett anders geäußert, wirklich eine ganz andere Richtung. Besonders das Möbel kaputtschlagen hat mich nicht mehr losgelassen, weil das etwas so spezifisches ist, wa sich sonst auch noch nie bei wem gehört habe.

Das ganze Buch war eine sehr spannende Reise und ich bin froh, dass ich es gelesen habe und ich habe eine Wut in mir, das soft Frauen mit Autismus nicht zugehört wird, das einfach auf Hormone oder „sensibel“ geschoben wird, anstatt vernünftige Untersuchung zu machen. Das Buch zeigt aber auch wie wichtig es ist Menschen in seinem direkten Umfeld zu haben, die mit einem umzugehen wissen und einem mit Dingen helfen können. Mich hat nun vieles nachdenklich gestimmt und es wird Zeit, dass ich mich selbst mal auf ein paar Dinge testen lasse, bringt ja nichts das alles nur mit sich rumzuschleppen.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Folge den Bienen

Die Honeys (Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt): Ein queerer Mystery-Thriller für Fans von Pretty Little Liars
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Dieses Buch war anders wild.

Allein durch die Leseprobe war ich sehr angefixt, es hat einfach so cool und auch gleich ein wenig gruselig gestartet, dass ich sofort wusste, ich muss dieses Buch lesen.

Zuallererst, ...

Dieses Buch war anders wild.

Allein durch die Leseprobe war ich sehr angefixt, es hat einfach so cool und auch gleich ein wenig gruselig gestartet, dass ich sofort wusste, ich muss dieses Buch lesen.

Zuallererst, dieses Buch ist sehr queer und ich liebe das, aber es behandelt eben auch Queerfeindlichkeit und leider kann so ziemlich jede queere Person (mich eingeschlossen) viel zu oft ein Lied davon im Alltag singen, gerade, weil viele Menschen sich nichtmal bemühen möchten etwas zu verstehen und viel zu gefangen in altmodischen Denkweisen sind.

Unser Protagonist ist Mars, genderfluid, der den Tod seiner Schwester genauer unter die Lupe nehmen möchte, denn vieles added einfach nicht up. Vor allem, da sie einer speziellen Gruppierung, „der Honeys“, im Sommercamp angehört und oh, Mars hat keine guten Erinnerungen an das Sommercamp, was er vor ein paar Jahren das letzte Mal besucht hat.

Es war schwierig die Nebencharaktere zu mögen, immer, wenn ich dachte ich mag wen, ist irgendwas passiert, was diese Person sehr unsympathisch gemacht hat, aber ehrlich gesagt war das bei vielen auch der Sinn der Sache.
Gerade die Honeys waren unglaublich faszinierende Persönlichkeiten und ich war so gespannt immer weiter in ihre Geheimnisse einzutauchen. Leider hat man erst kurz vor Ende das meiste erfahren und war sehr lange im Dunkeln. War aber sehr Fan von den Horror Elementen des Buches. Ich liebe sowas.

Hier auch mit meine einzige Kritik, das Buch war großteils sehr langsam vom Pacing her und am Ende hat es dann richtig an Fahrt aufgenommen und es sind so crazy Dinge passiert, dass selbst ich dachte, dass man da hätte eventuell ein bisschen eher mit abschließen sollen.

Nichtsdestotrotz war The Honeys ein sehr guter Read. Ich war durchgehend gefesselt mich durch die Geheimnisse des Sommercamps zu schleichen, mehr über die Charaktere und auch Mars zu erfahren und vor allem auch zu schauen, ob und wenn ja was mit their Schwester passiert ist. Und oh, hatte ich am Ende viel Wut im Bauch, aber das muss auch so.

Werde mir definitiv mehr Bücher des Autoren zulegen.

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Veröffentlicht am 15.05.2024

Es gibt sogar einen Hund

Die Gesetze der Magie
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Soeben beendet und wowowow.
Okay, eigentlich muss ich erstmal meine Gedanken sammeln, aber ich glaube ich schreibe trotzdem einfach drauf los, weil ich das Buch jetzt noch so frisch im Kopf habe.

Es ...

Soeben beendet und wowowow.
Okay, eigentlich muss ich erstmal meine Gedanken sammeln, aber ich glaube ich schreibe trotzdem einfach drauf los, weil ich das Buch jetzt noch so frisch im Kopf habe.

Es geht um Willow, die ihren Doktor an der Universität in Dublin für Quantenphysik machen will, alles schien da perfekt zu laufen, vor allem mit ihrem Professor, bei dem sie promovieren wollte und der schon alles in die Wege geleitet hat. Plötzlich fängt dieser an sich aber merkwürdig zu verhalten und in Lichtgeschwindigkeit findet sich Willow plötzlich mit Magie und dem Kosmos sowie Chaos konfrontiert und da ist auch noch dieser verschwundene Student...

Der Spannungsbogen ist durchgehend aufrecht erhalten und einiges habe ich echt nicht kommen sehen, aber war definitiv on board und konnte gar nicht aufhören zu hören, da ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht.
Das ganze Magiesystem ist super clever und interessant, gebt mir ein gutes Magiesystem und ich bin happy, vor allem da es alles auch schon erwachsene Menschen und keine Schüler mehr waren, das ist immer erfrischend.

Mit Willow selbst hatte ich öfter so meine Probleme, da sie doch recht unspektakulär im Gegensatz zu all den Nebencharakteren war und ich so manchmal gewünscht hätte sie hätte ein wenig mehr „gemacht“, sie hat öfter wie einfach nur ein Nebenprodukt zwischen allen gewirkt und selten selbst gehandelt – das fand ich ein wenig schade, ansonsten habe ich alle Charaktere aber sehr genossen, wirklich jeder auf seine Art und Weise sehr unterschiedlich.
Mein Favorit war Anthony, ich war die ganze Zeit so gespannt was sein Deal ist und ufffff, da war wirklich viel viel los. Generell haben mich manche Momente in dem Buch echt gebrochen und mein Herz in Scherben zerbrechen lassen.
Spezielle Erwähnung an Hugo, den ich auch sehr großartig fand.

Der Schreibstil ist sehr clever, da merkt man, dass da jemand ein Händchen für Worte hat und auch schon einiges an Erfahrung, war extrem angenehm zu lesen, aber nichtmal auf eine „einfache“ Art und Weise, ich fand es eher einfach alles sehr gut erklärt und sehr gute Wortwahl, nicht auf Knopfdruck versucht zu jedem Gefühl eine Umschmückung zu finden und bei denen, wo es so war, war es sehr passend.

Alles in allem eine echt gute Erfahrung und ich bin jetzt schon gespannt und vor allem hoffe ich, dass es weitergeht?? Ich habe noch soviele Fragen und da ist noch soviel Potential für einen nächsten Teil, ich warte sehnsüchtig!

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