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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2025

Spannend, Unterhaltsam, Erzgebirge!

Glutrotes Erzgebirge
1

In der Hitzewelle habe ich Ablenkung gesucht und mein Blick fiel auf den Kriminalroman „Glutrotes Erzgebirge“ von Danielle Zinn. Die Autorin hat ihr Werk am 22. Mai 2025 gemeinsam mit dem Verlag emons: ...

In der Hitzewelle habe ich Ablenkung gesucht und mein Blick fiel auf den Kriminalroman „Glutrotes Erzgebirge“ von Danielle Zinn. Die Autorin hat ihr Werk am 22. Mai 2025 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte. Der Titel und der Name der Autorin sind gut lesbar.
Ich lese sehr gerne Krimis, Danielle Zinn kenne ich noch nicht und so mache ich mich gespannt an die Geschichte. Gedanklich mache ich mich auf den Weg in das Erzgebirge und begebe mich nach Crottendorf. Ein Ort, von dem ich noch niemals etwas gehört habe. Ausgerechnet hier taucht ein Brief mit folgendem Inhalt auf: „Ich weiß, was damals wirklich passiert ist!“. Mich erinnert das an eine Horror-Serie aus meiner Jugendzeit, in der es hieß „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast!“. Da ging es um Mord. Und hier wohl auch, denn ich befinde mich in einem Kriminalroman. Auch wenn der Ort klein und unscheinbar ist.
Hauptkommissar Alexander Berghaus, seine Kollegin Anne Heller und der übereifrige Praktikant Deon ermitteln mit aller Kraft. Die Hinweise sind widersprüchlich und es scheint, als würde sich das Team verzetteln. Schnell ist klar, die beiden Opfer sind Geschwister und das führt zu vielen weiteren Fragen.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben empfinde ich diese Erzählung als spannend. Ebenso wie das Team bin ich lange ahnungslos, was den Täter angeht. Erst kurz vor Schluss ist auf einmal alles klar. Da ist es fast zu spät und ein mega spannender Countdown startet.
Alles in allem hat Danielle Zinn mit „Glutrotes Erzgebirge“ einen spannend und unterhaltsamen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf ein paar Lesestunden im Erzgebirge hat und gerne rätselt, der ist hier gut aufgehoben. Von mir bekommt die Autorin verdiente 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Spannend, Atmosphärisch, Fesselnd!

Liestaler Wut
1

Gemeinsam mit dem Verlag emons: hat Ina Haller den Regionalkrimi „Liestaler Wut“ Ende Mai 2025 auf den Büchermarkt gebracht. Von Ina Haller habe ich schon einige Krimis gelesen und so stand „Liestaler ...

Gemeinsam mit dem Verlag emons: hat Ina Haller den Regionalkrimi „Liestaler Wut“ Ende Mai 2025 auf den Büchermarkt gebracht. Von Ina Haller habe ich schon einige Krimis gelesen und so stand „Liestaler Wut“ oben auf meiner Wunschliste. Das traumhaft schöne Cover täuscht den Leser. Es geht weder beschaulich noch romantisch zu. Der Titel des Buches und der Name der Autorin sind gut lesbar. Es handelt sich um den 7. Band der Reihe mit Samantha Kälin. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.

In der Liestaler Altstadt findet Samantha einen bewusstlosen Mann, der später im Spital stirbt. Es stellt sich heraus, dass eine Pilzvergiftung die Ursache ist. Es dauert nicht lange, da wird seine Freundin mit einer Überdosis Schlafmittel entdeckt. Der Fall scheint gelöst, doch in Samanthas Umfeld passieren merkwürdige Dinge und sie glaubt, dass da noch etwas ganz anderes dahinter steckt.

Neugierig beginne ich mit der Lektüre. Schnell hat mich der bildhafte und leicht zu lesende Schreibstil von Ina Haller ins beschauliche Stedtli geführt. Vom ersten Moment an habe ich die Erzählung als spannend empfunden. Immer bin ich neugierig, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und so lese ich die ca. 263 Seiten in nur 2 Abenden. Neben einem sauberen Krimistrang, bei dem ich fleißig am rätseln bin, beschäftigt die Autorin mich mit einem Mord in Afrika, der eine neue Richtung in den Kriminalroman bringt.

Samantha hat es auch in diesem Fall nicht leicht. Die Autorin mutet ihr einiges zu und so muss sie nicht nur ordentlich einstecken, sie muss auch um ihr Leben fürchten. Da wird mir beim Lesen Angst und Bange und ich erinnere mich daran, dass ich mich nur in einer Geschichte befinde.

Alles in allem hat Ina Haller mit „Liestaler Wut“ einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Spannend und atmosphärisch erzählt sie den 7. Teil aus ihrer Samantha-Reihe gekonnt souverän und das macht Lust auf mehr. Von mir bekommt die Autorin verdiente 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung für alle, die es gerne kriminell spannend mögen.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Macht nachdenklich!

Heute alles und morgen vielleicht
1

Im April 2025 hat Suza Summer den Roman „Heute alles und morgen vielleicht“ gemeinsam mit dem Verlag Kampenwand herausgebracht. Der Titel und das Cover passen gut in das Genre und zur Geschichte.
Die lebenshungrige ...

Im April 2025 hat Suza Summer den Roman „Heute alles und morgen vielleicht“ gemeinsam mit dem Verlag Kampenwand herausgebracht. Der Titel und das Cover passen gut in das Genre und zur Geschichte.
Die lebenshungrige und erfolgsverwöhnte Camille liebt ihr Leben in der Upperclass. Nichts ist ihr gut genug. Immer geht es besser, höher und/oder weiter. Dann trifft sie ein Schicksalsschlag. Sie hat Krebs. Eine fürchterliche Diagnose, die ihr Leben von jetzt auf gleich entscheiden verändert. Sie wird sterben.
Die Palliativkrankenschwester Sanna ist sehr bodenständig. Sie kümmert sich rührend um ihre Patienten und kennt so ziemlich jedes Geheimnis. Mit einer ungeschickten Aktion spielt sie sich beruflich ins Aus. Da kommt ihr das Angebot von Camille und ihrem Mann Aiden gelegen, die beiden auf ein Chalet in den Schweizer Bergen zu begleiten und sich um Camille zu kümmern.
Schnell habe ich mich in die Geschichte eingelesen. Suza Summer nutzt die modernen Worte. Das Buch ist in verschiedene und nicht nummerierte Kapitel aufgeteilt. Jedes einzelne hat eine Überschrift, die mich nachdenklich macht. Die Autorin beschäftigt mich beim Lesen in erster Linie mit ihren Protagonistinnen, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Camille, die mir am Anfang wenig sympathisch erscheint, zeigt sich nach und nach menschlicher. Unter ihrer spröden Schale versteckt sich ein sehr weicher Kern, den sie mit aller Kraft verteidigen will. Sanna, die ihre Altlasten mit sich trägt und sich in ihrer Arbeit versteckt, muss sich ihren Ängsten stellen und macht im Laufe der Seiten eine charakterliche Wandlung durch, die sich sehen lassen kann. Und dann ist da noch die Sache mit der Liebe. Sanna und Aiden verlieben sich ineinander. Aiden ist jedoch der Ehemann der todkranken Camille. Kann diese Liebe eine Zukunft?
Alles in allem hat die Autorin Suza Summer mit ihrem Roman „Heute alles und morgen vielleicht“ einen Roman auf den Büchermarkt gebracht, der nachdenklich macht. Ich empfehle ein paar ruhige und konzentrierte Lesestunden, damit die Geschichte wirken kann. Von mir bekommt die Autorin vier verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Ländlich, Lesenswert, Cosy!

Der Tote vom Klünderhof
1

Im März 2025 hat Antje Szillat den Cosy Krimi „Der Tote vom Klünderhof“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover zeigt eine idyllische und ländliche Umgebung. Mein Blick fällt sofort auf ...

Im März 2025 hat Antje Szillat den Cosy Krimi „Der Tote vom Klünderhof“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover zeigt eine idyllische und ländliche Umgebung. Mein Blick fällt sofort auf die beiden Kühe. Es passt gut in das Genre und zur Geschichte. Der Titel und der Name der Autorin lassen sich gut lesen.
Ich lese sehr gerne Krimis, besonders welche, die nicht so blutig sind. Antje Szillat kenne ich noch nicht. Neue Autoren machen mich regelmäßig neugierig auf ihr Werk und so habe ich gleich zugegriffen, als ich „Der Tote vom Klünderhof“ in die Hände bekommen habe.
Schnell habe ich mich in den lockeren und leicht zu lesen Schreibstil der Autorin eingelesen. In Marne kommt ein neuer Tierarzt an. Sein Name ist Constantin von Platen und irgendwie muss ich gleich an „Der Doktor und das liebe Vieh“ denken. Constantin kommt bei seiner Tante Amalia unter, die für ihr leben gerne Krimis liest und von der Karriere einer Hobbyermittlerin träumt. Unweigerlich denke ich da an Angela Lansbury in „Mord ist ihr Hobby“. Zeitgleich mit dem neuen Tierarzt kommt die Oberkommissarin Finja Fährmann in der Marner Polizeistation an. Finja ist eine geborene Städterin, die ihre ersten Gehversuche auf dem Land macht. Das führt zu der ein oder anderen ulkigen Situation, denn in Marne ticken die Uhren noch anders.
Constantin wird in seinem ersten Einsatz auf den Klünderhof gerufen. Doch der Bauer steckt kopfüber in einer Tonne mit Äpfeln. Er wird zum Hauptverdächtigen, denn es gibt keine Zeugen. Die Ermittlungen gestalten sich für Finja alles andere als einfach. Nachdem sie aus ihrer Pension ausziehen musste, kommt sie ebenfalls bei Amalia unter. Damit lebt das Trio mehr oder weniger freiwillig unter einem Dach.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben liest der Krimi sich sehr angenehm. Die Autorin erzählt viel über das Landleben und berichtet ausführlich aus dem Leben eines Tierarztes. Dabei vernachlässigt sie ihren Krimistrang nicht. Die lebendigen Ermittlungen des Trios begleite ich lesend. An den richtigen Stellen setzt die Autorin unerwartete Wendungen ein. Es sind nicht viele. Im zweiten Drittel habe ich die richtige Ahnung, doch sicher bin ich mir nicht. Die Autorin liefert die Lösung erst am Ende und beantwortet meine letzten Fragen.
Alles in allem hat Antje Szillat mit „Mord auf dem Klünderhof“ einen Regionalkrimi vom flachen Land auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Das neue Ermittlerteam macht Spaß und ist eine Freude für alle, die schräge Persönlichkeiten mit Charakter und Herz lieben. Wer dazu noch Lust auf ein kniffeliges Rätsel hat, der ist in diesem Cosy Krimi richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Schräg, Skurril, Cozy!

Napoli am Ostseestrand
1

Mitte April 2025 hat Leo Hansen gemeinsam mit dem Ellert & Richter Verlag den Regionalkrimi „Napoli am Ostseestrand“ herausgebracht. Titel und Cover passen gut zur Geschichte und in das Genre.
Die Musikerin ...

Mitte April 2025 hat Leo Hansen gemeinsam mit dem Ellert & Richter Verlag den Regionalkrimi „Napoli am Ostseestrand“ herausgebracht. Titel und Cover passen gut zur Geschichte und in das Genre.
Die Musikerin Jessie und der Koch Diego sehnen sich nach Ruhe. Jessie hat ein hochsensibles Gehör und Diego eine übermäßig empfindliche Nase. Er nimmt Gerüche übermäßig wahr. Sie treffen sich durch einen Zufall an der Ostsee und es ist Liebe auf den ersten Blick. Sie beschließen fortan die Reise gemeinsam in Jessies Campingbus fortzusetzen. Jessie hat den Bus von ihrem Stiefvater geschenkt bekommen. Was beide nicht wissen, ist, dass im Bus Diamanten von einem Raub versteckt sind und dass die italienische Mafia sie gerne wieder haben möchte.
Leo Hansen kenne ich schon aus anderen Regionalkrimis und da liegt es für mich nahe, sein neues Werk zu lesen. Auf den ersten Blick ist es als Cozy-Krimi erkennbar. Mein Start in die Geschichte gelingt mir schnell und ich freue mich über den amüsanten Humor zwischen den Zeilen. Detailliert und mit viel Liebe beschreibt der Autor die Landschaften, die Leute und die Szenerie. Besonders gut hat mir die Stippvisite mit dem Rollenspiel gefallen. Die Reise der beiden liest sich wie ein Roadmovie und erinnert mich ein wenig an „Thelma und Louise“. Der Autor geizt nicht mit unerwarteten Wendungen und so passiert am wenigsten das, was ich gerade denke. Am Ende ist der Fall gelöst und meine Fragen sind beantwortet.
Der Schreibstil von Leo Hansen liest sich leicht und locker. Der Krimi ist in 5 Abschnitte aufgeteilt. Er kann gut in Teilen oder an einem Stück gelesen werden. Ich habe die ca. 300 Seiten an zwei Abenden gelesen.
Alles in allem hat Leo Hansen mit „Napoli am Ostseestrand“ einen kurzweiligen Cozy-Krimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Freunde von unerwarteten Wendungen, schrägen und skurrilen Persönlichkeiten und Roadmovies kommen hier auf ihre Kosten. Von mir bekommt der Autor 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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