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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2025

Bewegende Geschichte

Die Tage nach dem Pflaumenregen
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In "Die Tage nach dem Pflaumenregen" wird die Geschichte von Suchi und Haiwen erzählt, die in den 1930ern und 40ern gemeinsam in Shanghai aufwachsen. Haiwen tritt in die Armee ein und die beiden treffen ...

In "Die Tage nach dem Pflaumenregen" wird die Geschichte von Suchi und Haiwen erzählt, die in den 1930ern und 40ern gemeinsam in Shanghai aufwachsen. Haiwen tritt in die Armee ein und die beiden treffen sich erst 60 Jahre später in den USA wieder.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Haiwen und Suchi erzählt; die Geschichte von Suchi wird chronologisch von den 40ern bis in die 2000er erzählt, die von Haiwen in die andere Richtung, also von den 2000ern angefangen bis in die 1940er. Am Anfang war ich skeptisch, ob das gut funktioniert. Schlussendlich fand ich diese Erzählstrategie wirklich toll und passend, da sich so nach und nach die Puzzlestücke zusammensetzen und man als Leser Stück für Stück erfährt, wie es Suchi und Haiwen über einen Zeitraum von über 60 Jahren ergangen ist.

Das Buch war mit seinen fast 600 Seiten doch ein eher dickes Buch, was aber heißt, dass genügend Platz für die Charakterentwicklung ist. Man erfährt sehr viel über die Charaktere, kann sich gut in diese hineinversetzen und auch nachvollziehen, warum sie so handeln, wie sie eben handeln.

Der Schreibstil gefällt mir ebenfalls sehr gut, ich bin sehr schnell in das Buch reingekommen und auch Richtung Ende hin hatte ich immer noch Lust das Buch weiterzulesen und war gespannt auf das Ende. Apropos Ende: Nach dem Ende kommt noch ein kurzer Epilog, der in meinen Augen etwas verwirrend war und den es nicht unbedingt gebraucht hätte.

Alles in allem handelt es sich um ein tolles Buch, was ich mit Sicherheit ein zweites Mal lesen werde und das ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Eine tolle Stimmung

Das Leben fing im Sommer an
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Bei diesem Buch handelt es sich um das erste Buch von Fußballer Christoph Kramer und ich war sehr gespannt darauf. Das Cover passt wunderbar zum Setting und spiegelt die Stimmung des Buches sehr gut wieder.
In ...

Bei diesem Buch handelt es sich um das erste Buch von Fußballer Christoph Kramer und ich war sehr gespannt darauf. Das Cover passt wunderbar zum Setting und spiegelt die Stimmung des Buches sehr gut wieder.
In "Das Leben fing im Sommer an" wird der Sommer 2006 aus Sicht von Chris erzählt, in dem er seine erste Liebe trifft, später erfährt man, dass es sich hier um einen wahren Kern handelt. Dabei würde es mich durchaus sehr interessieren wie groß der autobiographische Teil und wie groß der fiktive Teil ist - diese Frage bleibt allerdings unbeantwortet.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ich konnte sehr gut in das Buch eintauchen und wollte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zudem schafft Kramer es in meinen Augen eine sehr schöne Stimmung rüberzubringen, mit der man sich selbst in einen Sommer in seiner eigenen Jugend zurückversetzt fühlt.

Der einzige kleine Negativpunkt in meinen Augen ist, dass die Charaktere ein wenig mehr Tiefe vertragen könnten. Das ändert aber nichts daran, dass ich sehr positiv überrascht und begeistert von diesem Buch bin und es uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Schön kitschiger Liebesroman

Say You’ll Remember Me
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Ein Buch, um sich an einem regnerischen Herbsttag mit einem warmen Kakao auf dem Sofa einzukuscheln - das trifft wahrscheinlich am besten, um was für ein Buch es sich handelt. Die beiden Hauptcharaktere ...

Ein Buch, um sich an einem regnerischen Herbsttag mit einem warmen Kakao auf dem Sofa einzukuscheln - das trifft wahrscheinlich am besten, um was für ein Buch es sich handelt. Die beiden Hauptcharaktere Samantha und Xavier lernen sich in Xaviers Tierarztpraxis kennen und haben ein paar Wochen später ein sehr schönes Date zusammen - aber einen Tag später zieht Samantha um, 3.000 km von Xavier entfernt.

Soviel zum grundsätzlichen Setting des Buches. All das, was danach passiert, ist vielleicht nicht unbedingt überraschend, aber wirklich toll und mitreißend geschrieben. Ich bin während des Lesens richtig im Buch versunken und wollte es am liebsten an einem Stück lesen. Zusätzlich zu den vielen romantischen und witzigen Momenten bekommt das Buch aber auch eine schöne Tiefe und ernste Seite, immer wenn es um Samanthas Mutter geht, die von der gesamten Familie zu Hause gepflegt wird. Die Autorin bekommt diese Stimmungswechsel sehr gut hin und kann diese gut rüberbringen.

Die Charaktere hat die Autorin in meinen Augen schön entwickelt, im Laufe des Buches lernt man einiges über die beiden und sie bekommen eine gewisse glaubhafte Tiefe.

Insgesamt handelt es sich um ein tolles Buch, witzig, romantisch, aber auch ernst - es ist von allem etwas dabei. Etwas störend ist hier lediglich, dass die Autorin gerade in der zweiten Hälfte des Buches die Tatsache, dass die beiden sich vermissen, wenn sie 3.000 km voneinander entfernt sind, etwas zu oft erwähnt und jedes Mal wieder ausführt. Darüber kann man aber leicht hinwegsehen und es ist trotzdem eine klare Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Einblick in eine faszinierende Welt

Im Schatten von Giganten
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Ich lese sehr gerne Naturbücher, muss aber zugeben, dass ich mich bis jetzt noch nicht mit den kleineren Lebewesen, die Jasmin Schreiber in diesem Buch beschreibt, beschäftigt habe. Die Autorin schafft ...

Ich lese sehr gerne Naturbücher, muss aber zugeben, dass ich mich bis jetzt noch nicht mit den kleineren Lebewesen, die Jasmin Schreiber in diesem Buch beschreibt, beschäftigt habe. Die Autorin schafft es aber Lebewesen, wie Flechten, Blattläuse und Bärtierchen spannend zu beschreiben und rückt sie mit tollen Fotos in den Vordergrund.

Das Buch gliedert sich in mehrere Kapitel, in jedem wird ein Lebensraum in den Blick genommen. So gibt es beispielsweise ein Kapitel, in dem der Lebensraum im Totholz, in Bäumen oder auch in Pfützen beleuchtet wird. Diese Art das Buch zu strukturieren hat mir sehr gut gefallen. Zudem hat die Autorin einen sehr angenehmen Schreibstil und schafft es diese Tiere, die selten im Fokus stehen, mir als Leser auf eine Art näherzubringen, bei der ich immer weiter lesen will.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch weil es nicht das "typische" Naturbuch ist und hat mich schon dazu angeregt auf meinen Spaziergängen und Fahrradtouren selbst etwas genauer hinzuschauen und die Welt im Kleinen zu entdecken. Von mir gibt es hier eine klare Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Toller Geschichts-Comic

1177 v. Chr. – Eine Graphic Novel
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"1177 v. Chr." bringt dem Leser das Ende des Bronzezeitalters näher und ist die Graphic Novel zum gleichnamigen Sachbuch von Eric H. Cline. Dieser ist Historiker und Archäologe, daher ist es auch nicht ...

"1177 v. Chr." bringt dem Leser das Ende des Bronzezeitalters näher und ist die Graphic Novel zum gleichnamigen Sachbuch von Eric H. Cline. Dieser ist Historiker und Archäologe, daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Graphic Novel so dicht wie möglich an den historischen Fakten hält und versucht, die letzten Jahrhunderte der Bronzezeit zu rekonstruieren.

Für jemanden, der bisher wenige Berührungspunkte mit dieser Zeit hatte, ist es relativ komplex, da viele Personen, Völker und Geschehnisse eingeführt werden, die alle wichtige Teile der Geschichte sind. Hier sollte man sich nicht darauf einstellen, den Comic schnell "weglesen" zu können, sondern man muss hier konzentriert und aufmerksam lesen, da eine Menge Inhalt in doch relativ kurzer Zeit kommt.

Nichtsdestotrotz schafft es das Buch gleichzeitig informativ und unterhaltsam zu sein und ich habe es gerne gelesen. Die Zeichnungen tragen dazu einen guten Teil bei. Natürlich habe ich in anderen Büchern schon detailreichere Zeichnungen gesehen, bei fast 300 Seiten erwarte ich das aber gar nicht. Es handelt sich hier trotzdem um einen schönen, sehr gelungenen Zeichenstil.

Das Buch ist nicht als fortschreitende Geschichte konzipiert. Es werden immer wieder Dialoge zwischen den beiden antiken Hauptfiguren Schesha und Pel eingeschoben, die als Grundgerüst dienen, um die Infos zu transportieren. Die beiden unterhalten sich über die Geschehnisse und interpretieren diese. Diese Art das Buch aufzubauen, war zwar unerwartet, hat mir aber sehr gut gefallen und funktioniert in diesem Fall auch sehr gut.

Zusammengefasst handelt es sich um ein interessantes Geschichtsbuch, den ich weiterempfehlen kann.

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