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Veröffentlicht am 16.05.2025

Gott ist da in meinem Schmerz

Du bist da in meinem Schmerz
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"Gott ist ein verborgener Gott. Aber Er ist niemals ein Gott, der nicht da ist."

Dieses Zitat von Roland Hardmeier, Doktor der Theologie und Autor dieses besonderen Buches, ist nicht aus der Theorie entstanden, ...

"Gott ist ein verborgener Gott. Aber Er ist niemals ein Gott, der nicht da ist."

Dieses Zitat von Roland Hardmeier, Doktor der Theologie und Autor dieses besonderen Buches, ist nicht aus der Theorie entstanden, sondern aus dem Leben im Glauben. Glauben, der nicht nur in guten Zeiten Bestand sondern sich seit 20 Jahren in seinem Leben mit einer chronischen Krankheit und den einhergehenden Schmerzen und Zuständen bewährt hat. Solche Zeiten fordern unglaublich viel und sein Lebensmotto, dass sich daraus gegründet hat, "Manchmal verzweifelt, aber nie verlassen; manchmal am Boden, aber nie am Ende", durchdringt jedes Kapitel dieses so wertvollen Buches.

Für mich ist es ein absolutes Highlight unter allen christlichen Büchern, die jemals zum Thema Leid verfasst wurden, und ich habe mir so viel angestrichen und Texte rausgeschrieben, wie selten in einem Buch. Der Autor versteht es gründlich zu recherchieren und diese Recherche dem Leser in verständlicher Sprache zu vermitteln. Dabei bleibt er immer authentisch und ehrlich, das macht es so wertvoll und das holt denn Leser auch in seiner jeweiligen Schmerzsituation ab und ich empfand es durchgehen erhellend, hoffnungsvoll und ermutigend.

Roland Hardmeier geht der Frage nach Schmerz und Leiden und wie unterschiedlich es in der Welt ausgeprägt ist nach und schaut sich zu Beginn des Buches im ersten Teil an, was denn das Problem des Bösen ist, wie die Antwort der verschiedenen Weltreligionen darauf ist, sehr spannend und was denn nun mit uns geschieht, wenn wir leiden. Dieses Kapitel hat in vielen Aspekten die Augen geöffnet, auch weil es dem Autor gelungen ist, die Antwort des christlichen Glaubens sehr klar herauszuarbeiten und darzulegen. Eine Antwort, die alle anderen Weltreligionen schuldig blieben.

Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit dem Thema, wer denn die Freunde auf unserem Weg des Schmerzes und des Leidens sind. Diesen Teil fand ich auch besonders wertvoll, denn er stellt verschiedene Personen aus der Bibel vor, die alle lange Phasen ihres Lebens unter Leid und Schmerz gelitten haben, wie Hiob, Jeremia, David, Paulus und Jesus. Diese Kapitel empfand ich bei aller Schwere durchgehend hoffnungsvoll und ermutigend und meine Sicht auf Gott durfte sich erweitern und vertiefen.

Im dritten und letzten Teil tanzt der Leser mit dem Autor im Wind und findet neben theologischen Ausführungen die Kombination mit den biografischen Erlebnissen des Autors, was mir während des Lesens und darüber hinaus sehr viel gebracht hat. Jeder, der leidet und Schmerz in seinem Leben erfährt, will diesem Leiden auf den Grund gehen und sucht Trost in seinem Schmerz. Dieses Buch kann Antwort liefern, weil es auf den hinweist, der für unser Leid und unseren Schmerz gestorben ist und das in einer sehr ehrlichen, empathischen, tiefen, hoffnungsvollen und ermutigenden Weise. Ich liebe dieses Buch und werde es noch viele Male in die Hand nehmen und lesen.

Sehr lesenswert!

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Die längste Reise ist die Reise nach innen

Die Frau und der Fjord
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Wir befinden auf den Lofoten am äußersten Zipfel Norwegens im Nordatlantik. Dort steht ein einsames kleines rotes Holzhäuschen mit Blick auf den Fford in der atemberaubenden rauhen Landschaft Norwegens. ...

Wir befinden auf den Lofoten am äußersten Zipfel Norwegens im Nordatlantik. Dort steht ein einsames kleines rotes Holzhäuschen mit Blick auf den Fford in der atemberaubenden rauhen Landschaft Norwegens. Nur ein kleiner Landesteg mit einem kleinen Boot verbindet das Holzhäuschen mit der lauten Welt draußen. Hier im Fjord ist es still und leise, außer es herrscht ein Sturm und genau diese Stille und Einsamkeit sucht Gro. Nach dem tragischen und mysteriösen Unfalltod ihres Mannes zieht sich die taffe und erfolgreiche Geologin zurück in die Einsamkeit. Sie lässt ihren jahrelang so geliebten Job auf einer der größten Ölplattformen der Welt hinter sich, verkauft alles und sucht Zuflucht in der Einsamkeit der Arktis. Ganz allein ist sie nicht, denn ihr geliebter Mann Niklas ist weiterhin jeden Tag bei ihr, nicht nur in der Urne, die sie mitgenommen hat, sondern auch in ihren Erinnerungen und in ihren Träumen.

Gro kommt im Winter auf den Lofoten an und das Wetter ist rau und unbarmherzig, doch Gro spürt es kaum. Sie ist völlig in ihrer Trauer versunken und will niemanden mehr sehen und hören. Ganz langsam begibt sie sich wieder auf den Weg des Lebens, in dem sie in den Wanderschuhen ihres Mannes langsam und zaghaft die Natur um sich herum ergründet. In seinen Schuhen fühlt sie sich ihm am nächsten. Alles andere hält sie nicht aus und will sie auch nicht. Ein kleiner verletzter Vogel zeigt ihr, dass sie vielleicht doch noch für etwas gut ist. Eines Abends erhält sie über Funk einen Notruf und auch wenn Gro kein Interesse an Menschen mehr hat, macht sie sich doch auf den gestrandeten Fischer zu retten. Sie pflegt ihn gesund und durch Jens beginnt Gro auf zaghafte und erstmal widerwillige Art zu ahnen, dass es für sie vielleicht doch noch einmal Nähe zu einem Menschen geben kann, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg....

Sie braucht weiterhin die Einsamkeit und das Alleinsein und der Leser geht mit Gro durch ein intensives Jahr der Trauer, erlebt wie sie wieder Freude an der Natur findet und daran, was sie an Blüten und Früchten zu bieten hat, die Gro mit wachsender Begeisterung verarbeitet. Immer mehr schätzt sie die besondere Natur der Lofoten und nachdem sie und nicht nur sie allein eine Erdölquelle entdeckt hat und durch ihren Job weiß, was das für die Natur und auch deren Bewohner bedeutet, schafft sie es, sich wieder dem Leben und auch Jens zuzuwenden und geht einen mutigen Schritt....

Annette Strohmeyer hat einen ganz wunderbar leisen und intensiven Roman über Trauer, Loslassen und Neuanfangen geschrieben. Sie nimmt uns mit in die wunderschöne Natur Skandinaviens, die sie so liebt und auch in ihr persönliches Erleben von Trauer, Verlust und Neuanfang. Mir hat dieses Debut ganz besonders gut gefallen, sei es von der Sprache her, die wunderschönen Naturbeschreibungen sowie auch die authentische Darstellung von bodenloser Trauer und aufkeimender Hoffnung.

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Veröffentlicht am 09.05.2025

Wer für die Wahrheit eintritt....

Die Erbin
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Wir befinden uns in Köln und den 50er-Jahren. Die junge Cosima Liefenstein ist eine reiche Erbin einer mehr als einflussreichen Industriellenfamilie, die schon vor Generationen gewusst hat, wie Reichtum ...

Wir befinden uns in Köln und den 50er-Jahren. Die junge Cosima Liefenstein ist eine reiche Erbin einer mehr als einflussreichen Industriellenfamilie, die schon vor Generationen gewusst hat, wie Reichtum und Wohlstand aufzubauen sind. Cosima wurde im zweiten Weltkrieg geboren und genoss trotz der harten Zeiten damals eine ausgezeichnete Erziehung und Ausbildung. Dabei wirkt die junge Frau nicht verwöhnt, sondern sie möchte, nach einer eindrücklichen Begegnung mit einer alleinerziehenden Mutter aus einer anderen sozialen Schicht als der ihren, etwas Gutes für diese Frauen tun und gründet eine Stiftung für bedürftige Frauen und Mütter. Nicht alle in der Familie, auch nicht ihr Verlobter Alexander, sehen das wohlwollend, doch ihr Onkel Theodor, das unumschränkte Familienoberhaupt, unterstützt sie, denn er liebt seine Nichte aus ganz bestimmten Gründen besonders. Doch auf der Stiftungsfeier macht Cosima eine Beobachtung, die ihr Leben und ihre Sicht, ihre Loyalität und ihre Liebe zu ihrer Familie, auf den Kopf stellt und Cosima nach und nach veranlasst, Nachforschungen zum Thema Firmengeschichte anzustellen. Dabei kommt sie Familiengeheimnissen auf die Spur, die es ihr nicht möglich machen einfach gemäß ihres Standes und Status weiterzuleben. Bei ihren Recherchen schreckt Cosima Geister aus der finstersten Zeit Deutschlands auf, die nicht bereit sind ihre geheimen Netzwerke aufzugeben und zu allen Mitteln bereit sind...

Der junge Journalist Leo Marktgraf arbeitet als freier Mitarbeiter bei einer Kölner Tageszeitung und stellt Nachforschungen über den Tod eines seiner Freunde an, der plötzlich und unerwartet verstarb, nachdem er schwere öffentliche Anschuldigungen gegen die Familie Liefenstein und ihr mächtiges Firmenimperium erhoben hatte. Mehr oder weniger zufällig begegnet Leo Cosima und stellt fest, dass sie so gar nicht seinem Eindruck von einer jungen reichen Erbin entspricht. Die jungen Leute fühlen sich nach und nach zueinander hingezogen, denn nachdem jeder auf seinem Weg auf Mauern des Schweigens traf, haben sie doch entdeckt, wie gut sie sich verstehen und austauschen können und sie schmieden einen Plan, wie sie gemeinsam vorgehen um die Familien- und Firmengeheimnisse aufzudecken. Dabei verlieben sie sich immer mehr, doch Leo hat ein Geheimnis und verpasst den Zeitpunkt, Cosima die Wahrheit zu sagen....

Claire Winter hat es mal wieder geschafft einen hervorragend historisch recherchierten Roman zu schreiben, geschickt auf zwei Ebenen verteilt. Der Leser kann mitfiebern, wie Cosima und Leo ein Puzzlestück nach dem anderen finden und zusammensetzen und mit jedem Puzzlestück nimmt uns die Autorin mit nach Berlin in die 30er-Jahre, wo alles begann. Wir begegnen dem dunkelsten Kapitel unseres schönen Deutschlands in allen Facetten, nehmen Anteil an einer großen Liebe; sehen Wahrheit und Lüge; Macht und den Mut, sich dieser entgegenzustellen egal welche Konsequenzen es hat; Ungerechtigkeit und Gerechtigkeit, wenn auch sehr spät; Leidenschaft, die sich in Hass verwandelt; Verdrängung bis in die Gegenwart und tiefe Reue. Dabei sind die Charaktere der Protagonisten so authentisch und facettenreich geschildert, dass sich während des Lesens sofort eine Verbindung zu ihnen einstellt. Mir hat die Entwicklung von Cosima, die anfangs einfach nur die Privilegien ihres Standes genoss und keine Ahnung hatte, auf welchem menschenverachtendem Fundament es aufgebaut war, sich wirklich ernsthaft damit auseinandergesetzt hat und entsprechende Konsequenzen zog. Auch war es schön zu lesen, dass es trotz allem Leid und aller Schwere, die bis in unsere Gegenwart wirkt, es Hoffnung und Versöhnung geben kann, wenn die Menschen den Mut haben sich der Wahrheit zu stellen und für sie einzustehen. Wieder ein absolut gelungenes Buch und es muss gerade, wenn ich die heutige Entwicklung in unserem Land beobachte unbedingt gelesen werden.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Das oberste Gebot: Zusammenbleiben!

Um jeden Preis
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Wir befinden uns im Jahr 1944 in der Ukraine in einem kalten Winter. Der zweite Weltkrieg geht seinem grausamen Ende entgegen. Die sechzehnjährige Lydia lebt mit ihrer Familie auf einem Bauernhof ...

Wir befinden uns im Jahr 1944 in der Ukraine in einem kalten Winter. Der zweite Weltkrieg geht seinem grausamen Ende entgegen. Die sechzehnjährige Lydia lebt mit ihrer Familie auf einem Bauernhof bei Odessa uns sieht sich mit ihrer Familie Herausforderungen gegenüber, die sich kein Mensch ausdenken kann und die auch kein Mensch erleben müsste, wenn es nicht so viele kriegsaffine Menschen in den Regierungen geben würde.

Lydias Leben war bis jetzt nicht einfach gewesen, die Familie arbeitet schwer, es sind einfache, ehrliche und gläubige Menschen und haben erst eine schwere Hungersnot in der Ukraine überstanden, die auch Opfer unter der Familie gefunden hat. Doch nun scheint sich der Schlund der Hölle zu öffnen. Der Vater wird eingezogen und ab sofort hört die Familie nichts mehr von ihm. Die Mutter wird mit ihren fünf Kindern, darunter Lydia und ihre Schwestern und ihr Bruder, von den vorrückenden Russen nach Sibirien deportiert. Schon die Fahrt ist schrecklich bei minus fünfzig Grad, tagelang ohne Wasser und Brot. Die Familie hat nur das was sie am Leib trägt. Am Ziel irgendwo in Sibirien angekommen, werden sie so unmenschlich gehalten wie Vieh und müssen harte Zwangsarbeit leisten. Mich hat es unglaublich bewegt, diese erschütternden Berichte zu lesen, wie die Mutter immer versucht hat aus jeder Situation das Beste zu machen. Vor allem hielten sie sich an den Satz, den ihnen der Vater kurz vor seinem Einzug in die Armee mitgegeben hat, egal was es sie kostete, "Zusammenbleiben, um jeden Preis", denn nur konnten sie überleben.

Es wurde ein unmenschlicher Überlebenskampf, bei eisigster Kälte, doch in jedem der Familie brannte ein Überlebenswillen und Lydia gab nicht auf. Die Familie hat dann immer mal wieder Zugeständnisse von dem herrschenden Sowjet-Regime bekommen und durfte sich eine kleine Hütte für sich aufbauen mit einer Kuh, doch das konnte sich auch ganz schnell wieder ändern und sie wurden in einen nächsten Ort weit weg gebracht um dort zu arbeiten und um ihr Überleben zu kämpfen. Immer in der Hoffnung, etwas vom Vater zu hören und wieder in die Heimat zurückgehen zu können, wenn nicht die Ukraine, dann auf jeden Fall nach Westdeutschland.

Um das Überleben der Familie zu sichern geht Lydia eine Heirat ein und wird Mutter. Sie ahnt nicht, was nun auf sie zukommt, der Kampf geht weiter und er setzt ungeahnte Kräfte in Lydia frei, denn ihr Ziel ist wie schon das ihrer Mutter, mit der ganzen Familie endlich in den Westen zu gehen, denn dort ist der Vater nach dem Krieg gestrandet und hat Kontakt mit seiner Familie aufgenommen. Doch die Sowjets sind nicht gewillt ihre fleißigen und billigen Arbeiter gehen zu lassen. Lydia gibt nicht auf und kämpft zwölf Jahre lang jeden Tag die Vision vor Augen, wir werden zusammen als ganze Familie, keiner wird zurückgelassen, zum Vater nach Westdeutschland gehen. Inzwischen hat sie acht Kinder bekommen, von denen sechs überleben, mir kamen die Tränen, was diese Frau mit ihrer Familie erleiden musste. Schließlich schaffen sie es über viele Umwege, doch nicht alle sehen das von ihr gelobte Land und auch dort ist nicht alles Gold was glänzt....

Hera Lind nimmt uns auf eine sehr gefühlvolle und empathische Art und Weise mit auf diese Familienodyssee, und mit in das Leben einer sehr mutigen Frau. Sie war mir wirklich ein Vorbild, nie die Hoffnung aufzugeben, egal, wie schwer es gerade ist und Lydia hatte es wirklich schwer in ihrem Leben. Die Autorin hält sich bei der Geschichte sehr an die Tagebucheintragungen von Lydia, was ich sehr respektvoll finde und was es auch so authentisch macht und sie lässt auch die überlebenden Kinder von Lydia zu Wort kommen, auch das hat mich sehr berührt. Ich empfehle jedem Lydias Geschichte zu lesen, gerade im Hinblick auf das, was viele Politiker für unser Land bezüglich Krieg im Sinn haben und ich hoffe, dass niemand das erleben muss, was Lydia mit ihrer Familie durchleiden musste. Ich bete um Gottes Schutz und Bewahrung für diese besondere Familie!

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Du bist meine Wahrheit

You Are My TRUTH
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Wir befinden uns im Bibertal und begegnen Lexie und Gideon, die sich einige Jahre aus den Augen verloren haben und nun dort wo alles begann, wieder treffen. Aus den Augen verloren geschah nicht einfach ...

Wir befinden uns im Bibertal und begegnen Lexie und Gideon, die sich einige Jahre aus den Augen verloren haben und nun dort wo alles begann, wieder treffen. Aus den Augen verloren geschah nicht einfach so, denn Lexie verschwand damals aus einem guten Grund spurlos. Nun spürt sie, dass es Zeit ist wieder zurückzukehren und sich der Vergangenheit zu stellen. Sie lebt nun in einem kleinen Haus am Wald mit vielen Tieren und wie alles an Lexie bunt und etwas chaotisch ist, spiegelt sich das auch in ihrem Zuhause wieder, doch genau so gefällt es ihr. Lexie arbeitet als Ranger mit im benachbarten Wildpark und die dort beheimateten Bären liebt sie ganz besonders.

Ihr damaliger Freund Gideon kommt ebenfalls wieder nach Bibertal. Er ist Feuerwehrmann und nach einem traumatisch verlaufenen Feuerwehreinsatz sucht er Ruhe und Orientierung in der alten Heimat. Alle beide sind nicht wirklich darauf vorbereitet aufeinander zu treffen und schon gar nicht, welche Gefühle zueinander die Begegnung wieder freisetzt. Doch es ist alles andere als einfach nach einer so langen Zeit und dem Schmerz der gegenseitigen Verletzungen wieder neu anzufangen....

Sowohl Lexie als auch Gideon haben ihre Baustellen im Leben, die sie mit der Hilfe Gottes angehen und Vergebung, Heilung und Annahme erfahren. Das alles wird nicht nur durch die Begegnung mit der Vergangenheit auf die Probe gestellt, auch die Herausforderungen der Gegenwart, wie ein Anschlag auf das Bärengehege oder gar ein Waldbrand, der ihr Leben und das ihrer Freunde bedroht, zeigt, wie sehr sie auf ihren Gott angewiesen sind.

Mir hat dieser zweite Band von drei, der auch unabhängig gelesen werden kann, sehr gut gefallen. Wir erleben die chaotische Lexi und den in sich ruhenden Gideon, wie sie ihr Leben auch im Glauben, der so fein und unaufdringlich mit in die Geschichte mit einfließt, meistern. Dabei kommt der Humor nicht zu kurz und die witzigen kleinen Briefe, die am Anfang jedes Kapitels stehen. Auch die Freunde, die in den beiden anderen Büchern noch genauer beschrieben werden, sind einfach sympathisch und ich wünschte mich einige Male nach Bibertal, ganz besonders auch mit dem lecker beschriebenen Ice coffee von Gideon um einfach dabei zu sein. Eine Faith Young Adult Geschichte, die einfach mehr zu bieten hat als nur prickelnde Gefühle, sehr lesenswert.

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