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Veröffentlicht am 10.05.2025

Wow, tough topic, aber gut rübergebracht

Something happened to Ally
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Romane, die Triggerthemen rund um sexualisierte Gewalt beinhalten finde ich oft schwierig, denn es ist ein thematisches Minenfeld und ein schmaler Grad in Hinblick auf Pietät und Empathie. Dieses Buch ...

Romane, die Triggerthemen rund um sexualisierte Gewalt beinhalten finde ich oft schwierig, denn es ist ein thematisches Minenfeld und ein schmaler Grad in Hinblick auf Pietät und Empathie. Dieses Buch schafft den Balanceakt aber sehr gut. Und da ich es wichtig finde, dass offen mit solchen schweren Themen umgegangen wird, haben solche Bücher auch absolut ihre Daseinsberechtigung.

Die zwei weiblichen Perspektiven auf ein und das selbe Ereignis, einmal die Täter- bzw. Mitwisser-Perspektive und einmal das Opfer, das war einfach grandios. Erschreckend, beängstigend, zum aus der Haut fahren. Es ist keine leichte Geschichte, aber es ist ein realistisches Szenario.

Ich fand vor allem Ally sehr nahbar und sympathisch und habe sehr mit ihr mitgefühlt. Den Mean Girl Club rund um B. fand ich aber auch sehr authentisch angelegt. Mitleid konnte ich trotzdem nicht mit ihr empfinden, auch wenn vor allem ihr moralisches Dilemma zum Ende hin mich doch gepackt hat. Das war überzeugend angelegt, zwischen Selbstschutz, Egoismus und Zweifel wurde B. für mich quasi zur Verliererin der Geschichte, was fast schon traurig war.

Ich finde diese Art Geschichte so wichtig, nicht nur weil sie ein relevantes und brisantes Thema sichtbar machen, sondern den Leser auch sensibilisieren und zum Nachdenken anregen. Und das schafft dieses Buch auf eine eher sanfte Art. Hier wird nicht mit der Keule geschwungen und dem Finger gezeigt, es ist deutlich subtiler. Aber es ist eine starke und bestärkende Geschichte.

Der Schreibstil ist leicht und erleichtert damit auch das Lesen des Buches, dass viele Emotionen, viele Gedanken und viele Facetten mitbringt.

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Spicy Adaption

Moonlit Thorns
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Ich mag ja Retellings und Adaptionen bekannter Märchen und „die Schöne und das Biest“ ist eine meiner Lieblingsgeschichten. Und dieser Dark Romance Version davon hatte schon was für sich.

Anabelle ist ...

Ich mag ja Retellings und Adaptionen bekannter Märchen und „die Schöne und das Biest“ ist eine meiner Lieblingsgeschichten. Und dieser Dark Romance Version davon hatte schon was für sich.

Anabelle ist ehrlicherweise sehr jung sehr naiv. Age Gap gefällt mir normalerweise nicht so, weil ich dieses natürliche Machtgefüge immer schwierig finde, aber hier wirkte es eigentlich nie so, als wäre das Alter der Protas tatsächlich ein Thema, weil Belle keine Schutzbefohlene von Asher ist.

Ein Machtgefüge gibt es natürlich trotzdem, aber es ist ein einvernehmliches. Neben der spicy Story, die wirklich sehr explizit und umfangreich ist, gibt es auch so ein paar Suspense-Momente, die die Story aufgelockert haben.

Ansonsten ist die Handlung jetzt nicht wahnsinnig dicht, was aber gefühlt auch nicht die Intention der Autorin war. Der Spice war gut geschrieben, erinnert ein bisschen an Shades of Grey. Ich fand das Buch leicht und flüssig zu lesen und sehr kurzweilig.
Und Asher ist nicht so biestig, wie man am Anfang vermuten könnte.
Ich fands gut.

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Intensiv, aber hoffnungsvoll

Swift River
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Dieser Debütroman wurde sehr gekonnt beworben, sodass ich richtig Lust auf diese Familiengeschichte, die auch eine Geschichte von Rassismus, Wut und Verlust ist, bekommen habe. Stellenweise dachte ich, ...

Dieser Debütroman wurde sehr gekonnt beworben, sodass ich richtig Lust auf diese Familiengeschichte, die auch eine Geschichte von Rassismus, Wut und Verlust ist, bekommen habe. Stellenweise dachte ich, das Buch bzw. die Autorin wollte vielleicht zu viel, aber am Ende muss ich schon sagen, dass es mir insgesamt sehr gefallen hat.

Diese Familiengeschichte umspannt mehrere Generationen, wird teilweise in Briefform erzählt und eröffnet dem Leser die sozialen Strukturen der 80er Jahre. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten die exakten AZusammenhänge zwischen den Briefinhalten und Diamonds Familie herzustellen. Zum Schluss hin waren diese Briefe dann aber tatsächlich das, was mir nachhaltig in Erinnerung geblieben ist. Die Geschichte eines Ortes, einer Sozialstruktur, einer Familie.

Diamonds Schicksal war teilweise wirklich elend, aber tief berührend. Auf sanfte Art wird hier viel vermittelt, ohne es überhaupt laut aussprechen zu müssen, ohne dem ganzen einen Namen geben zu müssen. Das war sehr eindrücklich und hat mich beim Lesen auch durchaus ergriffen. An vielen Stellen kam es mir fast wie eine Geschichte aus einer anderen Welt vor und ich musste mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass derartige Schicksale vor nicht einmal 50 Jahren Realität waren.Und genau das macht diese Geschichte so tief erschütternd.

Obwohl der sprunghafte Charakter der Geschichte anfangs nicht ganz leicht ist, wirklich die Geschichte schon gut strukturiert erzählt. Es gab ein paar inhaltliche Wiederholung, die natürlich die zur Eindrücklichkeit prekärer Situationen beitragen, aber eigentlich hätte es die gar nicht gebraucht.

Es werden ein paar wirklich starke Bilder innerhalb der Handlung erzeugt, die Geschichte ist ernst, aber auch leise hoffnungsvoll und ich Diamond heimlich die ganze Zeit die Daumen gedrückt.
Für einen Debütroman wirklich schon sehr stark. Hat mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Unerwartet gut

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Freida Mc Fadden ist ja grade ganz groß im Gespräche und nachdem mir die Housemaid-Reihe gut gefallen hat, wollte ich auch ihr neustes Buch gerne lesen. Und das legt von Beginn an ziemlich stark vor. Hat ...

Freida Mc Fadden ist ja grade ganz groß im Gespräche und nachdem mir die Housemaid-Reihe gut gefallen hat, wollte ich auch ihr neustes Buch gerne lesen. Und das legt von Beginn an ziemlich stark vor. Hat mir tatsächlich richtig gut gefallen und das obwohl ich mit einer hohen Erwartungshaltung an das Buch rangegangen bin.

Wie auch schon in den vorherigen Bücher hat auch hier die Geschichte eine starke psychologische Komponente. Es geht wieder viel um zwischenmenschliche Beziehung, die stark emotional aufgeladen sind. Vor allem Dawn hat mir zu Anfang total leid, gleichzeitig war ich ihr gegenüber aber auch irgendwie misstrauisch eingestellt, weil sie zwar eine passive Protagonistin ist, aber trotzdem derartig im Fokus steht. Sie und Nat bilden starke Gegensätze.

Ich fand die Geschichte sehr überraschend, auch wenn ich das Ende fast schon too much und dadurch unglaubwürdig fand. Bis dahin steigern sich Tempo und Spannung kontinuierlich, sodass man total an den Seiten hängt.

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Skurril

Ghost Mountain
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Als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch des Autors von „Leonard und Paul“ gibt, wollte ich es unbedingt lesen. Die Onlinerezensionen sind gemischt, also wusste ich nicht, was mich erwarten würde. ...

Als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch des Autors von „Leonard und Paul“ gibt, wollte ich es unbedingt lesen. Die Onlinerezensionen sind gemischt, also wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Die Geschichte ist ein bisschen skurril, irgendwie vage und nicht ganz greifbar, aber trotzdem irgendwie catchy. Ganz anders als „Leonard and Paul“ aber trotzdem besonders.

Die Geschichte hat einen sonderbaren Verlauf. Am Anfang steht das Auftauchen eines neuen Berges. Dieser steht auch die gesamte Geschichte über im Fokus der Leben der Personen, deren Existenz er unmittelbar berührte. Und trotzdem word er eigentlich nicht weiter aufgegriffen.

Vielmehr geht es um Beziehungskonstrukte, diese Bande auf denen Leben aufbauen und an denen sie zerbrechen. Die Geschichte nimmt seltsame Wendungen und Abwege und so richtig war für mich bis zum Schluss nicht greifbar, was der Kern des ganzen ist. So nach Art „die Wege des Schicksals sind unergründlich“.

Liest sich aber gut und macht in seiner Kuriosität und Exzentrik Spaß.

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