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Veröffentlicht am 29.09.2025

Eine süße und emotionale Story, doch mir fehlte das gewisse Etwas!

Falling Like Stars
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Nachdem Emma Scott mit den letzten beiden Büchern in das Fantasy-Genre eingetaucht ist, gibt es diesmal wieder altbekanntes und man erwartet sich mit „Falling Like Stars“ eine tiefgründige, verletzliche ...

Nachdem Emma Scott mit den letzten beiden Büchern in das Fantasy-Genre eingetaucht ist, gibt es diesmal wieder altbekanntes und man erwartet sich mit „Falling Like Stars“ eine tiefgründige, verletzliche und emotionale Geschichte. Das Buch wird unterteilt in Prolog, Teil 1-3 und den Epilog. Die Story wird aus der Sicht von Rowan und Zackery erzählt und man kommt sehr gut durch die Geschichte und wird auch mitgerissen von der Trauer, den unabgeschlossenen Dingen, welche die Protagonisten verfolgen. Trotzdem kamen diese Gefühle nicht ganz so bei mir an und es konnte mich nicht so begeistern wie andere ihrer Bücher. Es war süß und bewegend, aber es hat mich nicht abgehoben, ich fieberte nicht mit.

Rowan wollte schon immer Kostümdesignerin werden, doch ein Schicksalsschlag nach dem anderen begrub ihre Träume. Als Produktionsassistentin trifft sie auf den Filmstar Zackary und spürt eine tiefe Verbindung zu ihm. Doch auch er trägt Narben mit sich, und hinter seiner glamourösen Fassade entdeckt sie einen Mann voller Herzenswärme und Aufrichtigkeit. Sie weiß, dass sie sich erst ihrer Trauer stellen muss, bevor sie bereit ist, der Liebe erneut eine Chance zu geben.

Rowan ist in einem Teufelskreis gefangen und kann ihm nicht entkommen. Eigentlich ist sie eine intelligente, kreative und liebenswürdige Frau, welche durch die ganzen Schuldgefühle, welche sie sich einredet gehemmt ist und nicht vorwärtskommt. Ihre Trauer und Schmerzen hindern sie daran ihr Leben zu leben, zu genießen, was sich ergibt und immer stecken zu bleiben. Sie ist richtig süß und freundlich und auch sympathisch, doch sie muss endlich damit anfangen endlich alles aufzuarbeiten, denn sie hat alles zu lange schleifen lassen und sich damit selbst verschlossen, und trifft nicht allzu gute Entscheidungen.

Zackary ist ein absoluter Good Guy und hat nicht verdient was seine ehemalige Freundin ihm zumutet. Er ist bescheiden, obwohl er sich ein übergroßes Vermögen angehäuft hat, ist freundlich, aufmerksam und arbeitet hart. Für seine Filme gibt er alles und verwendet seine Gefühle und Erinnerungen für seine Rolle, um ein besserer Schauspieler zu sein, und sodass sein Charakter der bestmögliche wird. Das fand ich einfach richtig klasse gemacht und dargestellt, hat mir sehr gut gefallen. Und vor allem, er ist wirklich ein Good Guy, denn was er mit Eva alles aushalten muss, und was sie macht. Nicht viele wären so liebenswürdig und hätten das so stehen lassen, oder so mit sich umspringen lassen. Zackary hat echt besseres verdient.

Wir lernen auch Jeremy kennen. Er ist Zackarys Bruder und von ihm hätte ich wahnsinnig gerne mehr gesehen, denn er ist einfach ultra cool und ist einen ganz anderen Weg eingeschlagen als Zackary. Dann gibt es noch Rowans beste Freundin Jess, welche eigentlich ihr Leben so richtig auf der Reihe hat und Rowan immer zur Seite steht. Doch im Nachhinein erkennt man, dass nicht immer alles so passt wie man es erwartet. Dann natürlich noch Eva. Diese Zicke versteht einfach nicht, wieso ihr nicht alles auf einem Silbertablett serviert wird. Sie ist anstrengend, unfreundlich, verhält sich Zach gegenüber einfach unmöglich und erwartet ja wirklich, dass er alles stehen und liegen lässt um ihr zu helfen. Wenn er Erfolg hat, wird ihm das nicht zugerechnet, weil er ja sowieso alles bekommt was er will und nicht wirklich viel dafür tun muss. Sie versteht Zach Art zu Leben einfach nicht und erkennt nicht, wieso er so erfolgreich ist. Sie hat meiner Meinung nach nicht verdient, was mit ihrer Storyline passiert, aber naja, Sh** happens.

Die Story selbst war süß, emotional und auch tiefgründig. Man bekommt sehr gut mit, was bei den Beiden im Kopf vor sich geht und man verfolgt das Ganze gespannt, wann sie endlich vorwärtskommen. Man kann den Schmerz, die Trauer und die Schuldgefühle förmlich schmecken und das ist auch gut gemacht worden. Nur irgendwie hat es bei mir nicht klick gemacht. Es war nicht so, dass die Geschichte schlecht war, denn das war sie nicht. Aber es war auch kein Wow Moment, wo ich mir die Seele aus dem Leib geweint habe und alles verdammt hätte. Es bleibt mir nicht so im Gedächtnis wie damals Theos Schicksal in „Between Your Words“ oder wie in „The Light in Us“ wie Noah wieder zurück ins Leben findet. Diese Bücher haben mich von Anfang bis Ende begeistert und es war atemberaubend. Hier war das nicht so, und das fand ich echt schade. Diese Emotionen kamen bei mir nicht an und haben mich nicht so begeistert, wie erwartet.

Trotzdem habe ich das Buch auch wirklich schnell zu Ende gelesen, denn es war doch süß, herzlich und gut zu verfolgen. Rowan und Zackary haben ein gutes Gespann abgegeben, die Chemie hat man gespürt, es macht einfach traurig, was einen daran hindern kann, sich auf den anderen einzulassen. Mich haben die Geschichten von den Beiden interessiert und sind mir auch nahegegangen, nur eben nicht so viel. Leider.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 12.08.2025

Ein aufwühlender, interessanter und einfühlsamer Roman!

All the Things I Love about You
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'All the Things about You' ist die neue 'Herz Schlag' Dilogie der Autorin Amelia Cadan und ich war gespannt, wie sie sich im 'normalen' Romance schlagen würde. Die 'Everlasting Fate' Dilogie hat mich begeistert ...

'All the Things about You' ist die neue 'Herz Schlag' Dilogie der Autorin Amelia Cadan und ich war gespannt, wie sie sich im 'normalen' Romance schlagen würde. Die 'Everlasting Fate' Dilogie hat mich begeistert und so war es ein absolutes Muss für mich dieses Buch zu lesen. Das Cover finde ich sehr schlicht gehalten und ist auch sehr schön gemacht, sagt nur gar nichts über die Geschichte aus. Der Schreibstil ist eingängig, einfühlsam und flott zu lesen. Der Roman wird aus der Sicht von den beiden Hauptprotagonisten Dawn und Landen erzählt. Mag ich sehr gerne, so erhält man sehr viel Einblick.

Nachdem die Medizinstudentin Dawn ihrer schwerkranken Tante Sterbehilfe geleistet hat, fliegt sie von der Uni und hat es schwer als Vorbestrafte einen Job zu ergattern. Einzig der MMA-Kickboxer Landen gibt ihr eine Chance. Bald schon arbeitet sie in seinem Trainingscenter und findet dort in Landens harter, rauer Welt etwas, was ihr schon lange fehlt. Offenheit und Vertrauen. Beide entwickeln Gefühle füreinander, aber für Dawn steht vieles auf dem Spiel...

In dem Roman wird einiges aufgegriffen. Sterbehilfe ist ein äußerst wichtiges Thema und wird viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das Buch regt so einiges an und man kann ganz gut miterleben, was das in einem auslösen kann. Was alles passiert, wie sich Dawn dabei fühlt, was die Konsequenzen für sie sind. Der innere Zwiespalt, das sie das Richtige getan hat, sich dabei aber schrecklich fühlt. Bei Landen kann sie ganz sie selbst sein, er verurteilt sie nicht.

Ganz im Gegenteil zu ihren Eltern. Diese versuchen gar nicht erst Dawn zu verstehen. Diese Personen kann ich sowieso nicht verstehen, denn halten sie auch Dawns Bruder Jeremy meistens von ihr fern. Hier gibt es noch ein heikles Thema, welches gut und gerne mehr Einfluss hätte haben können und wir mehr davon zu sehen bekommen. Jeremy ist einfach ein Schatz und ein unheimlich lieber kleiner Kerl.

Landen hat sich sein Leben hart erkämpft, nachdem er einigen Blödsinn aufgeführt und in kriminelle Aktivitäten involviert war. Er hat sich alles selbst aufgebaut und das Kickboxen und sein Trainingscenter sind alles für ihn. Man merkt sofort zwischen den beiden dieses Knistern und Landen ist hin und weg und hält damit auch nicht hinterm Berg. Er ist aufgeschlossen, geduldig (meistens) und immer sehr hilfsbereit.

Wir lernen ein paar Leute neben Jeremy kennen. Da wären Landens bester Freund Ryan, der auch sein Partner ist. Er ist ein großer Brummbär, immer auf Landens Seite und hilft wo er nur kann. Kann zwar etwas knurrig sein, aber ein total netter Mensch. Dann noch seine Schwester Blythe und deren Tochter. Hätte gerne mehr von ihnen gesehen, haben gerade nicht viel Zeit im Buch erhalten. Wichtig ist auch noch Cam, welcher Dawn um Hilfe bittet und sich dabei äußerst ungeschickt aufführt. Er ist der Hauptprotagonist im zweiten Band. Man merkt schon, bei ihm geht auch so einiges ab.

Zur Geschichte selbst. Ich fand sie ganz okay. Nicht wirklich etwas Besonderes, aber auch bedeutsam, relevant und gefühlvoll. Wichtige Themen werden angeschnitten, wie eben die Sterbehilfe, die Konsequenzen daraus. Ein Neuanfang, die Krankheit von Jeremy und noch ein paar andere Dinge. Im ersten Teil lernen sich die beiden kennen und es geht gefühlt richtig schnell, obwohl nicht allzuviel passiert. Sie haben sehr schnell einen Draht zueinander und das merkt man auch sofort.

Dann geschieht etwas, urplötzlich, und alles ist anders. Eigentlich habe ich mir so etwas in der Art schon gedacht, denn es war nicht ganz so überraschend wie erwartet. Es wird schwierig und Dawn ist einfach absolute Klasse. Sie bleibt dabei, lässt sich nicht unterkriegen und zeigt was in ihr steckt. Landen hat einen harten Weg vor sich und sieht kein Ende. Vieles wurde hier sehr gut und genau dargestellt, sehr emotional und auch nachvollziehbar. Doch mir ging das alles ein wenig zu schnell, zu einfach zu ich weiß nicht genau. Es fehlte da etwas, dass es mir richtig naheging. Der Schluss wiederum war echt schön und hat mir gefallen.

Ehrlich gesagt, weiß ich noch nicht, ob ich den zweiten Band mit Cam lesen werde. Wie schon gesagt, war der Roman ganz okay, hat bei mir aber keine besonderen Gefühle ausgelöst. Da hat mir Amelia Cadans Fantasy Dilogie viel viel besser gefallen. Für mich war die Geschichte nicht ganz rund. Es war zwar alles ganz Neu für mich (dieses Thema), aufwühlend und einfühlsam erzählt, jedoch fehlte mir das gewisse Etwas, das tiefergehende Kennenlernen. Für mich war das schon überhastet. Mal schauen. Ein guter Roman, welcher noch Luft nach oben hat.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei Montlake und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst würde.

Veröffentlicht am 16.07.2025

Ist diese Jagd es wert? Heiß, skurril und aufregend!

Enchantra – Verrate die Liebe, rette dein Herz
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„Enchantra – Verrate die Liebe, rette dein Herz“ ist nun der zweite Teil der Wicked Games Reihe der Autorin Kaylie Smith. Der erste Band hat mich ein wenig zweigespalten zurückgelassen, ein paar Dinge ...

„Enchantra – Verrate die Liebe, rette dein Herz“ ist nun der zweite Teil der Wicked Games Reihe der Autorin Kaylie Smith. Der erste Band hat mich ein wenig zweigespalten zurückgelassen, ein paar Dinge haben mir nicht so zugesagt, hat mich aber wirklich wunderbar unterhalten und dieser Teil ist für mich so um den gleichen Dreh herum aufgebaut. Das Cover ist wieder einmal einfach wunderschön gestaltet, es wurden nur ein paar Kleinigkeiten angepasst. Durch das ganze Geschehen kommt man sehr leicht und flott durch, ich habe das Buch an einem Tag ausgelesen. Das Buch wird aus der Sicht von Genevieve erzählt.

Genevieve will mehr über sich selbst erfahren und folgt einer Einladung nach Italien auf das mysteriöse Weingut Enchantra. Hier trifft sie auf Rowin, einen unsterblichen, unausstehlichen Fremden, dessen Familie einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist. Jedes Jahr aufs Neue müssen diese an einer Jagd teilnehmen, und deren Geschwister töten. Nur einer kann überleben und die Annehmlichkeiten des Gewinns genießen. Unfreiwillig wird Genevieve in dieses tödliche „Spiel“ mithineingezogen und muss fortan auf den Schutz von Rowin setzen und auf ihn vertrauen.

Im ersten Band hatte man schon das Vergnügen Genevieve ein wenig kennenzulernen, nun wird dies intensiviert. Sie ist eine aufgeschlossene Persönlichkeit, aufgeweckt, stellt Fragen über Fragen und hört gar nicht mehr damit auf. Genevieve ist selbstbewusst und weiß was sie will, sie hat viel mit ihren Kräften geregelt, welche ihr jetzt nichts nützen. So muss sie sich neu zurechtfinden. Sie will endlich mehr über ihre Herkunft herausfinden und vielleicht den ein oder anderen Gleichgesinnten. Sie ist nicht auf den Kopf gefallen, geht manchmal unüberlegt vor und ist stur.

Rowin wirkte zu Anfang einfach wie ein blöder Ar***. Von sich eingenommen, kann sie nicht ausstehen, weil sie unbedingt loswerden. Wirkt überheblich und möchte unbedingt dieses Spiel weiterhin gewinnen. Mit der Zeit erfahren wir aber auch warum und was er sich alles abverlangt. Er ist charmant und wird mir sogar sympathisch.

Wir lernen sehr viele Geschwister von Rowin kennen, was einen anfangs etwas erschlägt. Jeder von ihnen ist sehr speziell und zeigt eine andere Seite, sind skurril, ein paar sind doch recht „nett“ und helfen, während andere einfach so durchkommen wollen. Während ein paar Gewisse alles tun würden für den Sieg. Sehr spezielle Persönlichkeiten, die für die ein oder andere interessante und aufregende Szene sorgen. Ein persönliches Highlight für mich war ja Umbra, es war einfach zu goldig und ich fand dieses Wesen einfach toll.

Es gibt ein paar Runden des Spiels, wo jeder die Möglichkeit bekommt zu jagen, es wird spannend und auch ein wenig intrigant und manipulativ. Einen Bruder habe ich von Anfang an nicht ausstehen können, da er es so richtig persönlich und brutal angeht, aber auch er hat gute Intentionen. Diese Runden jedenfalls, die meiste Zeit wird sich versteckt und gewartet, was ein wenig öde werden kann, doch es wird immer unterbrochen durch irgendeine Wegrenn- oder Kampfszene.

Die Chemie zwischen Rowin und Genevieve ist vorhanden und wird ein wenig langsamer aufgebaut, doch ist auch sehr heiß dargestellt. Wobei mir das Intime, Private etwas gefehlt hat und man ein wenig mehr Liebe und Zuneigung gerne gesehen hätte. So habe ich nicht wirklich den Zeitpunkt erfassen können, wann die beiden sich verliebt haben.

Ich fand es echt interessant, wie die Geschwister und Genevieve sich aus dem Pakt heraushandeln wollten. Das Ende hatte es auch in sich, was hier mit Genevieve passiert und was Rowin für sie bereit ist zu tun. Für mich ist klar, dass es noch einen weiteren Band geben wird, denn da ist noch Potenzial für mehr, und ein paar Stränge sind hier offen für ein weiteres Buch.

Dieser Band war für mich genauso unterhaltsam wie der erste und ich kam wunderbar voran und wollte wissen, was hier noch so vor sich geht. Es war spannend, emotional, skurril wegen der Geschwister und dieser ganzen „Jagd“. Wieder ein guter Roman für zwischendurch, welcher einen gute und aufregende Stunden verschafft, jedoch nicht lange im Gedächtnis bleibt. Ein reiner Unterhaltungsroman, fesselnd und heiß.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei Aufbau Verlage GmbH & Co. KG und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 12.05.2025

Eine süße Geschichte mit viel ungenutztem Potenzial!

Blossoms of Fire
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"Blossoms of Fire" ist das erste Buch, welches ich von der Autorin Cosima Lang gelesen habe. Das Buch ist sehr gemütlich, charmant und kurzweilig. Das Cover finde ich ganz bezaubernd, nichts allzu prunkvolles ...

"Blossoms of Fire" ist das erste Buch, welches ich von der Autorin Cosima Lang gelesen habe. Das Buch ist sehr gemütlich, charmant und kurzweilig. Das Cover finde ich ganz bezaubernd, nichts allzu prunkvolles aber mit den Kräutern verspielt und einfach hübsch. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, man bekam einen großen Einblick in die Kräuterkunde und was man damit anstellen kann, was mir super gut gefallen hat. Das Buch wird aus der Sicht von Briar erzählt.

Briar ist eine Kräuterhexe und auf Heilung spezialisiert. Genau deswegen wird sie von einem Drachenclan entführt um einen der ihren zu helfen. Als ihr dies auf wundersamer Weise gelingt, erhält sie das Angebot ein Jahr lang als Heilerin bei ihnen zu leben. Angetan von dieser Aufgabe nimmt sie an, denn dann wäre sie auch dem Drachen Darragh näher, welchen sie geheilt hat und der sich als Wandler entpuppt und ein äußerst faszinierender Mensch ist.

Der Roman spielt in der ganz normalen Zeit, wo alle über Magie, Hexen, Drachen und allerlei anderes sonst Bescheid wissen. Briar ist eine liebenswerte Person, welche ihre Aufgabe liebt, aber sich auch nach Abenteuern sehnt. Sie ist recht bestimmend, weiß ihren Wert und zeigt dies auch. Ich fand sie sehr sympathisch.

Darragh ist ein Drachen Wandler und ist äuerst selbstbewusst, sehr beschützend gegenüber seinem Bruder und Clan eingestellt. Wieder ein toller Charakter, den man einfach gern haben muss.

Wir lernen einige Personen kennen. Briars Gran kommt zwar nicht so häufig vor, ist jedoch ihr Fels in der Brandung und auch offen für Neues. Darraghs Bruder Basil kann ich nicht ganz so einschätzen. Manchmal wirkt er böse auf Darragh und dann ist er richtig charmant und nett. Dann gibt es noch Lennox, mit welchem sich Briar einen kleinen Spaß erlaubt, ihr seht dann schon warum. Und dann noch ein paar mehr.

Was ich äußerst lustig und lieb fand, war der tierische Begleiter, welchen Briar auf der Insel Schottlands gefunden hat. Eindeutig etwas Neues für mich, aber Flora ist einfach genial. Die Insel ist auch zauberhaft beschrieben und man wünschte sich gerne Mal dahin. Ein richtiger Wohlfühlort.

Zur Story selbst kann ich nur sagen, dass mir da das gewisse Etwas gefehlt hat. Es war schön und gemütlich, charmant und witzig. Die Chemie zwischen Briar und Darragh hat gestimmt und hat auch super dazu gepasst. Es ging mir nur ein wenig zu schnell und es passiert auch nicht wahnsinnig viel. Und wenn dann Mal etwas geschieht, ist es schnell wieder vorbei. Man verweilt nicht, man taucht nicht tiefer in das Geschehen ein, sondern springt schnell weiter. Es war für mich zu oberflächlich.

Da die Kräuter so ausgiebig erklärt wurden, hat es mich dann aber doch gewundert, dass wir sie nach dem heilen von Darragh nie mehr als Heilerin oder etwas mit ihrer Aufgabe auf der Insel zu sehen bekommen. Da kommt gar nichts und das fand ich sehr schade. Da hätte es jede Menge interessante und auch lustige Momente geben können. Nun, wenn man aber genau nachdenkt, heilen die Drachen ja in Rekordzeit und da gibt es nicht viel zu heilen. Wieso aber ist Briar dann überhaupt hier? Damit sie einmal jemanden vor Vergiftung heilen kann? Da kann man sie auch einfach kurz herfliegen lassen. Kleines Logikloch.

Das einzig richtige spannende waren zwei Szenen, eine irgendwo mittendrin und zum Schluss dann noch ein Angriff. Und dieser Angriff war so schnell vorbei und fast richtig einfach. Da fehlte mir leider die ganze Spannung.

Nun, die Geschichte hatte so viel Potenzial, welches nicht genutzt wurde, man hätte viel tiefer gehen können, länger in den Szenen verweilen, damit die Emotionen richtig ankommen können. So war es nur eine kurzweilige Story in der nicht wirklich viel passierte, man kam zwar gut durch das Geschehen und hatte dieses cozy Gefühl, aber da wäre so viel mehr gegangen, und das störte mich dann einfach. Das man Potenzial nicht ausschöpft. Die Kräutererklärungen und deren Nutzung war genial, die Protagonisten sind alle verschieden und sehr lieb und charmant. Die Story war nur ein Tröpfchen. Eine liebenswerte Geschichte, mit der man viel mehr anfangen hätte können.

Hiermit möchte ich mich Recht herzlich bei Loomlight und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 07.05.2025

Unterhaltsam und interessant, aber mit Potenzial nach oben!

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe
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Als ich das Buch „Phantasma“ von Kaylie Smith gesehen habe, wusste ich, dass ich es unbedingt lesen wollte. Schon den Einband finde ich einfach richtig hübsch. Leicht düster, wegen des Totenschädels, leicht ...

Als ich das Buch „Phantasma“ von Kaylie Smith gesehen habe, wusste ich, dass ich es unbedingt lesen wollte. Schon den Einband finde ich einfach richtig hübsch. Leicht düster, wegen des Totenschädels, leicht verspielt und romantisch wegen der Rosen, war es ein absolut tolles Cover. Die Inhaltsangabe gab mir den Rest und ich erwartete eine düstere, interessante, spannende Geschichte rund um Nekromanten, Dämonen, Geister usw.

Schon der Titel sagt viel aus. „Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe“. Denn in dem Buch geht es um ein Spiel, welches nicht wirklich ein Spiel ist, sondern todernst ist, und das meine ich wortwörtlich. Es geht um die zwei Schwestern Ophelia und Genevieve. Ophelia erhält nach dem Tod der Mutter deren nekromantischen Kräfte – und auch alle Schulden. Um ihr Haus behalten zu können, begibt sich die jüngere Genevieve auf einen gefährlichen Pfad und meldet sich bei Phantasma an. Ein tödliches Spiel. Ophelia kann dies nicht zulassen und macht sich auch auf den Weg. Dabei begegnet sie den geheimnisvollen Fremden Blackwell und dieser schlägt einen Deal vor, von dem beide etwas haben sollen. Sie geht darauf ein, nichts ahnend, dass sie dadurch noch mehr in Gefahr gerät, denn gibt es nur eines, das tödlicher ist als die Spiele selbst - sich zu verlieben…

Der Anfang des Buches hat mich total gecatched. Schon gleich wird man hineingeworfen in das Geschehen und erkennt sofort, dass Ophelia am liebsten die Kräfte nicht annehmen will. Aber sie ist eine gute Tochter und vielleicht auch störrisch und auch stolz, denn sie hat keinesfalls vor, dass mit ihr die Nekromanten Linie zu Ende geht. Ophelia musste ihr ganzes Leben lang für die Aufgabe lernen, einmal die Kräfte zu übernehmen, und hatte so fast kein eigenes Leben. Sie lebte dafür ihre Mutter stolz zu machen, zu lernen, zu Hause zu bleiben. Sie ist sehr verunsichert und vorsichtig, da sie auch immer wieder sehr auf ihren inneren Zwiespalt hört und sich immer vorhalten muss, dass sie gut ist und dies alles schaffen wird.

In der Geschichte und in dem Spiel hat sie 9 Level zu absolvieren, eine schwieriger und gefährlicher als die andere, und nebenbei soll sie ihre Aufgabe gegenüber Blackwell erfüllen, ihre Schwester finden und ihre Kräfte kennenlernen. Mehr oder weniger hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, sie war unterhaltsam und ich wollte wissen, wie es ausgeht, was alles noch auf einen zukommt. Andererseits gab es einige Macken. Dafür, dass sie so viel Aufgaben hatte, ist sie meist nur durch Glück und durch Hilfe von Blackwell durch die Level gelangt, nach ihrer Schwester kann sie erst ab Level 7 suchen, wegen Regeln, und die Sache für Blackwell, naja, sucht sie schon, aber nicht wirklich intensiv. Man sieht schon ein paar Suchaktionen, führen aber meist zu absolut gar nichts, außer dass sich die beiden näherkommen.

Blackwell ist sehr geheimnisvoll, man erfährt nicht sehr viel über ihn, was es schwer macht ihn einzuschätzen. Er führt sich immer sehr charmant auf, flirtet, nur ab und zu bleibt er ernst. Ich hätte so gerne mehr über ihn erfahren, aber leider geht das schon alleine wegen seiner Story nicht, was richtig schade ist, so bleibt sein Charakter sehr oberflächlich und bekommt nicht viel Tiefe. Die Richtung in welche seine Geschichte verläuft habe ich dann irgendwann erahnt. Keine schlechte Idee, aber man hätte sie so viel besser zeigen können oder noch mehr ausbauen. Es fühlte sich offen an und für mich gibt es da noch ein paar Fragen, welche ich gerne beantwortet haben würde. Ich habe ihn gemocht, aber es geht eben nicht sehr tief.

Die Story spielt in New Orleans, wobei wir die Stadt kaum zu Gesicht bekommen. Theoretisch nur zu Anfang ein wenig und dann spielt sich alles im Teufelshaus Phantasma ab. In welcher Epoche ist auch ein wenig schwer zu erraten. Es gibt noch Korsetts und Kutschen, also vor den Automobilen. Das Teufelshaus hätte so viel gruseliger und düsterer sein können, aber das meiste wurde verharmlost, vor allem aber da Blackwell fast alles von ihr fernhält. Schade, denn dieses Haus hätte so viel Potenzial gehabt. Es passiert schon einiges Gruseliges und die Level sind auch nicht so ohne, aber ich habe mir einfach mehr erwartet, und die Level hat sie auch recht „einfach“ gelöst.

Was mich noch ein wenig gestört hat, waren die vielen spicy Szenen ab der Hälfte des Buches. Ja, schon klar, die beiden haben den Funken entfacht und sind in der Verliebtheitsskala ganz oben, aber dadurch bekamen wir weniger Zeit für das Spiel, die Suche. Etwas weniger wäre nett gewesen. Es werden ein paar Geheimnisse aufgedeckt, Genevieve hat da auch so einige, genauso wie Blackwell. Gegenspieler versuchen so zu töten und Ophelia muss lernen sich zu verteidigen.

Nun, es wirkt durch die ganze Kritik so, als hätte mir das Buch nicht gefallen. Dem war aber nicht so. Ja, einiges hätte man anders, besser, ausführlicher machen können/sollen, aber nichtsdestotrotz hat mich das Buch sehr unterhalten. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen, wie alles vorankommt, was noch so alles passiert. Ich hätte gerne noch ein paar Fragen geklärt, vielleicht kommen da noch welche in Band zwei, mal sehen. Es war kein Meisterwerk, aber es war amüsant, interessant, sehr flott zu lesen. Ein Buch für zwischendurch, mit Potenzial nach oben.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei Aufbau Verlage GmbH & Co. KG und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.