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Veröffentlicht am 14.04.2026

Mythen und Geheimnisse rund um das Me(e)rvolk

Born of Salt and Storm
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🌟Das Cover🌟
Das Cover und der Farbschnitt entsprechen total meinem Beuteschema: intensive Blau- und Grüntöne, Muscheln und Arielle-Vibes. Sehr schön!

🌟Die Geschichte und die Charaktere🌟
Die Protagonistin ...

🌟Das Cover🌟
Das Cover und der Farbschnitt entsprechen total meinem Beuteschema: intensive Blau- und Grüntöne, Muscheln und Arielle-Vibes. Sehr schön!

🌟Die Geschichte und die Charaktere🌟
Die Protagonistin Tavi ist eine mutige und eigensinnige junge Frau, die es nicht leicht in ihrer Gemeinschaft hat. Als Ausgestoßene hat sie nur ein Ziel: ihre Eltern aus der Gefangenschaft des fanatischen Machthabers zu befreien. Das Seeglas, das sie eines Tages zufällig findet, und die darin befindliche Magie kommen ihr daher gerade recht.
Auf ihrem Weg begegnet sie dabei Eero, der ein Nachfahre des Meervolks ist. Er befreit Tavi aus der Stadt und will sie für seine eigenen Ziele für sich gewinnen. (Vielleicht entwickelt sich dann etwas mehr zwischen den beiden…)

Jetzt kommen wir aber zu meinen Kritikpunkten:
Ich habe 170 Seiten gebraucht, um in die Geschichte reinzufinden; das ist bei gerade mal 490 Seiten meiner Meinung nach viel zu lang. Dafür gibts den ersten Stern Abzug.
Außerdem bin ich mit dem Love Interest einfach nicht warm geworden; aus Spoilergründen kann ich hier nicht mehr verraten. Sein Erscheinen hat dazu geführt, dass Tavi zwischenzeitlich ihre eigenen Ziele aus den Augen verliert und dem Leser schon geradezu naiv präsentiert wird.
Ich habe den beiden die Love Story einfach nicht abgenommen, was letztendlich zum zweiten Stern Abzug geführt hat.

🌟Der Schreibstil🌟
Wie lernen die Geschichte aus der Sicht des allwissenden Erzählers kennen.
Obwohl das nicht mein bevorzugter Schreibstil ist, hat es doch irgendwie gepasst.

🌟Fazit🌟
Born of Salt and Storm ist für mich eine Neuinterpretation der klassischen Meervolkgeschichten. Während die Grundidee mich sofort gekriegt hat, konnte die Ausführung leider nicht überzeugen.
Es ist definitiv kein schlechtes Buch; ich werde die Reihe allerdings nicht weiter verfolgen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.10.2025

Zwischen Egoismus und Kleinstadtgossip

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Vorneweg: Ich habe Kyra Groh dieses Jahr erst entdeckt und mich direkt in ihre Bücher verliebt. Fake Dates and Fireworks hat mein mangelndes Interesse an Romance-Büchern über Bord geworfen und Breakups ...

Vorneweg: Ich habe Kyra Groh dieses Jahr erst entdeckt und mich direkt in ihre Bücher verliebt. Fake Dates and Fireworks hat mein mangelndes Interesse an Romance-Büchern über Bord geworfen und Breakups and Butterflies hat mich komplett gefesselt.
Beides sind absolute Jahreshighlights von mir geworden. Beide Bücher verbindet eine Gemeinsamkeit: ich konnte mich unfassbar gut mit der Protagonistin identifizieren.

Als ich das neue Buch von ihr gesehen habe (Was für ein wunderschönes Cover?! Was für ein Farbschnitt?!), MUSSTE ich es einfach vorbestellen, obwohl Kleinstadtromance nicht mein Ding ist. Vielleicht war das mein Fehler.

Aufgrund ihrer Vergangenheit hält Jude es nie lange an einem Ort aus. Sie reist viel und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Nebenbei führt sie einen relativ erfolgreichen Podcast, aus dem vermutlich mehr rauszuholen wäre, wenn sie ein bisschen zuverlässiger wäre und regelmäßiger Content veröffentlichen würde.
Und das ist auch schon der Haupt-Kritikpunkt von mir: Jude macht auf mich einen ziemlich egoistischen Eindruck und kümmert sich nicht darum, was sie damit in den anderen auslöst. Sie reist zur Junggesellinnenparty ihrer Schwester an und kommt viel zu spät. Warum? Weil sie die Zeitverschiebung nicht mit einkalkuliert hat. In meinen Augen ein absolutes No Go…
In der Kleinstadt angekommen trifft sie auf James, der ihr sofort aus einer unangenehmen Situation hilft. Was macht sie? Ihn anschnauzen und abzischen. Als sie dann erfährt, dass er der Sohn einer ziemlich bekannten Band ist, wittert sie sofort die nächste Schlagzeile für ihre nächste Podcastfolge.
Sie merkt recht schnell, dass sie aus James keine Infos rausbekommt. Was macht sie? Ihn bei ihm zuhause bedrängen und bloß nicht locker lassen….

Ich konnte mich so gar nicht mit der Protagonistin identifizieren und zum ersten Mal war mir der Typ sympathischer. Doch so ganz konnte auch James mein Herz nicht erwärmen. In meinen Augen sind da einfach zu viele sexualisierte Gedanken aufgekommen.

Im Laufe des Buches haben beide eine unfassbare Charakterentwicklung hingelegt, aber das Buch konnte mich ingesamt leider einfach nicht abholen.

Was mir auch etwas zu kurz gekommen ist: Interaktionen mit Jude’s Schwester Olive. Sie wurde zwar nebenbei immer wieder erwähnt, aber die beiden haben wochenlang zusammen gewohnt und Zeit miteinander verbracht. Lesen konnte man davon aber leider nicht so viel.

Auch wenn das Thema des Buches für mich nichts war, hatte ich doch Freude daran, den gewohnt lockeren Schreibstil der Autorin lesen zu dürfen. Daher vergebe ich 3 ⭐️.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Gefangen im Kreislauf des Schicksals

Our Infinite Fates
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🌟Das Cover🌟
Die Gestaltung des Covers ist auf der einen Seite eher schlicht, auf der anderen Seite aber auch wunderschön durch die türkisfarbenen Schleier und die goldenen Elemente. Und irgendwie passend ...

🌟Das Cover🌟
Die Gestaltung des Covers ist auf der einen Seite eher schlicht, auf der anderen Seite aber auch wunderschön durch die türkisfarbenen Schleier und die goldenen Elemente. Und irgendwie passend zur Grundidee des Buches: Zwei Seelen, die immer wiedergeboren werden und sich in jedem Leben wiederfinden.

🌟Die Geschichte und die Charaktere🌟
Die Grundidee hat mein Interesse geweckt; der Klappentext hat mich sofort gepackt. Doch nachdem ich mir die Leseprobe angeschaut habe kam die erste Ernüchterung. So richtig packen konnte mich der Anfang nicht. Und das hat sich leider durch das ganze Buch gezogen.
Evelyn und Arden werden seit 1000 Jahren immer wiedergeboren und verlieben sich ineinander; doch ihren 18. Geburtstag erleben sie nie. Warum? Weil Arden Evelyn vorher sucht und umbringt. Oder sie kommt ihm im entsprechenden Moment zuvor. Und warum? Das weiß Evelyn nicht und Arden ist auch nicht bereit, Licht ins Dunkel zu bringen.
In diesem Leben ist alles anders und Evelyn setzt alles daran herauszufinden, was sich dahinter verbirgt.
Parallel zu dieser Geschichte lernen wir die beiden auch in vielen anderen Zeitepochen kennen und können so gemeinsam mit Evelyn herausfinden, aus welchem Grund ihre Seelen auf so dürstete Art und Weise miteinander verwoben sind.

🌟Der Schreibstil🌟
Wir lernen die Geschichte ausschließlich aus Evelyns Perspektive kennen. Das macht auf jeden Fall Sinn, da Arden sich an die Ursprünge ihrer Herkunft erinnern kann und wir so keine spoilernde Inhalte erfahren.
Da die Geschlechter der Protagonisten im Laufe der Zeit wechseln, wurden teilweise die Pronomen „they, them, their“ verwendet. Dies scheint ein Schreibstil zu sein, der in den letzten Jahren aufgekommen ist. Mich persönlich stört er jedoch ungemein, da er meiner Meinung nach den Lesefluss stört.

🌟Fazit🌟
Our Infinite Fates konnte mich leider nicht wie erhofft packen.
Auf den ersten 330 Seiten erhält der Leser überhaupt keine Hinweise darauf, was vor all den Jahren passiert sein könnte. Wir lernen nur die intensive Verbindung der beiden kennen. Das hat dazu geführt, dass ich mich schon ein wenig dazu zwingen musste weiterzulesen. Und als das Geheimnis dann endlich gelüftet wurde habe ich mich nur eine Sache gefragt: und dafür habe ich mich durch 3/4 des Buches gequält?!
Auch wenn ich das Ende gar nicht habe kommen sehen und es mich überrascht hat, kann ich das Buch nur eingeschränkt weiterempfehlen. Ein solider Einzelband für zwischendurch, aber mehr auch nicht!

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