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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2025

Stark angefangen...

Flusslinien
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... aber auch stark nachgelassen.
Zu Beginn startet man mitten hinein ins Geschehen und man ist auch sofort drin, wie es bei einem guten Roman sein sollte.
Man bekommt nach und nach einen guten Überblick ...

... aber auch stark nachgelassen.
Zu Beginn startet man mitten hinein ins Geschehen und man ist auch sofort drin, wie es bei einem guten Roman sein sollte.
Man bekommt nach und nach einen guten Überblick über die verschiedenen Figuren und ihre Schicksalsschläge, was das Buch zu einem guten gesellschaftskritischen Roman macht.
Leider ist dann alles auch genauso plötzlich zu Ende, wie es begonnen hat. Man hat sich gerade so richtig schön eingelebt, da ist das Buch auch schon zu Ende und ich frage mich immer noch, was uns die Autorin jetzt vermitteln wollte, denn auf mich wirkt es so, als hätte irgendjemand beschlossen, dass es jetzt gut sei und das Buch beendet werden müsse, obwohl noch nicht alles erzählt war. Sowas kann ich gar nicht leiden, es fühlt sich danach immer so an, als wäre man zu dumm für die Lektüre gewesen, selbst wenn es - wie hier - ein Buch war, das einem eigentlich gefallen hatte.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Ganz solider Krimi

Die Schanze
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An sich hat mir "Die Schanze" nicht schlecht gefallen. Es ist ein durchaus solider, spannender Krimi, allerdings keiner, der groß im Gedächtnis bleiben wird - und ein paar Kritikpunkte gab es auch.
So ...

An sich hat mir "Die Schanze" nicht schlecht gefallen. Es ist ein durchaus solider, spannender Krimi, allerdings keiner, der groß im Gedächtnis bleiben wird - und ein paar Kritikpunkte gab es auch.
So war die Grundidee zwar sehr originell, vor allem das Setting mit der Skischanze mochte ich gerne. Allerdings war mir der Weg zur Auflösung zu konstruiert. Sowohl die Hinweise, als auch die falschen Spuren waren so dick aufgetragen, dass man kaum mehr von einem Wink mit dem Zaunspfahl sprechen kann - es ist eher ein ganzes Zaunsfeld, das auf einen einschlägt...
Auch sind die Figuren, allen voran Ellen, die als Protagonistin eigentlich die Handlung tragen soll, für mich keine großen Sympathieträger. Im echten Leben würde ich mit Ihr keine Zeit verbringen wollen, denn obwohl sie eine starke erwachsene Frau sein soll, wirkte sie eher ein wehleidiges junges Mädchen.
Insgesamt würde ich sagen, dass es ein guter Einstieg ins Krimigenre sein könnte, wenn man sich erstmal an das Mitermitteln gewöhnen möchte. Wer oft und viel Krimis liest, wird dieses Buch eventuell überkonstruiert finden.

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Utopie oder Dystopie

Für immer
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Das Thema von Maja Lundes neuem Buch finde ich sehr gelungen. Es ist kein leichter Stoff, regt aber gut zum Nachdenken an und könnte sicherlich gut in Leserunden oder ähnlichem besprochen werden. Denn ...

Das Thema von Maja Lundes neuem Buch finde ich sehr gelungen. Es ist kein leichter Stoff, regt aber gut zum Nachdenken an und könnte sicherlich gut in Leserunden oder ähnlichem besprochen werden. Denn Gesprächsbedarf hat man nach der Lektüre einigen!
Die verschiedenen Perspektiven haben mir gut gefallen, auch wenn die einzelnen Personen natürlich nicht alle gleich sympathisch sind. Aber sie bieten eben verschiedene Blickwinkel auf die Frage, ob ein Leben ohne jeglichen körperlichen Fortschitt jetzt gut oder schlecht ist.
Hier würde man vermutlich aus dem Bauch heraus erstmal "Ja!" schreien, aber der Gedanke, dass sich dann eben auch (ungeborene) Kinder nicht mehr weiterentwickeln oder schwerstverletzte Menschen nicht gehen können, ist dann doch erschreckend.
Leider war das Ende für mich dann ziemlich enttäuschend, sodass ein insgesamt eher unbefriedigender Eindruck bleibt. Es wirkte ein bisschen, als müsste die Geschichte jetzt zu Ende sein. Sicherlich ist es sehr schwer, eine für alle Leser:innen zufriedenstellende Antwort zu finden, warum jetzt der Fall eingetreten ist und warum es dann wieder nicht mehr so ist. Aber so wie es in diesem Buch gelöst wurde, war es mir zu esoterisch. Mit dieser metaintellektuellen Ebene konnte ich persönlich nichts anfangen.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Der erste Vampirroman

Carmilla
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"Carmilla" ist ein Klassiker, den man eben mal gelesen haben "muss". Und den man aufgrund seiner Kürze auch mal schnell gelesen hat. Es ist eher eine kurze Erzählung als ein richtiger Roman.
Für seine ...

"Carmilla" ist ein Klassiker, den man eben mal gelesen haben "muss". Und den man aufgrund seiner Kürze auch mal schnell gelesen hat. Es ist eher eine kurze Erzählung als ein richtiger Roman.
Für seine Zeit sicherlich ein Skandal und auch heute noch bemerkenswert, da die Vampirin eben eine Frau ist - also eine Frau als Täterin! Und den Theorien über Vampirgeschichten folgend eben auch eine Frau, die auf Frauen steht.
Aus heutiger Sicht passiert vordergründig nicht viel und alles, was hintergründig drinsteckt ist heute normal, insofern ... nichts skandalöses mehr. Davon könnte man enttäuscht sein, wenn man den Roman eben nicht in seine Zeit einordnet.
Wie viele Klassiker ist der Stil etwas schwerfällig, man findet sich aber gut rein.
Ich war auf das Buch neugierig geworden, weil Carmilla eine der Figuren in dem Buch "Monster auf der Couch" ist, allerding nimmt dieses eigentlich alles von ihrer Geschichte vorweg. Deswegen muss ich gestehen, dass ich schon etwas enttäuscht war, WIE kurz diese Geschichte wirklich ist und WIE sehr sie sich echt nur in Andeutungen abspielt.
Die Ausstattung der Neuauflage ist sehr schön und Bücher werden ja meistens eher zu günstig angeboten, insofern ist der Preis hier vermutlich einfach nur reell, allerdings ist er für das, was man bekommt, doch eher hoch.

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Gut zum Abschalten

Die Abende in der Buchhandlung Morisaki
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Wie schon der Vorgängerband "Die Tage in der Buchhandlung Morisaki" ist dieses Buch eine ruhige Geschichte, die sich perfekt eignet, um abends nach einem langen Tag (in der Buchhandlung ;D) zur Ruhe zu ...

Wie schon der Vorgängerband "Die Tage in der Buchhandlung Morisaki" ist dieses Buch eine ruhige Geschichte, die sich perfekt eignet, um abends nach einem langen Tag (in der Buchhandlung ;D) zur Ruhe zu kommen.
Leider empfand ich die Abende als nicht ganz so rund erzählt wie die Tage. Die Geschichte springt zwischen verschiedenen Themen hin und her. Vielleicht erinnere ich mich falsch, aber bei den Tagen hat sich die Erzählung mehr wie aus einem Guss angefühlt und es wurden nicht so viele verschiedene Themen angeschnitten.
So ist es zwar ein unterhaltsamer Roman, durch das episodenhafte fehlte mir allerdings die "Botschaft", die mir das Buch mitteilen wollte. Dadurch bleibt am Ende ein etwas unbefriedigter Leseeindruck zurück.
Trotzdem eine nette und unaufgeregte Geschichte, die ich mit 3 von 5 möglichen Sternen bewerten würde.

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