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Veröffentlicht am 13.02.2020

Geschichte einer Diebin im alten Paris

Der Hof der Wunder
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Die Geschichte ist in den Tage nach der französischen Revolution angesiedelt. Angereichert wird das Setting durch die fiktiven neun Verbrecher-Gilden, die die Stadt unter sich aufgeteilt und unterschiedliche ...

Die Geschichte ist in den Tage nach der französischen Revolution angesiedelt. Angereichert wird das Setting durch die fiktiven neun Verbrecher-Gilden, die die Stadt unter sich aufgeteilt und unterschiedliche Funktionen übernommen haben, bei denen sie sich nach ihren Gesetzen nicht in die Quere kommen dürfen. Das Mädchen Nina möchte dem Schicksal, das ihr Vater für sie geplant hat, entgehen und schließt sich der Gilde der Diebe an. So entkommt sie und genießt fortan den Schutz ihres neuen Vaters, dem Gildenherrn der Diebe. Als Katze macht sie Paris unsicher, bricht sogar in den königlichen Palast ein und bestiehlt die Königsfamilie.

Eine Hungersnot droht eine Revolution auszulösen, viele schwerwiegende Probleme lasten auf der Stadt. Aber Nina geht es einzig um die Rache am Tiger, dem Gildenherrn des Fleisches, der ihre ältere geliebte Schwester in seiner Gewalt hat. Die Waise Ettie, die ihr wie eine jüngere Schwester ist, will sie zunächst für ihre Zwecke einsetzen, ändert dann aber ihre Meinung.

Diese Umsetzung dieser Idee hätte einen tollen Fantasy Roman ergeben können, leider wurde das Potential nicht genutzt. Die Geschichte dümpelt eher so vor sich hin. Kein Charakter ist richtig interessant angelegt, nicht einmal die Hauptperson Nina kann von sich überzeugen. Nina ist eben einfach toll und genial, wenn es gebraucht wird, ansonsten kann man ihre Einstellung häufig nicht nachvollziehen. Es gibt auch keine spannenden Wendungen oder Überraschungen mit den Gilden oder dem Königshaus, dabei hätte das hier gut gepasst. Da war eindeutig noch viel Luft nach oben.

Dass das Hörbuch dennoch unterhaltsam war, ist der Sprecherin Marie Bierstedt zu verdanken, die auch als Synchronsprecherin für Kirsten Dunst und Anne Hathaway arbeitet. Die verstand es Nina stimmlich Leben einzuhauchen und konnte die verschiedenen Situationen mit der Modulation ihrer Stimme gut unterstützen.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Nicht meins

Rabid
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Auf dieses Buch war ich wegen des tollen Covers neugierig, außerdem wollte ich einmal in ein anderes Genre hineinschnuppern. Leider war das keine so gute Idee, mich konnte die Geschichte gar nicht abholen. ...

Auf dieses Buch war ich wegen des tollen Covers neugierig, außerdem wollte ich einmal in ein anderes Genre hineinschnuppern. Leider war das keine so gute Idee, mich konnte die Geschichte gar nicht abholen. Laut Klappentext war bei dem beschriebenen Plott klar worum es geht und das Ende vorhersehbar. Für ein paar entspannte Lesestunden ist das häufig das Richtige, dennoch fand ich die Umsetzung extrem schlecht. Die einzelnen Figuren fand ich schwach angelegt und eine wirkliche Entwicklung konnte ich nicht feststellen. Durch die dominante Wölfin nach dem schief gelaufenen Ritual, die Gruppen und Beziehungen wäre hier einiges möglich gewesen, doch das Ganze plätschert nur so vor sich hin, die Spannung fehlte. Dies sollte wohl mit viel Spice gerettet werden, doch auch diese Szenen wirkten so hölzern, dass ich sie ungern gelesen habe. Die Triggerwarnungen sind jedoch sehr berechtigt und sollten beachtet werden.
Von mir gibt es 2,5 Sterne, die ich aufrunde wo es nötig ist.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

zu simpel

Carlottas vegane Küche
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Carlottas vegane Küche enthält rund 80 Rezepte, die alle recht schnell und einfach zuzubereiten sind.

Die Aufmachung ist sehr schön, die Bilder sind gut inszeniert und zeigen ansprechende Gerichte. Die ...

Carlottas vegane Küche enthält rund 80 Rezepte, die alle recht schnell und einfach zuzubereiten sind.

Die Aufmachung ist sehr schön, die Bilder sind gut inszeniert und zeigen ansprechende Gerichte. Die Zubereitungsschritte sind gut beschrieben und klar gegliedert, so das nichts schief gehen kann. Die Zutatenlisten waren vollständig und nicht zu umfangreich. Tipps zur Aufbewahrung und Weiterverwendung von Resten runden die Rezepte ab.

Den Rezepten geht eine ausführliche Einleitung voran. Hier findet man Tipps zum Entrümpeln der Küche, Ordnungssysteme, Einkaufstipps u.ä., das hatte ich in der Form und Ausführlichkeit nicht erwartet und fand es überflüssig.

Das schönen Outfit konnte aber meine Kritikpunkte nicht ausbügeln. Mir fehlten Nährwertangaben und vor allem neue Ideen. Eine Doppelseite für gebackenen Rosenkohl ist mit zu schlicht. Ofengemüse ist altbekannt und mit nur einem Gemüse hat man noch keine vollständige Mahlzeit. Ich habe kaum etwas gefunden, was ich gerne nachmachen wollte.

Ich denke, dies ist ein Buch für Fans der Autorin und allenfalls Einsteigern ins Thema, wobei es da bessere Bücher gibt. Von gibt es gut gemeinte 2,5 Sterne, die ich aufrunde wo es nötig ist.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Thema verloren

Fischtage
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Die 16 jährige Ella wächst in einer dysfunktionalen Familie auf. Die ältere Schwester Merle ist bereits ausgezogen, der jüngere Bruder Luis zieht sich immer mehr in sich selbst zurück und sucht oft Ellas ...

Die 16 jährige Ella wächst in einer dysfunktionalen Familie auf. Die ältere Schwester Merle ist bereits ausgezogen, der jüngere Bruder Luis zieht sich immer mehr in sich selbst zurück und sucht oft Ellas Nähe. Die Familie wohnt in einer Villa und die Eltern kümmern sich um sich selbst und den schönen Schein. Ella bekommt oft Wutanfälle, die sie mit laufen bekämpft, nach einem Beinbruch ist ihr dies jedoch nicht mehr möglich. Um einem Internat zu entgehen, besucht sie eine Therapie.
Als Luis eines Tages verschwindet, reagieren die Eltern viel zu gelassen. Ella macht sich große Sorgen. Sie zieht in die Gartenlaube ihres alten dementen Freundes Eckard und macht sich auf die Suche nach ihrem Bruder. Sie geht verschiedenen Ansätzen nach und bemerkt dabei, dass sie ihren Bruder gar nicht richtig kennt, gelegentlich wird es mehr als brenzlig und sie macht neue Bekanntschaften, die ihr teils weiterhelfen.
Die Geschichte hätte sehr gut sein können, doch mit Beginn der Suche rutscht sie ins ungewollt Schräge ab. Eckards sprechender Plastikfisch begleitet Ella bei der Suche und das ist einfach unfassbar blöd. Diesem Element konnte ich nichts abgewinnen.
Der Grundgedanke der Geschichte ist gut und auch die Entwicklung Ellas, die ihre Wutanfälle auf einmal weitgehend im Griff hat, ist interessant. Doch viele unnötige und auch unrealistische Vorkommnisse (Vergewaltigungsversuch, Verhalten der Polizei ...) verwandeln das Ganze eher in eine Farce.
Das Ende der Geschichte offenbart nochmals die Vernachlässigung durch die Eltern und auch die traurige Tatsache, dass so ein Verhalten von den Kindern schließlich als normal angesehen wird. Der Erzählstil ist einfach, viele kurze Episoden wechseln sich ab, meistens werden wichtige Entwicklungen und Geschehen nicht wieder aufgegriffen. Mich hat die Lektüre enttäuscht zurückgelassen, es entstand kein bleibender Eindruck. Von mir gibt es 2,5 Sterne, die ich aufrunde wo es nötig ist

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Ausbaufähig

Die Schanze
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Die Ärztin Ellen übernimmt die vakante Hausarztpraxis in ihrem Heimatort. Hamburg hat sie nach der Trennung von ihrem Freund den Rücken gekehrt. Schweren Herzens reist sie an. Mit ihrer Heimat und auch ...

Die Ärztin Ellen übernimmt die vakante Hausarztpraxis in ihrem Heimatort. Hamburg hat sie nach der Trennung von ihrem Freund den Rücken gekehrt. Schweren Herzens reist sie an. Mit ihrer Heimat und auch ihrem Vater verbindet sie nur schlechte Gefühle. Sie verletzt sich selbst und hat ein Trauma, das sie nicht bewältigt hat, dies liegt in der Nacht ihrer Abiturfeier begründet und wird nach und nach über Rückblicke offenbart.
An ihrem ersten Abend geht sie joggen und findet einen ihrer Peiniger, er hängt an der Skischanze des Ortes. Viele Menschen scheinen noch mehr als Ellen zu wissen. Es kommt zu weiteren Toten und allerlei mysteriösen Begegnungen und Begebenheiten.
Das hätte eine sehr spannende Geschichte werden können, leider fehlt es an der Ausarbeitung. Die Entwicklung ist wenig authentisch. Die Polizei tritt nicht in Erscheinung, Ellen ermittelt etwas vor sich hin und ansonsten gibt es keine zielgerichteten Handlungen und Ermittlungen. Gelegentlich kommt der Täter zu Wort, das ist ganz gut gemacht und facht die Neugier immer wieder etwas an, wenn man das Buch eigentlich zur Seite legen möchte, weil es einfach nur langweilig ist. Das Ende ist zu glatt und friedvoll, diese Entwicklung habe ich den Figuren nicht abgenommen, es passte nicht zu ihrer Geschichte. Schade. Von mit gibt es gut gemeinte 2,5 Punkte, die ich aufrunde wo es nötig ist.

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