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Veröffentlicht am 04.06.2025

Ich bin sprachlos! WOW

Q
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Ich habe Q mit einem mulmigen Gefühl begonnen – und es hat mich nicht mehr losgelassen. Christina Dalcher schafft es erneut, wie schon bei Vox, eine dystopische Welt zu entwerfen, die erschreckend nah ...

Ich habe Q mit einem mulmigen Gefühl begonnen – und es hat mich nicht mehr losgelassen. Christina Dalcher schafft es erneut, wie schon bei Vox, eine dystopische Welt zu entwerfen, die erschreckend nah an der Realität ist. Dieses Mal geht es um ein Bildungssystem, das auf Leistung, Effizienz und einem sogenannten Q-Wert basiert – ein einziger Zahlenwert, der über alles entscheidet: Zukunft, Bildung, Status. Was mich so gefesselt hat, ist, wie subtil und gleichzeitig brutal dieses System ist. Es fängt mit etwas an, das wie eine clevere Idee klingt – wer möchte nicht, dass Schulen besser funktionieren? – und endet in einer gnadenlosen Selektion.

Besonders spannend fand ich die Perspektive der Protagonistin Elena. Ihre Entwicklung ist intensiv und nachvollziehbar. Als Mutter gerät sie zwischen ihre eigenen Überzeugungen und das, was sie für den Schutz ihrer Töchter tun muss. Ich konnte ihre inneren Konflikte sehr gut nachempfinden, besonders weil die Geschichte zeigt, wie leicht man in Strukturen mitläuft, die man eigentlich nie befürworten wollte. Und wie schwer es ist, sich dem zu entziehen, wenn man merkt, dass das System Unschuldige verschlingt.

Der Schreibstil ist klar, mit einem starken Sog, der mich regelrecht durch die Seiten gezogen hat. Gleichzeitig regt er zum Nachdenken an. Ich habe mich oft gefragt, wie weit unsere heutige Gesellschaft eigentlich noch von diesem Szenario entfernt ist. Was wäre, wenn Leistung tatsächlich über alles entscheidet? Was ist ein Mensch wert, wenn er nicht “gut genug” ist?

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Veröffentlicht am 04.06.2025

So gut wie jeder Thriller

Der erste letzte Tag
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Ich bin ehrlich: Als ich den Namen des Autors auf dem Cover gesehen hab, hab ich automatisch mit Psychospielchen, düsteren Abgründen und schlaflosen Nächten gerechnet. Stattdessen bekomme ich einen schrägen ...

Ich bin ehrlich: Als ich den Namen des Autors auf dem Cover gesehen hab, hab ich automatisch mit Psychospielchen, düsteren Abgründen und schlaflosen Nächten gerechnet. Stattdessen bekomme ich einen schrägen Roadtrip mit einem steifen Lehrer und einer total verrückten Fremden – und es war genial!

Livius, der alles durchplant und gefühlt nie atmet, trifft auf Lea, die einfach macht, was sie will – inklusive falscher Identitäten, schräger Theorien übers Leben und ziemlich kreativer Arten, peinliche Situationen zu retten. Die Dialoge sind herrlich, die Situationen manchmal komplett absurd und trotzdem steckt in allem irgendwie Wahrheit. Ich hab so oft gelacht – und dann plötzlich innegehalten, weil ein Satz so schön oder traurig war, dass er hängen blieb.

Fitzek zeigt hier eine ganz neue Seite: humorvoll, leichtfüßig, aber mit ordentlich Herz und Hirn. Es geht ums Leben, Sterben, und vor allem darum, zwischendurch auch mal richtig zu leben. Keine schwere Kost, aber mit echtem Tiefgang – wie ein überraschend kluges Gespräch in einer Pommesbude.

Kurz gesagt: Wer Lust auf eine verrückte, charmante und nachdenklich-schöne Reise hat – bitte einsteigen, anschnallen, und einfach mal treiben lassen. Es lohnt sich wirklich!

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Veröffentlicht am 04.06.2025

witzig, ehrlich, nah

Funny Story
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Mein erstes Buch der Autorin und es war für mich eine überraschend authentische Lektüre. Die Geschichte ist witzig, wunderschön geschrieben und die Charaktere handeln auf eine Weise, die ich total verstehen ...

Mein erstes Buch der Autorin und es war für mich eine überraschend authentische Lektüre. Die Geschichte ist witzig, wunderschön geschrieben und die Charaktere handeln auf eine Weise, die ich total verstehen konnte. Die Beziehung zwischen Daphne und Miles entwickelt sich natürlich, fast wie im echten Leben, ohne übertriebene Dramatik oder unrealistische Wendungen.

Peter, Daphnes Ex-Verlobter, kam mir wie jemand vor, der immer denkt, das Gras sei auf der anderen Seite grüner. Seine Entscheidungen wirkten egoistisch und wenig durchdacht. Im Gegensatz dazu ist Miles ein echter Herzensmensch – natürlich, ehrlich und voller Begeisterung. Seine Art hat mich sofort für ihn eingenommen.

Daphne selbst wirkt anfangs etwas verloren, was nach der Trennung von Peter verständlich ist. Sie muss erst herausfinden, wer sie ohne ihn ist, was ihren Charakter sehr greifbar und menschlich macht.

Ich hatte mir ein anderes Ende erwartet und ein bisschen mehr Drama erhofft. Doch gerade die realitätsnahe Entwicklung der Geschichte hat ihren eigenen Charme. Es war angenehm, eine Liebesgeschichte zu lesen, die nicht auf überzogene Konflikte setzt, sondern auf echte Emotionen und Entwicklungen.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Ein kleines Übel wird zum besten Freund

Das Übelchen zieht ein ... und aus und wieder ein
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Ein Übelchen, das einfach einzieht? Na klar, warum nicht! Dieses Buch hat bei uns direkt eingeschlagen – im besten Sinne. Schon beim Aufschlagen war klar: Das hier ist kein gewöhnliches Kinderbuch. Die ...

Ein Übelchen, das einfach einzieht? Na klar, warum nicht! Dieses Buch hat bei uns direkt eingeschlagen – im besten Sinne. Schon beim Aufschlagen war klar: Das hier ist kein gewöhnliches Kinderbuch. Die Illustrationen sind charmant, ein bisschen frech, aber nicht überladen. Genau die richtige Mischung, damit die Kids nicht gleich überfordert sind und trotzdem was zu gucken haben.

Mirandoline ist sowieso der Hit – so eine Figur, bei der man sich wünscht, sie würde wirklich nebenan wohnen. Und das Übelchen? Total schräg, total liebenswert, irgendwie frech und gleichzeitig ein bisschen verloren. Die beiden zusammen? Ein absolut chaotisches Dream-Team.

Was das Buch so besonders macht: Es ist nicht einfach nur witzig (obwohl wir teilweise echt laut gelacht haben), es hat auch was dahinter. Das Übelchen lernt, sich zu verändern – aber ohne dass es seinen Charakter verliert. Die Zirkusgeschichte und die Glückssuche sind bei uns die absoluten Favoriten geworden. Und ja, sogar ich als Erwachsene musste an ein paar Stellen schmunzeln – okay, eher laut loslachen.

Kleines Manko aus Sicht der Kids: ein paar mehr Bilder wären der Knaller gewesen. Aber ganz ehrlich – das tut dem Spaß keinen Abbruch. Dieses Buch ist eins von denen, das nicht einfach im Regal verschwindet. Es bleibt offen, wird immer wieder rausgeholt, vorgelesen, blätterweise entdeckt. Und das ist für mich das beste Zeichen: Es hat einen Platz bei uns gefunden. Und das Übelchen auch. Schon wieder.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

hier wird spielerisch gelernt

Bakabu - Abenteuer in MINTmausen
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Das Buch kam bei uns richtig gut an. Die Geschichte ist spannend, lustig und steckt voller Ideen, die Kinder sofort neugierig machen. Bakabu ist sowieso schon beliebt bei uns, aber dass er diesmal in MINTmausen ...

Das Buch kam bei uns richtig gut an. Die Geschichte ist spannend, lustig und steckt voller Ideen, die Kinder sofort neugierig machen. Bakabu ist sowieso schon beliebt bei uns, aber dass er diesmal in MINTmausen unterwegs ist, hat’s noch besser gemacht.

Was richtig gut funktioniert hat, war die Mischung aus Geschichte, Musik und Experimenten. Die Lieder bleiben im Kopf (bei uns wurde sofort 'mitgesungen'), und die Experimente machen das Ganze lebendig. Da will man gleich selbst ausprobieren. Es ist nicht einfach nur ein Vorlesebuch, sondern eins, bei dem man mittendrin ist. Vor allem für Kinder ist das eine super Abwechslung zum 'normalen' vorlesen.

Die MINT-Themen werden nicht trocken erklärt, sondern so eingebaut, dass man sie fast nebenbei versteht. Es bleibt trotzdem locker und kindgerecht, nichts Überforderndes. Und es macht Spaß, danach noch weiter über die Sachen zu sprechen oder was auszuprobieren.

Ein Buch, das bei uns sicher öfter aus dem Regal geholt wird – zum Lesen, Singen und Tüfteln. Manche Experimente wurden schon zwei oder drei Mal ausprobiert (;

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