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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2025

ein tolles Buch

ONE OF US IS LYING
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Das Buch hat mich direkt gepackt – kaum angefangen, war ich schon voll drin. Die Spannung ist sofort da, aber ohne übertrieben zu wirken. Es fühlt sich nicht an wie ein typischer Jugendthriller, sondern ...

Das Buch hat mich direkt gepackt – kaum angefangen, war ich schon voll drin. Die Spannung ist sofort da, aber ohne übertrieben zu wirken. Es fühlt sich nicht an wie ein typischer Jugendthriller, sondern eher wie eine Mischung aus Mystery und ehrlicher Coming-of-Age-Story.

Was mir besonders gefallen hat: Die Charaktere. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte, seine Ecken und Kanten, und sie passen nicht in irgendwelche Klischeeschubladen. Die Figuren wirken echt – wie Leute, die man so oder so ähnlich kennt. Es geht nicht nur um den Vorfall an sich, sondern vor allem darum, was dieser Vorfall mit den Beteiligten macht. Und das wurde richtig gut erzählt.

Ein spannendes Buch, bei dem man Lust hat mitzurätseln, aber das gleichzeitig auch auf einer emotionalen Ebene überzeugt – ohne Schnulz oder Drama-Overload. Perfekt für alle, die Spannung mit Substanz wollen.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Spannung auf einer neuen Ebene

Very Bad Widows
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Ich wusste ehrlich nicht, was mich bei Very Bad Widows erwartet – und genau das hat es so spannend gemacht. Drei Frauen, die im besten Alter merken, dass ihnen nicht das Leben im Weg steht, sondern ihre ...

Ich wusste ehrlich nicht, was mich bei Very Bad Widows erwartet – und genau das hat es so spannend gemacht. Drei Frauen, die im besten Alter merken, dass ihnen nicht das Leben im Weg steht, sondern ihre Ehemänner. Und dann entscheiden sie sich für eine Lösung, die so absurd wie raffiniert ist. Man denkt anfangs, das sei alles überspitzt, fast schon zu viel. Aber dann merkt man: Es passt. Diese Geschichte ist durch und durch überraschend.

Das Buch holt einen super schnell ab, weil man sich unweigerlich fragt: Was treibt Menschen so weit, dass sie sich neu erfinden müssen – nicht weil sie wollen, sondern weil alles andere zusammengebrochen ist?

Sue Hincenbergs Figuren wirken nie konstruiert. Drei Frauen, jede mit ihrer ganz eigenen Bruchstelle, aber sie sprechen nicht groß darüber. Sie handeln. Und das ist es, was hier wirklich zählt. Die Geschichte setzt nicht auf Dramatik, sondern auf eine ständige, feine Unruhe. Man liest weiter, nicht aus Sensationslust, sondern aus dem Bedürfnis, zu verstehen.

Was mir gefallen hat: Das Buch erklärt nichts. Keine moralischen Leitplanken, keine Entschuldigungen. Es zeigt, was passiert, wenn man sich nicht mehr an die Spielregeln halten will. Die Atmosphäre ist leise bedrohlich, manchmal fast beiläufig düster, und genau das macht sie so wirksam.

Die Dialoge sind unverblümt, der Humor trocken, manchmal kaum sichtbar, aber da. Die Handlung rollt nicht wie ein Krimi los, sondern wächst langsam in die Tiefe. Und das funktioniert, weil das Chaos unter der Oberfläche glaubwürdig ist.

Ein Buch, das nicht bequem ist, aber genau deshalb verdammt interessant bleibt.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

spannend, mit unerwartetem Ende

Tote Lippen lügen nicht (Thriller)
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„Tote Lippen lügen nicht“ war für mich ein durchgehend spannender Thriller, der mich ziemlich schnell gepackt hat. Die Geschichte zieht einen rein – düster, beklemmend, aber gleichzeitig so aufgebaut, ...

„Tote Lippen lügen nicht“ war für mich ein durchgehend spannender Thriller, der mich ziemlich schnell gepackt hat. Die Geschichte zieht einen rein – düster, beklemmend, aber gleichzeitig so aufgebaut, dass man unbedingt wissen will, wie alles zusammenhängt. Besonders gut fand ich, dass man lange im Dunkeln tappt, was den Täter angeht. Ich hatte viele Vermutungen, aber mit der tatsächlichen Auflösung habe ich wirklich nicht gerechnet.

Die Dynamik im Ermittlerteam hat für mich gut funktioniert. Stella und Charlie ergänzen sich stark – nicht aufgesetzt, sondern glaubwürdig und mit echtem Teamgefühl. Allerdings fand ich, dass der Fall für Stella persönlich fast zu nah war. Es wirkt nicht immer ganz realistisch, dass sie trotz der direkten Verbindung zur Mordserie so aktiv mitermittelt. Da hätte ich mir gewünscht, dass dieser Punkt etwas kritischer beleuchtet wird.

Trotzdem: Das Buch bleibt bis zum Schluss spannend, ohne zu übertreiben oder künstlich zu wirken. Der Stil ist klar und direkt, die Szenen manchmal brutal, aber nicht effekthascherisch. Für mich ein runder Thriller, der genau das liefert, was ich mir erhofft habe – und vielleicht sogar ein bisschen mehr.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

ehrlich und humorvoll

Jünger geht immer!
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Ich habe Jünger geht immer! in einem Rutsch durchgelesen, weil ich einfach wissen wollte, wie es mit Anne weitergeht. Die Geschichte ist dabei so echt und bodenständig erzählt, dass man sich sofort in ...

Ich habe Jünger geht immer! in einem Rutsch durchgelesen, weil ich einfach wissen wollte, wie es mit Anne weitergeht. Die Geschichte ist dabei so echt und bodenständig erzählt, dass man sich sofort in ihr Leben hineinversetzt fühlt. Keine übertriebene Dramatik, kein Kitsch – einfach das wahre Leben mit all seinen Höhen und Tiefen.

Anne ist keine perfekte Protagonistin, aber gerade das macht sie so sympathisch. Sie hat lange vieles hingenommen, vor allem das respektlose Verhalten ihres Mannes, und man merkt, wie schwer es ihr fällt, endlich für sich selbst einzustehen. Umso schöner ist es zu sehen, wie sie langsam zu sich selbst findet und lernt, dass Glück auch bedeutet, sich nicht von gesellschaftlichen Erwartungen oder Klischees einschränken zu lassen.

Das Thema Altersunterschied in Beziehungen wird hier auf eine erfrischend natürliche Weise behandelt. Es geht nicht darum, andere zu verurteilen, sondern darum, dass Liebe vor allem ehrlich sein muss – und egal wie alt man ist, man das Recht hat, glücklich zu sein. Das fand ich richtig stark und realistisch umgesetzt.

Die Kinder in der Geschichte sind keine bloßen Nebenfiguren, sondern zeigen, wie wichtig es ist, die Menschen, die man liebt, wirklich zu verstehen und zu unterstützen. Das hat mich besonders berührt.

Was mir auch gut gefallen hat, sind die überraschenden Wendungen, die das Buch spannend halten, ohne übertrieben zu wirken. Zwischendurch musste ich oft schmunzeln, weil der Humor genau den richtigen Ton trifft.

Alles in allem ist Jünger geht immer! für mich ein wunderbares Buch, das mit viel Herz und Witz erzählt, wie man sich selbst treu bleibt und die Liebe auch gegen alle Widerstände leben kann. Definitiv ein Buch, das ich weiterempfehlen würde.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Sommer im Herzen

Italienische Sommerträume - Das Orangenhotel auf Sizilien
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Das Buch liest sich wie ein warmer Sommertag: nicht aufregend im klassischen Sinn, aber genau das ist die Stärke. Es geht mehr ums Gefühl, ums Ankommen, ums Atmen – weniger um große Überraschungen. Die ...

Das Buch liest sich wie ein warmer Sommertag: nicht aufregend im klassischen Sinn, aber genau das ist die Stärke. Es geht mehr ums Gefühl, ums Ankommen, ums Atmen – weniger um große Überraschungen. Die Geschichte nimmt sich Zeit, ohne zu schleppen, und gibt dem Setting genug Raum, um sich zu entfalten. Ich hatte beim Lesen sofort Bilder im Kopf: das Licht, der Duft nach Orangen, diese Mischung aus Leichtigkeit und Stillstand, die ein Sommer irgendwo zwischen Vergangenheit und Aufbruch mit sich bringt.

Die Figuren sind ruhig, keine überdrehten Klischees, sondern Menschen, die ihren Platz suchen, sich verlieren und wiederfinden. Manchmal sind die Konflikte ein bisschen vorhersehbar, ja, aber sie sind trotzdem ehrlich erzählt. Helene ist keine „Dramaheldin“, sondern jemand, der funktioniert und dann plötzlich innehält. Paolo bringt genau die Ruhe, die das Buch trägt – nicht als Retter, sondern als Gegenüber.

Der Schreibstil ist unaufgeregt, aber atmosphärisch. Es wird nichts breitgetreten, aber man spürt, wie viel zwischen den Zeilen passiert. Und genau das mochte ich: dass man beim Lesen runterkommt, mitgeht, ohne dass es laut werden muss.

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