Cover-Bild Vom Sinn des Ärgers
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11,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Verlag Herder
  • Themenbereich: Gesundheit, Beziehungen und Persönlichkeitsentwicklung - Psychologie
  • Genre: Ratgeber / Lebenshilfe
  • Ersterscheinung: 24.07.2023
  • ISBN: 9783451831690
Verena Kast

Vom Sinn des Ärgers

Anreiz zu Selbstbehauptung und Selbstentfaltung

Ärger entsteht, wenn Selbsterhaltung, Selbstgestaltung und Selbstverwirklichung von anderen behindert oder gestört werden. Doch er kann auch den Weg zu größerer Lebendigkeit weisen und neue Energien erschließen. Dann wird Ärger nicht aggressiv oder zerstörerisch, sondern kann in eine für alle produktive Auseinandersetzung führen. Es geht darum, neue Grenzen zu ziehen und Schluss zu machen mit den eigenen und gegenseitigen Verletzungen. Wir müssen uns also nicht ärgern über unseren Ärger – er hat einen produktiven Sinn.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei lielo99 in einem Regal.
  • lielo99 hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2025

Mein neuer Blick auf Ärger

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Meine Meinung und Inhalt

Verena Kasts "Vom Sinn des Ärgers" hat mir eine neue Perspektive auf eine Emotion eröffnet, die ich bisher eher vermieden habe. Ärger war für mich oft ein Zeichen von Schwäche ...

Meine Meinung und Inhalt

Verena Kasts "Vom Sinn des Ärgers" hat mir eine neue Perspektive auf eine Emotion eröffnet, die ich bisher eher vermieden habe. Ärger war für mich oft ein Zeichen von Schwäche oder Kontrollverlust. Doch Kast zeigt auf einfühlsame Weise, dass Ärger auch eine gesunde Reaktion sein kann; ein Signal, das uns aufzeigt, wenn unsere Grenzen überschritten werden.

Beeindruckt hat mich auch die Idee, dass Ärger nicht nur destruktiv sein muss, sondern auch als Antrieb für Veränderung dienen kann. Kast betont, dass Ärger uns dazu bringen kann, für uns selbst einzustehen und notwendige Veränderungen in unserem Leben vorzunehmen.

Kast spricht auch über die verschiedenen Ausdrucksformen von Ärger, einschließlich passiver Aggression und autoaggressivem Verhalten. Diese Abschnitte haben mir geholfen, mein eigenes Verhalten besser zu verstehen und zu reflektieren, wie ich mit unterdrücktem Ärger umgehe.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bedeutung einer positiven Streitkultur. Kast plädiert dafür, Konflikte nicht zu vermeiden, sondern konstruktiv auszutragen. Dieser Ansatz hat mich dazu ermutigt, offener über meine Gefühle zu sprechen und Konflikte nicht mehr als Bedrohung, sondern als Chance für Wachstum zu sehen.

Insgesamt ist Vom Sinn des Ärgers für mich ein wertvoller Begleiter auf dem Weg zu mehr Selbstbewusstsein und innerer Stärke. Es hat mir gezeigt, dass Ärger kein Feind ist, sondern ein Verbündeter, der mir hilft, meine Bedürfnisse zu erkennen und für mich einzustehen.


Über die Autorin

Verena Kast (*1943 in Wolfhalden) ist eine der bekanntesten Psychotherapeutinnen im deutschsprachigen Raum. Sie war Professorin für Psychologie an der Universität Zürich, Dozentin und Lehranalytikerin am dortigen C.-G.-Jung-Institut und Psychotherapeutin in eigener Praxis. Von April 2014 bis März 2020 war sie Präsidentin des C.G. Jung-Instituts in Zürich sowie bis 2020 wissenschaftliche Leiterin der Lindauer Psychotherapiewochen. In ihren Büchern macht sie den Menschen Mut, die Vergangenheit loszulassen und sich der Zukunft zuzuwenden.

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Veröffentlicht am 02.09.2023

Ein gutes Sachbuch zum Thema Ärger

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„Wer sich ärgert, büßt für die Sünden anderer“. Diesen Satz hörte ich oft und dachte stets daran, wenn ich mich mal wieder über einen meiner Mitmenschen aufregte. Besonders bei meinen Besuchen auf Facebook ...

„Wer sich ärgert, büßt für die Sünden anderer“. Diesen Satz hörte ich oft und dachte stets daran, wenn ich mich mal wieder über einen meiner Mitmenschen aufregte. Besonders bei meinen Besuchen auf Facebook ärgere ich mich immer wieder. Aber, was macht das mit mir und müssen diese Emotionen denn tatsächlich sein? Ist es möglich, dass sie produktiv auf mein Gefühlsleben wirken? Und falls das so ist, wer kann mir das nachvollziehbar erklären?

"Vom Sinn des Ärgers" ist ein Buch, das direkt auffällt. Dieses Cover sagt viel mehr, als es Worte vermögen. Aber auch der Inhalt ist aufschlussreich. Nein, Ärger ist keineswegs nur negativ besetzt. Zumal es dabei unterschiedliche Empfindungen gibt. Leider ist der Ärger häufig negativ besetzt, da es eine Erfahrung ist, die mit Verletzung oder Erniedrigung einhergeht. Die Autorin zeigt, dass er allerdings dazu beitragen kann, dass Veränderungen stattfinden und sogar ungeahnte Kräfte aus dem vermeintlichen Ärger wachsen können.

Frau Kast weist am Ende ihres Buches darauf hin, dass eine positive Streitkultur jeden Beteiligten wachsen lässt. Wir alle sollten uns darin üben, uns nicht zu wichtig zu nehmen und andere Meinungen gelten lassen. Es schadet uns nicht und kann uns sogar mehr Empathie für unsere Mitmenschen bringen. Sachlich und ohne großen Unterhaltungswert geschrieben, ist es das, was es sein soll: Ein Sachbuch zum Thema Ärger.

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