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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2025

2.5 ⭐

Ever & After, Band 2 - Die dunkle Hochzeit
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Nachdem mich der erste Band der "Ever & After"-Reihe von Stella Tack gefallen hatte hatte, war meine Vorfreude auf die Fortsetzung groß. Leider konnte "Die dunkle Hochzeit" meine Erwartungen nicht ganz ...

Nachdem mich der erste Band der "Ever & After"-Reihe von Stella Tack gefallen hatte hatte, war meine Vorfreude auf die Fortsetzung groß. Leider konnte "Die dunkle Hochzeit" meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Zwar bleibt das Märchenthema faszinierend und die düstere Atmosphäre wirkt passend zum Setting, doch insgesamt war mir dieser Band stellenweise zu überladen, zu langatmig und thematisch teilweise schwer verdaulich.

Positiv hervorzuheben ist erneut, wie kreativ die Autorin mit den bekannten Märchenstoffen spielt. Die Verknüpfung klassischer Märchenelemente mit düsterer Fantasy ist nach wie vor spannend umgesetzt, und man merkt deutlich, wie tief Stella Tack sich mit den ursprünglichen Erzählungen beschäftigt hat. Auch der Schreibstil hat mir wieder gut gefallen – er ist leicht zugänglich, flüssig und trotz der ernsten Grundstimmung mit Humor durchzogen, was vielen Szenen die nötige Leichtigkeit verleiht. Auch der Cliffhanger am Ende hat mich neugierig gemacht – der Spannungsbogen wurde gut aufgebaut, und man will wissen, wie es weitergeht.

Was mir jedoch deutlich weniger gefallen hat, war die inhaltliche Ausführung. Viele Szenen wirkten überzogen brutal oder schlicht unnötig für den Verlauf der Handlung. Zwar wurde vorab eine Triggerwarnung eingefügt, was ich grundsätzlich sehr begrüße – doch leider wurden nicht alle heiklen Themen erwähnt, und manche Beschreibungen empfand ich als unnötig detailliert und übertrieben. Dazu kam ein teils verwirrender Plot, der durch viele Einschübe und Wiederholungen streckenweise die Spannung verlor. Die Handlung zog sich in meinen Augen unnötig in die Länge, und man hätte problemlos mehrere Szenen kürzen oder ganz streichen können, ohne dass der rote Faden verloren gegangen wäre.

Auch mit der Liebesgeschichte hatte ich dieses Mal so meine Schwierigkeiten. Die Dynamik zwischen Rain, Cole und Black wirkte auf mich konstruiert und unausgewogen. Vor allem Rains plötzliche Gefühle für Black am Ende passten für mich nicht zum vorherigen Verlauf – das kam zu spät und wirkte nicht authentisch. Überhaupt fehlte mir das emotionale und glaubhafte Development zwischen den Figuren. Stattdessen blieb vieles oberflächlich oder wurde durch extreme Handlungen überdeckt, die für mich nicht nachvollziehbar waren. Die moralische Grauzone, die in Band 1 noch reizvoll war, wich hier einem sehr simplen Schwarz-Weiß-Denken.

Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass dieser Band vor allem als Lückenfüller dient – viel Setup, wenig echtes Vorankommen. Die Welt, die Charaktere und das Grundkonzept gefallen mir nach wie vor, aber ich hoffe, dass der Abschlussband wieder fokussierter, runder und emotional stimmiger wird. Ob ich ihn direkt lesen werde, weiß ich allerdings noch nicht – zu sehr hat mich der zweite Teil in seiner Umsetzung enttäuscht. Ich vergebe 2.5 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 29.10.2025

2.5 ⭐

Praise
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Dieses Buch hat mich grundsätzlich unterhalten, aber leider konnte es mich nicht ganz packen. Die Grundidee ist gut, aber ich hatte das Gefühl, dass sich die Geschichte mehr auf die erotischen Elemente ...

Dieses Buch hat mich grundsätzlich unterhalten, aber leider konnte es mich nicht ganz packen. Die Grundidee ist gut, aber ich hatte das Gefühl, dass sich die Geschichte mehr auf die erotischen Elemente konzentrierte, anstatt die emotionale Tiefe der Charaktere weiter auszubauen.

Die Charaktere, insbesondere Charlotte, sind ganz okay. Sie wirkt wie eine Figur, in die sich viele Leser gut hineinversetzen können – eine schützende Schwester, die für das Wohl ihrer Familie kämpft. Ihre Interaktionen mit Emerson, ihrem älteren, geheimnisvollen Chef, sind oft spannend, aber ich fand die Entwicklung ihrer Beziehung manchmal zu langwierig und voller unnötiger Hindernisse. Emerson als Charakter hat viel Potenzial, aber er bleibt für mich leider eher oberflächlich. Auch wenn seine Schuldgefühle für mich nachvollziehbar sind, blieb er zu oft in seiner Rolle als der dominante, selbstzweifelnde Mann, der alles im Griff hat.

Die erotischen Szenen waren definitiv gut geschrieben und mit viel Sinnlichkeit und Spannung gefüllt. Allerdings war mir der häufige Wechsel zwischen „professionell bleiben“ und den intensiven körperlichen Begegnungen der beiden zu sprunghaft und etwas ermüdend. Diese ständige Unklarheit über die Beziehung zwischen Charlotte und Emerson zog den Lesefluss etwas in die Länge.

Was mich ebenfalls etwas gestört hat, war die Oberflächlichkeit der Charakterbeschreibungen. Während Emerson detailliert beschrieben wurde, fehlte es an einer tieferen Darstellung von Charlotte. Das hat es für mich schwer gemacht, mich richtig in sie einzufühlen. Die Geschichte war gut, aber nicht herausragend. Die Erotikszenen und die Chemie zwischen den Protagonisten waren definitiv der stärkste Teil, aber die romantische Entwicklung kam für mich zu kurz und wirkte oft gezwungen.

Trotz meiner Kritikpunkte war das Buch eine angenehme Lektüre für Zwischendurch, besonders wenn man auf eine Mischung aus Sinnlichkeit und Drama steht. Wer jedoch mehr Wert auf eine tiefere emotionale Verbindung zwischen den Charakteren legt, könnte sich von der Geschichte etwas entfremdet fühlen. Ich persönlich gebe das Buch 2.5 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 29.10.2025

2.5 ⭐

Oath & Betrayal
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Die Geschichte bietet einige interessante Ansätze, bleibt insgesamt aber eher unspektakulär. Die Einführung in die Magie und die Welt ist solide, allerdings zieht sich der Einstieg etwas und die Handlung ...

Die Geschichte bietet einige interessante Ansätze, bleibt insgesamt aber eher unspektakulär. Die Einführung in die Magie und die Welt ist solide, allerdings zieht sich der Einstieg etwas und die Handlung rund um die Heirat konnte mich nicht richtig fesseln. Hailey wirkt unschuldig und sympathisch, Nate eher der perfekte Gegenpart – ihre Dynamik funktioniert gut, dennoch fehlte mir die nötige Spannung, um richtig mitzufiebern. Trotz einiger schöner Momente und eines Cliffhangers, der neugierig auf Band 2 macht, konnte mich dieser erste Teil nur teilweise überzeugen.

Veröffentlicht am 16.05.2025

2.5 ⭐

Fortuna's Lovers: Versuchung
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Nach dem charmanten Auftakt der Reihe war ich gespannt auf Alexanders Geschichte – leider konnte mich Band 2 nicht ganz so überzeugen wie sein Vorgänger.

Die Handlung führt erneut in die Regency-Zeit ...

Nach dem charmanten Auftakt der Reihe war ich gespannt auf Alexanders Geschichte – leider konnte mich Band 2 nicht ganz so überzeugen wie sein Vorgänger.

Die Handlung führt erneut in die Regency-Zeit und wartet mit einer reizvollen Ausgangslage auf: Alexander Sidwell soll sich im Rahmen einer Wette porträtieren lassen – und das ausgerechnet in Öl. Da diese Kunstform zu jener Zeit als unweiblich gilt, scheint es in ganz London keine geeignete Dame zu geben. Bis er auf einen jungen, talentierten Künstler trifft, der sich später als Lady Rosemary entpuppt – eine Frau, die sich heimlich als Mann verkleidet, um ihrer Leidenschaft für die Malerei nachzugehen.

Die Idee hat Charme, und das Setting bietet viel Potenzial. Besonders gelungen fand ich die Darstellung gesellschaftlicher Zwänge und die Darstellung von Rosemarys Doppelleben. Auch Alexander wird als Figur greifbar, vor allem durch seine komplizierte Beziehung zu seinem Vater. Die prickelnde Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren sorgt für einige unterhaltsame Szenen.

Dennoch hatte ich insgesamt weniger Freude an diesem Band als am ersten. Die Handlung verläuft vorhersehbar, einige Wendungen wirkten konstruiert. Auch der angedeutete Krimiplot bleibt oberflächlich und konnte die Spannung nicht halten. Zwar harmonieren Alexander und Rosemary grundsätzlich gut, doch es fehlt stellenweise an Tiefe in der Entwicklung ihrer Beziehung. Die Dialoge wirkten teilweise etwas gewollt.

Ich vergebe 2.5 ⭐.

Veröffentlicht am 28.04.2025

2.5 ⭐

I Am Fury
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Je länger ich über dieses Buch nachdenke, desto klarer wird mir, wie wenig es mich letztlich überzeugen konnte. Ursprünglich wollte ich noch wohlwollende vier Sterne vergeben, aber nüchtern betrachtet ...

Je länger ich über dieses Buch nachdenke, desto klarer wird mir, wie wenig es mich letztlich überzeugen konnte. Ursprünglich wollte ich noch wohlwollende vier Sterne vergeben, aber nüchtern betrachtet sind es doch weniger geworden – und selbst das nur mit viel gutem Willen.

Der Titel klang vielversprechend, das Cover war ein echter Blickfang – doch was folgte, war eine unfassbar langweilige Romantasy-Geschichte ohne jeglichen Spice. Statt einer packenden, emotional aufgeladenen Geschichte bekam ich eine überdrehte Protagonistin, die durchgehend von blinder Wut getrieben wird. Dania ist buchstäblich "Fury", und zwar permanent – so überzogen, dass ihre Rage schnell nur noch genervt hat.

Wirklich schwierig wurde es für mich, als sich ihre Wut hauptsächlich gegen Maz, ihre große Liebe, richtete – und das, ohne je ein offenes Gespräch zu führen. Der Miscommunication-Trope wird hier in seiner reinsten, frustrierendsten Form ausgespielt. Statt echter Auseinandersetzung herrschen Anschuldigungen, Misstrauen und ständiges Grollen. Emotionale Tiefe? Fehlanzeige.

Dania hat nur ein Ziel: Rache. Gemeinsam mit Noor, einer Mitgefangenen mit Dschinn-Magie, gelingt ihr die Flucht aus dem Kerker, um gegen das korrupte Königshaus zu kämpfen. Aber trotz dieser Ausgangslage plätschert die Geschichte nur dahin. Weder die Flucht, noch die zahlreichen Kämpfe oder das erneute Aufeinandertreffen mit Maz konnten mich packen – einfach, weil jegliche Leidenschaft und echte Romantik fehlten.

Selbst die Welt, die mit Dschinn-Magie viele Möglichkeiten gehabt hätte, bleibt blass und unoriginell. Es wird kaum etwas erklärt oder weiterentwickelt. Auch die überraschende Familienenthüllung am Ende kam zu spät und zu emotionslos, um noch irgendeinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Was positiv bleibt, ist der flüssige Schreibstil und die atmosphärische Beschreibung einiger Schauplätze. Auch Noor war als Nebenfigur eine kleine Lichtblick – ein Charakter mit Herz und interessanter Hintergrundgeschichte.

Insgesamt aber eine sehr zahme, spannungsarme Fantasy, die sich eher an ein sehr junges Publikum richtet. Wer echte Romantasy sucht, Leidenschaft, gut ausgearbeitete Charaktere und emotionale Tiefe, wird hier enttäuscht werden. Für mich war es reine Zeitverschwendung. Schade – das Potential war da, aber die Umsetzung bleibt weit hinter dem, was Cover und Titel versprochen haben, zurück. Somit vergebe ich 2.5 ⭐.