Platzhalter für Profilbild

kathieder

Lesejury Profi
offline

kathieder ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit kathieder über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2021

Blick hinter die Kulissen

Schach mit dem Tod
0

Das Jahr 1945. Während in Europa der 2. Weltkrieg tobt, arbeiten Wissenschaftler aus aller Welt an einem mehr oder weniger geheimen Projekt: der Erschaffung der ersten Atombombe, die den Krieg gegen das ...

Das Jahr 1945. Während in Europa der 2. Weltkrieg tobt, arbeiten Wissenschaftler aus aller Welt an einem mehr oder weniger geheimen Projekt: der Erschaffung der ersten Atombombe, die den Krieg gegen das Nazi-Deutschland und vor allem gegen die Japaner entscheiden soll. Der Elektrotechniker David Adler wird zu diesem Forscherkreis, der unter dem Decknamen Manhatten-Projekt arbeitet, hinzugezogen. Als Fachkraft und Verwandter von Nils Bohr erlebt er diesen weltverändernden Prozess hautnah mit. Doch im Krieg ist, wie in der Liebe, alles erlaubt und die Grenzen zwischen den verschiedenen Fronten sind nicht so eindeutig, wie es den Anschein hat. Intrigen, Spionage und eigene Interessen beeinflussen den Lauf der Dinge, während der Augenblick der Bombenzündung immer näher rückt.

Manhatten-Projekt, 1945

Steffen Jacobsen entführt in eine Welt der Spionage und der Wissenschaft in eine Zeit, an der die Welt gespalten war. Tod und Gewalt regierten. Die eine Seite des Atlantiks versank im Blut, während auf der anderen die Köpfe rauchten, auf der Suche nach einer Lösung, eine Bombe zu erschaffen, die mehr Zerstörung anrichtet, als sich je irgendjemand vorstellen konnte. Gemeinsam mit David taucht man ein in die Ränge der Wissenschaftler. Ein berühmter Name wechselt den vorherigen ab. Niels Bohr, Robert Oppenheimer, George Kistiakowsky. Sie alle sind beteiligt bei diesem haarsträubenden Experiment, das die Welt für immer verändert hat.

Sprache und Spannungsbogen

Kurz und knackig, ohne unnötige Schnörkellein berichtet Steffen Jacobsen die historischen Ereignisse. Hautnah erlebt man die Männer hinter den großen Namen. Erkennt ihre Macken und Fehler, ihre Visionen und Taten. Fiktion und Fakten vermischen sich zu einem atemberaubenden Leseerlebnis, das sich nur schwer aus der Hand legen lässt. Fachliche Analysen werden auf eine Sprache heruntergebrochen, die es auch einem Laien möglich machen, den Aufbau und die Wirkungsweise einer Atombombe nachvollziehen zu können. Die ständige Angst vor Spionage, die die Wissenschaftler bei ihrer Arbeit verspüren, erhöht den aufgebauten Druck innerhalb der Geschichte zusätzlich. Beinahe hört man die Uhr im Hintergrund ticken, die das Ende unweigerlich näherbringt.

David Adler

Ein Mann mit einem klaren Ziel: seine Familie zu beschützen. Als Jude zur Zeit des Nationalsozialismus ist das keine leichte Aufgabe. Intelligent und sympathisch, sucht er einen Weg, das Unmögliche zu erreichen. Er trennt sich von seiner Familie, versucht Geld zu verdienen, um sie nachholen zu können. Obwohl er kein Wissenschaftler ist, kommt er mit den Fachjargons und Eigenheiten der Gruppe gut zurecht. Er findet seinen Platz in einer Gesellschaft, die nicht unbedingt die seine ist. Je weiter das Buch voranschreitet desto mehr lernt man Davids Vergangenheit kennen und schnell wird klar, dass auch seine Weste nicht so rein ist, wie es zunächst den Anschein hat.

Fazit

Ein packender Thriller, gewürzt mit Fakten und wissenschaftlichen Erklärungen. Ein intelligenter Held, gefangen in einer grausamen und brutalen Zeit, der mir durch seine Fehler und moralische Einstellung sehr ans Herz gewachsen ist. Das Buch bietet einen Blick hinter die Kulissen der Weltgeschichte, einen Blick auf die Männer hinter den großen Namen der Wissenschaft und den Weg von der Idee bis zur zerstörerischen Energie der Atombombe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.08.2021

Ein Lichtblick in einer dunklen Zeit

Ein neuer Morgen für Samuel
1

Der Franzose Jean-Luc lebt schon seit Jahren mit seiner Frau und ihrem Sohn Samuel in den USA. Eines Tages wird er von schwarz gekleideten Männern von Zuhause abgeholt und Jean-Luc wird unfreiwillig erneut ...

Der Franzose Jean-Luc lebt schon seit Jahren mit seiner Frau und ihrem Sohn Samuel in den USA. Eines Tages wird er von schwarz gekleideten Männern von Zuhause abgeholt und Jean-Luc wird unfreiwillig erneut mit seiner Vergangenheit konfrontiert. 1944 verrichtete er Frankreich seinen Dienst als Gleisarbeiter. Züge sieht er nie. Antworten bekommt er keine. Doch dann kommt es zu einem technischen Effekt und mit einem Schlag ändert sich sein ganzes
Leben.

Aufbau und Spannungsbogen

Die Geschichte, die uns Ruth Druart hier präsentiert, gliedert sich in zwei Abschnitte: zum einen spielt sie in der Vergangenheit – in Frankreich des Jahres 1944 und zum anderen in der Gegenwart, die von dieser Zeit stark beeinflusst wird. Obwohl man das Schicksal der verschiedenen Charaktere durch die Kapitel in der Gegenwart und den Klappentext bereits kennt, ist es eine interessante und durchaus spannende Reise. Das Buch ist an keiner Stelle langatmig oder fad. Wie ein junger Bach plätschert sie unaufhörlich dahin – manchmal schneller, gelegentlich etwas langsamer. Aber stets in Bewegung. Eine Geschichte, die fesselt bis zum Schluss.

Schreibstil

Die Autorin besitzt ein unglaubliches Fingerspitzengefühl, dass bei einer solchen Handlung auch von Nöten ist. Trotz der düsteren Thematik besitzt sie einen leichten Schreibstil, so als würde sie auf Zehenspitzen durch das Leben tanzen. Auf den ersten Blick scheint dieser Stil nicht zu dieser Art von Geschichte passen, aber dem ist nicht so. Mit viel Emotion und moralischen Konflikten zieht Ruth Druat in ihren Bann. Was würdest du in einer solchen Situation tun? Was ist richtig, was ist falsch? Sie stellt diese Fragen, ohne zu richten, ohne zu urteilen. Sie stehen im Raum und gehen nicht mehr aus dem Kopf.

Charaktere

Die Geschichte wird von fünf Charakteren erzählt: von
Jean-Luc, seiner Frau Charlotte, Samuels Eltern David und Sarah und von dem Jungen selbst. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven beleuchten die Geschichte von allen Seiten. Denkweisen und Handlungen werden klarer, verständlicher. Sie alle haben ihre Fehler, ihre Macken und Eigenheiten. Sie sind nicht perfekt. Keiner von ihnen. Und deshalb wachsen sie einem ans Herz. Weil sie ihre Fehler machen, diese einsehen und versuchen daraus zu lernen.

Fazit

Ein wunderbares Buch, das hoffentlich noch viele Menschen lesen werden. Es erzählt von einer Zeit, die man nicht vergessen sollte, in der Menschen Unaussprechliches erleben mussten, die Zahlreiche nicht überlebt haben. Bücher darüber gibt es viele. Aber dieses ist anders. Es erzählt nicht nur vom Schmerz und vom Tod, sondern richtet seinen Fokus auf ein kleines Stückchen Hoffnung: auf den kleinen Samuel, der überlebte.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 22.02.2026

Zwischen Spannung und Humor

Die Reise ans Ende der Geschichte
0

Der eiserne Vorhang fällt und die Welt, diese unerschütterliche Weltordnung, die die letzten Jahrzehnte geprägt hatte, brach zusammen. Wie ein Luftballon nach einem Kontakt mit einer Nadelspitze. Oder ...

Der eiserne Vorhang fällt und die Welt, diese unerschütterliche Weltordnung, die die letzten Jahrzehnte geprägt hatte, brach zusammen. Wie ein Luftballon nach einem Kontakt mit einer Nadelspitze. Oder einem Kaktus. Von einem Tag auf den anderen war nichts mehr wie zuvor. Aus zwei Teilen Deutschlands wurde einer, zumindest formell die Grenze, die Europa durchschnitten hatte, war verschwunden und die UdSSR war nicht mehr da.

In dieser Zeit, die gleichermaßen geprägt war von einem Gefühl der Freiheit sowie der Unsicherheit. Mit einem Schlag ist alles anders und keiner weiß, wie es weitergehen wird.

Als Vertreter dieser beiden polarisierenden Gefühle stellt Kristof Magnusson seine Charaktere Jakob Dreiser und Dieter Germeshausen vor.

Jakob Dreiser, der unbekümmerte Dichter, liebt es zu reden, über Gott und die Welt, über alles und jeden. Er besitzt die Gabe, ein Vertrauen in der Gesprächsbasis aufzubauen, die Menschen vertrauen ihm alles an. Aber mit der enormen Freiheit, die plötzlich entstanden ist, fällt für ihn auch die Spannung, das Risiko, der Nervenkitzel, den Rede Reise begleitete. Mit anderen Worte, das schillernde Leben, bekam einen schalen Geschmack der Langeweile.

Dieter Germeshausen hingegen ist ein alter Vertreter des Systems. Als Mitglied des deutschen Geheimdienstes lebte er von diesen Grenzen, von den Geheimnissen und Intrigen. Sein Arbeitsbereich fällt gemeinsam mit den Blockaden zusammen. Nicht nur seine Arbeit, sein aufgebautes Netzwerk, sein gesamter Lebensinhalt.

Dieter trifft auf Jakob und mit einem Mal fasst er einen Entschluss: der Dichter wäre der perfekte Spion, ein letztes Aufbäumen seinerseits, bevor die Welt sich komplett ändert, um ihn zurückzulassen.

„Aber nur, weil es eine komische Vorstellung ist, kann man das ja trotzdem ernst nehmen.“

Mit leichter, sarkastischer Sprache erzählt Kristof Magnusson die Geschichte zweier Männer, die die Wirren dieser Zeit durchleben, mit so unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und dennoch dieselbe Reise antreten. Es ist ein wunderbar unterhaltsames Buch, immer offen für Überraschungen. Gehalten in trockener Sprache, und die Seiten laufen unter den Fingern dahin, auch wenn der Spannungsbogen eher flach gehalten wird. Die Geschichte lebt durch die komisch überzeichneten Figuren, die trotz ihrer Skurrilität ein gewisses Maß an Liebenswürdigkeit besitzen und somit ihren Platz im Herzen der Leserinnen und Leser behaupten.

„Die Reise ans Ende der Geschichte“ ist definitiv kein James Bond oder John le Carré, aber die Anspielungen sind dennoch erkennbar und gepaart mit dieser trockenen Sprache ein absoluter Lesegenuss.


dieses Zitat wurde direkt aus dem Buch entnommen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2025

Ein Cocktail zum Genießen

Der Barmann des Ritz
0

„In diesem Krieg, der mittlerweile Frieden heißt, fühlt Frank Meier sich zwischen zwei Welten hin und her geworfen, die nebeneinander existieren und sich nie begegnen: der Welt drinnen, im Ritz, mit ihrem ...

„In diesem Krieg, der mittlerweile Frieden heißt, fühlt Frank Meier sich zwischen zwei Welten hin und her geworfen, die nebeneinander existieren und sich nie begegnen: der Welt drinnen, im Ritz, mit ihrem Überfluss, ihrem Komfort und ihren Raubtieren, und der Welt draußen, einer Welt des Hungers, der Kälte und der Erniedrigung.“

Frank Meier ist das Leben als Barkeeper in Fleisch und Blut übergegangen. Während rund um ihn die Welt im Chaos versinkt, verharrt er eisern hinter dem Tresen, mixt seine Drinks und unterhält die Gäste, selbst wenn diese sich gravierend ändern. Die Pariser Elite wird durch deutsche Soldaten ersetzt, das lockere Geplänkel von Zensur und Unbehagen überschattet. Gegen alle Widrigkeiten steuert die Belegschaft des Ritz‘ durch die unsicheren Zeiten. Die Zukunft ist unklar, ebenso die Dauer der deutschen Besatzung. Ist es angebracht, den momentanen Siegern zu schmeicheln oder sollte der Nationalismus aufrechterhalten werden? Wie weit dürfen rebellische Gedanken zugelassen werden, ohne verbotenes Terrain zu betreten? Ist es angebracht, Werke von Scott Fitzgerarld zu verbreiten und wie weit ist den Arbeitskolleginnen und Kollegen zu trauen? Wie weit geht Loyalität und wann beginnen Gerüchte Leben zu zerstören?

Die Situation in ganz Frankreich beschäftigt auch die Belegschaft des Ritz‘, aber die Fassade bleibt bestehen. Mit kühler Feder beschreibt Philippe Collin die Gedanken und Gefühle von Frank Meier, der durch den emotional zurückhaltenden Schreibstil geradezu greifbar nahe scheint. Immer ermöglichen Kapitel in Tagebuchform einen Blick hinter die gefasste Fassade des Barkeepers, zeigen die Ängste und Emotionen, die in seinem Job keinen Platz haben. Trotz der zurückhaltenden, beschreibenden Art, die hervorragend zu diesem Protagonisten passt, gelingt es dem Autor, einen enormen Spannungsbogen aufzubauen. Das Mitfiebern mit einzelnen Personen ist zwar gelegentlich schwierig, aber der stetig wachsende Druck auf das Ritz und auf Frank Meier erzeugen eine enorme Anspannung, die das Tempo der Geschichte vorantreiben. Mit fortschreitendem Krieg wird die Lage immer angespannter, die Luft immer dünner und Franks geheime, jüdische Abspannung ziehen die Schlinge um ihn immer fester, während die Tage des Krieges gezählt sind.

„Das gesamte Land galoppierte Richtung Zukunft, die auf jeden Fall strahlend und sonnig sein würde. Niemand in New York oder in Paris konnte am Horizont die Wälder von Verdun erahnen, die bald verwüstet wären, niemand konnte sich vorstellen, dass die westlichen Nationen einander im Nebel und im Schlamm der Ardennen grausam abschlachten würden.“

Der Barmann des Ritz ist ein faszinierendes Buch, das einen, für mich, völlig neuen Blickwinkel auf die Zeit des 2. WK wirft. Dieser Konflikt, in dem Frank Meier steckt, hat mich fasziniert. Von außen betrachtet, lebt er ein wahrlich luxuriöses Leben, während andere an der Front sterben, auf der Straße leben oder in Kontentrationslager gesteckt werden. Aber auch an ihm geht der Krieg nicht narbenlos vorbei. Die stetige Angst vor der Entdeckung seiner wahren Abstammung, der Spagat zwischen dem Alten und dem Neuen, der Zwispalt zwischen Liebe und Pflicht. Frank Meier hatte nicht das schlimmste Schicksal und hat durchaus vom Krieg profitiert, aber er hatte auch seine Schattenseiten für ihn, die in dessen heiteren Fassade keinen Platz haben dürfen.

Dieses Buch ist eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne in vergangenen Zeiten verschwinden. Es ist keine Unterhaltungslektüre sondern beleuchtet das schillernde Leben des Ritz zu einer Zeit, in der jeder neue Morgen mit großen Unsicherheiten verbunden war, in der jedes Gespräch das Letzte gewesen sein könnte, in der dennoch der Schein bewahrt werden sollte, um die Dunkelheit, die die Welt befallen hat, wegtrinken zu können.

Im Vergleich zu meinem letzten historischen Roman, Abgrund von Robert Harris, bediente sich der Autor dieses Werkes einer vollkommen anderen Erzählstruktur und Sprache. Für die Geschichte, die sie erzählt, ist sie ideal und ein absoluter Lesegenuss.

„Die kursiv geschriebenen Teile stammen direkt aus dem Buch.“

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2025

Wenn das Schicksal brennt

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
0

Kurz zum Inhalt

Sehnsüchtig erwartet Aemyra den Tag, an dem sich ihr Schicksal endlich erfüllen sollte. Von der Königsfamilie unbemerkt, arbeiten sie und ihr Zwillingsbruder Adarian in der städtischen ...

Kurz zum Inhalt

Sehnsüchtig erwartet Aemyra den Tag, an dem sich ihr Schicksal endlich erfüllen sollte. Von der Königsfamilie unbemerkt, arbeiten sie und ihr Zwillingsbruder Adarian in der städtischen Schmiede, stets darauf bedacht, ihre wahre Abstammung zu verbergen. Denn sie sind ebenfalls von königlichem Blut und Aemyra ist tatsächlich die rechtmäßige Erbin des Thrones. Tag für Tag sehnt sie sich nach dem Moment, an dem sie endlich das erhält, was ihr zusteht.

Ein gespaltenes Land

Erisocia, das Land, in welchem diese Geschichte beheimatet ist, wird in fünf Königreiche aufgeteilt: Tìr Uisge, Tìr Teine, Tìr Sgàile, Tìr Adhair und Tìr Ùir. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihre magischen Fähigkeiten, die manche Gesegnete beherrschen können und die auf die elementaren Kräfte zurückzuführen sind. Diese haben auch die Möglichkeit, sich an magische Wesen zu binden und ihre Kräfte so zu verstärken und zu stabilisieren. Doch die alte Magie wird durch das Aufkommen einer neuen Religion bedroht, die das herrschende Matriarchat gegen männliche Herrscher austauschen will und skrupellose Jagd auf alle Menschen macht, die in der Lage sind, die Elemente zu beherrschen.

Schreibstil und Spannungsbogen

Die Autorin bedient sich einer ausdrucksreichen Sprache, ohne zu blumig zu werden. Klare Sätze, die nicht ins unendliche abdriften sowie die innere Unruhe von Aemyra, die deutlich herauszulesen ist, sorgen für ein unterhaltsames Leseerlebnis und zu einem Buch, welches bereits nach wenigen Seiten so stark fesselt, dass es kaum aus der Hand zu legen ist. Die Charaktere sind authentisch und greifbar, die Handlungen dieser sukzessive greifbarerer und verständlicher. Die Autorin versteht es, die Hintergründe des Konfliktes gezielt zu erläutern, ohne langatmig zu werden. Stets erhält der Leser/die Leserin genügend Informationen, um bei den folgenden Szenen mitfiebern zu können, ohne jedoch mit Fakten zugeschüttet zu werden.

Fazit

A Fate Forged in Fire ist eine Fantasygeschichte, die für Liebhaber dieses Genre auf jeden Fall eine Reise wert ist. Sie besitzt alles, was so ein Buch haben sollte: eine sympathische Heldin, die sich mit ihrem Temperament mehr als einmal in Schwierigkeiten bringt, ein Schicksal, dem sie nicht entrinnen kann, ein Konflikt, welcher das Land in unversöhnliche Lager teilt, aber auch Verluste, Siege und Kompromisse, die dem Ganzen die benötigte Würze verleihen. Das alles, ohne abgedroschen oder langweilig zu werden.

A Fate Forged in Fire ist ein typisches Buch des Genres Fantasy und dabei so erfrischend und wunderbar zu lesen, dass die letzte Seite schneller kommt, als erwartet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere