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Veröffentlicht am 08.02.2021

Irrungen und Wirrungen einer Familiengeschichte

Die Pilotin
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Amelia Carr nimmt uns mit in die Familiengeschichte von Nancy Costello, mittlerweile eine alte Dame, die in die Geheimnisse ihres Lebens Licht bringen möchte.

Bei einem Besuch ihrer Enkelin Sarah berichtet ...

Amelia Carr nimmt uns mit in die Familiengeschichte von Nancy Costello, mittlerweile eine alte Dame, die in die Geheimnisse ihres Lebens Licht bringen möchte.

Bei einem Besuch ihrer Enkelin Sarah berichtet Nancy aus ihrer Jugend und der Leidenschaft zum Fliegen. Als junge Frau geht Nancy im zweiten Weltkrieg zur Air Force, überführt dort Flugzeuge zu ihren Bestimmungsorten, und erlebt in England ihre große Liebe zu Mac. Diese Liebe begleitet den Lesenden durch das gesamte Buch. Doch die Familie kennt diese Liebe nicht.

Dieses Buch ist mein erstes der Autorin und ich war über das Fachwissen der Fliegerei erstaunt. Amelia Carr bringt die Leistungen von Nancy gekonnt zum Lesenden rüber. Durch den Perspektivwechsel zwischen allen Protagonisten, werden diese dem Lesenden näher gebracht und Sympathie und Antipathie vermittelt. Auch der Zeitenwechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart nimmt den Lesenden geschickt mit auf die Reise durch das Leben Nancys.

Durch verschiedene Wendungen der Geschichte, bleibt der Lesende interessiert am Ball, wobei einige Passagen auch etwas zu langatmig sind.

Mir hat es gefallen, dass nicht die Geschichte des zweiten Weltkriegs aus der Sicht der Fliegerin im Mittelpunkt steht, sondern deren Lebensgeschichte. Diese ist zwar mit dem zweiten Weltkrieg verbunden, aber das Familiengeheimnis ist wahrlich ein anderes. Und immer, wenn ich dachte, ja das ist es, nahm die Geschichte eine andere Wendung. Das macht das Buch spannend zu lesen.

Mich hat die Geschichte beeindruckt und mit dem Ende habe ich nicht gerechnet. Aber durch das Ende wird der Charakter Nancys besonders dargestellt.

Ein absolut lesenswertes Buch, das zeigt, dass durch die Ehrlichkeit viele Ungereimtheiten, Vorurteile und Streitigkeiten vermieden werden.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Ein Schicksalsschlag, der schwer zu verkraften ist

Memories So Golden Like Us (Blue Eternity 2)
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Ich habe den ersten Band der Autorin nicht gelesen und bin mit dem zweiten Band angefangen, mich in die Geschichte einzulesen. Erst einmal musste ich sortieren, um was es letztlich geht.
Die Autorin erzählt ...

Ich habe den ersten Band der Autorin nicht gelesen und bin mit dem zweiten Band angefangen, mich in die Geschichte einzulesen. Erst einmal musste ich sortieren, um was es letztlich geht.
Die Autorin erzählt in diesem Band die Geschichte von Blair, einer aktiven, lebensfrohen und engagierten Malerin. Nach dem Tod ihres Bruders Sam verliert sie jedoch völlig den Halt. Sie versucht ihren Schmerz durch Partys, Alkohol und One-Night-Stands zu betäuben. Die Schlagzeilen, die es über sie zu lesen gibt, sind vernichtend. Letztlich ziehen ihre Eltern und ihre Managerin die Reißleine und zwingen Blair nach St. Ives ins Ferienhaus ihrer Mutter zu gehen und dort eine Bilderreihe für die Tate Gallery zu erschaffen. Man hat ihr allerdings nicht gesagt, dass der beste Freund ihres Bruder, Connor Rutherford, das Schaffen im Film festhalten soll.
Blair schon immer in Connor verliebt, hat sich allerdings nachdem sich Connor in Blairs ehemalige Freundin Elle verliebt hat, zurückgezogen. Jetzt treffen die beiden im Ferienhaus aufeinander.

Mit der schonungslosen Schilderung der Autorin sowohl mit den Charakteren und Situationen, musste ich mich erst einmal auseinander setzen. An einigen Stellen fand ich die Geschichte auch in die Länge gezogen. Wer allerdings den ersten Band gelesen hat, sollte unbedingt die Fortsetzung auch lesen.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Der Duft der Provence und ein besonderes Leben

Merci Agneta
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Im ersten Teil dieser Reihe - Bonjour Agneta - brach die Schwedin Agneta aus ihrer Ehe aus und machte sich anhand einer Zeitungsannonce auf den Weg in die Provence. Dort traf sie auf eine wunderbare Dorfgemeinschaft ...

Im ersten Teil dieser Reihe - Bonjour Agneta - brach die Schwedin Agneta aus ihrer Ehe aus und machte sich anhand einer Zeitungsannonce auf den Weg in die Provence. Dort traf sie auf eine wunderbare Dorfgemeinschaft in Saint Carelle und auf den dementen Einar. Mit ihm lebt sie zusammen im Kloster. In diesem Buch wird die Geschichte von Agneta weitererzählt. Sie ist angekommen im kleinen französischen Ort, liebt die Menschen dort und hat immer noch Schwierigkeiten mit der französischen Sprache. Wie gut, dass es den google Übersetzer dafür gibt. Ihr Leben scheint sie glücklich zu machen. Allerdings ziehen nach kurzer Zeit schwarze Wolken auf und erfordern ein dringliches Handeln einiger Beteiligter.

Der Autorin ist ein gute Fortsetzung von Agneta gelungen. Die Geschichte wird in einer leichten Sprache erzählt und es gibt einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hat. Hilfreich ist es, dass man den ersten Band liest, da doch einige Personen, die bereits dort Teil der Geschichte sind, weiterhin erscheinen.

Auch schwierige emotionale Themen wie Trauer und Verlust werden auf eine angenehme Weise in die Geschichte einbezogen und immer gibt es auch Humorvolles. Ein sehr lesenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Eine besondere Persönlichkeit - Wallis Simpson

Wallis Simpson
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Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, um Hintergründe über die Beziehung zwischen Edward und Wallis zu erfahren. Das Buch ist hochwertig gestaltet, viele Bilder bereichern die Biografie von Wallis und ...

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, um Hintergründe über die Beziehung zwischen Edward und Wallis zu erfahren. Das Buch ist hochwertig gestaltet, viele Bilder bereichern die Biografie von Wallis und zeigen Szenen aus deren Leben mit Edward auf. Das Buch ist in vier Kapitel unterteilt - im ersten Kapitel lernt der Lesende König Edward kennen, der gerade abgedankt hat, und in Österreich auf seine geliebte Freundin Wallis wartet. Sie weilt derweil in Frankreich und wartet dort auf ihre Scheidung. Das zweite Kapitel beschreibt die Herkunft von Wallis in Baltimore und deren Leben dort. Im dritten Kapitel wird dann das Kennenlernen von Wallis und Edward erzählt und im anschließenden vierten Kapitel erlebt der Lesende die letzten Lebensjahre von Wallis.

Das Buch ist kein Roman in leichter Sprache, sondern ein Sachbuch, das nicht einfach so herunter gelesen werden kann. Das Leben und die Beziehung von Wallis und Edward wird gut recherchiert beleutet und dem Lesenden näher gebracht. Leider musste ich erkennen, dass der hoffnungslos verliebte Edward von Wallis keine ehrliche Liebe entgegen gebracht bekam. Für sie war Edward wie eine Trophäe, mit der sie sich schmücken konnte. Dass er abdankte, hat ihr nicht gefallen, da sie gerne eine königliche Hoheit geworden wäre und als Königin von England ihr Leben beendet hätte.

Diese Biografie kann ich Lesenden, die sich gerne mit besonderen Persönlichkeiten beschäftigen, ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 07.09.2024

Eine außergewöhnliche Familie

Ein anderes Leben
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Da ich Caroline Peters als Schauspielerin so wunderbar finde, war ich auf ihr erstes Buch sehr gespannt. Ihr Thema ist eine außergewöhnliche Familienkonstellation, denn die drei Töchter haben alle eine ...

Da ich Caroline Peters als Schauspielerin so wunderbar finde, war ich auf ihr erstes Buch sehr gespannt. Ihr Thema ist eine außergewöhnliche Familienkonstellation, denn die drei Töchter haben alle eine gemeinsame Mutter, Hanna, aber alle einen anderen Vater. Die vier Menschen haben sich im Studium kennengelernt und Hanna hat jeder der drei Studienfreunde geheiratet und eine Tochter bekommen. Dann hat Hanna die Beziehung beendet. Die namenlose jüngste Tochter blickt bei der Bestattung ihres Vaters zurück auf die Beziehung zu ihrer Mutter. So bekommt der Lesende einen Einblick in die einzelnen Beziehungen der Kinder zu ihren Eltern. Während die älteren Geschwister einiges mit dem Vater der jüngsten Tochter unternehmen und von ihm lernen, steht sie meist am Rand. Im Laufe der Geschichte erschien mir Hanna als Frau, die sich über alle Konventionen hinweg setzt.
Gespannt war ich auf das Buch, konnte aber nicht so richtig einen Kontakt zu den Protagonisten aufbauen. Es ist kein Buch, das einfach zu lesen ist, da die Sprachgestaltung an einigen Stellen etwas sperrig ist.

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