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Evie

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2025

Was im Geisterdorf geschehen ist

Der dunkle Sommer
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Tilda möchte einen Neuanfang wagen, irgendwo, wo sie niemand kennt und sie ihre Ruhe hat. Welcher Ort eignet sich da besser als ein Geisterdorf auf Sardinien? Dort angekommen merkt sie recht bald, dass ...

Tilda möchte einen Neuanfang wagen, irgendwo, wo sie niemand kennt und sie ihre Ruhe hat. Welcher Ort eignet sich da besser als ein Geisterdorf auf Sardinien? Dort angekommen merkt sie recht bald, dass mysteriöse Dinge vor sich gehen und andere Menschen ihr Haus für verflucht halten. Doch was ist damals in dem Dorf passiert? Gemeinsam mit Enzo, einem Journalisten, versucht sie hinter dieses Geheimnis zu kommen und schon bald steckt sie mittendrin, als ihr Bruder Nino verschwindet.

Tilda konnte ich gut verstehen. Sie hat im Leben nicht immer die richtige Entscheidung getroffen, weshalb sie mit Selbstvorwürfen zu kämpfen hat. Trotzdem versucht sie, ihr Leben weitesgehend normal weiterzuleben. Bei Enzo im Leben läuft auch nicht alles perfekt, aber er weiß, dass er im Moment an einer großen Geschichte dran ist, die sein Leben verändern wird.
Die Nebencharaktere sind interessant und in einigen steckt mehr, als man Anfangs vielleicht denkt.
Die Handlung ist in zwei Zeitstränge aufgeteilt, Tildas und Enzos spielt in der Gegenwart, während der von Franca in der Vergangenheit spielt. Mich persönlich haben die Kapitel von Franca am meisten gepackt, da ihr so einiges schlimmes widerfährt und es krass zu lesen gewesen ist, was früher auf Sardinien passiert ist. In der Gegenwart fängt es erst ab etwa dem letzten Drittel an, wirklich spannend zu sein. Davor hätte es auch einfach ein Roman über einen Neuanfang sein können. Hier hätte ich mir also viel mehr Spannung und Nervenkitzel gewünscht. Das Ende ist aber gut gemacht und hat mich überzeugt. Es ist interessant zu sehen gewesen, wie sich alles zusammensetzt und mit fast keinen Twist habe ich so gerechnet.
Der Schreibstil ist angenehm und atmosphärisch. Ich bin gut durch die Geschichte gekommen und ab dem letzten Drittel konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Das Cover ist nicht so mein Fall, aber es passt gut zum Genre und auch zur Geschichte.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der einen gelungenen Thriller lesen möchte, in dem ein ernstes Thema mitverarbeitet wurde. Es dauert zwar etwas, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt, aber die Auflösung ist echt gut gemacht und vor allem auch unerwartet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2025

Von Prophezeiungen, Seelenverbindungen und Krieg

Faebound
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Yeeran und Lettle sind Elfen und Schwestern. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, denn Yeeran ist eine Kriegerin, während Leetle Wahrsagerin ist. Als Yeeran wegen einer schwerwiegenden Entscheidung ...

Yeeran und Lettle sind Elfen und Schwestern. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, denn Yeeran ist eine Kriegerin, während Leetle Wahrsagerin ist. Als Yeeran wegen einer schwerwiegenden Entscheidung ins Exil geschickt wird, folgt Lettle ihr zusammen mit Rayan, einem Freund von Yeeran. Als die drei zusammenfinden, treffen sie schon bald auf Fae. Fae, die man für ausgestorben gehalten hat und schon bald müssen sie sich fragen, was von dem, was sie glauben, eigentlich stimmt.

Die beiden weiblichen Hauptpersonen mochte ich gerne, vor allem ihre Gegensätzlichkeit, da so eine interessante Dynamik geschaffen wurde.
Das Buch hat einige Nebencharaktere, Rayan und Furi sind hier meine Favoriten gewesen. Rayan ist fürsorglich und symphatisch, und Furi wirkt anfangs zwar abweisend, doch mit der Zeit zeigt sie auch eine andere Seite von sich.
Ich muss sagen, dass ich mich etwas mit dem Alter der Charaktere schwergetan habe. Die meisten sind Mitte zwanzig bis 40 Jahre alt und ich finde nicht, dass man das an dem Verhalten gemerkt hat. Da hätte ich mir manchmal etwas mehr Reife gewünscht, wenn man schon erwachsene Protagonisten hat.
Die Handlung ist gut und konnte mich überzeugen. Es ist interessant mitzuverfolgen, wie sich die Leben von Lettle und Yeeran in so kurzer Zeit verändert haben. Insgesamt hätte ich mir aber noch etwas mehr Spannung gewünscht. Es gibt zwar immer mal wieder kleine Momente in denen spannendes passiert, die hätten für meinen Geschmack aber noch etwas häufiger sein können. Die Plottwists finde ich gelungen, zwar kann man sich einiges bereits recht früh denken, dass hat sich aber nicht negativ auf mein Leseerlebnis ausgewirkt.
Die Welt und die Magie finde ich echt toll. Die erschaffene Welt ist gut durchdacht und mir hat der deutliche Unterschied zwischen den Elfenlanden und der Höhle der Fae gut gefallen, jedoch hätte ich mir etwas mehr Beschreibung von dem Land der Elfen gewünscht. Die Magie ist originell, vor allem das Trommelfeuer.
Der Schreibstil an sich ist gut, jedoch gibt es manche Sätze, die man so nicht sagen würde. Trotzdem konnte mich die Geschichte fesseln und ich bin leicht in die Geschichte eingetaucht.
Das Cover finde ich sehr gelungen. Von der Farbkombi bin ich ein Fan, genauso wie von der Gestaltung.
Ich kann die Geschichte jedem empfehlen, der eine Fantasy mit einer tollen Welt, Intrigen, vielschichtigen Charakteren und guter Magie sucht. Die Handlung ist gelungen, die Plottwists sind zwar nicht immer überraschend, trotzdem ist die Geschichte lesenswert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.05.2025

Man muss vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht

Play of Hearts
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Evie wünscht sich jemanden an ihre Seite, der sie liebt. Dieser Wunsch hat Konsequenzen, denn von nun an bringen ihre Hände den Tod. Sie wird von allen gemieden, bis Arthur auftaucht, in den sie sich recht ...

Evie wünscht sich jemanden an ihre Seite, der sie liebt. Dieser Wunsch hat Konsequenzen, denn von nun an bringen ihre Hände den Tod. Sie wird von allen gemieden, bis Arthur auftaucht, in den sie sich recht schnell verliebt. Beide sind glücklich, bis eine Berührung von Evie alles zerstört. Die einzige Person, die den beiden noch helfen kann, ist Rémi.

Bei Evie als Protagonistin bin ich etwas hin- und hergerissen. Anfangs war sie mir recht sympathisch, im Verlauf des Buches habe ich mich mit ihr aber etwas schwer getan, weil sie immer wieder ihr Ziel aus den Augen verliert. Und auch wenn dafür eine Erklärung geliefert wurde, habe ich mich daran gestört.
Nun zu den beiden männlichen Hauptprotagonisten Rémi und Arthur. Beide kann man recht schwer einschätzen, weil sie ihre Geheimnisse haben. Das, was man von Arthur gesehen hat, mochte ich aber gerne, bei Rémi bin ich noch unentschlossen. Er ist mir in seinem Verhalten etwas zu sprunghaft gewesen.
Die Handlung hat viel Potential, welches meiner Meinung nach nicht voll ausgeschöpft wurde. Der Anfang und das letzte Drittel konnten mich fesseln, der Mittelteil hat sich leider etwas gezogen, weil nicht wirklich etwas passiert ist, was die Geschichte vorangebracht hat. Die verschiedenen Handlungsorte und die Atmosphäre hingegen finde ich richtig toll. Die Grundstimmung ist eher düster und die Orte originell, was ich mochte. Auch die verschiedenen Arten von Magie haben es mir angetan.
Der Schreibstil hat mich überzeugt. Er ist poetisch, was gut zu der fast schon märchenhaften Geschichte passt. Außerdem kann man sich die Orte und Personen gut vorstellen.
Das Cover ist ein absoluter Hingucker. Farblich und mit der Gestaltung finde ich es sehr schön und da es Elemente aus der Geschichte hat, passt es auch perfekt.
Ich kann die Geschichte jedem empfehlen, der eine märchenhafte Romantasy lesen möchte, die eine interessante Grundidee und tolle Schauplätze hat. Auch kann das Buch mit der unterschiedlichen Magie und den facettenreichen Charakteren überzeugen.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Meistens reicht ein Schubs in die richtige Richtung

The Glow Up
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Chris ist sich bei einigem unsicher, woran er aber keinen Zweifel hat, ist, dass er in den Studenten an Lernplatz Nummer sechs verliebt ist. Aiden ist nur am Lernen, was Chris davor abschreckt ihn anzusprechen.

Chris ...

Chris ist sich bei einigem unsicher, woran er aber keinen Zweifel hat, ist, dass er in den Studenten an Lernplatz Nummer sechs verliebt ist. Aiden ist nur am Lernen, was Chris davor abschreckt ihn anzusprechen.

Chris und Aiden mochte ich von ihren Persönlichkeiten gerne. Chris will herausfinden, was ihm wirklich gefällt und nimmt das Leben nicht so ernst. Aiden ist da total anders. Für ihn zählt nur, dass er sein Studium schafft. Zusammen finde ich die beiden toll. Sie unterstützen einander und wenn sie beieinander sind, können sie alles andere mal ausblenden.
Die Nebencharaktere, die mir gut gefallen haben, sind die Freunde der beiden. Auch wenn sie gegen Chris oder Aiden sticheln, sorgen sie sich um sie. Und darauf kommt es bei einer Freundschaft an.
Die Handlung ist nicht schlecht, konnte mich aber nicht so begeistern, wie die von den Vorgängern. Wirklich fesseln konnte mich die Geschichte erst ab etwa der Hälfte. Davor passieren schon Sachen, aber ich hatte das Gefühl, dass es etwas dauert, bis wirklich Schwung reinkommt. Die Geschichte hatte eine ernstere Handlung als die ersten beiden Teile, dass hat mir aber gut gefallen und es hat gut gepasst.
Der Schreibstil ist angenehm und man ist schnell in der Geschichte gewesen.
Die Cover der Reihe mag ich, auch wenn sie recht schlicht sind. Aber sie passen gut zu College-Romances.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine kurzweilige College-Romance sucht, in der die beiden Hauptcharaktere eine unterschiedliche Herangehensweise ans Leben haben. Auch werden ernste Themen behandelt, was ich gut und wichtig finde.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Die Schneiderin und der Prinz

A Fragile Enchantment
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Niamh ist eine Schneiderin, aber keine normale, denn sie kann Gefühle und Erinnerungen in die Kleidungsstücke hineinweben. Aufgrund dessen wird sie von einem Herrscher des Nachbarkönigreichs eingestellt. ...

Niamh ist eine Schneiderin, aber keine normale, denn sie kann Gefühle und Erinnerungen in die Kleidungsstücke hineinweben. Aufgrund dessen wird sie von einem Herrscher des Nachbarkönigreichs eingestellt. Sie soll die Kleidung für den Prinzen und seine Zukünftige schneidern. Obwohl die erste Begegnung von Niamh und Kit nicht gut gelaufen ist, funkt es zwischen den beiden immer mehr.

Niamh mochte ich sehr. Sie ist freundlich und möchte, dass es ihrer Familie gut geht, weshalb sie hart arbeitet. Sie möchte immer das Richtige tun und sieht in allen Menschen das Gute. Kit ist anfangs distanziert und recht unfreundlich, aber mit der Zeit kann man hinter seine Mauern sehen und man erkennt, warum er sich so verhält. Mit der Zeit bekommt man auch seine weiche und verletzliche Seite zu sehen, was mir gut gefallen hat.
Die Nebencharaktere sind interessant. Sie haben so ihre Macken, was sie in manchen Momenten unsymphatisch machen kann, aber insgesamt sind sie gelungen.
Die Handlung mochte ich, trotzdem habe ich auch kleine Kritikpunkte. Das man etwas von den Problemen bei Hof mitbekommt, hat mir gut gefallen und auch den Fantasy-Aspekt mochte ich, der hätte für meinen Geschmack aber etwas größer sein können. Für mich hat sich das Buch an einigen Stellen etwas gezogen und am Ende wurde mir alles zu schnell abgehandelt. Vielleicht hätte man etwas kürzen können und dafür dem Ende mehr Raum geben können. Etwas, was auch gerne mehr Raum hätte einnehmen können, ist das Worldbuilding. Ich hätte gerne noch mehr über die Königreiche erfahren, da man nur kleine Bruchstücke bekommt.
Der Schreibstil passt gut zu dieser zauberhaften Geschichte. Das Buch lässt sich gut lesen und ich konnte leicht in die Welt eintauchen.
Das Cover ist richtig schön. Es sticht heraus und passt gut zur Geschichte. Auch farblich mag ich es gerne.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für eine Historical Romance interessiert, die auch etwas Fantasy hat. Kit und Niamh sind spannende Charaktere und auch die Probleme bei Hof sind interessant.

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