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Veröffentlicht am 19.06.2025

Einmal quer durch Europa

Boom Boom Babuschka
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Die Erdmännchen-Gang langweilt sich. Irgendwie ist überall die Luft raus. Besonders Ray hadert mit der Liebe. Doch da taucht Phil auf und teilt ihnen mit, dass Montgomery eine Reihe von angeblichen Selbstmorden ...

Die Erdmännchen-Gang langweilt sich. Irgendwie ist überall die Luft raus. Besonders Ray hadert mit der Liebe. Doch da taucht Phil auf und teilt ihnen mit, dass Montgomery eine Reihe von angeblichen Selbstmorden russischer Oligarchen aufklären will und verhindern, dass in London der nächste Oligarch sein Leben lässt. Da kommt Leben in die Erdmännchen und die wilde Jagd quer durch Europa startet.

Ich habe es schon so oft erwähnt, aber auch diesmal muss ich es sagen. Als Schauspieler mag ich Christoph Maria Herbst nicht, als Sprecher ist er einfach nur genial. Ich staune immer wieder, wie er noch mehr Figuren unverwechselbar darstellt, neue Stimmfarben, Dialekte, Akzente locker aus dem Ärmel schüttelt. Wer einmal einen der Bände der Reihe gehört hat, kann und will sie nie wieder lesen, denn so wunderbar kann man das im Kopfkino gar nicht ablaufen lassen, wie Herbst das macht!

Aber natürlich muss ich auch Moritz Matthies, dem Autoreduo Hans Rath und Edgar Rei, ein dickes Lob aussprechen, denn es ist schier unglaublich, wie viele Ideen aus ihm heraussprudeln, um die Reihe nicht langweilig werden zu lassen! Dies ist bereits der zehnte Band und es ist ratsam, sie alle chronologisch zu hören oder notfalls auch zu lesen. Die Entwicklung der Tiere und von Phil ist dann besser zu verstehen und einige der Witze besser zu verstehen und damit noch lustiger.

Diesmal sind außer Ray und Rufus keine anderen Waldtiere beteiligt. Das ist kein wirklicher Verlust, fühlt sich aber fast schon unrichtig an. Dafür kann Phil die beiden Erdmännchen via Ohrstöpsel ohne die Übersetzung durch seine Tochter, die diesmal nicht mitspielt, verstehen.

Unsere Helden nutzen diesmal das ganze Spektrum an Fortbewegungsmitteln und tun sich sogar mit Schmugglern und Motorradgangs zusammen. Die Wendungen und Knalleffekte sind sehr gut gelungen, die Story herrlich überdreht und der Spaß enorm. Versteckte Sozialkritik und ausgiebige Behandlung von Klischees gehören auch dazu. So darf das gerne noch viele, viele Bände weitergehen! Ganz klare fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Familie und andere Katastrophen

Horror-Date
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Julius ist erfolgreicher Start-up-Gründer und steht kurz vor der Hochzeit. Sein bester Freund Raphael ist unheilbar krank und möchte sein Date mit seinem Match auf der Plattform The walking Date nicht ...

Julius ist erfolgreicher Start-up-Gründer und steht kurz vor der Hochzeit. Sein bester Freund Raphael ist unheilbar krank und möchte sein Date mit seinem Match auf der Plattform The walking Date nicht absagen. Die Dating-Plattform ist für Menschen, die nicht mehr die größte Lebenserwartung haben. Kurzerhand trickst Raphael Julius aus, sodass dieser für ihn zum Date geht. Es dauert nicht lange und die Komplikationen häufen sich, zumal Julius überhaupt nichts von und über Nala weiß und daher improvisieren muss. Natürlich tritt er in nicht wenige Fettnäpfchen. Doch das Drama nimmt seinen Lauf!

Ich liebe es, wie Simon Jäger die Figur des Julius angelegt hat! Herrlich schnöselig und doch sympathisch, mit ganz viel Galgenhumor und Selbstironie, aber auch einen kleinen, heiligen Zorn auf Raphael und die Situation, in die dieser ihn gebracht hat. Diese Seite von Fitzek gefällt mir ausgesprochen gut. Humorvoll kann er meiner Meinung nach besser, als Thriller. Hier ist er seinem Stil treu und haut die Gags am laufenden Band raus, ohne dass es albern wird oder sich abnutzt. Bei seinen Thrillern bin ich selten begeistert, bei diesem dritten Nicht-Thriller bin ich es so sehr, wie bei den beiden vorherigen!

Man denkt schnell, man ahnt, wohin die Story führt, aber dann kommt eine Wendung nach der anderen, die das Ganze immer absurder, lustiger, komischer und humorvoller macht. Es wird einfach nicht langweilig und die Ideen sind erfrischend und passend. Bei einigen Szenen kann man sich lebhaft vorstellen, wie sich der Protagonist Julius gefühlt haben muss und ist froh, nicht an seiner Stelle zu sein. Dennoch darf man nicht glauben, dass Fitzek sich über den Tod oder Krankheiten lustig macht. Es gibt mehr als genug Stellen, an denen man ein ganz schweres Herz bekommt und kurz vor dem Heulen steht. Auch regen viele Passagen zum Nachdenken an. Diese Mischung finde ich mehr als gelungen. Es ist einfach herrlich, wie viel in der Story gelogen wird und zu was die Lügen führen. Mich hat das Hörbuch vom Alltag bestens abgelenkt und hervorragend unterhalten. Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Schmunzelkrimi zum Wohlfühlen

Mord am Schätztag
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Bei Siggi im Antiquitätenladen ist mal wieder Schätztag angesagt. Trotz Chaos und Hektik freuen sich er, seine Doro und Freund und Experte Anton immer sehr darauf. Als Siggi dann den Mann, dem er für viel ...

Bei Siggi im Antiquitätenladen ist mal wieder Schätztag angesagt. Trotz Chaos und Hektik freuen sich er, seine Doro und Freund und Experte Anton immer sehr darauf. Als Siggi dann den Mann, dem er für viel zu viel Geld gerade einen Koffer mit Büchern und Andenken abgekauft hat, im nachgemachten Trevi-Brunnen mausetot findet, ist ihm schnell klar, dass das kein Unfall war. Ganz klar, dass er sich nicht auf den doppelten Gunnar verlassen kann und selbst zu ermitteln beginnt. Dass sie alle dabei in große Gefahr geraten, ahnte er ja nicht!

Wie bei allen Reihen und Serien sollte man auch hier unbedingt den ersten Band gelesen haben. Zwar ist dieser hier nicht direkt damit verbunden, doch viele kleine Gags und Zusammenhänge versteht man beim Lesen doch besser, wenn man chronologisch liest. Dann entwickeln sich die Figuren auch stimmig und die Dynamik zwischen ihnen kann man besser spüren. Mir sind die wiederkehrenden Figuren, aber jetzt auch der neu dazugekommene Isä, inzwischen schon so vertraut, als würden sie gerade ums Eck leben.

Es steckt ganz viel Waldi in Siggi und ich hoffe, dass es noch viele weitere Bände geben wird. Vielleicht tauchen dann auch Waldinis auf, in dem Fall dann wohl Siggilinos oder so. Ganz sicher macht all das auch Lust, Waldis Antiquitätenladen mal zu besuchen, ob am Schätztag oder einfach so. Aber selbst die virtuelle Version des Eifeler Originals bringt das Feeling perfekt rüber. Er hat ein gutes Auge für Macken und Schwächen der Menschen. Die hat er wunderbar lustig, aber mit viel Herz bei seinen Figuren verarbeitet.

Die eine oder andere Idee ist sehr phantastisch, aber gerade diese Prise Übertreibung macht viel vom Lesespaß aus. Auch Hündin Lola könnte liebenswürdiger nicht sein. Und die kleinen Grafiken, die jedes Kapitel begleiten, sind einfach nur charmant. Nein, sie sind nicht wichtig für die Handlung, aber ich mag solche Details einfach gern.

Es mag keine hochgeistige Literatur sein, aber wer, wie ich, gerne mal ein Wohlfühlbuch liest, das spannend, unterhaltsam und mit ein wenig Gefühl aufwarten kann, der liegt bei Waldi genau richtig. Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Kleine Desserts, großer Genuss!

Kleine Desserts aus dem Glas. Partyminis zum Vernaschen.
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Dieses kleine, aber feine Buch bietet für kleines Geld großartige und super leckere Ideen für kleine Desserts in Gläschen. Es zeigt auch, wie unterschiedlich die Desserts in diversen Gläsern wirken und ...

Dieses kleine, aber feine Buch bietet für kleines Geld großartige und super leckere Ideen für kleine Desserts in Gläschen. Es zeigt auch, wie unterschiedlich die Desserts in diversen Gläsern wirken und umgekehrt, wie ein Dessert im richtigen Glas gleich noch einladender wird. Man möchte sich gern sofort durch alle Desserts durchprobieren und weiß kaum, mit welchem man starten soll.

Herrliche Fotos zu jedem Rezept sind mir immer wichtig und die bekomme ich hier. So sehe ich gleich, ob mich nicht nur die Zutaten, sondern auch die Optik ansprechen und ob das Dessert zu dem passt, was ich vorhabe. Die Zubereitungsschritte sind gut verständlich erklärt und beschrieben. Sie stehen direkt neben der Zutatenliste, die immer unterteilt ist in die einzelnen Schichten, die Deko und ggf. für das Tränken. Gelegentlich findet sich noch ein zusätzlicher Tipp. Die Menge der fertigen Portionsgläschen ist auch immer angegeben. Von sechs bis zwanzig Gläschen werden es.

Auf Nährwertangaben wird verzichtet, aber es gibt immer Info zu Schwierigkeitsgrad, Zeitaufwand und Vorbereitung. Viele der Desserts lassen sich gut mindestens einen Tag vorher zubereiten, öfter mal ist es sinnvoll, den einen oder anderen Teilschritt davon ebenfalls mit Vorlaufzeit zu machen. Wirklich schwierig ist keins der Rezepte, die Zutaten sind auch problemlos zu bekommen.

Für mich ist dieses feine Büchlein ein Volltreffer! Auch als Mitbringsel zum Kaffeeklatsch oder ähnlichem ist es ideal. Herzlich gerne fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Rezepte für das Leben

Natürlich Maria
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Maria Groß ist einfach umwerfend sympathisch. Ihre Art zu kochen verstärkt das noch. Endlich mal jemand, der wirklich erstklassig kochen kann, aber auf allen Chichi verzichtet. Ehrliche Gerichte, die satt ...

Maria Groß ist einfach umwerfend sympathisch. Ihre Art zu kochen verstärkt das noch. Endlich mal jemand, der wirklich erstklassig kochen kann, aber auf allen Chichi verzichtet. Ehrliche Gerichte, die satt und glücklich machen. So mag ich das!

Bevor es richtig losgeht, erzählt Maria erst einmal. Von sich, von der Bachstelze, vom Kochen, von der Natur, vom Leben und natürlich vom Essen. Das liest sich flott weg und ist unterhaltsam, lässt aber auch innehalten und reflektieren. Auch zwischen den Rezepten findet sich immer mal wieder ein Maria-Text. Die Fotos dazu sind fröhlich und einladend. Auch wenn Maria immer mal wieder darauf zu sehen ist, wirkt das keineswegs selbstdarstellerisch.

Die Rezepte sind bodenständig, aber mit dem gewissen Etwas, mit Pfiff und mit kleinem Schnörkel, gehen aber nie ins Affige. Sie sind mit Ausnahme der Desserts immer für zwei Personen ausgelegt. Die Kapitel Die Welt ist bunt; Koch dich glücklich; Das Leben ist süß; Marias Basics sind in weitere Unterkapitel unterteilt. Alle Rezepte sind klassisch aufgebaut mit Zutatenlisten und Arbeitsschritten. Keine weiteren Texte dazu. Maria hat dem Leser in den Text-Kapiteln genug gesagt, damit diese alles wissen, was wichtig ist.

Für mein Verständnis sind die Anweisungen klar und gut beschrieben und lassen keine Fragen offen. Müsste ich moppern, dann wäre es, dass der Ofensellerie Oma-Style gar nicht im Ofen gegart wird, sondern im Topf. Aber das ist nur eine Nebensache in meinen Augen. Die benötigten Zutaten sind nicht sonderlich exotisch und im gut sortierten Lebensmittelgeschäft leicht zu bekommen.

Mich kann man mit Blumenkohlsuppe mit Mandarinen nicht wirklich glücklich machen, aber dafür liebe ich die Rosenkohlquiche und den Hackbraten mit Ofengemüse. Und der Mohnkuchen ist ebenso lecker, wie er einfach zuzubereiten ist. Ganz begeistert bin ich von den Fotos, die es zu jedem Rezept gibt und die mir wichtig sind. Dass keine Nährwertangaben zu finden sind, stört mich nicht. Hier geht es nicht um Diät, sondern um Wohlfühlessen, Seelenfutter. Und da treffen die Rezepte definitiv ins Schwarze. Noch dazu sind sie problemlos selbst zu schaffen, ohne dass man eine Kochschule besucht haben muss.

Ob man nun aus Thüringen kommt oder nicht, die Rezepte machen glücklich, satt, zufrieden und auch ein klein wenig süchtig. Fünf Sterne!

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