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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2025

Sehr bewegend, feinfühlig und klug

Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben
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Bereits das Cover trifft den Inhalt des Buches ausnehmend gut, die weiße Blume vor dem dunklen Hintergrund, die auf den ersten Blick romantisch aussieht, aber doch zart und zerbrechlich ist. Das kleine ...

Bereits das Cover trifft den Inhalt des Buches ausnehmend gut, die weiße Blume vor dem dunklen Hintergrund, die auf den ersten Blick romantisch aussieht, aber doch zart und zerbrechlich ist. Das kleine rote Etwas in der Blüte, mit dem Blick nach unten, eine Frau vor dem Sprung in die Tiefe ?

Auch den Titel finde ich grandios getroffen.

Wir begleiten zwei Freundinnen aus der Studienzeit ins Erwachsensein mit recht unterschiedlichen Lebenskonzepten, die aber die Freundschaft weiterhin bestehen lassen. Diese Freundschaft ist durch die schwere Erkrankung von Marlene einigen Zerreißproben unterworfen, vor allem ändert sich die Rollenverteilung und die Balance zwischen Stärke und Schwäche unter den beiden Frauen mehrmals.

Das Buch ist in einer lebhaften, sehr flüssigen Prosa geschrieben, einige eingestreute Mails sorgen für zusätzliche Lebendigkeit. An jeder Stelle wird auf die Gefühle der beiden Frauen sehr einfühlsam eingegangen.

Der Krankheitsweg von Marlene wird ebenso eindrücklich geschildert wie die moralischen, medizinischen und persönlichen Fragestellungen, mit denen sich die Ärztin Helena auseinander setzt. Trotz einiger juristischer Details, vor allem, was das Thema Sterbehilfe betrifft, ist das Buch von Anfang bis Ende bewegend und spannend.

Es behandelt viele wichtige Themen - nicht nur das der Sterbehilfe - auf sehr interessante Art - Ehe, Treue, Freundschaft, Rivalität, natürlich Erkrankung, Mut, Hoffnung, Verzweiflung, Verantwortung, Religion. Dabei ist es sehr gut recherchiert und bietet für medizinische Laien auch ein hilfreiches Glossar am Schluss.

Ich vergebe voller Überzeugung fünf Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Tränen und Dolci, Gefühle mit Tiefgang, ohne Kitsch und Pathos

Tage wie Salzwasser
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Dies ist eines der besten Bücher, da ich in letzter Zeit gelesen habe, und ich bin richtig traurig, dass es zu Ende ist.

Bereits das Cover ist wunderschön, gleichzeitig frisch - durch das Bild von kühl ...

Dies ist eines der besten Bücher, da ich in letzter Zeit gelesen habe, und ich bin richtig traurig, dass es zu Ende ist.

Bereits das Cover ist wunderschön, gleichzeitig frisch - durch das Bild von kühl aussehendem Wasser, die Türkistöne und den Rotton - und romantisch mit der Frau, die verträumt am Meeresstrand liegt. Interessant finde ich, dass das Bild auch einen herben Einschlag hat, was gut zum Titel und zum Buch generell passt.

Wir dürfen zwei mehr als eigenwillige Frauen auf einer Reise mit Umwegen von Hessen nach Sizilien begleiten, eine schräger - und irgendwie sperrig liebenswerter - als die andere. Weit entfernt ist die Geschichte von den üblichen "Roadtrips", auch wenn die Ereignisse streckenweise mehr als turbulent sind und sich manchmal im zerknäuelten Chaos zu verlieren scheinen.

Aber immer wieder gibt es hoffnungsvolle Wendungen, sei es durch andere Menschen, den Austausch und die Hilfe der beiden Frauen unter sich oder glückliche Zufälle - wobei letztere niemals konstruiert wirken.

Am besten gelungen finde ich aber die tiefen emotionalen Erschütterungen, denen beide Frauen ausgesetzt sind, aus ganz unterschiedlichen Anlässen und Richtungen und mit denen sie im Verlauf der Reise langsam lernen, zurecht zu kommen. Das ist wunderbar geschildert, sehr ergreifend, ohne jemals in Kitsch oder Pathos abzugleiten.

Das Ende ist gut entwickelt, glaubwürdig, erhellend.

Unbedingte Leseempfehlung für junge bis alte Menschen.

Ich kann das neue Buch der Autorin kaum erwarten. .

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Sanft, hoffnungsvoll und traurig zugleich

Wir haben keine andre Zeit als diese
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Ich liebe die Gedichte von Mascha Kaleko seit Jahrzehnten und war deshalb sehr glücklich, als ich dieses kleine, in 2022 herausgebrachte kleine Buch geschenkt bekam.

Es ist wunderschön und aufwendig aufgemacht, ...

Ich liebe die Gedichte von Mascha Kaleko seit Jahrzehnten und war deshalb sehr glücklich, als ich dieses kleine, in 2022 herausgebrachte kleine Buch geschenkt bekam.

Es ist wunderschön und aufwendig aufgemacht, gebunden, mit Lesebändchen und einem Einband, der sich fast wie Leinen und damit haptisch sehr angenehm anfühlt. Sehr ästhetisch auch die gestreuten Blumen auf dem Cover und die Farbgebung in sanftem Crémeton, Vanillegelb und etwas Grün.

Das passt hervorragend zum Inhalt der Gedichte.

In der unnachahmlichen Sprache von Mascha Kaléko spricht sie mir aus der Seele, was Trauer, Verzweiflung, Akzeptanz und durchaus auch Hoffnung betrifft.

Immer wieder finde ich es unglaublich, dass bei allem, was sie erlebt hat, doch der Optimismus immer wieder aus ihren Texten strömt.

Unbedingte Leseempfehlung, lebenslang und immer wieder.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Tief bewegend und superspannend

Sonnenwende
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Ich habe gerade vorher den "Kaiserwald" von Anja Jonuleit gelesen und war davon begeistert.
meiner Meinung nach sollte man auch beide Bände lesen, um die "Sonnenwende" richtig von Grund auf zu verstehen ...

Ich habe gerade vorher den "Kaiserwald" von Anja Jonuleit gelesen und war davon begeistert.
meiner Meinung nach sollte man auch beide Bände lesen, um die "Sonnenwende" richtig von Grund auf zu verstehen und zu würdigen.

Dieses Buch hat mich wiederum von der ersten bis zur letzten Seite ergriffen. Die Handlung ist hochinteressant und sehr brisant, aber natürlich will ich nicht viel davon verraten.

Wir begleiten Mathilda, eine Ex-Soldatin, die das Verschwinden ihrer Mutter aufzuklären versucht. Sie ist schön und tough und verstrickt sich ungewollt in eine tiefgehende Liebesgeschichte und in eine düstere Familienstory mit hochaktuellem politischen und gesellschaftlichen Hintergrund.

Das Ganze wird auf verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, hochspannend und lebendig, sehr emotional und bewegend.


Unbedingte 100%ige Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Emotional, tiefgründig, klug - ein wundervolles Buch!

Alice und das Blau des Wassers
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Dies ist eines der besten Bücher, das ich im letzten Jahr gelesen habe, und ich würde gerne noch mehr als fünf Sterne vergeben.

Dass ich Katja Keweritsch als Autorin bisher noch nicht kannte, kann ich ...

Dies ist eines der besten Bücher, das ich im letzten Jahr gelesen habe, und ich würde gerne noch mehr als fünf Sterne vergeben.

Dass ich Katja Keweritsch als Autorin bisher noch nicht kannte, kann ich kaum fassen - ich werde aber alles von ihr Geschriebene nachholen!

Die Geschichte von Alice hat mich tagelang völlig in ihren Bann gezogen, und es war so leicht und hat so viel Freude gemacht, sie in ihrer Zeit auf Guernsey zu begleiten, auch wenn es für sie eine schwere Zeit war.

Ganz wunderbar finde ich die Sprache der Autorin, voller toller Metaphern, ungewöhnlicher Wörter, wunderschöner Landschaftsbeschreibungen, philosophischer Betrachtungen und Poesie, dabei lebendig, klar, und leicht zu lesen. Das ist für mich wahre Schreibkunst.

Sehr schön und glaubhaft beschrieben sind die Entwicklungsschritte von Alice, durchaus nicht geradlinig, sondern auch mal im Zickzack, vor und zurück oder im Kreis, aber letztlich eben doch sich positiv verändernd zu einem anderen Ich, mehr Selbstliebe, einem guten Weg in eine andere Zukunft.

Das Buch hat mir nicht nur kluge Gedanken und supergute Unterhaltung beschert, sondern auch Hoffnung mit gegeben und das Bewusstsein von Gutem.

Unbedingte Leseempfehlung!

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