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Veröffentlicht am 04.08.2025

Das Thannbergische Erbe

Ein verhängnisvolles Testament
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Mit dem historischen Roman ‚Ein verhängnisvolles Testament‘ entführt uns Iny Lorentz Roman ins Jahr 1590. Es um den erbitterten Kampf um Besitz, Macht und Gerechtigkeit.
Elisabeth von Thannberg ist eben ...



Mit dem historischen Roman ‚Ein verhängnisvolles Testament‘ entführt uns Iny Lorentz Roman ins Jahr 1590. Es um den erbitterten Kampf um Besitz, Macht und Gerechtigkeit.
Elisabeth von Thannberg ist eben erst Witwe geworden, da droht der jungen Frau auch noch der Verlust ihres ganzen Besitzes: Der Kurfürst von Trier pocht auf die Einhaltung eines alten Vertrages. Demzufolge fällt Thannberg an den Trierer, wenn es keinen männlichen Erben mehr gibt. Die Brüder von Kellberg versuchen mit hinterhältigen Intrigen den Besitz der Thannberger an sich zu reißen.

Der Roman findet in Anna, einer Cousine Elisabeths, eine starke Frauenfigur, die sich in der patriarchalischen Welt zu behaupten weiß. Sie ist klug, mutig und entschlossen, mit einem losen Mundwerk, doch mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Auch in Mathilde, der Tante des verstorbenen Thannberger, lesen wir von einer Frau mit wachem Verstand. Von Elsabeths Verhalten war ich ein bisschen enttäuscht. Die Gegenspieler waren ebenfalls gut gezeichnet, man konnte sie so richtig hassen 😉.

Iny Lorentz bleibt ihrem Stil treu, schnörkellose und klare Sprache, mit kurzen Kapiteln, die den Lesefluss fördern. Die Spannung wird meisterhaft durch überraschende Wendungen und gut platzierte Enthüllungen erzeugt.

Fazit: Ein solider, unterhaltsamer historischer Roman mit einer packenden Handlung und starken Charakteren. Ein MUSS für alle Fans von Iny Lorentz.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Frauen behaupten sich in einer Männerwelt

Die Kriminalistinnen. Der Tod des Blumenmädchens
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‚Die Kriminalistinnen. Der Tod des Blumenmädchens‘ ist der Auftakt zu einer historischen Krimireihe, die im Jahre 1969 spielt. Der Autor Mathias Berg versteht es meisterhaft den Leser in diese Zeit zurückzuversetzen.

Düsseldorf, ...



‚Die Kriminalistinnen. Der Tod des Blumenmädchens‘ ist der Auftakt zu einer historischen Krimireihe, die im Jahre 1969 spielt. Der Autor Mathias Berg versteht es meisterhaft den Leser in diese Zeit zurückzuversetzen.

Düsseldorf, 1969: Erstmals werden Frauen zu Kriminalbeamtinnen ausgebildet. Lucia Specht und ihre Kolleginnen treffen auf Vorurteile und Widerstände. Viele ihrer männlichen Kollegen begegnen ihnen mit Skepsis. Doch Lucia Specht lässt sich davon nichtbeirren. Ihr erster Fall ist der brutale Mord an einem jungen Hippiemädchen.

Mathias Berg schreibt atmosphärisch dicht. Der Zeitgeist der damaligen Ära wird lebendig. Es ist eine Zeit der Umbrüche und Veränderungen. Die Figuren sind glaubhaft gezeichnet. Die Frauen müssen sich ihren Platz in einer männerdominierten Welt erobern. Es geht in diesem Krimi nicht nur um Spannung. Wir erleben die Weltanschauung der damaligen Zeit. Es geht um Feminismus, den Kampf um Gleichberechtigung, der zu der Zeit noch in den Kinderschuhen steckte. Die Mode wird sichtbar, Minirock und Schlaghose, Schallplatten und Bücher dieser Zeit wecken Erinnerungen.

Fazit: Der 1. Band einer facettenreichen zeitgeschichtlichen Krimireihe, die Lust auf mehr macht. Unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Die Magie der Bücher

Die geheime Sehnsucht der Bücher
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Nina Georges ‚Die geheime Sehnsucht der Bücher‘ entführt die Leser:innen in die magische Welt der Bücher. Erzählt wird eine berührende Geschichte über die heilende Kraft der Literatur. Dies ist bereits ...


Nina Georges ‚Die geheime Sehnsucht der Bücher‘ entführt die Leser:innen in die magische Welt der Bücher. Erzählt wird eine berührende Geschichte über die heilende Kraft der Literatur. Dies ist bereits der dritte Band rund um die literarische Apotheke auf dem Bücherschiff des Monsieur Perdu. Ich kannte die vorherigen Bände noch nicht, bin aber trotzdem gut in die Geschichte gekommen.

Die Geschichte dreht sich um die zwölfjährige Francoise, die sich auf eine Reise begibt, um Antworten zu finden – nicht nur in Büchern, sondern auch in ihrem eigenen Leben. Sie muss schon früh Verantwortung übernehmen. Ihre Mutter lebt in ihrer eigenen Welt und so ist Francoise eigentlich die erwachsenere von den beiden.
Mich hat das Buch von der ersten Zeile an nicht mehr losgelassen. Welch ein Einfallsreichtum! Es gibt so viele Gedanken, die ich direkt unterschreiben möchte. Der Schreibstil der Autorin ist außergewöhnlich und gefällt mir sehr. Die Autorin beherrscht das Spiel mit den Wörtern. Ich war gespannt, wie es mit Francoises und ihrer Mutter weitergeht. Die Protagonisten sind alle sehr spannend gezeichnet. Interessant sind auch die Hinweise auf viele andere Romane, die neugierig machen und die man unbedingt auch lesen möchte.

Fazit: Ein Roman für alle die Bücher lieben und gerne in magische Welten abtauchen. Aber ein Buch zum schnell drüber weglesen ist es nicht.


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Veröffentlicht am 22.05.2025

Reise zu sich selbst

Alice und das Blau des Wassers
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Von jetzt auch gleich verändert sich Alices Leben! Ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag, erfährt sie, dass ihr Mann sie mit der neuen Arbeitskollegin betrogen hat. Und diese nun schwanger von ihm ist. ...





Von jetzt auch gleich verändert sich Alices Leben! Ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag, erfährt sie, dass ihr Mann sie mit der neuen Arbeitskollegin betrogen hat. Und diese nun schwanger von ihm ist. Eine ganze Welt bricht für sie zusammen.

Sie muss ihr Leben neu sortierten, deshalb bestätigt sie die erste Anfrage auf einer Haustauschplattform: Guernsey, die zweitgrößte der Kanalinseln zwischen England und Frankreich. Weit weg von Hamburg erhofft sie sich dort Abstand zu gewinnen.

Katja Keweritsch erzählt in ihrem Roman ‚Alice und das Blau des Wassers‘ von einer bitteren Lebenserfahrung und der schmerzlichen Suche nach der eigenen Identität. Sie schreibt leicht lesbar und gut nachvollziehbar, in einer angenehmen, eher ruhigen Sprache. Die Protagonistin ist gut gezeichnet und vor allem die Insel Guernsey ist total schön beschrieben, dass man fast sofort dorthin reisen möchte. Alice tut sich anfangs sehr schwer auf ihrer Reise – nicht nur durch die Landschaften, sondern auch durch die Tiefen ihrer eigenen Seele.

Ein Roman, den man gerne zur Hand nimmt. Einfühlsam und emotional.



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Veröffentlicht am 04.03.2025

Die weiße Hirschkuh

Hier draußen
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Als Handarbeitsfan kannte ich die Autorin Martina Behm bereits als Strickdesignerin und von ihren Strickbüchern. Nun legt die Journalistin ihren Debütroman vor. Was für eine Überraschung: Vom Strickdesign ...

Als Handarbeitsfan kannte ich die Autorin Martina Behm bereits als Strickdesignerin und von ihren Strickbüchern. Nun legt die Journalistin ihren Debütroman vor. Was für eine Überraschung: Vom Strickdesign zum Romandebüt.

Ingo und Lara sind mit ihren Kindern von Hamburg aufs Land gezogen. Sie haben sich einen alten Bauernhof gekauft. Doch die romantische Vorstellung vom Landleben hat sich in der Realität leider nicht halten können. Ingo, der ein Start-Up Unternehmen in Hamburg hat, muss täglich pendeln und ist davon ziemlich angenervt. Als er eines Abends auf der Landstraße eine weiße Hirschkuh anfährt, gerät endgültig alles ins Wanken. Denn wer so eine tötet, hat nur noch ein Jahr zu leben, sagt Dorfjäger Uwe.

Martina Behm schreibt gut lesbar. Sie beschreibt das Leben auf dem Land sehr detailliert und bildhaft. Wir lernen die Dorfbewohner kennen, erfahren zum Teil auch in Rückblicken von ihrem Leben. Behms Beobachtungsgabe und ihr trockener Humor machen das Buch zu einem Dorfroman, der ohne Kitsch und Sentimentalität auskommt. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und die Handlung ist spannend und fesselnd, nur manchmal zu detailverliebt. Da wäre definitiv weniger mehr gewesen.

Fazit: Man braucht Geduld und Ausdauer. Trotzdem ein tolles Buch, dass realistisch das Landleben aufzeigt.

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