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Veröffentlicht am 20.01.2026

Wann, wenn nicht jetzt…

Geht's noch?
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In diesem Buch lernen wir den Schauspielers Simon Schwarz, bekannt aus den Eberhofer-Krimis und zahlreichen anderen Filmen und Serien, von einer ganz anderen Seite kennen. Seine Gedanken zu den Themen ...



In diesem Buch lernen wir den Schauspielers Simon Schwarz, bekannt aus den Eberhofer-Krimis und zahlreichen anderen Filmen und Serien, von einer ganz anderen Seite kennen. Seine Gedanken zu den Themen Klima-/Umweltschutz zeigen den ernsthaften Simon. Es geht um die Rettung unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Geprägt durch seine Mutter und ihrem unermüdlichen Einsatz für Umwelt und Gerechtigkeit kommt er schon als Junge mit diesen Themen in Berührung. Er erzählt von seiner Kindheit, dem Umgang mit ADHS und seinem Engagement für die Umwelt. Und klar ist dabei kein Wohlfühlbuch herausgekommen, es ist viel eher ein autobiografisches Wutbuch.

Simon Schwarz hat ein Anliegen, dass er mit Unterstützung seiner Co-Autorin Ursel Nendzig den Leuten mitteilen möchte. Das Buch ist relativ ernst und persönlich geraten. Ergänzt wird es durch zahlreiche Fotos aus dem Familienarchiv. Schwarz gibt Impulse für ein Umdenken, plädiert an jeden Einzelnen von uns und vor allem an die Politik, unsere Ressourcen zu schützen. Ich hoffe, er erreicht mit dem Buch tatsächlich Menschen, die bisher noch gleichgültig mit diesen Themen umgegangen sind. Leider bin ich pessimistisch. Ich sehe die Gefahr, dass dieses Buch nur von Lesern zur Hand genommen wird, die ohnehin offen für die Problematik sind.

Fazi: Ein Plädoyer für den Schutz unserer Umwelt.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Land in Aufruhr

Der brennende Garten
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Ein tief bewegender Roman über eine Welt des Bürgerkriegs in Sri Lanka.
Die Geschichte spielt in den 1980er Jahren in Jaffna. Die sechzehnjährige Tamilin Sashi möchte Ärztin werden, wie ihr Großvater ...



Ein tief bewegender Roman über eine Welt des Bürgerkriegs in Sri Lanka.
Die Geschichte spielt in den 1980er Jahren in Jaffna. Die sechzehnjährige Tamilin Sashi möchte Ärztin werden, wie ihr Großvater und ihr älterer Bruder und wie K. ein Junge aus der Nachbarschaft für den sie Gefühle entwickelt hat. Eigentlich könnte alles so schön sein, wenn man außer Acht lässt, dass es gegen die Tamilien schon immer Ausschreitungen gab. Sie gelten als ethnische Minderheit. Und dann Land versinkt in einen Bürgerkrieg. Den tamilischen Familien werden zunehmend von den Singhalesen ihre Rechte beschnitten, es kommt zu Benachteiligungen und Spannungen wegen des unterschiedlichen Glaubens. Gegen dieses Unrecht erhebt sich eine Widerstandsbewegung, vor allem aus den Studentenkreisen. Sashis Familie, vor allem ihre Brüder beteiligen sich aktiv am Widerstandskampf.

Der Schreibstil der Autorin ist ruhig und stellenweise sogar poetisch. Die Charaktere konnte ich gut nachempfinden. Die Schauplätze sind bildhaft beschrieben. Über die ethnische Gruppe der Tamilen und ihren Unabhängigkeitskampf hatte ich bislang noch nichts gehört. Von daher war es interessant und erschreckend zugleich darüber zu erfahren.

Der Roman verwebt persönliche Schicksale mit historischen Ereignissen und bietet einen eindringlichen Einblick in die tamilische Geschichte und den Bürgerkrieg in Sri Lanka und er macht sehr nachdenklich. Leichte Kost ist das nicht, jedoch absolut lesenswert.

Hier noch ein Zitat, dass man Sashi mit auf den Weg gegeben hat: ‚Du musst auch mal raus und die Welt mit eigenen Augen sehen – lass dir nicht von anderen erzählen, wie es draußen ausschaut.‘


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Veröffentlicht am 04.08.2025

Das Thannbergische Erbe

Ein verhängnisvolles Testament
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Mit dem historischen Roman ‚Ein verhängnisvolles Testament‘ entführt uns Iny Lorentz Roman ins Jahr 1590. Es um den erbitterten Kampf um Besitz, Macht und Gerechtigkeit.
Elisabeth von Thannberg ist eben ...



Mit dem historischen Roman ‚Ein verhängnisvolles Testament‘ entführt uns Iny Lorentz Roman ins Jahr 1590. Es um den erbitterten Kampf um Besitz, Macht und Gerechtigkeit.
Elisabeth von Thannberg ist eben erst Witwe geworden, da droht der jungen Frau auch noch der Verlust ihres ganzen Besitzes: Der Kurfürst von Trier pocht auf die Einhaltung eines alten Vertrages. Demzufolge fällt Thannberg an den Trierer, wenn es keinen männlichen Erben mehr gibt. Die Brüder von Kellberg versuchen mit hinterhältigen Intrigen den Besitz der Thannberger an sich zu reißen.

Der Roman findet in Anna, einer Cousine Elisabeths, eine starke Frauenfigur, die sich in der patriarchalischen Welt zu behaupten weiß. Sie ist klug, mutig und entschlossen, mit einem losen Mundwerk, doch mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Auch in Mathilde, der Tante des verstorbenen Thannberger, lesen wir von einer Frau mit wachem Verstand. Von Elsabeths Verhalten war ich ein bisschen enttäuscht. Die Gegenspieler waren ebenfalls gut gezeichnet, man konnte sie so richtig hassen 😉.

Iny Lorentz bleibt ihrem Stil treu, schnörkellose und klare Sprache, mit kurzen Kapiteln, die den Lesefluss fördern. Die Spannung wird meisterhaft durch überraschende Wendungen und gut platzierte Enthüllungen erzeugt.

Fazit: Ein solider, unterhaltsamer historischer Roman mit einer packenden Handlung und starken Charakteren. Ein MUSS für alle Fans von Iny Lorentz.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Frauen behaupten sich in einer Männerwelt

Die Kriminalistinnen. Der Tod des Blumenmädchens
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‚Die Kriminalistinnen. Der Tod des Blumenmädchens‘ ist der Auftakt zu einer historischen Krimireihe, die im Jahre 1969 spielt. Der Autor Mathias Berg versteht es meisterhaft den Leser in diese Zeit zurückzuversetzen.

Düsseldorf, ...



‚Die Kriminalistinnen. Der Tod des Blumenmädchens‘ ist der Auftakt zu einer historischen Krimireihe, die im Jahre 1969 spielt. Der Autor Mathias Berg versteht es meisterhaft den Leser in diese Zeit zurückzuversetzen.

Düsseldorf, 1969: Erstmals werden Frauen zu Kriminalbeamtinnen ausgebildet. Lucia Specht und ihre Kolleginnen treffen auf Vorurteile und Widerstände. Viele ihrer männlichen Kollegen begegnen ihnen mit Skepsis. Doch Lucia Specht lässt sich davon nichtbeirren. Ihr erster Fall ist der brutale Mord an einem jungen Hippiemädchen.

Mathias Berg schreibt atmosphärisch dicht. Der Zeitgeist der damaligen Ära wird lebendig. Es ist eine Zeit der Umbrüche und Veränderungen. Die Figuren sind glaubhaft gezeichnet. Die Frauen müssen sich ihren Platz in einer männerdominierten Welt erobern. Es geht in diesem Krimi nicht nur um Spannung. Wir erleben die Weltanschauung der damaligen Zeit. Es geht um Feminismus, den Kampf um Gleichberechtigung, der zu der Zeit noch in den Kinderschuhen steckte. Die Mode wird sichtbar, Minirock und Schlaghose, Schallplatten und Bücher dieser Zeit wecken Erinnerungen.

Fazit: Der 1. Band einer facettenreichen zeitgeschichtlichen Krimireihe, die Lust auf mehr macht. Unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Die Magie der Bücher

Die geheime Sehnsucht der Bücher
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Nina Georges ‚Die geheime Sehnsucht der Bücher‘ entführt die Leser:innen in die magische Welt der Bücher. Erzählt wird eine berührende Geschichte über die heilende Kraft der Literatur. Dies ist bereits ...


Nina Georges ‚Die geheime Sehnsucht der Bücher‘ entführt die Leser:innen in die magische Welt der Bücher. Erzählt wird eine berührende Geschichte über die heilende Kraft der Literatur. Dies ist bereits der dritte Band rund um die literarische Apotheke auf dem Bücherschiff des Monsieur Perdu. Ich kannte die vorherigen Bände noch nicht, bin aber trotzdem gut in die Geschichte gekommen.

Die Geschichte dreht sich um die zwölfjährige Francoise, die sich auf eine Reise begibt, um Antworten zu finden – nicht nur in Büchern, sondern auch in ihrem eigenen Leben. Sie muss schon früh Verantwortung übernehmen. Ihre Mutter lebt in ihrer eigenen Welt und so ist Francoise eigentlich die erwachsenere von den beiden.
Mich hat das Buch von der ersten Zeile an nicht mehr losgelassen. Welch ein Einfallsreichtum! Es gibt so viele Gedanken, die ich direkt unterschreiben möchte. Der Schreibstil der Autorin ist außergewöhnlich und gefällt mir sehr. Die Autorin beherrscht das Spiel mit den Wörtern. Ich war gespannt, wie es mit Francoises und ihrer Mutter weitergeht. Die Protagonisten sind alle sehr spannend gezeichnet. Interessant sind auch die Hinweise auf viele andere Romane, die neugierig machen und die man unbedingt auch lesen möchte.

Fazit: Ein Roman für alle die Bücher lieben und gerne in magische Welten abtauchen. Aber ein Buch zum schnell drüber weglesen ist es nicht.


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