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Veröffentlicht am 27.05.2025

Persönliche Geschichten in sich schnell entwickelnden Zeiten

Die Töchter der Ärztin
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Die Serie – die Töchter der Ärztin- findet mit dem Band Zeit des Vertrauens nun ein Ende. Dieser Band reiht sich gut an die Vorgänger an, sowohl was die Gestaltung des Einbandes betrifft als auch den passenden ...

Die Serie – die Töchter der Ärztin- findet mit dem Band Zeit des Vertrauens nun ein Ende. Dieser Band reiht sich gut an die Vorgänger an, sowohl was die Gestaltung des Einbandes betrifft als auch den passenden Übergang an die Handlungsstränge.

Ich kannte nun schon die Vorgängerbücher und freute mich nun auch den letzten Teil zu lesen, um den Abschluss zu erfahren. Begonnen hat die Geschichte im ersten Teil Die Ärztin1876 mit der jungen Richarda, die später Ärztin wird, und endet nun in den 1930er Jahren mit Geschichten die auch ihre Töchter betreffen.

Wir befinden uns im Jahr 1930. Ricarda ist mittlerweile in Pension. Tochter Henny lebt mit Mann und den zwei Kindern in Kalifornien und hofft auf eine gute Position in einem Krankenhaus. Doch die Geschichte nimmt eine unerwartete Wendung und Fragen tun sich auf. Die zweite Tochter Antonia lebt in Berlin und ist in der Praxis der Familie tätig. Sie kämpft mit dem Problem Arbeit bzw. Berufung und privates Glück unter einen Hut zu bekommen.

Sollte man die Vorgängerbände noch nicht gelesen haben, hilft das Personenglossar und die Karten im Einband. Somit sollte auch ein später Einstieg in die Serie gut möglich sein. Zu Beginn werden die Personen und ihre Vorgeschichten zudem auch aufgegriffen.

Es werden mehrere Handlungsstränge, an mehreren Orten, parallel erzählt. Es geht um das Leben und die Schicksale unterschiedlicher Familien, die eng miteinander verwoben sind. Man spürt die wachsende Bedrohung der NSDAP und die Auswirkung auf einzelne Familienmitglieder. Die Herausforderungen durch die Zeit und Gesellschaft, allerdings auch persönliche Fragen, die auch heute noch aktuell wären.

Da ich aus dem medizinischen Feld kam fand ich vor allem auch wie schon in den Vorgängerbüchern die medizinischen Methoden der damaligen Zeiten spannend.

Ich werde die Personen vermissen und hätte mich gefreut wenn die Geschichte weiter erzählt werden würde.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Spannender Beginn einer hoffentlich neuen Serie

Wir finden Mörder (Wir finden Mörder-Serie 1)
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Richard Osman hat seine bisherige Serie beendet. Ich kannte alle bisherigen und musste dieses daher unbedingt lesen. Wenn man das Cover der Englischen Fassung der Thursday Murder Club Serie kennt wird, ...

Richard Osman hat seine bisherige Serie beendet. Ich kannte alle bisherigen und musste dieses daher unbedingt lesen. Wenn man das Cover der Englischen Fassung der Thursday Murder Club Serie kennt wird, findet man sich gleich erinnert. Dieses Buch ist jedoch etwas anders als die Vorgängerromane der Thursday Murder Club Serie. Die Ermittler wechseln, das Setting wird ein anderes.

Es dreht sich um einen Privatermittler und ehemaligen Pensionisten, Steve Wheeler, der in einem kleinen südenglischen Dorf ein beschauliches Leben führt. Seine Schwiegertochter, Amy Wheeler, ist Personenschützerin für verschiedenste Personen und arbeitet weltweit. Auf dem Grundstück ihrer derzeitigen Arbeitgeberin wird eine Leiche gefunden und Sophie gerät unter Verdacht. Auch auf sie selbst wird ein Attentat verübt. Ihr Schwiegervater Steve muss helfen, denn auf ihn kann sie sich verlassen.

Wie die kurze Einleitung schon vermuten lässt, ist dieser Roman etwas anders als die Bisherigen. Wir verlassen das beschauliche englische Dorf und bewegen uns auf der Weltbühne. Es wechselt öfter der Ort, dies mag man realistisch finden oder nicht, es erlaubt aber definitiv andere Handlungen als die Vorgängerserie. Ich finde es etwas actionreicher.

Gleich bleibt allerdings der Wortwitz, der britische Humor und spannende Charaktere. Man denkt sich vielleicht, dass das Buch auf Grund der Morde und Action nur düster sein mag, all das vorhergenannte macht das allerdings weg und man wird öfter herzhaft lachen, wie ich finde.

Außerdem behandelt das Buch mehr zwischenmenschliches als ich von einem Thriller oder Krimi erwarten würde. Wir sehen, wie sich der schrullige Steve nach dem Tod seiner Frau aufrappelt und wieder mehr in die Welt eintaucht. Auch ein Duo Schwiegertochter und Schwiegervater hat man nicht so oft.

Zu Beginn brauchte ich etwas mich an die neuen Charaktere zu gewöhnen. Auch das Tempo war nicht allzu hoch. Mit jeder weitem weitern Kapitel nahm die Geschichte allerdings Fahrt auf.

Ich freue mich auf einen nächsten Teil und kann das Buch wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Aktuell und spannend

Von Schafen und Wölfen
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Mein erstes Buch von Achim Zons, allerdings wird es definitiv nicht mein letztes sein. Das Cover und der Klappentext überzeugten mich sofort.

Zur Story: Die Deutsche Allgemeine Zeitung bekommt brisante ...

Mein erstes Buch von Achim Zons, allerdings wird es definitiv nicht mein letztes sein. Das Cover und der Klappentext überzeugten mich sofort.

Zur Story: Die Deutsche Allgemeine Zeitung bekommt brisante Informationen zum ehemaligen US-Präsidenten zugespielt – seine Krankenakte. Der Ex-Präsident leidet unter einem potenziell tödlichen Gendefekt und möchte nun allerdings zur Wiederwahl antreten. Die Zeitung befindet sich nun im Zwiespalt. Wie wird man mit dieser Information umgehen, was darf man veröffentlichen und wie gefährlich gestaltet sich das.

Die Geschichte wird in Form von Rückblicken aufgerollt. Der Schauplatz wechselt immer wieder und etliche handelnde Personen treiben die Geschichte voran. Dies sorgt für einiges an Spannung und erlaubt einem das eigene Rätseln, macht jedoch den Einstieg etwas unübersichtlich. Der Schreibstil ist jedoch sehr angenehm und man möchte die Geschichte für sich unbedingt sortieren und die Lösung finden.

Das Thema und das Setting dieses Politthrillers könnten wohl auch angesichts der aktuellen Weltlage nicht passender und brisanter sein. Die Namen sind fiktiv, jedoch zieht man im Geiste immer wieder Parallelen zur derzeitigen Situation. Man fragt sich unvermittelt, ob dies nicht auch jederzeit in der Realität passieren kann oder vielleicht gerade passiert. Im Vergleich zu anderen Thrillern mag vielleicht der "thrill" durch das Fehlen der unmittelbaren Gefahr vielleicht nicht so stark sein. Die Geschichte ist für mich dadurch aber realistischer als andere und die Spannung ergibt sich dadurch natürlich auch.

Ich kann diesen gut recherchierten Politthriller definitiv empfehlen.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Spannende Vorstellung der Zukunft

Astro-Tims Sternstunden
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Astro-Tim zeigt uns in seinem Buch, wie er sich die Welt bzw. das Universum in 50, 100, 200, 400, 800 und 100 Jahren vorstellt. Natürlich ist das die Vorstellung einer einzelnen Person und eben Vorstellung, ...

Astro-Tim zeigt uns in seinem Buch, wie er sich die Welt bzw. das Universum in 50, 100, 200, 400, 800 und 100 Jahren vorstellt. Natürlich ist das die Vorstellung einer einzelnen Person und eben Vorstellung, jedoch schafft es der Autor wirklich gut Fakten, Erklärungen und den derzeitigen Wissensstand einzubauen.

Das Buch lässt sich grundsätzlich leicht lesen und ist sehr humorvoll geschrieben. Die Kapitel sind immer gleich aufgebaut – ein Rückblick auf den entsprechenden Zeitrahmen in der Vergangenheit. Eine Beschreibung des Zeitpunktes in z.B. 400 Jahren und wie er sich darstellt. Oft wird hier das Stilmittel eines Interviews oder Tagebucheintrages einer in dieser Zeit lebenden Person verwendet, die durchwegs sehr humorvoll sind. Zwischenzeitlich wird in speziell gekennzeichneten Absätzen der Ist-Stand der Wissenschaft, oder die Theorie, auf die man sich bezieht, erklärt. Abschließend folgt eine Zusammenfassung.

Es sind durchwegs Illustrationen und Graphiken in den Text eingearbeitet. Jedoch hätte ich mir durchwegs noch mehr gewünscht erklärende Graphen gewünscht, schon alleine um besser einordnen zu können in welchem Bereich der Galaxie die Menschheit sich gerade schon befindet. Auch ein Glossar hätte ich angenehm gefunden.

Für mich ist das Buch schon rein auf Grund des Zeithorizontes Zukunft, das es beschreiben möchte, doch eher in die Science Fiktion Literatur anzusiedeln. Allerdings ist es auch mit Fakten und Erklärungen gespickt, wodurch man auch als Astronomie Neuling durchwegs etwas lernen kann.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

atmosphärischer Roman über die Japanische Kultur und die Schönheit der Kalligraphie

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen
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Die junge Hatoko auch Poppo-chan genannt, übernimmt nach dem Tod ihrer Großmutter deren Schreibwarenladen. Doch gemäß einer alten Familientradition ist sie auch weiter als öffentliche Schreiberin tätig.
Im ...

Die junge Hatoko auch Poppo-chan genannt, übernimmt nach dem Tod ihrer Großmutter deren Schreibwarenladen. Doch gemäß einer alten Familientradition ist sie auch weiter als öffentliche Schreiberin tätig.
Im Roman wird nun der Alltag der Protagonistin im Laufe eines Kalenderjahres erzählt. Man lernt die liebevoll gestalteten Personen in ihrer Umgebung kennen und belgeitet Poppochan auf einer Reise in ihre eigene Vergangenheit und ihre Beziehung zu ihrer Vorgängerin, ihrer Großmutter.
Das Buch gibt Einblick in japanische Traditionen allgemein und zeigt im speziellen welch eine Kunstform die Kalligrafie ist. Nämlich nicht nur allein Worte zu Papier zu bringen, sondern auch welchen Einfluss Papier, Tinte, Gestaltung und Handschrift haben kann.
Besonders hervorheben möchte ich die schöne Gestaltung des Buches. Es ist schlicht und doch außergewöhnlich und spiegelt schon den Inhalt wieder, die Liebe zu Schreibwaren und Schrift. Im Gesamten Buch begleiten den Leser Schriftzeichen und die verfassten Briefe, wodurch die Geschichte in meinen Augen sehr atmosphärisch wird.
Es ist einfach der Erzählung zu folgen, trotz japanischer Begriffe. Generell ist die Geschichte eher von atmosphärischen Beschreibungen gekennzeichnet als von großen, rasanten Spannungsbögen.
Ich würde das Buch Liebhabern der japanischen Kultur bzw. der Schreibwaren allgemein ans Herz legen und natürlich auch jedem der sich gerne in einer atmosphärischen, ruhigen Geschichte wiederfinden möchte.

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