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Veröffentlicht am 27.05.2025

Touristische Pläne die Unruhe bringen

Letztes Glückskeks
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Im wunderschönen Altaussee bricht Unruhe und Widerstand aus, denn die Chinesen kommen. Der neue Fremdenverkehrsdirektor Kröker bringt eine Delegation von Chinesen in den Ort und stellt seine Idee eines ...

Im wunderschönen Altaussee bricht Unruhe und Widerstand aus, denn die Chinesen kommen. Der neue Fremdenverkehrsdirektor Kröker bringt eine Delegation von Chinesen in den Ort und stellt seine Idee eines Tourismuskonzepts vor. Altaussee soll in China nachgebaut werden, um den Tourismus anzukurbeln. Es kommt zu einem mysteriösen Unfall und man findet eine Leiche und es geht turbulent weiter. Der unvergleichliche Gasperlmaier, Urgestein aus Altaussee, ermittelt mit seinem wundervollen Team in idyllischer Kulisse.

Sollte man, so wie ich, die Krimireihe rund um Franz Gasperlmaier noch nicht kennen, darf man sich jedenfalls auf einen charmanten, einzigartigen Ermittler freuen. Ein charmanter, aber spezieller Charakter, der sich teilweise tollpatschig verhält und durch viele liebevoll gestaltete Charaktere ergänzt wird. Ich mochte es vor allem auch sehr gerne, wie uns der Autor an seinem alltäglichen Familienleben teilnehmen lässt.

Das touristische Thema ist aktueller denn je, wenn man sich die Probleme ansieht, die overtourism in verschiedensten Orten verursacht. Im schönen Salzkammergut ist dies auch so, wodurch die Geschichte realistisch ist. Auch die Idee einen Ort in China nachzubauen, passierte so schon.

Die Geschichte liest sich flüssig. Humor und spritzige Dialoge kommen ebenso wie das Miträtseln nicht zu kurz.

Bisher kannte ich die Krimireihe rund um den Gasperlmaier noch nicht, ich freue mich jedoch, dies nun zu ändern und mich auch durch die anderen Bände zu lesen.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Spannung durch kurze Kapitel und Szenenwechsel

Snø - Ohne jeden Zeugen: Ein Fall für Snø
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Die junge Ermittlerin Snø wird mit ihrer Kollegin von Sonja, einer jungen Frau kontaktiert. Sonja glaubt im derzeit unbewohnten Nebenhaus eine Person gesehen zu haben. Außerdem schleicht nun eine exzentrische ...

Die junge Ermittlerin Snø wird mit ihrer Kollegin von Sonja, einer jungen Frau kontaktiert. Sonja glaubt im derzeit unbewohnten Nebenhaus eine Person gesehen zu haben. Außerdem schleicht nun eine exzentrische Alte durch die Nachbarschaft. Während Snøs Kollegin die Sache abtut, versucht Snø dem ganzen auf den Grund zu gehen. Schließlich verschwindet auch Sonja und Leichenteile werden in einer Müllentsorgungsanlage gefunden. Wird dies einer der vielen anderen Vermissten aus der Region sein, oder Sonja?



Die Geschichte startet sehr direkt im Geschehen, ohne lange Vorerklärungen und doch eher düsterer als gedacht. Man weiß sehr rasch schon, dass dies kein Cozy Crime wird und ein gewisser Nervenkitzel garantiert ist.

Das Buch zeichnet sich durch sehr kurze Kapitel, rasche Szenenwechsel und Perspektivenwechseln aus. Die Spannung bleibt eindeutig hoch, da nie zu viel verraten wird. Durch die vielen Vermissten ergeben sich auch etliche Charaktere. Ich konnte der Geschichte jedoch gut folgen.

Der Autorin gelingt es die Figuren authentisch und gut darzustellen, mit nachvollziehbaren Handlungen, Motiven und Schwächen.

Gelungen und nachvollziehbar fand ich in großen Zügen auch Snø, die junge Ermittlerin, die teilweise doch auf Abwege gelangt. Einzig die Geschichte um ihren Bruder, bzw. vor allem die Auflösung fand ich dann doch etwas eigen.

Ich würde mir eine Fortsetzung mit der jungen Ermittlerin sehr wünschen.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Wie definiert man ein Zuhause und was weißt du über deine Nachbarn?

Ms Darling und ihre Nachbarn
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Die Bewohner von Shelly House sind erschüttert, denn das Haus soll abgerissen werden und durch neue Luxusapartments ersetzt werden. Die Bewohner sind schockiert gehen jedoch äußerst unterschiedlich mit ...

Die Bewohner von Shelly House sind erschüttert, denn das Haus soll abgerissen werden und durch neue Luxusapartments ersetzt werden. Die Bewohner sind schockiert gehen jedoch äußerst unterschiedlich mit der Neuigkeit um. Joseph, einer der längsten Bewohner, entschließt sich mit seinem Hund zu demonstrieren und wird von seiner jungen Untermieterin Kat bald schon bewusstlos aufgefunden. Ms. Darling, die gewissenhafte, eigenbrötlerische Buchführerin hat dazu schon bald eine Liste an Verdächtigen. Schaffen Kat und Ms. Darling, die jeweils gerne eher für sich sind, gemeinsam dem Rätsel auf die Spur zu kommen und außerdem Shelly House zu retten

Die Charaktere der Hausbewohner sind wundervoll gestaltet. Jeder Bewohner einzigartig mit einigen Schrullen und dem Päckchen seiner Vergangenheit. Die Interaktionen und Dialoge waren unterhaltend. Seite um Seite, wie bei den Schichten einer Zwiebel, kommt man den inneren Geheimnissen jedes Bewohners auf die Spur.

Das Buch liest sich angenehm, auch weil das Kapiteln die sowohl aus Dorothys als auch Kats Sichtweise geschrieben sind. Das Thema als solches ist – leider- auch aktuell und wahrheitsgetreu und dadurch glaubwürdig. Der Plot lieferte so manche überraschende Wendung und Ereignisse. Dennoch war es vor allem die Hintergrundgeschichten der Hauptcharaktere, die mir am meisten gefielen. Man wird erinnert, dass jede Person seine eigenen Kämpfe ficht und Probleme hat und wie wenig man davon oft mitbekommt und wie wichtig gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz ist.

Auch das Cover finde ich gut gelungen, vor allem wenn man die Geschichte schon kennt, finde ich es sehr passend gewählt. Eindeutig mein Favorit im Vergleich zum amerikanischen Cover.

Insgesamt für mich eine ans Herz gehende Geschichte mit liebevoll gestalteten Charakteren. Man darf sich allerdings keinen Krimi mit viel Spannung erwarten, eher ein Gesellschaftsroman mit ein bisschen Rätselraten.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Persönliche Geschichten in sich schnell entwickelnden Zeiten

Die Töchter der Ärztin
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Die Serie – die Töchter der Ärztin- findet mit dem Band Zeit des Vertrauens nun ein Ende. Dieser Band reiht sich gut an die Vorgänger an, sowohl was die Gestaltung des Einbandes betrifft als auch den passenden ...

Die Serie – die Töchter der Ärztin- findet mit dem Band Zeit des Vertrauens nun ein Ende. Dieser Band reiht sich gut an die Vorgänger an, sowohl was die Gestaltung des Einbandes betrifft als auch den passenden Übergang an die Handlungsstränge.

Ich kannte nun schon die Vorgängerbücher und freute mich nun auch den letzten Teil zu lesen, um den Abschluss zu erfahren. Begonnen hat die Geschichte im ersten Teil Die Ärztin1876 mit der jungen Richarda, die später Ärztin wird, und endet nun in den 1930er Jahren mit Geschichten die auch ihre Töchter betreffen.

Wir befinden uns im Jahr 1930. Ricarda ist mittlerweile in Pension. Tochter Henny lebt mit Mann und den zwei Kindern in Kalifornien und hofft auf eine gute Position in einem Krankenhaus. Doch die Geschichte nimmt eine unerwartete Wendung und Fragen tun sich auf. Die zweite Tochter Antonia lebt in Berlin und ist in der Praxis der Familie tätig. Sie kämpft mit dem Problem Arbeit bzw. Berufung und privates Glück unter einen Hut zu bekommen.

Sollte man die Vorgängerbände noch nicht gelesen haben, hilft das Personenglossar und die Karten im Einband. Somit sollte auch ein später Einstieg in die Serie gut möglich sein. Zu Beginn werden die Personen und ihre Vorgeschichten zudem auch aufgegriffen.

Es werden mehrere Handlungsstränge, an mehreren Orten, parallel erzählt. Es geht um das Leben und die Schicksale unterschiedlicher Familien, die eng miteinander verwoben sind. Man spürt die wachsende Bedrohung der NSDAP und die Auswirkung auf einzelne Familienmitglieder. Die Herausforderungen durch die Zeit und Gesellschaft, allerdings auch persönliche Fragen, die auch heute noch aktuell wären.

Da ich aus dem medizinischen Feld kam fand ich vor allem auch wie schon in den Vorgängerbüchern die medizinischen Methoden der damaligen Zeiten spannend.

Ich werde die Personen vermissen und hätte mich gefreut wenn die Geschichte weiter erzählt werden würde.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Spannender Beginn einer hoffentlich neuen Serie

Wir finden Mörder (Wir finden Mörder-Serie 1)
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Richard Osman hat seine bisherige Serie beendet. Ich kannte alle bisherigen und musste dieses daher unbedingt lesen. Wenn man das Cover der Englischen Fassung der Thursday Murder Club Serie kennt wird, ...

Richard Osman hat seine bisherige Serie beendet. Ich kannte alle bisherigen und musste dieses daher unbedingt lesen. Wenn man das Cover der Englischen Fassung der Thursday Murder Club Serie kennt wird, findet man sich gleich erinnert. Dieses Buch ist jedoch etwas anders als die Vorgängerromane der Thursday Murder Club Serie. Die Ermittler wechseln, das Setting wird ein anderes.

Es dreht sich um einen Privatermittler und ehemaligen Pensionisten, Steve Wheeler, der in einem kleinen südenglischen Dorf ein beschauliches Leben führt. Seine Schwiegertochter, Amy Wheeler, ist Personenschützerin für verschiedenste Personen und arbeitet weltweit. Auf dem Grundstück ihrer derzeitigen Arbeitgeberin wird eine Leiche gefunden und Sophie gerät unter Verdacht. Auch auf sie selbst wird ein Attentat verübt. Ihr Schwiegervater Steve muss helfen, denn auf ihn kann sie sich verlassen.

Wie die kurze Einleitung schon vermuten lässt, ist dieser Roman etwas anders als die Bisherigen. Wir verlassen das beschauliche englische Dorf und bewegen uns auf der Weltbühne. Es wechselt öfter der Ort, dies mag man realistisch finden oder nicht, es erlaubt aber definitiv andere Handlungen als die Vorgängerserie. Ich finde es etwas actionreicher.

Gleich bleibt allerdings der Wortwitz, der britische Humor und spannende Charaktere. Man denkt sich vielleicht, dass das Buch auf Grund der Morde und Action nur düster sein mag, all das vorhergenannte macht das allerdings weg und man wird öfter herzhaft lachen, wie ich finde.

Außerdem behandelt das Buch mehr zwischenmenschliches als ich von einem Thriller oder Krimi erwarten würde. Wir sehen, wie sich der schrullige Steve nach dem Tod seiner Frau aufrappelt und wieder mehr in die Welt eintaucht. Auch ein Duo Schwiegertochter und Schwiegervater hat man nicht so oft.

Zu Beginn brauchte ich etwas mich an die neuen Charaktere zu gewöhnen. Auch das Tempo war nicht allzu hoch. Mit jeder weitem weitern Kapitel nahm die Geschichte allerdings Fahrt auf.

Ich freue mich auf einen nächsten Teil und kann das Buch wärmstens empfehlen.

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