Cover-Bild Ein Lied in allen Dingen – Joseph Schmidt
17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Größenwahn Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Biografischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 25.07.2019
  • ISBN: 9783957712394
Stefan Sprang

Ein Lied in allen Dingen – Joseph Schmidt

Sein Leben war selbst wie eine große tragische Oper. Der jüdische Tenor Joseph Schmidt wird Ende der 1920er Jahre zum Radiostar und Liebling des Publikums, nicht nur in Deutschland. Ob als Opernsänger, Schlagergott oder Filmheld, er hat weltweit Erfolg – und viele Liebschaften und Affären. Als die Nazis die Macht übernehmen, unterschätzt Schmidt die Gefahr für sein Leben. Statt sich rechtzeitig in die USA abzusetzen, beginnt er eine Flucht durch Europa, die in der Schweiz tragisch endet.
Stefan Sprang (hr) erzählt in atmosphärisch dichten Szenen und mit einem musikalisch-poetischen Sound einen Roman über das menschliche Schicksal. Eine Hymne an den Künstler, der mit Leidenschaft Welt-erfolge gesungen hat wie Ein Lied geht um die Welt, Heut´ ist der schönste Tag in meinem Leben oder Ein Stern fällt vom Himmel.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Venatrix in einem Regal.
  • Venatrix hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2021

Eine Hommage an einen großen Künstler

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Stefan Sprang hat mit diesem Buch einem beinahe Vergessenen ein Denkmal gesetzt: Joseph Schmidt, Beruf: Tenor.

Joseph Schmidt hat ein typisches jüdisches Schicksal erlitten. Geboren am 04.03.1904 in Dawideny, ...

Stefan Sprang hat mit diesem Buch einem beinahe Vergessenen ein Denkmal gesetzt: Joseph Schmidt, Beruf: Tenor.

Joseph Schmidt hat ein typisches jüdisches Schicksal erlitten. Geboren am 04.03.1904 in Dawideny, in der Bukowina, die damals Teil der Donaumonarchie war. Der Sohn jüdischer Eltern lässt sich in Berlin zum lyrischen Tenor ausbilden. Aufgrund seiner geringen Körpergröße (er ist nur 1,54m groß), bleibt ihm die große Opernkarriere verwehrt. Allerdings profitiert er vom boomenden Rundfunk und nimmt mehrere Platten auf. Joseph Schmidt hat weltweit Erfolg und zahlreiche Liebschaften.

Wie viele andere Juden unterschätzt er die Gefahr durch den NS-Staates. Anstatt Europa den Rücken zu kehren und in Amerika zu blieben, reist er wieder nach Deutschland. Dann beginnt seine Flucht über Österreich, Belgien nach Frankreich und von dort illegal in die Schweiz, wo er 1942 in einem Internierungslager stirbt.

Meine Meinung:

Die Lebensgeschichte ist gut und atmosphärisch erzählt. Manchmal lässt der Autor seinen tragischen Helden in seinen Erinnerungen ein wenig durch Zeit und Raum springen.

Sehr eindrucksvoll, fast schon poetisch, obwohl die Wirklichkeit im Schtetl alles andere als rosig ist, schildert Stefan Sprang das Leben der jüdischen Bevölkerung in Dawideny. Sehr interessant ist die enge Bindung Joseph Schmidts
zu seiner Mutter „Mamitschka“, um die er sich bis zuletzt sorgt.

Seine größten Erfolge sind bis heute unvergessen: "Ein Lied geht um die Welt", "Heut´ ist der schönste Tag in meinem Leben" oder "Ein Stern fällt vom Himmel".

Fazit:

Eine Hommage an einen fast vergessenen Künstler, der wie so viele Juden, ein Opfer des NS-Regimes wurde. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.