Cover-Bild SOG
Band 2 der Reihe "Kommissar Huldar und Psychologin Freyja"
9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 18.09.2017
  • ISBN: 9783641172305
Yrsa Sigurdardóttir

SOG

Thriller
Tina Flecken (Übersetzer)

»Ein ausgefallener, kluger Thriller, der mitten ins Herz trift.« Arne DahlZwei abgetrennte Hände, ein perfider Mord, kurz darauf ein weiterer. Was hat die unheimliche Botschafte eines Kindes mit den Toten zu tun? Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ...Der zweite Band der Erfolgsreihe um Kommissar Huldar und Psychologin Freyja.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2017

Spannend und düster

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Der Thriller "SOG" von der isländischen Autorin Yrsa Sigurdardottir ist der zweite Fall in der Reihe um Kommissar Huldar von der Kriminalpolizei Reykjavik und der Kinderpsychologin Freyja. Den ersten Teil ...

Der Thriller "SOG" von der isländischen Autorin Yrsa Sigurdardottir ist der zweite Fall in der Reihe um Kommissar Huldar von der Kriminalpolizei Reykjavik und der Kinderpsychologin Freyja. Den ersten Teil habe ich bereits verschlungen, daher musste ich den zweiten Teil auch sofort lesen. Hier geht es um eine Zeitkapsel, die nach zehn Jahren in einer Schule in Reykjavik ausgegraben wird. Dort wurden Briefe von Schülern geschrieben, wie sie sich Island in zehn Jahren vorstellen. In einem der Briefe werden Morde für das Jahr 2016 angekündigt. Kommissar Huldar ermittelt in diesem Fall. Schon der Anfang des Buches war von einer äußerst düsteren Atmosphäre geprägt. Im ersten Kapitel bekam ich bereits Gänsehaut. Die Beschreibung Islands trägt zu der gruseligen Ausgangssituation weiter bei und regt die Fantasie weiter an. Sowohl Kommissar Huldar als auch Freyja werden ausführlich dargestellt und beschrieben. Die Situation zwischen den beiden ist angespannt, was in den Gesprächen und Begegnungen immer wieder zu spüren ist. Man erhält ständig Einblick in die Gedankenwelt der Protagonisten. Dadurch fällt es mir noch leichter, in die Geschichte einzutauchen. Der Fall wird von Kapitel zu Kapitel immer komplexer. Jedoch kann man den Überblick über die Personen und Vorfälle aus der Vergangenheit gut behalten. Es bleibt ständig spannend, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Für mich ein klares Lesehighlight.

Veröffentlicht am 24.09.2017

Wenn man nicht vergessen kann

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Zum Inhalt:
Ein Mädchen wird vergewaltigt und tot aufgefunden. Was mit dem Fall passiert, bleibt zunächst im Dunkeln. Zwölf Jahre danach wird in einer Schule eine Zeitkapsel gehoben. In dieser befinden ...

Zum Inhalt:
Ein Mädchen wird vergewaltigt und tot aufgefunden. Was mit dem Fall passiert, bleibt zunächst im Dunkeln. Zwölf Jahre danach wird in einer Schule eine Zeitkapsel gehoben. In dieser befinden sich Briefe von damaligen Schülern, u.a. auch eine Botschaft welche Initialen von Personen enthält, die in dem Jahr des Fundes ermordet werden sollen. Nachdem 2 abgetrennte Hände gefunden werden und kurz darauf eine verstümmelte Leiche auftaucht wird klar, hier hat etwas begonnen, was beendet werden muss. Aber wie hängt hier alles zusammen?

Meine Meinung:
Mein erstes Buch der Autorin, dessen Cover und die Beschreiben mich sehr fasziniert haben. Nachdem ich sah, dass es der 2. Band einer Reihe ist, hatte ich zunächst Bedenken, dass ich der Geschichte vielleicht nicht folgen kann, aber dem war in keinster Weise so. Dies kann ich Vorweg schicken. Das Buch steht für sich und ist gut alleine lesbar, macht mich aber sehr neugierig, so dass ich den ersten Band sicherlich noch lesen werde.
Die Autorin konnte mich komplett überzeugen. Von ihrem sehr anschaulichen und detaillierten Schreibstil fühlte ich mich förmlich in die Geschichte hineingezogen und es fiel mir sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen. Sie erzählt eine sehr tragische Geschichte, in der – für mich – sehr ungewöhnliche Charaktere sich auf die Suche nach dem Mörder und der Auflösung des Falls machen. Die Charaktere sind sehr vielschichtig dargestellt und durch die Teilhabe an deren Leben und Gedankenwelt, kann man sich die Personen sehr gut vorstellen.
Das Buch beginnt mit der Geschichte in der Vergangenheit, der Vergewaltigung und Ermordung des Mädchens. Wobei dies nicht ausdrücklich erwähnt wird, aber sehr schnell deutlich wird was dem Kind passiert, da der Klappentext schon darauf eingeht. Es sich daher nur um das Mädchen handeln kann, auf das zu Beginn eingegangen wird.
Sehr geschickt baut die Autorin den Fall auf und als Leser hat man reichlich Gelegenheit sich selbst Gedanken zu machen. Die beiden Hauptpersonen verbindet offensichtlich eine gemeinsame Geschichte und während der Ermittler die Geschichte wohl gerne wieder aufleben lassen würde, ist die Psychologin hier wohl hin- und hergerissen.
Das Buch ist sehr spannend und lebt von Andeutungen und Interpretationen. Hier kommt nichts plump daher und die sehr grausame Geschichte ist heftig, aber durch die Schreibart sehr gut lesbar. Die Spannung ist von Beginn an vorhanden und baut sich stetig über die komplette Geschichte hinweg weiter auf, bis man es selbst kaum mehr aushalten kann. Ich selbst habe – irrsinnigerweise – beim Lesen ab und an die Augen zugekniffen, weil ich die Bilder der Geschichte förmlich vor meinem eigenen Auge sah

Fazit:
Sehr spannender, vielschichtiger Thriller über ein sehr bewegendes Thema

Veröffentlicht am 18.09.2017

Geheimnis aus der Zeitkapsel

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Das Buch hat mir sehr gefallen. Es ist eine recht komplexe Geschichte, beginnend 2004, wo die achtjährige Varka vergebens vor der Schule auf ihren Vater wartet. Nachdem sie zu einer Mitschülerin nach ...

Das Buch hat mir sehr gefallen. Es ist eine recht komplexe Geschichte, beginnend 2004, wo die achtjährige Varka vergebens vor der Schule auf ihren Vater wartet. Nachdem sie zu einer Mitschülerin nach Hause gegangen ist, um zu telefonieren, wird sie vermisst. Weiter geht es mit der Gegenwart und dem Fund einer Zeitkapsel in einer Schule und der Vorhersage, dass 2016 jemand sechs Personen töten wird.

Nachdem Hulder nach einem schief gegangenen Einsatz von seinem sehr kurzen Chefposten degradiert wurde, muss er sich mit der Zeitkapsel befassen.
Inzwischen werden zwei abgetrennte Hände in einem Garten gefunden. Erla, die neue Chefin, übernimmt die Ermittlungen.
Ein Zusammenhang mit der Drohung in der Kapsel wird noch nicht gesehen. Hulder findet den Schreiber. Pröstur, seine Schwester Sigrun und auch die Mutter verhalten sich merkwürdig.
Freyja aus dem Kinderhaus wird von Hulder zur Mitarbeit gebeten. Diese hat wegen Hulders Fehler auch ihren Posten als Leiterin verloren und ist nicht gut auf ihn zu sprechen. Aber ihre Arbeit macht sie toll. Bei Pröstur’s Überprüfung stellt sich heraus, dass es keinerlei Unterlagen in mehreren Behörden über ihn gibt, obwohl er eine Vorgeschichte hat.
Es wird noch ein Toter in einem Parkhaus gefunden, Menschen verschwinden, ein Sarg und abgetrennte Füße tauchen auf.
Im Laufe des Buches werden komplizierte Zusammenhänge aufgedeckt, die alle mit der Vergangenheit von Pröstur und seiner Familie zu tun haben.

Durch diese komplizierten Verwicklungen und auch durch die fremden isländischen Namen musste ich mich beim Lesen schon ziemlich konzentrieren. Der Schreibstil war zum Glück nicht so schwierig und es ließ sich alles gut lesen. Am Ende war es eine sehr bedrückende und schlimme Familiengeschichte bzw. zwei Familiengeschichten. Und das Ende vom Ende war noch einmal überraschend.
Das Cover gefällt mir, sagt aber eher nichts über das Buch aus.

Veröffentlicht am 06.11.2019

Fesseln bis zur letzten Seite

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Meine Meinung
„SOG“ ist der zweite Fall für Kommissar Huldar und Psychologin Freyja. Nachdem Huldar seinen ersten Fall als Chef vergeigt hat, wurde er von seinen Vorgesetzten ans Ende der Hackordnung degradiert ...

Meine Meinung
„SOG“ ist der zweite Fall für Kommissar Huldar und Psychologin Freyja. Nachdem Huldar seinen ersten Fall als Chef vergeigt hat, wurde er von seinen Vorgesetzten ans Ende der Hackordnung degradiert und muss sich nun mit Fällen rumärgern, denen sonst niemand nachgehen will. So bekommt er einen möglicherweise besorgniserregenden Aufsatz aus einer Zeitkapsel auf den Tisch, indem ein unbekannter Schüler droht Menschen zu ermorden. Die Polizei nimmt diesen Aufsatz zunächst alles andere als ernst und so bleibt er an Huldar hängen. Bis plötzlich die ersten Leichen auftauchen.

Nach aktuellem Stand (2019) besteht die Reihe mittlerweile aus fünf Bänden, von denen bisher drei ins Deutsche übersetzt wurden. Ich habe die Reihe mit dem dritten Band begonnen und weil mir dieser gut gefallen hat, wollte ich auch die beiden Vorgängerbände lesen. Nach dem ich vom ersten Band ein bisschen enttäuscht war, hatte ich Hoffnung, dass mir der zweite Band mehr zusagt und dies ist glücklicherweise auch eingetreten. Kurz gesagt ich fand ihn genial!

Dank der Tatsache, dass ich die Reihe mit dem dritten Band begonnen hatte, hatte ich natürlich Vorwissen, dass mich theoretisch gespoilert hat. Praktisch hat mich das weder gestört noch hat es der enormen Spannung einen Abbruch getan. Mir hat es sogar das Lesen in gewisser Weise erleichtert, denn ich konnte mich dank meinem Vorwissen bezüglich der Personenentwicklung der Protagonisten voll und ganz auf den Kriminalfall konzentrieren und so konnte ich das Buch umso mehr genießen.

Ein Störfaktor, der meinen Genuss bisweilen geschmälert hat, ist die Atmosphäre innerhalb der Polizei. Zwischen Huldar und seinen Kollegen herrscht, die meiste Zeit ein wirklich miese Arbeitsklima und das hat, mich irgendwann nur noch genervt. SPOILER! - Leider entwickelt sich dieser Zustand im dritten Band kein Stück weiter. Von daher hoffe ich sehr, dass sich die Charaktere in den beiden folge Bänden (Band 4 & 5) zu einem besseren weiterentwickeln werden.

Was das Verhalten von Huldar und Freyja angeht, so fand ich es im ersten Band noch halbwegs ertragbar. Zum Ende der Geschichte hatte ich also ernsthaft die Hoffnung, dass sich dieser Zustand im zweiten Band dahingehend entwickeln könnte, dass sie mir irgendwann sympathisch werden. Leider war dies aber überhaupt nicht der Fall. Viel mehr ist das Gegenteil eingetreten, denn spätestens nach dem ersten Drittel gingen mir die beiden gehörig auf die Nerven und ihr absolut nicht nachvollziehbares Verhalten war extrem anstrengend. Die Hoffnung das ich mit den beiden irgendwann noch mal warm werde habe ich mittlerweile aufgegeben.

Im ersten Band hatte ich mit dem Kriminalfall leider so meine Schwierigkeiten. Daher hatte ich mir vorgenommen den zweiten Band komplett ohne Erwartungen zu lesen und das war eine sehr gute Entscheidung. Zwar tappt die Polizei mal wieder relativ lange im Dunkeln gegen Ende des Buches kommt aber ordentlich Action auf und so konnte ich das Buch keine Sekunde mehr aus der Hand legen. Ebenfalls gleich geblieben sind die etlichen Einzel Fälle, die zum Schluss ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Ja mir geisterten im Verlaufe der Handlung ein Menge Fragen durch den Kopf am Ende wurden diese aber glücklicherweise alle beantwortet.

Fazit
Mit „SOG“ ist der Autorin eine grandiose und spannungsgeladene Fortsetzung gelungen, die ich keine Sekunde aus der Hand legen konnte. Wie bereits im ersten Band ist der Kriminalfall alles andere als harmlos und wer ein Problem mit besonders heimtückischen und brutalen Mordmethoden hat, der sollte von dieser Reihe wohl besser die Finger lassen. Für alle anderen gilt lesen, denn wer dieses Buch angefangen hat, den lässt es nicht mehr los. Definitiv eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 22.10.2017

Ich wurde eingeSOGen

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Reykjavik im Winter 2016. Eine vor 10 Jahren vergrabene Zeitkapsel wird geborgen. Darin Aufsätze von Teenagern, die das Leben im Jahr 2016 beschreiben sollten. Aber nicht nur. Ein Aufsatz enthält Initialen ...

Reykjavik im Winter 2016. Eine vor 10 Jahren vergrabene Zeitkapsel wird geborgen. Darin Aufsätze von Teenagern, die das Leben im Jahr 2016 beschreiben sollten. Aber nicht nur. Ein Aufsatz enthält Initialen von zukünftigen Mordopfern. Quasi zeitgleich tauchen zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub auf. Kurz danach eine verstümmelte Leiche, dann eine zweite. Doch zu wem gehören die Hände? Wer sind die Leichen? Warum wurden sie ermordet? Das versucht Kommissar Huldar, der bei einem vorherigen Einsatz in Ungnade gefallen ist, herauszufinden. Als Unterstützung holt er sich die Hilfe der Kinderpsychologin Freyja. Gemeinsam stoßen sie auf eine Verbindung der Liste zu einem vor 12 Jahren vergewaltigten Mädchen und ermitteln den/die Täter.
Bei „Sog“ handelt es sich um den zweiten Teil der Kommissar Huldar-Reihe von Yrsa Sigurdardottir. Auch wenn man den Vorgänger „DNA“ nicht gelesen hat schmälert es nicht das Lesevergnügen. Bei dem Buch wird man anfangs in eine unübersichtliche Situation geschubst, die sich nach und nach auflöst. Mit Teils unerwarteten Entwicklungen und Gründen, warum es zu den Taten gekommen ist. Die Auflösung braucht bis zur letzten Seite und ist dabei immer spannend und nie langweilig gewesen. Der Schreibstil ist unaufgeregt, typisch nordisch kühl.
Für mich war das Buch ein echtes Lesevergnügen: nicht zu reißerisch, dabei trotzdem ein Krimi/Thriller, logischer Aufbau der Geschichte und nachvollziehbar. Wer die nordischen Krimis/Thriller mag wird auch an diesem Exemplar seine wahre Freude haben. Wenn ihr also im Handel vor dem Buch steht und schon zugreifen wollt oder bei einem Online-Buchhändler einen zuckenden Finger bekommt, dann gebt dem Impuls nach und KAUFT!