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inkl. MwSt
- Verlag: Wallstein Verlag
- Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft
- Genre: keine Angabe / keine Angabe
- Seitenzahl: 384
- Ersterscheinung: 15.05.2026
- ISBN: 9783835359871
Fragilität
Konturen einer Semantik
Lars Koch (Herausgeber), Maren Lickhardt (Herausgeber), Matthias Schaffrick (Herausgeber)
Warum wirkt heute alles fragil? Das Buch beleuchtet in der Beschäftigung mit Literatur, Ästhetik und Gesellschaft die Risiken und Reize des Fragilen und erkundet die Semantik der Zerbrechlichkeit.
fragil ›Adj.‹ [lat. fragilis, zu: frangere, Fraktion]
(geh.): zerbrechlich, zart.
Als Semantik sozialer Selbstbeschreibungen erlebt das ›Fragile‹ gegenwärtig eine Konjunktur. ›Fragil‹ ist gleichermaßen geeignet, Frieden, Glaube, Schönheit, Ordnung, Leben oder Glück zu beschreiben oder Bündnisse, Beziehungen, Erfolge oder Währungen zu beurteilen. Moderne Gesellschaften stellen sich und ihre Ordnung mit dieser Semantik als verletzlich, unsicher, erschüttert und vergänglich dar. Oft spiegeln sich darin politische oder kulturelle Konflikte, die vermeintliche Selbstverständlichkeiten infrage stellen.
Fragilität hat zudem eine seltener beachtete, ästhetische Komponente. Einerseits fällt unter ›fragil‹ die Ästhetik des Feinen, Filigranen oder Zarten, das dem Prosaischem des Alltags gegenübersteht. Andererseits dient das Fragile – in der Literatur oder Performancekunst, im Film oder im Theater – als Ressource ästhetischer Verfahren, die auf eine Irritation der Wahrnehmung und auf Formen der Kritik abzielen.
Alles, was sich als zerbrechlich, zart, vergänglich oder fein erweist, fordert einen sorgsamen und behutsamen Umgang heraus. Das Fragile muss gepflegt werden – mit philologischer Zuwendung und theoretischer Raffinesse.
fragil ›Adj.‹ [lat. fragilis, zu: frangere, Fraktion]
(geh.): zerbrechlich, zart.
Als Semantik sozialer Selbstbeschreibungen erlebt das ›Fragile‹ gegenwärtig eine Konjunktur. ›Fragil‹ ist gleichermaßen geeignet, Frieden, Glaube, Schönheit, Ordnung, Leben oder Glück zu beschreiben oder Bündnisse, Beziehungen, Erfolge oder Währungen zu beurteilen. Moderne Gesellschaften stellen sich und ihre Ordnung mit dieser Semantik als verletzlich, unsicher, erschüttert und vergänglich dar. Oft spiegeln sich darin politische oder kulturelle Konflikte, die vermeintliche Selbstverständlichkeiten infrage stellen.
Fragilität hat zudem eine seltener beachtete, ästhetische Komponente. Einerseits fällt unter ›fragil‹ die Ästhetik des Feinen, Filigranen oder Zarten, das dem Prosaischem des Alltags gegenübersteht. Andererseits dient das Fragile – in der Literatur oder Performancekunst, im Film oder im Theater – als Ressource ästhetischer Verfahren, die auf eine Irritation der Wahrnehmung und auf Formen der Kritik abzielen.
Alles, was sich als zerbrechlich, zart, vergänglich oder fein erweist, fordert einen sorgsamen und behutsamen Umgang heraus. Das Fragile muss gepflegt werden – mit philologischer Zuwendung und theoretischer Raffinesse.
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