Sehr zu empfehlen!
In den Jahren 1816 und 1817 erleben die Länder Baden, Württemberg und die Schweiz eine Hungersnot biblischen Ausmaßes mit sozialen Verwerfungen und Flüchtlingsströmen. Eigentlich sehnen sich die Menschen ...
In den Jahren 1816 und 1817 erleben die Länder Baden, Württemberg und die Schweiz eine Hungersnot biblischen Ausmaßes mit sozialen Verwerfungen und Flüchtlingsströmen. Eigentlich sehnen sich die Menschen nach den gewaltigen Kriegen und Umwälzungen der napoleonischen Zeit nach Ruhe und Geborgenheit. Es kommt anders: Schuld ist eine Klimakatastrophe, die Zeitgenossen vor ein Rätsel stellt. Heute wissen wir, dass damals der Vulkan Tambora im indonesischen Archipel explodiert ist und riesige Schwefelgas- und Aschewolken ausgestoßen hat, die anderthalb Jahre lang um den Globus kreisten und hierzulande zwei Sommer ohne Sonne und ohne Ernte zur Folge hatten. In diesen Krisenjahren begibt sich ein junger Mann auf die abenteuerliche Reise von Heilbronn ans Schwarze Meer, steigt zum reichen Weizenbaron auf und kehrt nach Württemberg zurück. Gerd Friederich, früher Lehrer und Lehrerausbilder, ist längst Autor feinfühliger und feinsinniger Geschichten. Er erzählt in seinem neuesten Roman von wundersamen Wendungen und glücklichen Fügungen, die dem Leser zu Herzen gehen. Sehr zu empfehlen!