Band
der Reihe "Forschungen zum Römischen Recht"
70,00
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inkl. MwSt
- Verlag: Böhlau Köln
- Genre: keine Angabe / keine Angabe
- Seitenzahl: 328
- Ersterscheinung: 14.04.2025
- ISBN: 9783412532604
Quart und Querel
Inoffiziositätsvermeidung im Römischen Recht
Mithilfe der falzidischen Quart ließ sich bald ein auch juristisch argumentierbares Beispiel finden, warum ein Viertel des Intestatteils zu hinterlassen ein inofficiosum dicere testamentum verneinen musste. So wurde es möglich, ungleich und dennoch nicht pflichtwidrig zu testieren. Wer ein Viertel seines Intestatteils bekam, konnte sich nicht darüber beschweren, dass in die übrigen drei Viertel ein anderer sukzedierte; ein Viertel sicherte das Testament im Umfang des ganzen Intestatteils vor einer querela inofficiosi testamenti. Diese quarta ad excludendam querelam, die noch kein Pflichtteil war, beeinflusste die Entscheidungen zur Querel bis auf Justinian, erklärt die Systematik seiner Reformkonstitution und wurde der leitende Rechtsgedanke, nach dem Vorbild der Querel zu helfen, wenn der Erblasser maßlos verschenkte, Querelberechtigte auf einen leeren Nachlass einsetzte und ihnen so die Querel entzog.
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