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Veröffentlicht am 29.07.2020

Gutes Buch, für mich jedoch mehr Krimi als Psychothriller

Mind Games
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“Herzlichen Glückwunsch zum 1. Geburtstag. Dein Geschenk ist das Spiel. Traust du dich zu spielen?”


Stell dir vor, du hast Geburtstag und erhältst eine Karte mit diesem Text drauf. Was würdest du ...


“Herzlichen Glückwunsch zum 1. Geburtstag. Dein Geschenk ist das Spiel. Traust du dich zu spielen?”


Stell dir vor, du hast Geburtstag und erhältst eine Karte mit diesem Text drauf. Was würdest du tun? Die vier Menschen, die so eine Karte zu ihrem Geburtstag erhalten haben, haben sich alle dazu entschieden mitzuspielen und sind daraufhin spurlos verschwunden.
Die Polizei nimmt die Sache nicht ernst, daher wendet sich die Tochter einer der Vermissten an das Ermittlerduo Bloom und Jameson. Dr. Augusta Bloom ist Kriminalpsychologin und ihr Partner Marcus Jameson ein ehemaliger MI6 Agent.
Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten, analysiert Dr. Bloom die Lebensläufe der Verschwundenen und stößt bei allen vier Personen auf eine dunkle Vergangenheit. Sie scheinen nicht die Personen zu sein, die sie vorgeben zu sein. Dies macht sie höchst gefährlich.

Klingt das nicht sehr interessant? Mich hat der Klappentext des Buches sofort angesprochen und ich wollte das Buch unbedingt lesen. Ein Thriller in dem die vermeintlichen Opfer gar keine sind – oder vielleicht doch?
Ich hatte schon lange keinen richtig guten Psychothriller mehr gelesen und mich daher sehr auf das Buch gefreut. Leider begann das Buch für mich insgesamt zu zögerlich und erinnerte mehr an einen Krimi als an einen Thriller, egal ob Psycho oder nicht.
Der Fokus liegt in der ersten Hälfte des Buches mehr auf unseren beiden Ermittlern und weniger auf dem Spiel oder den Opfern. Für mich zogen sich die ersten 200 Seiten etwas und waren zu langatmig. In der zweiten Hälfte wurde die Geschichte dann rasanter und auch spannender, allerdings blieb der Fokus weiterhin auf dem Ermittlerduo, das versucht das Rätsel um das Spiel zu lösen. Der “Psycho-“ Part wird in diesem Buch ganz definitiv bedient, der “Thriller-“Part allerdings nicht so sehr.

Nichtsdestotrotz hat mir das Buch gefallen. Ich fand es mega interessant aus psychologischer Sicht mehr über diesen einen bestimmten Typ Mensch zu erfahren und war dann doch ziemlich erstaunt als es zu einem Plottwist kam. Ich hatte den Twist zwar schon einige Seiten vorher erahnt, trotzdem hat er mich unvorbereitet getroffen und das finde ich in Spannungsliteratur sehr gut.

“Mind Games” wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was das Buch noch ein wenig interessanter macht. Das Ermittlerduo fand ich auch sehr faszinierend. Eine Psychologin und ein Ex-Spion – was für eine Mischung.
Die Charaktere an sich sind gut gezeichnet, auch wenn ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht hätte. Lediglich bei Dr. Bloom habe ich die Tiefe gespürt, die anderen sind mir ein wenig zu flach geblieben. Ich hoffe, dass wir im zweiten Band ein wenig tiefer in Jamesons Psyche eintauchen werden.

Das Buch liest sich angenehm flüssig und sorgt für ein paar interessante und auch spannende Lesestunden. Allerdings war der Schreibstil in Teilen für mich ein wenig zu trocken. Ich hätte mir etwas mehr Pathos gewünscht.


Fazit

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Die erste Hälfte war für meinen Geschmack ein wenig zu langatmig und zu wenig spannend. Im zweiten Teil mochte ich dahingegen das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Der “Thriller”-Part kam mir ein wenig zu kurz, zu lange hat das Buch sich für mich eher wie ein Krimi angefühlt und Krimis lese ich ehrlich gesagt nicht ganz so gerne.
Ein sehr interessanter Fall, wie ich ihn zuvor noch nirgends gelesen habe und ein äußerst faszinierendes Ermittlerduo. Da ist definitiv noch Potential für mehr spannende Geschichten.

Von mir gibt es knappe 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2020

Gelungene Fortsetzung mit viel Witz und jetzt auch ein wenig Tiefgang

Wie man 13 wird und die Welt rettet (Wie man 13 wird 3)
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Markus ist irgendwie immer noch nicht so ganz durch mit seiner Verwandlung zum Halbvampir. Das Schlimmste hat er schon hinter sich, doch nun lassen die heißersehnten Superkräfte auf sich warten, dabei ...

Markus ist irgendwie immer noch nicht so ganz durch mit seiner Verwandlung zum Halbvampir. Das Schlimmste hat er schon hinter sich, doch nun lassen die heißersehnten Superkräfte auf sich warten, dabei sind die es, die ihn zu einem ganz besonderen Halbvampir machen. Vielleicht sorgen die Superkräfte endlich dafür, dass irgendwas am Halbvampir sein cool ist.
Doch bevor es soweit ist, nerven Markus’ Eltern erstmal mit Selbsthilfekursen, Coaching und Atemübungen, die die gesamte Familie zusammen macht – peinlich geht’s echt nicht mehr.

Und als hätte Markus nicht genug damit zu tun seinen inneren Halbvampir zu channeln, bringt Tallulah ihn erneut dazu auf Vampirjagd zu gehen, obwohl er beschlossen hatte das nie wieder zu tun und sich aus dem Business zurückziehen wollte. Doch Tallulah kann er nichts abschlagen, außerdem muss er doch auch auf sie aufpassen. Wer hätte gedacht, dass 13 sein so anstrengend werden würde?

Yay. Band 3 der Halbvampir-Reihe des Bestsellerautors Pete Johnson ist erschienen und sie ist witzig wie eh und je. Auch dieses Mal habe ich mich beim Lesen wieder köstlich amüsiert. Ich mag Markus als Protagonisten immer noch sehr gerne. Er ist so herrlich schlagfertig und nimmt sich selbst nicht so ernst. Dennoch hat er einen ganz sensiblen und tiefgründigen Kern, der in diesem Buch ganz toll herausgearbeitet wurde. Man merkt, dass sich die Charaktere im Laufe der Bücher weiterentwickeln. Sie beginnen alle mehr Tiefe zu bekommen und dem Humor, der die Bücher so ausmacht, wird eine schöne Portion Tiefe hinzugefügt. Keine Sorge, das Buch ist immer noch locker flockig, witzig und spannend, doch jetzt beschäftigen sich die Charaktere auch mit ernsteren Themen – in diesem Fall mit der Liebe.
Mir hat es richtig gut gefallen, wie die Charaktere sich weiterentwickelt haben, wie wir mehr von ihrem Innenleben erfahren haben und eben nicht mehr alles so sehr auf die leichte Schulter genommen wird. Sich mit tödlichen Vampiren einzulassen ist nun mal nicht so ganz ohne.

Die Storyline aller drei Bände ähnelt sich zwar vom Grundgerüst und so wirklich viel Neues passiert nicht, trotzdem lese ich immer wieder von Markus und seinen Freunden und den Abenteuern, die sie erleben. Punkten konnte Pete Johnson in diesem Band bei mir mit der Weiterentwicklung der Charaktere und dem Einfließen etwas “ernsterer” Themen.

Fazit

“Wie man 13 wird und die Welt rettet” ist eine gelungene Fortsetzung, die wieder mit viel Witz und Spannung aufwartet. Dieses Ma spielt auch die Liebe eine Rolle, was dem ganzen Buch ein wenig mehr Ernsthaftigkeit verpasst, ohne Spaß einzubüßen. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen.
Auch wenn ich nicht mehr ganz zur Zielgruppe gehöre, macht es mir sehr viel Spaß die Bücher zu lesen. Ich nehme stark an, dass sie der Zielgruppe sogar noch besser gefallen könnten. Smile

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 06.06.2020

Wichtige Themen kindgerecht aufgearbeitet

Was ist bloß mit Mama los?
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Mit meinen 35 Jahren bin ich noch in einer Zeit groß geworden, in der psychische Erkrankungen totgeschwiegen wurden, da sie nicht sichtbar waren. In eben dieser Zeit wurde auch mit Kindern nicht darüber ...

Mit meinen 35 Jahren bin ich noch in einer Zeit groß geworden, in der psychische Erkrankungen totgeschwiegen wurden, da sie nicht sichtbar waren. In eben dieser Zeit wurde auch mit Kindern nicht darüber gesprochen, wenn Erwachsene ein Problem hatten. Den Gedanken dahinter – das Kind schützen zu wollen – kann ich schon nachvollziehen, doch gerade Kinder sind so feinfühlige Wesen, die bekommen alles mit. Und noch viel schlimmer, sie beziehen es auf sich, sie glauben, sie hätten etwas falsch gemacht.

“Was ist bloß mit Mama los?” ist mir schon vor Jahren aufgefallen. Damals war ich selber noch nicht Mutter, ich hatte es für eine Freundin rausgesucht, mich dann aber nicht getraut es ihr ans Herz zu legen. Jetzt bin ich selber Mutter und brauche das Buch für mich und meine Tochter. Ich stecke in einer psychischen Krise und möchte es meiner Tochter kindgerecht erklären können, was mit mir los ist und ihr im gleichen Atemzug versichern, dass sie nicht Schuld daran ist.

Das Buch startet mit einem Vorwort von Jesper Juul – eine Instanz in Sachen moderne Kindererziehung. Er bringt es auf den Punkt wieso es so wichtig ist mit seinen Kindern über die eigenen Gefühle und Befindlichkeiten zu reden. Ein Kind spürt es, wenn das Lächeln nicht echt ist und fragt sich, wieso Mama nur auf dem Sofa liegt und nicht mitspielt. Dem Vorwort von Jesper Juul schließt sich ein Vorwort von Kronprinzessin Mary von Dänemark an. Anschließend erklärt die Autorin wie das Buch aufgebaut ist.
Neben zahlreichen Illustrationen, die gerade kleineren Kindern beim Verständnis helfen sollen, gibt es Texte, die explizit für Kinder gedacht und geschrieben wurden. Neben diesen einfachen, kindgerechten Texten gibt es noch Texte, die sich an Erwachsene und auch ältere Kinder richten – diese sind etwas komplexer.

In einfachen Worten werden verschiedene psychische Erkrankungen kindgerecht aufgearbeitet. Doch vorlesen alleine reicht nicht. Dafür geben die Texte nicht genug her, können sie auch gar nicht, denn die ganze Thematik ist sehr komplex. Das Vorgelesene muss besprochen werden, es muss durch eigene Worte ergänzt und erklärt werden. Fragen müssen gestellt und beantwortet werden.
Die Autorin rät auch dazu das Buch offen herumliegen zu lassen, so dass die Kinder immer wieder darin blättern können und es sich eigenständig angucken können.

Das Buch wird ab einem Alter von 3 Jahren empfohlen. Meine Tochter wird im Sommer 4 und selbst bei ihr bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob sie das Thema greifen kann. Wir werden es versuchen und sind froh darüber ein Buch zur Hand zu haben, dass für uns den Anfang macht – weitere Erklärungen müssen wir liefern und sie eventuell im Laufe der Jahre vertiefen.

Ich denke auch, dass das Buch prima für meine Arbeit als Erzieherin geeignet ist. So ein Buch zur Hand zu haben und den Kindern vermitteln zu können, dass sie nicht alleine sind, ist sehr viel wert.

Auch wenn die Illustrationen zur Thematik passen, gefallen sie mir persönlich nicht ganz so gut, doch das ist Geschmackssache. Der Inhalt gefällt mir, auch wenn ich es als etwas schwierig empfinde das Thema schon mit so kleinen Kindern zu besprechen.
Zum Schluss finden sich noch Übungen, die alleine oder zusammen als Familie gemacht werden können. Eine schöne Idee und ein runder Abschluss.

Fazit

Ein wichtiges Buch, das es schafft zu vermitteln wieso es so wichtig ist, mit Kinder über psychische Erkrankungen zu sprechen. Das Buch ist kindgerecht aufgemacht und hat gleichzeitig auch Texte für Erwachsene zur Hand. Auch wenn ich selber es als schwierig empfinde die Themen schon mit dreijährigen Kindern zu besprechen, muss das nicht für alle gelten. Ich persönlich halte das Buch ab dem Vorschulalter für sinnvoll.

Von mir gibt es gute 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 04.06.2020

Kurzweilige Unterhaltung

Pocket Escape Book (Escape Room, Escape Game)
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Wie bereits in meiner letzten Rezension zum “Mega Game” erwähnt, lieben der Ehemann und ich Adventure-Games und lösen sehr gerne Rätsel. Das “Mega Game” hat uns schon richtig gut gefallen, daher haben ...

Wie bereits in meiner letzten Rezension zum “Mega Game” erwähnt, lieben der Ehemann und ich Adventure-Games und lösen sehr gerne Rätsel. Das “Mega Game” hat uns schon richtig gut gefallen, daher haben wir uns schon sehr auf dieses neue Pocket Escape Book “Jagd im Netz” gefreut.

Dieses Mal sind wir Teil eines Teams der Regierungsbehörde AMENT gewesen, die gegen Cyberkriminalität vorgeht. Vor wenigen Stunden haben wir das Darkfoot-Forum gehackt und deren Serverraum ausfindig gemacht. Anhand von Chatprotokollen hat unser Team entdeckt, dass in nur 60 Minuten eine elektromagnetische Bombe gezündet werden soll, die alle elektrischen und elektronischen Infrastrukturen lahmlegen wird.
Wie funktioniert der Escape-Room für Zuhause?

Die Pocket Escape Book Reihe ist so ausgelegt, dass sie entweder mit oder ohne Smartphone gespielt werden kann. Spielt man ohne, müssen alle Aktionen und Hinweise per Hand im hinteren Buchteil gesucht werden. Nimmt man sein Smartphone zu Hilfe, erledigt dies die mühselige Suche für einen und man ist schneller. Außerdem gibt es gleich einen Timer obendrauf, der die Zeit für einen stoppt. Anreiz des Spiel ist, allen Räumen in nur 60 Minuten zu entkommen und dabei alle Rätsel zu lösen.

Auch hier steht einem wieder die Wahl zwischen manueller Suche der Codes im Buch und dem Spiel mit dem Smartphone zur Verfügung. Da wir beim “Mega Game” bereits ohne Smartphone gespielt hatten, wollten wir hier ausprobieren, wie es mit ist. Dabei konnten wir schon ziemlich schnell herausfinden, dass man dieses Buch gar nicht ohne Smartphone spielen kann, da es verschiedene Videos zu sehen und ein Passwort zu hacken gibt. Das kann man “leider” nur auf dem Smartphone tun.
Ich muss aber auch sagen, dass es mit dem Smartphone viel mehr Spaß gebracht hat alle Rätsel zu lösen und wir waren auch bei Weitem schneller als ohne.

Ich empfand “Jagd im Netz” auch als anspruchsvoller und ansprechender als “Das Mega Game”. Es war insgesamt viel interaktiver und die Parts, die es auf dem Smartphone zu lösen galt, haben mir sehr viel Spaß gemacht.

Fazit

“Jagd im Netz” hat mir wirklich sehr gut gefallen. Die interaktiven Teile, die mit dem Smartphone zu lösen waren, haben dem Pocket Escape Book den extra Pfiff gegeben. Dem Ehemann und mir hat das Lösen der Rätsel sehr viel Spaß gebracht. Wir beide können uns sehr gut vorstellen noch weitere Bücher der Reihe zu spielen und empfehlen dieses Buch sehr gerne weiter.

Veröffentlicht am 22.05.2020

Interessantes Buch, jedoch nicht immer ganz einfach zu lesen

Monkey Mind
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Mein Kopf ist so voll, ich muss meditieren.
Mein Kopf ist so voll, ich kann auf keinen Fall meditieren.

Kommt dir eine der beiden Aussagen bekannt vor? Ich kenne die zweite Aussage nur zu gut. ...



Mein Kopf ist so voll, ich muss meditieren.
Mein Kopf ist so voll, ich kann auf keinen Fall meditieren.

Kommt dir eine der beiden Aussagen bekannt vor? Ich kenne die zweite Aussage nur zu gut. Das war immer meine Argumentation, warum Meditation bei mir nie funktioniert hat oder warum ich mich erst gar nicht dran setzen wollte, um es zu probieren.

Ralph De La Rosa versucht mit seinem Buch “Monkey Mind: Was dein Verstand dir sagen will” mit dem Mythos aufzuräumen, dass man beim Meditieren seine Gedanken zum Schweigen bringen sollte. Vielmehr möchte er, dass Menschen, die sich in der Meditation üben, die nicht still stehenden Gedanken – den Monkey Mind – ganz bewusst dafür nutzt, um Achtsamkeit und Fokus zu üben.
Meine Ausrede, ich könne nicht meditieren, weil mein Kopf so voll ist, gilt also nicht mehr.
Monkey Mind: Was dein Verstand dir sagen will

Nach Beendigung dieses interessanten, jedoch nicht ganz einfachen Buches bin ich ein kleines Stück weiter in meiner persönlichen Weiterentwicklung. Ich konnte jede Menge interessanter Dinge aus dem Buch mitnehmen und setzte eine seiner Methoden sogar jeden Morgen um. Ob Meditation jedoch irgendwann mal etwas für mich sein wird, dessen bin ich mir immer noch nicht sicher. De La Rosa lässt keinen Zweifel daran, dass Meditation harte Arbeit ist, die nur dann die erhoffte Wirkung zeigt, wenn man sich intensiv damit beschäftigt und konstant übt.
Leider gehöre ich zu der Ungedulds-Fraktion und brauche recht schnell Ergebnisse, um weiterhin motiviert zu bleiben. Momentan kann ich mir nicht vorstellen, dass ich lange genug motiviert bleiben würde, um die erhoffte Wirkung zu spüren, von der der Autor in seinem Buch schwärmt.

Ralph De La Rosa ist ein ehemaliger Junkie – ein Mensch, dem das Leben ziemlich zugesetzt hat. Er hat es mit Hilfe von Psychotherapie und verschiedensten Meditationstechniken geschafft, aus seinem eigenen Teufelskreis auszubrechen und ein anerkannter und erfolgreicher Meditationslehrer und Therapeut zu werden.

In seinem Buch teilt er seine Erfahrungen und sein Wissen mit uns. Zusätzlich zu den vielen Informationen und Denkanstößen, bietet er diverse Übungen an, die er sehr detailliert erklärt und die aufeinander aufbauen. Zusätzlich zum Buch gibt es eine Internetseite, auf der die Übungen von ihm eingesprochen wurden, so dass man sie gleich für eine geführte Meditation nutzen kann.
Komplexes Thema, nicht immer leicht zu lesen

Mir ist es nicht immer leicht gefallen dem Geschriebenen zu folgen. Ab und an ergaben einige Sätze für mich keinen Sinn, da sie klangen, als wären sie falsch zusammengesetzt oder nicht zu Ende geführt worden. Auch bei mehrmaligem Lesen der Sätze konnte ich ihnen keinen Sinn abgewinnen. Ich weiß nicht, ob es an einer fehlerhaften Übersetzung lag oder ob der Autor tatsächlich manchmal ein wenig Kauderwelsch von sich gegeben hat. Ich weiß nur, dass mich das beim Lesen irritiert und aus dem Lesefluss gerissen hat.

De La Rosa befasst sich mit einem sehr komplexen Thema, dem man sich jahrelang widmen muss, um es zu meistern. Es in ein, nicht mal 300 Seiten langes Buch zu pressen, macht es auch nicht gerade einfacher. Daher war es für mich nicht immer ganz schlüssig, was der Autor geschrieben hat bzw. mit dem Geschriebenen gemeint hat.
Ich denke allerdings, dass das Buch eine gute Grundlage bietet, wenn man sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte oder schon Wissen hat und das noch vertiefen möchte.

Fazit

Ein sehr interessantes, jedoch nicht ganz so einfach zu lesendes Buch, das mir den ein oder anderen Aha-Moment verschafft hat. Ich habe einige Dinge für meine persönliche Weiterentwicklung mitgenommen. Ob ich jedoch wirklich irgendwann zur Meditation finden werde, das vermag ich momentan nicht zu sagen. Der Autor lässt nämlich keinen Zweifel daran, dass Meditation sehr harte Arbeit ist und viel Übung bedarf. Dessen muss man sich bewusst sein und sich drauf einlassen können. Kann man das, passieren ganz wunderbare Dinge.

Wer sich näher mit dem Thema Meditation und dem eigenen Monkey Mind beschäftigen oder bereits vorhandenes Wissen vertiefen und auffrischen möchte, der findet in diesem Buch sicher einige interessante Aspekte, über die es sich nachzudenken lohnt.

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