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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.08.2024

Auf der Insel

Der Ruf der Pelikane
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Nach dem ersten Band "Die Insel der Pelikane" präsentiert Hannah Hope den zweiten Band "Der Ruf der Pelikane", der die (Liebes-) Geschichte des Leuchtturmwärters Finn und der Wissenschaftlerin Lisa weitererzählt. ...

Nach dem ersten Band "Die Insel der Pelikane" präsentiert Hannah Hope den zweiten Band "Der Ruf der Pelikane", der die (Liebes-) Geschichte des Leuchtturmwärters Finn und der Wissenschaftlerin Lisa weitererzählt. Auch wenn man den ersten Teil nicht kennt, ist der Einstieg in die Handlung für alle Leserinnen dank einer komprimierten Zusammenfassung mühelos zu bewältigen.

Die Cover aus der Reihe "Geheimnisse der Brandung" sind gut aufeinander abgestimmt worden, sie sind in warmen Farben gehalten und besitzen einen gewissen Wiederkennungswert. Wieder steht eine junge Frau im Fokus. Die dunklen Haare fallen ihr locker über den Rücken, mit den Händen hält sie ihren Sonnenhut, den Blick fest auf den Leuchtturm im Hintergrund gerichtet. Auch der Titel greift das Leitmotiv der Pelikane auf, wie es schon im ersten Band geschehen ist.

Eingebettet in ein malerisches Setting auf einer nur bei Ebbe vom Festland zu erreichenden, naturbelassenen Insel, die nicht nur die Heimat für den alleinstehenden Leuchtturmwärter Finn, sondern auch für viele wilde Pelikane bildet, fokussiert Hannah Hope sich auf die (Weiter-) Entwicklung der (Liebes-) Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich dem Schutz von Flora und Fauna verschrieben haben.

Alles in allem hat mir meine leicht lesbare Lektüre sehr gefallen. Es ist eine emotional anrührende Geschichte voller Dramatik und Spannung mit vielen unvorhersehbaren Wendungen, die alle Leser
innen in Atem hält bis zur letzten Seite. Deshalb gibt es von mir eine ausdrückliche Lese-Empfehlung!

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Veröffentlicht am 13.07.2024

Stürmische Zeiten

Schöner sterben auf Sylt
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Moin!

Wenn es um Krimödien geht, ist Tatjana Kruse eine Klasse für sich. Mit ihrem neuen Buch "Schöner sterben auf Sylt" entführt sie ihre Leserinnen auf die traumhafte Ferieninsel an der Nordsee, wo ...

Moin!

Wenn es um Krimödien geht, ist Tatjana Kruse eine Klasse für sich. Mit ihrem neuen Buch "Schöner sterben auf Sylt" entführt sie ihre Leserinnen auf die traumhafte Ferieninsel an der Nordsee, wo zwei Welten aufeinander prallen,

Das hübsche Cover zeigt den Kontrast zwischen einem erholsamen Urlaub am Meer und einer spannenden Spurensuche in den Dünen. Auf einem vor einem klassischen Strandkorb platzierten Schild ist eine plakative Aussage "Krimi und mehr" zu entziffern, die zur Einstimmung auf die kommende Lektüre gedacht ist Der lakonische Titel unterstreicht den schwarzen Humor, den diesen Regio-Krimi durchzieht.

Tatjana Kruse ist eine brillante, schwarzhumorige Krimödie mit schrägen Akteur
innen gelungen, die aktuelle, kontrovers diskutierte Themen (Klima-Kleber) aufgreift und in einen spannenden Krimi-Kontext einbettet. Für mich ist dieser erfrischend andere, locker-flockig geschriebene, humorvolle Sylt-Krimi die perfekte Lektüre für den Sommer. Genießt ihn im Strandkorb, mit einem Gläschen Prosecco, mitten in den Dünen von Sylt wenn möglich in der Nähe von Kampen, dem kleinen Dorf voller Kontraste.

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Veröffentlicht am 22.06.2024

Missing

Die Vermisste von Holnis
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Moin!

Mit ihrem Küsten-Krimi "Die Vermisste von Holnis" präsentiert Anna Johannsen bereits den 11. Fall für die bodenständige Inselkommissarin Lena Lorentzen, die mit ihrer Kollegin Naya Olsen sowohl ...

Moin!

Mit ihrem Küsten-Krimi "Die Vermisste von Holnis" präsentiert Anna Johannsen bereits den 11. Fall für die bodenständige Inselkommissarin Lena Lorentzen, die mit ihrer Kollegin Naya Olsen sowohl in Dänemark als auch in Deutschland in einem verzwickten Fall ermitteln muss..

Das schlichte Cover ist in düsteren Farbtönen gehalten, den einzigen Farbklecks bildet ein rotgestrichenes Häuschen, das ich in Skandinavien verorten würde. Der Titel ist kurz und knapp gehalten, er fasst den Inhalt des Regio-Krimis zusammen.

Geschickt verknüpft Anna Johannsen mehrere lose Fäden zu einer komplexen Geschichte, die um ein vor vier Jahren spurlos verschwundenes, nun tot aufgefundenes deutsches Mädchen kreist. An dieser Stelle möchte ich eine ausdrückliche Trigger-Warnung für sensible Leserinnen aussprechen. Thematisiert werden Kindesmissbrauch, Depressionen und andere psychische Erkrankungen, Gehirnwäsche durch religiöse Sekten, häusliche Gewalt usw. Auch wenn nicht alles explizit dargestellt wird, gehen diese Hintergründe an die Nieren, und man kann sie kaum ertragen.

Dennoch möchte ich den elften Band aus der Reihe "Die Inselkommissarin" ausdrücklich empfehlen. Alles in allem handelt es sich um eine bildgewaltige, in sich schlüssige, spannende Geschichte mit sympathischen Ermittler
innen, die alle Leser*innen in Atem halten wird.

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Veröffentlicht am 22.06.2024

Nepomuceno

Das Gemälde aus Málaga
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Viva Espana!


Mit dem Roman "Das Gemälde aus Malaga" präsentiert Margot S. Baumann den 3. Teil ihrer Reihe "Spanische Geheimnisse", der eine feurige Liebesgeschichte mit der Entstehungsgeschichte eines ...

Viva Espana!


Mit dem Roman "Das Gemälde aus Malaga" präsentiert Margot S. Baumann den 3. Teil ihrer Reihe "Spanische Geheimnisse", der eine feurige Liebesgeschichte mit der Entstehungsgeschichte eines Kunstwerks verknüpft.


Das Cover ist relativ abstrakt gehalten. Kühne Pinselstriche in leuchtenden Farben, die an eine Leinwand auf einer Staffelei erinnern. Hin und wieder tauchen kleine Herzen auf, die auf eine romantische Liebesgeschichte hindeuten. Der Titel ist kurz und bündig, abgestimmt auf alle bereits erschienenen Bände in dieser Reihe.


Margot S. Baumann hat sich für ein wunderschönes Setting entschieden. Ihr Roman spielt in zwei touristischen Hot-Spots, nämlich sowohl in Malaga, der zweitgrößten Stadt in Andalusien. als auch auf Menorca, einer ruhigen Baleareninsel. Im Fokus des Geschehens steht Livia, eine sympathische Tierarzthelferin aus Deutschland, die sich zusammen mit ihrer besten Freundin Rosa einen erholsamen Urlaub in Malaga gönnt, um den kalten Frühling in ihrer Heimat zu entfliehen, und dort den attraktiven Fremdenführer Fernando kennenlernt, der um jeden Preis hinter das Geheimnis eines Bildes kommen möchte, das er zufällig auf dem Dachboden seiner Großmutter entdeckt hat.


Alles in allem darf man sich auf einen unterhaltsamen Wohlfühlroman vor einer malerischen Kulisse freuen. Margot S. Baumann schenkt ihren Leser*innen interessante Informationen über die Kindheit des berühmten spanischen Künstlers Pablo Picasso (1881-1976), der ein mehr als 50.000 Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Collagen, Plastiken und Keramiken umfassendes Werk hinterlassen hat. Gekrönt wird der Roman mit einer modernen Liebesgeschichte, die für romantische Stunden während der aufregenden Fußball-Europameisterschaft in Deutschland sorgt. Adios!

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Veröffentlicht am 19.06.2024

Schuld und Sühne

Die falsche Patientin
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Nach dem furiosen Einstand mit "Der Puppenwald" legt Saskia Calden bereits den zweiten Band aus der Evelyn-Holm-Reihe vor, der um eine durchsetzungsstarke, selbstbewusste Ermittlerin kreist.

Das in bräunlichen ...

Nach dem furiosen Einstand mit "Der Puppenwald" legt Saskia Calden bereits den zweiten Band aus der Evelyn-Holm-Reihe vor, der um eine durchsetzungsstarke, selbstbewusste Ermittlerin kreist.

Das in bräunlichen Farbtönen schimmernde Cover wirkt beklemmend. Man schaut direkt auf feste Gurte, die zum (gewaltsamen) Fixieren von Patientinnen in der Psychiatrie gedacht sind. Wer hat diese menschenunwürdige Behandlung verdient? Gänsehaut löst der lakonische Titel aus. Wer möchte in der Haut dieser unbekannten Frau stecken, die mit einer anderen verwechselt wird?

Dieser nervenzerfetzende Psychothriller hat es in sich. Saskia Calden setzt auf eine außergewöhnliche, schockierende Story, die alle Leser
innen in ihren Bann schlägt. Bei der Lektüre ist mein Kopfkino gleich angesprungen, die packende Geschichte hat sich wie ein Film vor meinen Augen entwickelt. Das Geschehen spielt in der Gegenwart, mitten in Freiburg (Deutschland,) es wird aus mehreren Perspektiven, jeweils in der 1. Person Singular, vermittelt. Zu Wort kommen die ermittelnde Kriminalhauptkommissarin Evelyn Holm, die Journalistin Judith Lennart und ihre Schwester, die Studentin Fabienne. Auf diese Weise ist man den handelnden literarischen Figuren sehr nah, man kann sich in ihre Gedanken- und Gefühlswelt einfühlen und erlebt das Geschehen sozusagen vor Ort mit.

Für mich ist dieser brillante Psychothriller ein echtes Lese-Highlight. Insbesondere die kurzen Einblicke in die (von zahlreichen gegen den freien Willen der Patient*innen verstoßenden, grausamen Zwangsbehandlungen geprägte) Welt einer psychiatrischen Fachklinik lösen Beklemmung und Entsetzen aus. Diese Lektüre garantiert atemlose Lese-Stunden, die genug Stoff zum Nachdenken bieten.

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