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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2016

Schauerlich und mörderisch gut!

Psycho
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Achtung Spoiler!

Vier Leute. Ein Motel. Eine scheinbar unsichtbare Frau. Zwei verschwundene Personen. Was ist passiert?

Mary Crane stiehlt 40.000 Dollar von ihrem Arbeitgeber und flieht damit aus Fort ...

Achtung Spoiler!

Vier Leute. Ein Motel. Eine scheinbar unsichtbare Frau. Zwei verschwundene Personen. Was ist passiert?

Mary Crane stiehlt 40.000 Dollar von ihrem Arbeitgeber und flieht damit aus Fort Worth, um zu ihrem Geliebten Sam zu fahren und mit dem Geld seine Schulden zu begleichen und dann abzuhauen. So der Plan, doch Mary kommt nie bei Sam an. Inmitten eines Gewitters sucht Mary in einem abgelegenen Hotel, dem Bates Motel Zuflucht und mietet sich ein Zimmer, um am nächsten Tag zu Sam zu fahren. Doch sie verschwindet spurlos und nach einer Woche suchen Lila - Marys Schwester - und der Inspektor Arbogast der Immobilienfirma Sam auf, um von ihm weitere Informationen über den Verbleib von Mary und dem Geld zu erhalten. Wenig überraschend hat auch er Mary nicht gesehen. Durch weitere Untersuchungen finden sie heraus, dass der letzte Anhaltspunkt für Marys Verschwinden im Bates Motel liegt. Arbogast macht sich auf die Suche nach Mary und verschwindet nach dem Ankommen am Motel auch spurlos. Verzweifelt suchen Lila und Sam den Sheriff auf und erzählen ihm die Vorgänge. Daraufhin erkundigt er sich beim Besitzer des Motels, Norman Bates nach den vermissten Personen, der aber tischt ihnen eine glaubhafte Geschichte auf. Nur Lila ist nicht überzeugt. Alle Spuren führen zum Motel. Was ist wirklich in dem Motel geschehen? Sind die beiden tot oder werden sie irgendwo gefangen gehalten? Bald kommen Lila und Sam der Wahrheit auf die Schliche.

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen - schätze es ist auf Deutsch ebenso gut - und kann sagen, dass es sich gut und flüssig liest. Die Geschichte ist spannend, weil man die Geschehnisse aus verschiedenen Perspektiven (Sam, Lila, Mary, Arbogast und Norman, (Normans Mutter)) liest und aufgrund des zweifelhaften geistigen Zustandes von Norman, nie so wirklich weiß was genau passiert ist. Man erfährt nur die Annahmen und Vermutungen von denen Norman weiß. Allerdings entsprechen sie nicht ganz der Realität. Das alles deckt sich am Ende aber auf und man erfährt von dem ganzen Ausmaß der Geschehnisse. Ja, teilweise sind die Wahrheit und die Umstände der Taten schrecklich obszön , pervers und widern einen an.Besonders das Ende macht einem Angst! Das ist definitiv eine Geschichte besonderer Art und findet sich in solcher Form vermutlich selten. Diejenigen unter euch, die auf Thriller stehen und sich von nicht krankhaften/gestörten und abscheulichen Handlungen verschrecken lassen, ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen.( Keine Sorge, so detailliert werden die Taten nicht beschrieben, dass man Angst bekommt ;) ) Zusätzlich kann ich die Serie Bates Motel empfehlen, welche vor dem Roman spielt und Normans Jugendzeit beleuchtet. Ist echt gut gemacht :)

Veröffentlicht am 17.12.2016

Der Beginn vom Ende der Welt!

Endgame 1. Die Auserwählten
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Gleichzeitig stürzen 12 Meteorite an verschiedene Orte der Welt ein und richten Zerstörung an. Nur 12 Jugendliche und deren Familien kennen die Bedeutung, die Botschaft hinter den Meteoriten. Endgame hat ...

Gleichzeitig stürzen 12 Meteorite an verschiedene Orte der Welt ein und richten Zerstörung an. Nur 12 Jugendliche und deren Familien kennen die Bedeutung, die Botschaft hinter den Meteoriten. Endgame hat begonnen und die Spieler entscheiden wer am Leben bleibt und wer stirbt, wenn der Rest der Menschheit ausgelöscht wird...Ist es klüger alleine zu kämpfen? Oder sind zeitweilige Bündnisse sinnvoller? Sie werden es herausfinden.

Als ich erstmals davon hörte, war ich sofort begeistert von der Idee und dem Klappentext und kaufte es mir spontan. Mir gefällt die Spannung, die entsteht, wenn das apokalyptische Ende naht und die Ernsthaftigkeit und auch Verzweiflung in den Menschen sichtbar wird. Auch fand ich die Idee mit den kryptischen Rätseln super, mit denen man sozusagen sein eigenes Endgame spielen kann - nur in ruhigerer Atmosphäre. Dabei hatte man sogar die Chance wirklich was zu gewinnen. Die Geschichte wird aus der Sicht jeden Spielers erzählt und erwähnt auch die Rätsel, die jeder zu lösen hat und welche Fortschritte bereits gemacht wurden.Deswegen sind die Kapitel meistens auch ziemlich kurz, was mir aber sehr gefiel.Andererseits hatte ich das Gefühl, dass inhaltlich nicht so viel passiert, obwohl das Buch fast 600 stolze Seiten hat. Ich hab das Buch innerhalb 5 Tage durchgelesen und hatte am Ende nicht das Gefühl, dass insgesamt so viel geschehen ist. Das mag auch damit zusammenhängen, dass jeder Spieler sein eigenes Endgame, nach eigenen Regeln spielt und es daher mehrere kleine Geschichten gibt, die alle auf der Tatsache des Endgames und ihrer Ziele basieren, aber sonst kämpft jeder für sich (bis auf Bündnisse) und jede Geschichte ist etwas anders. Das Buch ist stellenweise doch schon spannend. Vor allem am Anfang, als das Spiel begann, hatte ich richtig Gänsehaut und konnte es kaum erwarten, was als nächstes passiert und wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Was mich etwas enttäuscht hat, waren die Rätsel der Spieler . Ich hatte mir erhofft, dass jeder Spieler mehr Rätsel bekommt und auch für den Leser aufgedeckt wird, wie es gelöst wird. Das war nur in wenigen Fällen der Fall. Leider. Etwas schade fand ich es auch, dass eine meiner Lieblingsspieler am Ende stirbt.

Insgesamt aber ein gelungenes Buch. Ich freue mich schon auf den nächsten Band ;)

Veröffentlicht am 17.12.2016

Schön geschrieben, aber leider zu viele Handlungen!

Sommerfinsternis
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Lily de Luca, ein einfaches Mädchen aus Glenton wird aus heiterem Himmel auf die edle italienische Kunstakademie Accademia D'Aleardi eingeladen, um über den Sommer an einem Kunstkurs teilzunehmen.Überrascht ...

Lily de Luca, ein einfaches Mädchen aus Glenton wird aus heiterem Himmel auf die edle italienische Kunstakademie Accademia D'Aleardi eingeladen, um über den Sommer an einem Kunstkurs teilzunehmen.Überrascht und aufgeregt fliegt sie zur Insel. Dort erwartet sie beinahe ein Palast, der angefüllt ist mit purem Luxus: wunderschöne Zimmer, atemberaubend hübsche Kleider, und auch die Gäste sehen alle überirdisch gut aus, wie Models aus einem anderen Universum. Ein Mädchentraum schlecht hin. Dann lässt sie sich von einigen hübschen jungen Männern gehörig den Kopf verdrehen. Bis sie eines Tages eine Entdeckung macht, die ihr bisheriges Leben komplett auf den Kopf stellt. Was verbirgt sich hinter dieser Traumakademie und dem ganzen Luxus?

Das Cover wirkte auf mich ganz einladend und der Klappentext hat mich ebenfalls neugierig gemacht. Insgesamt war der Schreibstil leicht lesbar und auch die meisten Beschreibungen haben mir gut gefallen. Zudem wirkten die ganzen Beschreibungen der Schlösser und Kleider traumhaft schön auf mich und zogen mich in ihren Bann, sodass ich Lust hatte weiter zu lesen. Die italienischen Wörter, die zwischendurch in den Text eingebunden wurden, haben mir auch als Akzentsetzung sehr gut gefallen. Was mir weniger gefallen hat, war ,dass die meisten Charaktere zu oberflächlich beschrieben wurden und das zu viel Handlung in die ganze Geschichte eingebaut wurde. Dadurch wurden wichtige Szenen nur kurz beschrieben und dann ging die Geschichte schon weiter. Zwar halte ich nichts von langatmigen Geschichten, aber das hier ist das pure Gegenteil. Dem geschuldet, fehlte mir in der Geschichte der Tiefgang, der innere Punkt, der alles zusammenhält. Ansonsten liest sich die Geschichte ganz gut, auch wenn die meisten Handlungen für mich vorhersehbar waren und ich deswegen nicht überrascht wurde und es nicht so spannend war.

Veröffentlicht am 17.12.2016

Alles so leicht und doch so schwer

Alles so leicht
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Achtung Spoiler!

Das Buch handelt von Stevie (Stephanie), die sich gezwungenermaßen in einer Therapieeinrichtung für Esssgestörte wieder findet. Dort soll sie gegen ihre Bulimie kämpfen, was sie allerdings ...

Achtung Spoiler!

Das Buch handelt von Stevie (Stephanie), die sich gezwungenermaßen in einer Therapieeinrichtung für Esssgestörte wieder findet. Dort soll sie gegen ihre Bulimie kämpfen, was sie allerdings nicht möchte. Ihr Ziel ist es am Todestag ihres verstorbenen Bruders Joshua einfach zu verschwinden und dort zu sein wo ihr Bruder ist. Tot zu sein, dass ist es was sie möchte. Ihre Therapeutin Anna versucht ihr andere Wege - wie sie mit ihrer Wut,ihren Schuldgefühlen und ihrer Trauer umgehen kann - zu zeigen. Nach und nach erkennt Stevie was wirklich wichtig ist und was sie wirklich möchte.

Da ich schon mehrere Bücher zu diesem Thema gelesen habe, versuchte ich mich an diesem Buch. Doch kaum ein Buch ist so feinfühlig, realistisch und berührend geschrieben wie dieses. An vielen Stellen - vor allem diejenigen die mit Joshua zu tun haben - kamen mir die Tränen, weil sie so echt geschrieben sind und man fast den Trennungsschmerz spüren kann, auch wenn man bloß passiv daran beteiligt ist als Leser. Man erfährt viel über die Familie,Freunde, dem gesamtem Umfeld von Stevie und kann erahnen wie es zu ihrer Essstörung kam. Gut gemacht ist hier auch, dass immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit (in Form von Stevies Erinnerungen) hin und her geswitcht wird und man so einen guten Eindruck in die Gefühlswelt von Stevie bekommt und teilweise mitfühlen kann. Etwas gestört hat mich, dass die Geschichte am Anfang so in die Länge gezogen wird und bis ungefähr zur Hälfte nicht viel passiert, danach wird es allerdings umso spannender und das Ende ist echt heftig und ließ mich etwas geschockt zurück. Insgesamt ein wirklich tolles Buch, auch wenn es schwerer und zäher Stoff ist, mit dem man sich dann auseinandersetzen möchte und vielleicht für den ein oder anderen nicht als entspannte Abendlektüre geeignet ist.

Veröffentlicht am 17.12.2016

Etwas schwächer als der erste Band!

Endgame. Die Hoffnung
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Nachdem Sarah den Erdschlüssel endlich gefunden hat, nehmen die Dinge ihren Lauf und Das Ereignis wird stattfinden. Mit dem Ereignis ist ein großer Meteorit namens Abaddon gemeint, der in den nächsten ...

Nachdem Sarah den Erdschlüssel endlich gefunden hat, nehmen die Dinge ihren Lauf und Das Ereignis wird stattfinden. Mit dem Ereignis ist ein großer Meteorit namens Abaddon gemeint, der in den nächsten 94 Tagen irgendwo auf der Erde einschlagen wird und im schlimmsten Fall die Menschheit um viele Jahre in der Entwicklung zurückwerfen wird und abertausende zu Tode kommen. Während Sarah aufgrund der jüngsten Ereignisse völlig aufgelöst und nicht mehr sie selber zu sein scheint, kämpfen die anderen darum den Himmelsschlüssel zu finden. Doch langsam fangen die meisten Spieler an, an Endgame, den Schöpfern und der Richtigkeit des Spiels zu zweifeln. Nach und nach kristallisieren sich zwei Gruppen heraus. Einige möchten Endgame wie vorgesehen weiterspielen, nach dem Motto: Nimm, töte, gewinne. Andere fangen an sich gegen das Spiel zu richten, um den größten Teil der Menschheit zu retten, auch wenn das Ereignis ausgelöst wurde. In all dem Chaos findet sich Sarah in Gefangenschaft wieder. Hat Jago ihre Liebe ausgenutzt, um sie in eine Falle zu locken? Und kann das Spiel beendet werden?

Nach dem spektakulären Ende vom ersten Band war ich sehr gespannt wie es im nächsten weitergehen würde. Der zweite Band ist ähnlich strukturiert wie der erste. Die Situation jeden Spielers bzw. jeden Bündnisses wird meist kurz und knapp erzählt. Im Gegenteil zum ersten Band, hat mich das allerdings nicht im geringsten gestört. Ich fand es ziemlich aufregend, die unterschiedlichen Entwicklungen zu sehen und wer wem auf den Schlichen ist und was für Geheimnisse jeder vor den anderen verbirgt. Auch die etwas zerrissene Liebesgeschichte von Jago und Sarah war interessant mit anzusehen. Vor allem das Ende war spannend, zwar nicht so gut wie im ersten Teil, aber dennoch gut. Insgesamt fiel das Buch etwas schwächer aus als der erste Teil.Möglicherweise liegt das auch daran, dass im ersten Teil noch alles so neu ist und man nicht weiß wie Endgame läuft und wie die Charaktere sind. Das ist im zweiten Teil natürlich anders. Trotz einiger ereignisloser und unspannender Passagen, gefällt mir das Buch und ich freue mich schon auf den letzten Teil.