Tragische Lebensgeschichten
Zeitzeugen 1939-1945Mein Fazit:
"Ich bin am 20. November 1944 - als 17-jähriger-zum Arbeitsdienst eingezogen worden", erzählt der 83-jährige Landwirt Hermann Toolak und schildert den weiteren Verlauf seiner Erlebnisse … ...
Mein Fazit:
"Ich bin am 20. November 1944 - als 17-jähriger-zum Arbeitsdienst eingezogen worden", erzählt der 83-jährige Landwirt Hermann Toolak und schildert den weiteren Verlauf seiner Erlebnisse …
Sein Tatsachenbericht von der Front, als er seine ganze Sinnlosigkeit erkennt und sich auf den Weg nach Hause begibt. Eigentlich desertiert er von seinem Frontabschnitt. Nur mit seinem Karabiner kämpft er sich durch das Land, denn er möchte überleben … möchte kein Kanonenfutter werden, so wie viele seiner Kameraden. Er gerät in die englische Gefangenschaft, erleidet Hunger, aber überlebt diesen wahnsinnigen Krieg nahezu unverletzt. Eine Geschichte, die mich sehr bewegt hat und zeigt, wie Kinder noch zum Ende des Krieges in den sicheren Tod geschickt werden sollten.
Oder die Geschichte von Mia Blazy. Sie ist Schwesternhelferin im Emmericher Feldlazarett im Jahr 1940 und sieht als junge Frau sehr viel Leid. Menschen mit grausamen Wunden, abgetrennten Gliedmaßen und wie sie von ihren Vorgesetzten verheizt wurden. Kaum genesen, sofort an die Front. Ihre Aussagen sind sehr bewegend und emotional …
Der Autor beschreibt detailliert in seinem Buch die Erlebnisse von Soldaten im Zweiten Weltkrieg. Zeitzeugen, die heute über 90 Jahre alt sind oder mittlerweile verstorben sind. Bewegende Geschichten, die die Kriegsmaschinerie in ihrer schlimmsten Form aufzeigen, das Leid der Soldaten und ihrer Familien aufzeigen. Sein Schreibstil ist flüssig, modern gehalten, spannend aufgebaut, bildhaft in jeder Zeile und mit viel Feingefühl für jede Erzählung. Schwarz/weiße Fotos untermalen dieses tolle Buch und lassen es zu etwas ganz Besonderem werden.