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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2018

Vielversprechender Auftakt der Reihe

Stormglass. Angriff der Killerbienen
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Jake ist ein 14-jähriger Junge, der von seinen Eltern recht wenig beachtet wird und langweilige Sommerferien vor sich hat, weil seine Freunde alle in den Ferien verreist sind. Aber so langweilig werden ...

Jake ist ein 14-jähriger Junge, der von seinen Eltern recht wenig beachtet wird und langweilige Sommerferien vor sich hat, weil seine Freunde alle in den Ferien verreist sind. Aber so langweilig werden die Ferien dann doch nicht, als sich zwei Stormglass-Agenten bei ihm vorstellen und auch ihn als Agenten rekrutieren möchten. Die beiden stellen sich unter ihren Decknamen Lizzie und Filby vor und nennen ihm direkt auch seinen Decknamen, der Hale lautet. Erst kann er es gar nicht glauben, aber die beiden teilen ihm mit, dass irgendjemand ihn als Agenten vorgeschlagen hat.

Normalerweise bekommen die jugendlichen Agenten erst mal eine richtige Ausbildung, aber Jake oder besser gesagt Hale wird direkt in seinen ersten Auftrag gebracht. Es gibt eine Armee von Killerbienen, die von einer skrupellosen Firma entwickelt wurde. Von dem ersten Moment an, als die beiden Agenten ihn rekrutierten, ist es mit den langweiligen Sommerferien, vor denen sich Jake gefürchtet hat, vorbei.

Statt der wochenlangen Einführung bekommt Hale eine kurze Unterweisung, die reichen muss, da er in dem Fall einfach gebraucht wird. Aber vom Chef der Organisation Stormglass, die sehr geheim ist, bekommt er auch den Hinweis, dass sich ein Spion bei Stormglass befinden muss, weil die Gegner, der Konzern Vindiqo, die Schritte von Stormglass immer schon vorher wusste. Also muss Hale auch noch darauf achten, wer von den Leuten, die er für seine Freunde hielt, eigentlich ein Doppelagent ist.

Auf der Jagd nach den Bienen und den Leuten, die die Bienen entwickelt haben, müssen die jungen Agenten einmal um die halbe Welt reisen, um das Unternehmen daran zu hindern, den teuflischen Plan in die Tat umzusetzen. Dabei wird auch der Doppelagent enttarnt und auch sonst ist es sehr spannend zu lesen, wie die doch sehr jungen Agenten ihre Arbeit machen.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich finde es auch super, dass am Ende schon verraten wird, dass es eine Fortsetzung geben wird, auf die ich mich schon sehr freue. Es sind auch noch einige Fragen offen geblieben, die beim Lesen des Buches aufkamen und ich hoffe, dass diese dann in der Fortsetzung geklärt werden.

Veröffentlicht am 19.10.2018

Sarah auf der Suche nach sich selbst

Super Sarah
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Sarah ist ein ziemlich tollpatschiges Mädchen. Aus den meisten Arbeitsgemeinschaften der Schule ist sie schon herausgeflogen, weil sie etwas angestellt hat, ohne es zu wollen. Nun ist sie in der Turmsprung-AG ...

Sarah ist ein ziemlich tollpatschiges Mädchen. Aus den meisten Arbeitsgemeinschaften der Schule ist sie schon herausgeflogen, weil sie etwas angestellt hat, ohne es zu wollen. Nun ist sie in der Turmsprung-AG und dort wird ihr auch nahegelegt, doch lieber nicht am Turnier teilzunehmen, was Sarah nur zu gerne akzeptiert. Aber dann kommt es anders und sie fällt vom Turm, nachdem sie ihrer besten Freundin beistehen wollte und von einer Biene angegriffen wurde. Dabei schafft sie es aber, trotzdem so geschickt einzutauchen, dass kein Wasser verspritzt wird.

Das sieht auch Ben, ein Junge, der auf eine andere Schule geht und Sarah gleich für einen Club einlädt, der sich als Treffpunkt und Ausbildungsplatz für Superhelden entpuppt. In ihrer Gruppe ist Ben, der unheimlich schnell ist, Charlie, die mit Tieren sprechen kann, Virginia, die ihren Arm ausfahren kann, Keisha, die sich unsichtbar machen kann und Joe, der Feuer beherrschen und Flammenbälle produzieren kann. Alle haben auch Superheldennamen.

Sarah fühlt sich dort so fehl am Platze wie bei den anderen außerschulischen Aktivitäten, bei denen es ihr nahegelegt wurde, doch lieber nicht mehr wieder zu kommen. Sie ist felsenfest davon überzeugt, dass sie keine Superkraft hat und das scheinen die Tests auch zu bestätigen. Aber als sie einen Superschurken trifft, muss sie zeigen, was in ihr steckt und das gelingt ihr auch sehr gut. Dabei kommt dann auch ihre Superkraft zum Vorschein und sie erfährt, von wem sie es geerbt hat, dass sie eine Superheldin ist.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist ein sehr nettes Kinderbuch, in dem man die Protagonistin auf der Suche nach sich selbst begleitet und auf der Suche nach einer Gruppe, zu der sie endlich mal dazu gehört. Diese Gruppe findet sie am Ende. Ich hoffe, dass das Buch der Auftakt einer Reihe ist und dass die Geschichte dieser Superhelden und speziell von Sarah, die nun ihre Ausbildung beginnen wird, noch weiter erzählt wird.

Veröffentlicht am 19.10.2018

Mit Margo und Helene durch die deutsche Geschichte

Ab heute heiße ich Margo
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Margarete Hegewald ist die Hauptprotagonistin in diesem Buch. Als sie beschließt, dass sie kein Kind mehr ist, ändert sie auch ihren Namen und nennt sich von nun an Margo. In dem Buch begleitet man Margo ...

Margarete Hegewald ist die Hauptprotagonistin in diesem Buch. Als sie beschließt, dass sie kein Kind mehr ist, ändert sie auch ihren Namen und nennt sich von nun an Margo. In dem Buch begleitet man Margo durch ihr Leben, das nicht einfach ist, da sie in einer unruhigen Zeit lebt. Das Buch beginnt 1936 und dann dauert es auch nicht mehr lange, bis der zweite Weltkrieg ausbricht, den Margo, die inzwischen mit Henri, dem Bruder einer Klassenkameradin, verheiratet ist, im Bangen um ihren Mann und auch um ihren Vater und die ganze Familie verbringt.

Vor Ausbruch des Krieges fängt Margo noch eine Ausbildung als Bürokaufmann an. Sie möchte unabhängig sein und es ist ihr wichtig, auch als Frau eine Arbeit zu haben. Das ist ihr auch weiterhin wichtig, weil sie die Ehe ihrer Eltern als abschreckendes Beispiel sieht, in der die Mutter um jedes bisschen Geld bei ihrem Mann betteln muss. Das möchte Margo so einfach nicht. In ihrer Ausbildung bei einem Fotografen lernt Margo unter anderem Helene kennen, eine Fotografin, von der Margo sehr fasziniert ist.

Auch in den Wirren des Krieges und später treffen sich die beiden immer mal wieder, aber das Vertrauen ist nicht mehr so da. Es ist schon ein sehr spannendes Buch und man möchte immer wissen, wie es weiter geht. So habe ich es doch verhältnismäßig schnell geschafft, die mehr als 600 Seiten zu lesen. So wie es in dem Buch auch in der deutschen Geschichte weiter geht, kommen auch weitere Generationen und so muss ich sagen, dass ich teilweise doch dankbar für die Auflistung und Erklärung der Charaktere am Ende des Buches war.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, weil es spannend geschrieben ist und die Geschichte absolut fesselt. Außerdem wirkt es sehr gut recherchiert, was für die Zeit schon wichtig ist, in der der Roman spielt. Was mir auch gut gefallen hat, war die Aufteilung der Kapitel. Über jedem neuen Kapitel steht ein Name, so dass man als Leser gleich weiß, von welchem Protagonisten das Kapitel erzählt. Das macht es noch einfacher, der Geschichte zu folgen.

Veröffentlicht am 19.10.2018

Leben in Kenia

Der Ort, an dem die Reise endet
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Als der Student Odidi in Nairobi erschossen wird, eilt seine Schwester Ajany, die in Brasilien lebt, sofort in ihre alte Heimat nach Kenia zurück und möchte der Familie helfen und dann auch herausfinden, ...

Als der Student Odidi in Nairobi erschossen wird, eilt seine Schwester Ajany, die in Brasilien lebt, sofort in ihre alte Heimat nach Kenia zurück und möchte der Familie helfen und dann auch herausfinden, was genau passiert ist. Gemeinsam mit dem Vater holt sie den Bruder bei dem Bestatter ab und sie fliegen auf ihre Farm, wo die Mutter sehr aufgelöst reagiert, als sie von dem Tod ihres Sohnes erfährt. Um die Tochter kümmert sie sich gar nicht, sondern verschwindet in die Wildnis, um mit ihrer Trauer alleine zu sein.

Es wird etwas aufgewühlt, als Isaiah Bolton auf die Farm kommt. Er möchte mehr über seinen Vater herausfinden und wurde noch von Odidi eingeladen, auf die Farm zu kommen, wo der Name des Vaters in einigen Büchern zu finden ist. Immer wieder gibt es Rückblenden in die Kindheit und Jugend von Odidi und Ajany, die sich gut verstanden haben. Sowohl beim Spielen in der Nähe der Farm, als auch im Internat hat Odidi seine Schwester immer beschützt und er war für sie da.

Das Buch ist auf jeden Fall etwas besonderes. Schon das Cover ist sehr auffallend, auch wenn es kaum etwas verrät, da nur die Schrift des Titels im Vordergrund steht und man kein Bild sieht, wie es sonst eher üblich ist. Es wirkt sehr edel und das Lesebändchen unterstreicht das auch noch einmal. Ich finde auch die Karte von Kenia sehr gut und wichtig, da ich mich mit Kenia noch gar nicht befasst habe und mich in dem Land auch nicht recht auskannte.

Wichtig fand ich auch das Glossar, in dem einige der verwendeten Wörter und Begriffe erklärt wurden. Aber trotz des Glossars muss ich sagen, dass noch einige Begriffe im Buch vorkamen, die nicht erklärt oder übersetzt wurden und das hat das Lesen schon recht anstrengend gemacht. Überhaupt ist der Schreibstil nicht immer leicht zu lesen. Man muss sich auf das Buch einlassen und kann es nicht einfach mal so zwischendurch lesen. Aber wenn man sich darauf einlässt, dann kann man ein wunderbares Buch über die kenianische Kultur und die Menschen dieses Landes lesen.

Veröffentlicht am 19.10.2018

Auf der Flucht in der Draußenwelt

Lui
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Lui und Wuck leben in Isi, das ist eine abgeschottete Welt, in der es viele Regeln gibt, die befolgt werden müssen, da sonst heftige Strafen drohen. Lui und Wuck wagen einige verbotene Dinge. Schon ihre ...

Lui und Wuck leben in Isi, das ist eine abgeschottete Welt, in der es viele Regeln gibt, die befolgt werden müssen, da sonst heftige Strafen drohen. Lui und Wuck wagen einige verbotene Dinge. Schon ihre Freundschaft ist in Isi verboten. In dieser Welt ist es nicht erlaubt, sich mit einem Kameraden besser zu verstehen als mit den anderen. Auch ihre Touren ins Grenzgebiet sind sicher nicht erlaubt, aber die beiden wähnen sich unbeobachtet. Eines Tages ist Wuck verschwunden und Lui macht sich große Sorgen, darf das aber nicht so zeigen.
Er plant es lange, auch aus Isi abzuhauen und Wuck zu suchen. Das setzt er eines Tages auch in die Tat um und so verlässt er Isi, was durch diverse Schutzmaßnahmen nicht einfach ist. Eigentlich wird es sogar als unmöglich bezeichnet, das Gebiet zu verlassen und in die Außenwelt zu kommen. Er begegnet auf seiner Reise sehr vielen unterschiedlichen Menschen, aber immer wieder auch freundlichen Personen, die ihm Arbeit und Unterschlupf bieten können.
So trifft er auch Wuck wieder, der aber schlimmes erlebt haben muss und kein Wort mehr spricht. Gleichzeitig schlafen die Oberen in Isi auch nicht und möchten die beiden Ausreißer wieder zurückholen und öffentlich bestrafen, um andere am Nachmachen zu hindern. Die diversen Pläne der Regierung in Isi scheitern aber alle und so schlagen sich Lui und Wuck immer weiter durch die Außenwelt und lernen dabei unterschiedlichste Gegenden kennen, die schon ziemlich ungewöhnlich sind.
Mir hat das Buch gut gefallen, da ich solche phantasievollen Bücher sehr mag. Fast war mir schon etwas zu viel Phantasie in dem Buch enthalten, wenn man von den Gegenden und den Namen ihrer Bewohner gelesen hat. Ich denke auch, dass ein Kind im Alter von zehn Jahren das alles gar nicht so erfassen kann und so wäre weniger für meinen Geschmack manchmal schon mehr gewesen. Auch manche Redewendungen kommen vor, die für Kinder nicht ganz typisch und sicher auch nicht so leicht verständlich sind, wie zum Beispiel "Heilung suchen".
Aber immer wieder kommen auch nette Anspielungen vor, wie zum Beispiel bei der SMS, der Sende-Mauer-Seglerin, die verschickt wird. Alles in allem ist es ein sehr nettes Buch, das sicher nicht nur Kindern Freude bereitet, sondern auch den Erwachsenen, die mit einigen der Figuren auch mehr anfangen können. Auch die Tatsache, dass schon eine Fortsetzung angekündigt ist, in der man erfährt, wie es mit Lui und Wuck weitergeht, finde ich sehr schön.