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Veröffentlicht am 12.01.2017

"Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm" von Jessie Ann Foley

Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm
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Inhalt
Es ist das Jahr 1993, in dem Maggie von Chicago nach Irland zieht. Nur widerwillig nimmt sie ihr neues Zuhause an, denn sie vermisst ihre Heimat. Vor allem vermisst sie ihren musikbegeisterten Onkel ...

Inhalt
Es ist das Jahr 1993, in dem Maggie von Chicago nach Irland zieht. Nur widerwillig nimmt sie ihr neues Zuhause an, denn sie vermisst ihre Heimat. Vor allem vermisst sie ihren musikbegeisterten Onkel Kevin. Er ist es, dem Maggie ein paar Lichtblicke in Irland beschert: von ihm bekommt sie Musiktips, die sie sehr gerne annimmt. Maggie lernt in Irland Eoin kennen und ihr Heimweh nach Chicago lässt langsam nach.
Doch eines Tages bekommt Maggie eine schreckliche Nachricht und sie muss sich fragen, was ihr wirklich wichtig ist im Leben.
Wird Maggie sich für das richtige entscheiden?


Meinung
Jessie Ann Foley schreibt im allwissenden Erzählstil und hat ein eher düsteres, melancholisches Werk geschaffen. Mir gefiel die Sprache und der Schreibstil größtenteils gut, denn die tollen Beschreibungen von Irland haben mich dem Buch ein kleines Stückchen näher gebracht.
Allerdings hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, dass die Autorin durch einige Sätze und Passagen ein wenig Witz in das doch eher traurig gehaltene Buch bringen wollte. Ein kläglicher Versuch, wie ich finde. Das hat die düstere Atmosphäre ein wenig zerstört.

Sehr positiv finde ich den Bezug auf die Musik der 90er Jahre, vor allem auf fantastische Bands wie Nirvana, Smashing Pumpkins oder auch Pearl Jam. Bücher spielen im Leben von Onkel Kevin eine große Rolle, hier finde ich es toll, dass er Maggie ein paar Buchtipps gibt.

Die Charaktere haben mir leider nicht hundertprozentig zugesagt. Maggie - die Protagonistin - ist doch noch sehr naiv mit ihren 16 Jahren. Sie trifft einige Entscheidungen, die ich leider nicht komplett nachvollziehen konnte. Ihre Mutter Laura und dessen Ehemann Colm waren mir sehr unsympathisch. Meine liebsten Figuren im Roman sind Kevin - Maggie’s Onkel - und Dan Sean, ein Nachbar von Maggie.

Am meisten gestört hat mich der fehlende Tiefgang. Trauer, Freude, Wut - all die Emotionen, die unsere Protagonistin Maggie durchlebt, wurden nur kurz angeschnitten. Während Maggie um einen großen Verlust trauern sollte, denkt sie eher an einen schönen Augenblick, den sie erlebt hat. Das ist in meinen Augen ziemlich unglaubwürdig.


Fazit
„Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm“ ist leider nur ein kurzweiliges Buch, das mich nicht vom Hocker gerissen hat. Daher vergebe ich zweieinhalb von fünf Sternen an das Buch.



Weitere Informationen:
Originaltitel: Carnival at Bray    
Verlag: One / Bastei Lübbe (https://www.luebbe.de/one
Seiten: 300
Erscheinungsdatum: Juli 2016
Preis: 16,00€
Gebundene Ausgabe 
ISBN: 978-3-8466-0037-5

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Gefühle
  • Lesespass
  • Thema
Veröffentlicht am 12.01.2017

„Der Klang deines Lächeln“ von Dani Atkins

Der Klang deines Lächelns
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Inhalt
Ally ist mit ihrem Mann Joe sehr glücklich. Die beiden verbindet ihre innige Liebe zueinander. Doch eines Tages wird Joe ins Krankenhaus eingeliefert, da er einen Jungen und seinen Hund aus einem ...

Inhalt
Ally ist mit ihrem Mann Joe sehr glücklich. Die beiden verbindet ihre innige Liebe zueinander. Doch eines Tages wird Joe ins Krankenhaus eingeliefert, da er einen Jungen und seinen Hund aus einem zugefrorenen See rettet.
Charlotte ist sehr glücklich mit ihrem Mann David verheiratet. Aber auch David wird ins Krankenhaus eingeliefert, da er einen Zusammenbruch erleidet.
Die beiden Frauen Ally und Charlotte verbindet eine Geschichte aus ihrer Vergangenheit. Die beiden ahnen nicht, dass sie sich im Krankenhaus der Frau gegenüber sehen, die sie eigentlich nie wieder sehen wollten.


Meinung
Dani Atkins hat einen sehr leisen Spannungsbogen erschaffen. Zwei Handlungsstränge und zwei Geschichten, die miteinander verknüpft sind, werden sehr gelungen zusammengeführt. Ich finde es unglaublich schön, wie Dani Atkins es mit ihrem dritten Werk wieder geschafft hat, die verschiedenen Gefühle der Charaktere zu beschreiben. Mir sind während des Lesens einige Male die Tränen in die Augen gestiegen.

Die Rückblenden aus vergangenen Jahren der Protagonisten sind sehr interessant zu lesen. So bekommt der Leser Stück für Stück die gemeinsame Geschichte der beiden Frauen - Ally und Charlotte - mit und erfährt auch so, warum sie sich eigentlich nie wieder sehen wollten.
Allerdings waren mir einige der Rückblenden ein bisschen zu sehr ausgeschmückt. So bekam ich das Gefühl, dass das Buch stellenweise sehr langatmig war und der Spannungsbogen leider rapide gesunken ist.

Ally war mir von Anfang an sehr sympathisch! Zwei der anderen Charaktere dagegen nahm ich als hochnäsig wahr. Da ich diese Eigenschaft sowieso unattraktiv an Menschen finde, waren es nicht meine Lieblingsfiguren. Gegen Ende hin und vor allem im Epilog waren sie aber sehr angenehm.

Leider empfand ich einiges im Buch auch als zu vorhersehbar. Ich konnte mir bereits gegen Mitte des Buches denken, wie die Geschichte enden wird.


Fazit
„Der Klang deines Lächelns“ ist ein emotionales Buch, wenn auch leider mit kleinen Schwächen. Ich vergebe drei von fünf Sternen!




Weitere Informationen:
Originaltitel: Our Song   
Verlag: Knaur Taschenbuch (https://www.luebbe.de/one
Seiten: 464
Erscheinungsdatum: November 2016
Preis: 10,99€
Taschenbuch 
ISBN: 978-3-426-51935-6

Veröffentlicht am 12.01.2017

„Meine scheisskranke Familie - Eine verdammt wahre Geschichte“ von Dan Marshall

Meine scheißkranke Familie
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Inhalt
Dan Marshall ist Mitte 20, wohnt in Los Angeles, hat einen tollen Job und eine feste Freundin – also alles, was er sich wünschen kann. Eines Tages jedoch bekommt er einen Anruf von seiner Mutter ...

Inhalt
Dan Marshall ist Mitte 20, wohnt in Los Angeles, hat einen tollen Job und eine feste Freundin – also alles, was er sich wünschen kann. Eines Tages jedoch bekommt er einen Anruf von seiner Mutter Debi: Sein Vater Bob hat ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Diese Diagnose wirft nicht nur das Leben von Bob selbst durcheinander, auch das Leben von Dan und seinen vier Geschwistern und seiner Mutter. Auch Debi ist nicht gesund, sie kämpft bereits seit vielen Jahren gegen den Krebs.


Meinung
Dan Marshall schreibt die Geschichte seiner Familie aus seiner Sicht in der Vergangenheitsform. Bereits das Vorwort hat mich zum Lachen gebracht, habe aber auch gemerkt, dass es kein leichtes Buch wird. Aber Dan Marshall hat es geschafft, mich zum Lachen und zum Weinen zu bringen.

Durch die einfache und auch sehr vulgäre Sprache habe ich leicht ins Buch gefunden. Ganz zu Anfang des Buches schreibt der Autor, dass in seiner Familie viel geflucht und geschimpft wird und genau das hat den Witz ausgemacht. Das Wort „scheiße“ (und schlimmeres) kommt nicht nur ein Mal vor Was die Schimpfworte und Beleidigungen angeht, ist dieses Buch wohl eher nichts für Zartbesaitete.

Dan Marshall hat ein unglaublich beeindruckendes und vor allem schonungsloses Buch über das Sterben und den Tod eines von ihm geliebten Familienmitglieds geschrieben. Er ist trotzdem mit sehr viel Gefühl an die Geschichte rangegangen und ja, das geht auch mit viel Gefluche.

Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen!


Fazit
Ein ehrliches, gefühlvolles, sehr direktes und schonungsloses Buch über das Sterben, welches wiederum unglaublich lebensbejahend und hoffnungsvoll erscheint. „Meine scheisskranke Familie“ ist eine inspirierende Geschichte und weil dieses Buch aus dem wahren Leben des Autors stammt, möchte ich es mir nicht anmaßen, das Werk von Dan Marshall zu bewerten.




Weitere Informationen:
Originaltitel: Home is fucking burning   
Verlag: Atrium Verlag (http://www.atrium-verlag.com/index.html
Seiten: 448
Erscheinungsdatum: Februar 2016
Preis: 19,99€
Gebundene Ausgabe 
ISBN: 978-3-85535-516-7

Veröffentlicht am 12.01.2017

„Das Gegenteil von Einsamkeit“ von Marina Keegan

Das Gegenteil von Einsamkeit
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Inhalt
Marina Keegan ist gerade einmal 22 Jahre alt, als sie bei einem Autounfall ums Leben kam. Ihrer Nachwelt hat die junge Studentin aber Kurzgeschichten und Essays hinterlassen. In dem Buch bekommt ...

Inhalt
Marina Keegan ist gerade einmal 22 Jahre alt, als sie bei einem Autounfall ums Leben kam. Ihrer Nachwelt hat die junge Studentin aber Kurzgeschichten und Essays hinterlassen. In dem Buch bekommt der Leser insgesamt 22 Werke des Schreibtalents zu lesen. Sie erzählt von Tod, Familie, allgemeine Dinge aus dem täglichen Leben.


Meinung
Schon alleine das Vorwort von der Professorin, Mentorin und Freundin Anne Fadimann ist sehr ergreifend. „Ergreifend“ ist auch das richtige Wort, um die Werke der Autorin zu beschreiben.

Marina Keegan ist in meinen Augen ein außergewöhnliches Talent gewesen. Ihre Short Stories und Essays sind alles, aber nicht langweilig. Fast jede der Geschichten habe ich in mich aufgesogen und sehr genossen. Es gab ein, zwei Ausnahmen, die mir leider nicht so sehr zugesagt haben, da ich einfach nichts mit dem behandelten Thema anfangen konnte.
Insgesamt betrachtet sind die Kurzgeschichten und Essays sehr beeindruckend, sehr emotional, sehr tiefgründig und auch sehr lebensbejahend.
Marina Keegan hat einen wundervollen Schreibstil mit einer wirklich großartigen Sprache vermengt.


Fazit
Sehr berührende Texte über das Leben! Ich vergebe vier von fünf Sternen an „Das Gegenteil von Einsamkeit“.



Weitere Informationen:
Originaltitel: The Opposite of Loneliness    
Verlag: FISCHER Taschenbuch (http://www.fischerverlage.de/verlage/fischer_taschenbuch
Seiten: 288
Erscheinungsdatum: April 2016
Preis: 9,99€
Taschenbuch 
ISBN: 978-3-596-03242-6

Veröffentlicht am 31.12.2016

„Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm" von Jessie Ann Foley

Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm
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Inhalt
Es ist das Jahr 1993, in dem Maggie von Chicago nach Irland zieht. Nur widerwillig nimmt sie ihr neues Zuhause an, denn sie vermisst ihre Heimat. Vor allem vermisst sie ihren musikbegeisterten Onkel ...

Inhalt
Es ist das Jahr 1993, in dem Maggie von Chicago nach Irland zieht. Nur widerwillig nimmt sie ihr neues Zuhause an, denn sie vermisst ihre Heimat. Vor allem vermisst sie ihren musikbegeisterten Onkel Kevin. Er ist es, dem Maggie ein paar Lichtblicke in Irland beschert: von ihm bekommt sie Musiktips, die sie sehr gerne annimmt. Maggie lernt in Irland Eoin kennen und ihr Heimweh nach Chicago lässt langsam nach.
Doch eines Tages bekommt Maggie eine schreckliche Nachricht und sie muss sich fragen, was ihr wirklich wichtig ist im Leben.
Wird Maggie sich für das richtige entscheiden?


Meinung
Jessie Ann Foley schreibt im allwissenden Erzählstil und hat ein eher düsteres, melancholisches Werk geschaffen. Mir gefiel die Sprache und der Schreibstil größtenteils gut, denn die tollen Beschreibungen von Irland haben mich dem Buch ein kleines Stückchen näher gebracht.
Allerdings hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, dass die Autorin durch einige Sätze und Passagen ein wenig Witz in das doch eher traurig gehaltene Buch bringen wollte. Ein kläglicher Versuch, wie ich finde. Das hat die düstere Atmosphäre ein wenig zerstört.

Sehr positiv finde ich den Bezug auf die Musik der 90er Jahre, vor allem auf fantastische Bands wie Nirvana, Smashing Pumpkins oder auch Pearl Jam. Bücher spielen im Leben von Onkel Kevin eine große Rolle, hier finde ich es toll, dass er Maggie ein paar Buchtipps gibt.

Die Charaktere haben mir leider nicht hundertprozentig zugesagt. Maggie - die Protagonistin - ist doch noch sehr naiv mit ihren 16 Jahren. Sie trifft einige Entscheidungen, die ich leider nicht komplett nachvollziehen konnte. Ihre Mutter Laura und dessen Ehemann Colm waren mir sehr unsympathisch. Meine liebsten Figuren im Roman sind Kevin - Maggie’s Onkel - und Dan Sean, ein Nachbar von Maggie.

Am meisten gestört hat mich der fehlende Tiefgang. Trauer, Freude, Wut - all die Emotionen, die unsere Protagonistin Maggie durchlebt, wurden nur kurz angeschnitten. Während Maggie um einen großen Verlust trauern sollte, denkt sie eher an einen schönen Augenblick, den sie erlebt hat. Das ist in meinen Augen ziemlich unglaubwürdig.


Fazit
„Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm“ ist leider nur ein kurzweiliges Buch, das mich nicht vom Hocker gerissen hat. Daher vergebe ich zweieinhalb von fünf Sternen an das Buch.



Weitere Informationen:
Originaltitel: Carnival at Bray    
Verlag: One / Bastei Lübbe (https://www.luebbe.de/one
Seiten: 300
Erscheinungsdatum: Juli 2016
Preis: 16,00€
Gebundene Ausgabe 
ISBN: 978-3-8466-0037-5