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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2025

Ein Buch, das bleibt, auch wenn es sich mit dem Loslassen beschäftigt!

Wer loslässt, hat die Hände frei
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„Wer loslässt hat die Hände frei“ von Ludwig Burgdörfer ist ein inspirierender Schatz mit kreativen, tiefgründigen und praktischen Ideen für den Umgang mit Abschieden im Alltag.
Schon von der ersten Seite ...

„Wer loslässt hat die Hände frei“ von Ludwig Burgdörfer ist ein inspirierender Schatz mit kreativen, tiefgründigen und praktischen Ideen für den Umgang mit Abschieden im Alltag.
Schon von der ersten Seite an lädt das ansprechende Vorwort von Stefan Loß dazu ein, sich auf die als Herzenssache formulierte Thematik einzulassen. Loß gibt interessante Einblicke in die Entstehung des Buches und bereitet den Leser darauf vor, sich mit den verschiedenen Facetten des Loslassens auseinanderzusetzen.
Das Buch besticht durch seine klar und strukturierte Gestaltung. Auf dem himmelblauen Cover mit weißem Rahmen sieht man einer Traube von Luftballons nach. Die 63 kurzen, prägnanten Kapitel,
sind jeweils einem spezifischen Abschied gewidmet. Z.B.: „Abschied vom Kinderzimmer“, Abschied vom harmlosen Gott“, „Abschied vom immer stark sein“, „Abschied vom Selbstzweifel“.
Jedes Kapitel umfasst zwei bis drei Seiten und ist damit perfekt für das tägliche Lesen und Reflektieren geeignet.
Der Autor versteht es meisterhaft, komplexe Gedanken und den Punkt zu bringen und dabei lebensnah, ehrlich und humorvoll zu bleiben. Die Wortspiele und Formulierungen sind ein echtes Highlight und machen das Lesen zu einem besonderen Vergnügen.
Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal ist das Daumenkino am Seitenrand, das dem Buch eine spielerische und einzigartige Note verleiht. Ebenso gefallen mir die Fragen am Ende eines jeden Kapitels unter dem Motto:“ Ich frage mich…“, die den Leser einladen, innezuhalten und die Inhalte in die eigene Lebenswelt zu übertragen.
Diese Reflexionsfragen sind tiefgründig und helfen, das Gelesene nicht nur intellektuell, sondern auch emotional zu verarbeiten.
Insgesamt ist „Wer loslässt hat die Hände frei“ ein lebendiges, ermutigendes und tiefgründiges Werk, das den Leser dazu inspiriert, Abschiede als Chancen für Neuanfänge zu begreifen.
Es eignet sich hervorragend, um täglich kleine Impulse für das eigene Leben zu gewinnen.
Ein Buch, das bleibt, auch wenn es sich mit dem Loslassen beschäftigt.
Sehr empfehlenswert!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2025

Kinderärztin auf Rügen zwischen zwei völlig unterschiedlichen Männern

Immer wieder du und das Meer (Zeit für Rügen)
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Mit „Immer wieder du und das Meer“ entführt Hanna Holmgren ihre Leser auf die wunderschöne Insel Rügen und in eine gefühlvolle Geschichte, die Lust auf Sommer, Meer und große Emotionen macht.
Die Protagonistin ...

Mit „Immer wieder du und das Meer“ entführt Hanna Holmgren ihre Leser auf die wunderschöne Insel Rügen und in eine gefühlvolle Geschichte, die Lust auf Sommer, Meer und große Emotionen macht.
Die Protagonistin Lara, frisch getrennt und voller Hoffnung auf einen Neuanfang , kehrt auf ihre Heimatinsel zurück, um dort als Kinderärztin Fuß zu fassen. Schon bald steht sie vor Herausforderungen:
Der angespannte Wohnungsmarkt zwingt sie dazu, zunächst bei einer Freundin und später beim charmanten und etwas chaotischen Surflehrer Hannes unterzukommen. Auch trifft sie Justus wieder, ihren heimlichen Jugendschwarm, dessen Anblick noch immer Schmetterlinge in ihrem Bauch weckt.
Hanna Holmgren versteht es, mit ihrer lebendigen Erzählweise die Leser in die Geschichte hineinzuziehen. Die Landschaftsbeschreibungen sind so bildhaft, dass man die salzige Meeresluft förmlich riechen und das Rauschen der Wellen hören kann. Auch die Charaktere sind eindrücklich und mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Lara ist eine sympathische und authentische Protagonistin, die mit Herz und Verstand agiert, während Hannes und Justus zwei Männer sind, die unterschiedlicher nicht sein können, aber beide auf ihre Art berühren.
Die Handlung überzeugt durch ihre Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang. Der Roman behandelt nicht nur die Themen Liebe und Neuanfang, sondern auch die Frage, wie man mit vergangenen Gefühlen und neuen Chancen umgeht. Die sich anbahnenden Konflikte zwischen Kopf und Herz machen das Buch zu einem Lesevergnügen, das regelrecht süchtig macht.
Holmgren zeigt, dass Liebe nicht planbar ist. „Immer wieder du und das Meer“ ist der perfekte Roman für alle, die von einem emotionalen Wohlfühlroman träumen und sich gleichzeitig auf eine Reise zu einer der schönsten deutschen Inseln mitnehmen lassen wollen. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte!

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Veröffentlicht am 06.01.2025

Rund 80 kurze Texte über Gottes Liebe, Hoffnung, Glaube und das Leben

Beschenkt
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Das Büchlein „Beschenkt“ von Hans-Joachim Eckstein ist ein kleines Juwel,
das sowohl äußerlich, als auch inhaltlich durch Schlichtheit und Tiefe beeindruckt.
Schon das blaue Hardcover mit dem prägnanten ...

Das Büchlein „Beschenkt“ von Hans-Joachim Eckstein ist ein kleines Juwel,
das sowohl äußerlich, als auch inhaltlich durch Schlichtheit und Tiefe beeindruckt.
Schon das blaue Hardcover mit dem prägnanten Zitat auf der Einband-Rückseite lädt ein,
innezuhalten: „Daran, dass Gott dich ganz unerhört liebt, kannst du nichts ändern,
wohl aber daran, dass seine Liebe zu dir nicht unerhört bleibt.“
Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch die etwa 80 kurzen Texte des Buches.
Die Inhalte erfordern aufmerksames Lesen und Nachdenken. Eckstein lädt dazu ein, sich mit den Themen Liebe, Hoffnung, Glaube und dem Leben im Allgemeinen auseinanderzusetzen.
Seine Worte sind keinesfalls oberflächlich: sie regen dazu an, innezuhalten, die Gedanken wirken zu lassen und über sich selbst, die eigene Motivation und den Lebenssinn zu meditieren.
Manche Texte fordern heraus, sie zwei- oder dreimal zu lesen, bevor ihre Tiefe vollständig erfasst wird.
Besonders hervorzuheben sind Ecksteins Wortspiele, die mit Bedacht und oft auch mit feinem Humor gewählt wurden. Überschriften wie „Wahres Glück“, „Die Zuversicht der Liebenden“ oder
„Ziel – Start“ eröffnen Zugänge zu den Texten, die oft auf biblische Gedanken zurückgreifen, wobei auch einige davon mit Bibelstellen angegeben werden.

Die Illustrationen von Stefanie Bahlinger, die das Buch veredeln, fügen sich harmonisch ein. Ihre zarten Skizzen unterstreichen die Stimmung der Texte und verleihen dem Buch eine besonders ansprechende Optik. Die Verwendung von Blau für Überschriften (auf weißen Seiten) und einzelne Seiten (dann die Überschrift in Weiß) verleiht dem Buch eine schlichte Eleganz.
„Beschenkt“ ist ein Buch für Menschen, die gerne über die Sprache nachdenken, die Tiefe im Leben suchen und die sich mit den grundlegenden Fragen des Glaubens auseinandersetzen möchten.
Es eignet sich hervorragend als Geschenk für besondere Anlässe, aber auch als persönlicher Begleiter für eine gedankliche Auszeit im hektischen Alltag.
Dieses Buch vermittelt Zuversicht und Hoffnung und ist zugleich eine Einladung, sich auf die geschenkte Liebe Gottes zu besinnen. Es ist nicht nur ein Werk, das gelesen, sonder eines, das erlebt werden möchte.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Als Eventmanagerin an den Gardasee

Schneeflöckchen im Zitronenröckchen
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„Schneeflöckchen im Zitronenröckchen“ von Mirjam Schweigkofler ist ein charmanter Wohlfühlroman, der sich ideal für die Advents- und Winterzeit eignet.
Die Geschichte führt die Protagonistin Alena von ...

„Schneeflöckchen im Zitronenröckchen“ von Mirjam Schweigkofler ist ein charmanter Wohlfühlroman, der sich ideal für die Advents- und Winterzeit eignet.
Die Geschichte führt die Protagonistin Alena von Bozen an den malerischen Gardasee, wo sie als Eventmanagerin den Auftrag erhalten hat,
einen Weihnachtsmarkt in Limone sul Garda mitzuorganisieren.
Dort begegnet sie neuen Menschen, knüpft herzliche Beziehungen und sieht sich gleichzeitig mit der Herausforderung konfrontiert, mit ihrem widersprüchlichen Kollegen Tommaso zusammenzuarbeiten.
Die Autorin schafft es, die winterliche und stimmungsvolle Atmosphäre der Weihnachtsmärkte, die Schönheit der Gardasee-Region und die Details von Essen und Veranstaltungsorten lebendig und anschaulich zu schildern.
Auch wenn dies bereits der dritte Band der Reihe ist, lässt sich die Geschichte problemlos unabhängig lesen. Man kommt leicht in die Handlung hinein und fühlt sich schnell in der winterlichen Kulisse und Alenas Welt zurecht.
Alena ist eine sympathische und meist recht gut nachvollziehbare Hauptfigur.
Ihre Herausforderungen – sei es in der Liebe oder im Beruf – wirken glaubhaft und machen sie nahbar.
Tommaso hingegen bleibt (für mich) bis zum Schluss ein schwieriger Charakter. Sein oft widersprüchliches Verhalten sorgt zwar für Spannung, macht es aber schwer, ihn wirklich ins Herz zu schließen.
Der Roman lebt mehr von seiner Atmosphäre und den zwischenmenschlichen Erlebnissen als von aufregenden Wendungen oder dramatischen Höhepunkten. Wer eine entspannte Lektüre sucht, die zum Abschalten und Wohlfühlen einlädt, wird hier fündig. Die Geschichte ist gut geschrieben, auch wenn an manchen Stellen eine ausführlichere Darstellung wünschenswert gewesen wäre.
„Schneeflöckchen im Zitronenröckchen“ ist eine angenehme, leichte Lektüre – besonders für die Adventszeit oder kalte Wintertage. Ein Roman zum Entspannen, ohne große Dramatik und durch die stimmungsvolle Kulisse begeistert. Ideal für Leser:innen, die romantische Geschichten in festlichem Ambiente schätzen.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Eine ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte in einer futuristischen Welt

Das verborgene Weihnachtskind
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Titus Müllers „Das verborgene Weihnachtskind“ ist eine außergewöhnliche Weihnachtserzählung,
die traditionelle Erwartungen auf den Kopf stellt und den Leser in eine futuristische Welt entführt.
Auf 101 ...

Titus Müllers „Das verborgene Weihnachtskind“ ist eine außergewöhnliche Weihnachtserzählung,
die traditionelle Erwartungen auf den Kopf stellt und den Leser in eine futuristische Welt entführt.
Auf 101 Seiten entwickelt Titus Müller eine kompakte, tiefgründige Geschichte, die Technik, menschliche Beziehungen und Weihnachtszauber auf ungewöhnliche Weise miteinander verbindet.
Im Mittelpunkt der Erzählung stehen drei völlig unterschiedliche Charaktere:
Eine schüchterne Frau, ein alleinerziehender Vater und ein technikscheuer Rentner.
Ihre Wege kreuzen sich in einem KI-gesteuerten Haus, das von Ahtena, der zentralen Haus-KI, überwacht wird. Als Fremde in das Haus eindringen, um ein Kind zu rauben, wird Athena zu einer Schlüsselfigur: Sie versucht die Bewohner dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten, und gemeinsam gegen die Bedrohung vorzugehen.
Die Geschichte verbindet Elemente von Science-Fiction, Krimi und Weihnachtserzählung.
Der futuristische Ansatz wird durch Athenas zentrale Rolle und das KI-gesteuerte Haus eindrucksvoll umgesetzt. Gleichzeitig werden tiefgreifende Themen wie die Chancen und Grenzen moderner Technologie und die Bedeutung von Gemeinschaft in Extremsituationen behandelt.
Obwohl es sich um eine Weihnachtsgeschichte handelt, ist sie alles andere als klassisch.

Das Cover und der Buchtitel können leicht falsche Erwartungen wecken.
Man könnte u.U. eine traditionelle und typische Weihnachtsgeschichte erwarten.
Leser, die sich auf eine warmherzige, klassische Erzählung einstellen, könnten enttäuscht sein.
Der futuristische Ansatz und die thematische Mischung könnten für Leser, die traditionellere Weihnachtsgeschichten bevorzugen, schwer zugänglich sein.

Fazit:
„Das verborgene Weihnachtskind“ ist keine typische Weihnachtsgeschichte, sondern ein originelles Werk, das durch seine ungewöhnliche Kombination aus Science-Fiction, menschlicher Dramatik und einem Hauch von Weihnachtszauber besticht.
Es richtet sich an Leser, die das Ungewöhnliche schätzen und offen für neue Erzählformen sind.
Für diese Leser ist dieses Buch eine Empfehlung.
Wer hingegen nach einer klassischen Weihnachtsgeschichte sucht, könnte sich enttäuscht fühlen.

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