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Veröffentlicht am 27.08.2022

Fesselnder Plot

Wolf im Schnee
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Rezension
«Wolf im Schnee»
von Raissa Moor

Anlässlich eines Gewinnspiels im buchaffinen Teil der Plattform «Instagram» durfte ich mich über das E-Book als Gewinn freuen. Nachdem ich das stimmungsvolle ...

Rezension
«Wolf im Schnee»
von Raissa Moor

Anlässlich eines Gewinnspiels im buchaffinen Teil der Plattform «Instagram» durfte ich mich über das E-Book als Gewinn freuen. Nachdem ich das stimmungsvolle und nervenaufreibende Debut «Pein» der Autorin mit Begeisterung verschlungen hatte, war ich gespannt, was «Wolf im Schnee» zu bieten hat!

Zum Inhalt:
Die Geschwister Mara und Alan Vintersson leben auf einem alten Gehöft am Rande einer kleinen Stadt im Berliner Umland. Nachdem der Vater sechs Jahre zuvor einen tödlichen Autounfall erlitten hat (das Prequel verrät mehr), hat sich jetzt auch ihre Mutter entschieden, Deutschland den Rücken zu kehren, sodass die beiden das Anwesen samt Nutztieren allein innehaben. Viel Geld ist nicht vorhanden, und Mara quält sich mit ihrem alten Auto herum, das längst nicht mehr zuverlässig tut, was es soll. An einem verschneiten, kalten Wintertag ist das Auto urplötzlich vollkommen egal, als Alan aus heiterem Himmel verhaftet wird.
Die Anklage: Mord.
Mara weiß nicht, was geschehen ist. Was sie hingegen mit Sicherheit weiß ist, dass ihr Bruder unschuldig ist, obgleich die Indizien gegen ihn zu sprechen scheinen.
Fest steht zudem, dass er einen Rechtsbeistand benötigt. Mara bittet Rolf Fiebermann um Hilfe, einen alten Freund ihrer Familie. Rolf hat leider einen weiteren Freund: den goldenen Freund aus der Flasche. Somit befindet er sich in einem desolaten Zustand. In ihrer Geldnot hat Mara keine andere Wahl, zumal sämtliche Beamte der Polizeiwache voreingenommen handeln. Der Polizeichef ist obendrein eine Person mit völkischem Gedankengut und verachtet Schweden, Holländer sowie Menschen mit jüdischer Abstammung gleichermaßen.
Am Abend der Verhaftung sucht Mara, das Absperrband der Polizei geflissentlich ignorierend, den Tatort am Seeufer auf, wo ein junger Mann, ein Bekannter ihres Bruders, mit über vierzig Messerstichen brutal zu Tode gekommen ist. Zu ihrem Entsetzen stellt Mara, fest, dass sich im Schnee mehr Spuren befinden, als der Polizeichef im Gespräch mit dem Anwalt Rolf erwähnt hat.
Was geht hier vor sich?
Mara kommt eine Person in den Sinn. Zwar möchte sie ausgerechnet diese Person so ziemlich als Letzte sehen, dennoch fährt sie noch am selben Abend nach Berlin zu Erik van Beeren …

Fazit:
Anders als bei «Pein», wo ich bereits von der ersten Seite aufgesogen wurde, fand ich hier etwas schwerer einen Zugang zur Handlung. Doch ab dem Zeitpunkt von Rolfs Erscheinen geriet diese für mich rasant in Fahrt, sodass ich das Buch sehr schnell ausgelesen habe.
Im Verlauf der Kapitel entwickelt sich eine intensive Beziehung zwischen Mara und einer der Figuren, welche ich zunächst als ziemlich toxisch eingestuft habe, bis ich etwas besser hinter die Kulissen blicken konnte. Die Ereignisse klären sich immer weiter auf, und offene Fäden wurden für mich sehr gut verknüpft.
Im Vergleich zu Lia, der Protagonistin aus «Pein», fiel mir die Identifikation mit Mara etwas schwerer. Woran es liegt, vermag ich nicht genau zu greifen. Vielleicht fehlten mir Rahmeninformationen zu ihr. Stattdessen empfand ich Rolf als großen Sympathieträger. Schon vor der Hälfte der Lektüre begann ich zu bangen, ob er das Ende des Buches erleben darf. Oder wird er im Rahmen der finsteren Hintergründe der Bluttat am See zu einem weiteren Opfer?
Aus meiner Sicht ist der Griff zu «Wolf im Schnee» auf der Suche nach einem fesselnden Leseerlebnis auf jeden Fall eine gute Wahl!

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